Sonntag, 19. Dezember 2010

Qühe beim Bären

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Dazu einen heißen Caipirinha als Sundowner. Die Berger Winterterrasse

Petra, die Gastgeberin, freute sich mit einem "Wie geil ist das denn" über den Besuch der Qühe auf der Berger Winterterrasse. Ab 16 Uhr trafen sich ebenda spontan die Leit- und Herdenqühe zum Glühwein und Augustinertrinken oder um die Aussicht auf den See und das kommende Jahr zu genießen. Und siehe da: Ich mußte als Parteivorsitzender eingestehen, nicht mal alle Parteimitglieder zu kennen. (Hallo Markus!)

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Die Terrasse vom Hotel Schloss Berg: am 4. Advent ein einziger Quhstall

Beschlüsse wurden in dem Trubel keine gefasst, aber doch so mancher Plan für das nächste Jahr geschmiedet, in dem die QUH glatt schon 5jähriges Bestehen feiert: Einer der Pläne dreht sich um die Zahl 100. (Marsil, du wirst der erste sein!)

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Leitbulle und JungQUH

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 19. Türchen

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Das Rezept vom 19. Dezember

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Rohrnudeln der Liebe

Als wir Maria Haberl aus Höhenrain um ein Rezept für unseren Adventskalender baten, erklärte sie uns, dass sie erst mit 20 Jahren bayrisch kochen lernte. Das ist immerhin vor 64 Jahren gewesen. Unsere Frage, ob sie denn keine gebürtige Höhenrainerin sei, beantwortet sie mit einer wunderbaren Liebesgeschichte:

Maria-HaberlAls Maria das erste Mal nach Berg kam, war sie 19 Jahre alt. Sie kam mit einem Flüchtlingszug aus Oberschlesien. Das war am weißen Sonntag 1945. Ihre erste Station war eine Scheune in Biberkor. Von dort verbreitete sich die Kunde von der Ankunft der Flüchtlinge in Windeseile, und nachdem der Pfarrer in Kirche gebeten hatte den Menschen Obdacht zu gewähren, kamen schon bald die Kommunionkinder herbei und holten je nach den räumlichen Möglichkeiten zwei bis drei Flüchtlinge zum Übernachten in die umliegenden Häuser und Höfe. Maria war allein. Sie ließ erst einmal Müttern mit Kindern den Vortritt. Doch auch sie bekam eine Unterkunft für die Nacht - auf dem Haberlhof in Höhenrain. Die Bäuerin nahm sie freundlich auf und hieß sie in der Kammer ihres Sohnes Titus schlafen. Der musste trotz Gipshax’n unten in der Stube nächtigen. Auch die folgenden Nächte konnte Maria auf dem Haberlhof bleiben. Die Haberls verschafften ihr eine Stelle in einer nahegelegenen Landwirtschaft, und schon bald wechselte Maria in den Haushalt von Dr. Lichtenberg nach Leoni. Sie fühlte sich wohl in Berg und hatte ihr Auskommen. Einer jedoch kreuzte immer wieder ihren Weg: Titus Haberl. An einem schönen Sommerabend lud er sie zu einer Bootsfahrt auf den See ein und machte ihr einen Heiratsantrag. So zog Maria 1946 wieder auf den Haberlhof und lebt dort noch heute. Mit Titus Haberl war sie 54 Jahre lang verheiratet. Und für ihn lernte sie nicht nur die bayerische Küche, sondern revolutionierte sie auch gleich noch. Denn während die klassischen bayerischen Rohrnudeln mit Zwetschgen gefüllt werden, füllt Maria Haberl ihre Rohrnudeln mit Zimt-Zucker-Äpfel. Das passt auch wunderbar in die Weihnachtszeit. Das Rezept ist etwas zeitintensiv, weil der Hefeteig immer wieder gehen muss. Auch der richtige Dreh, mit dem die Rohrnudeln in die Reine geschichtet werden, will geübt sein.

Maria’s Rohrnudeln

Zutaten:
  • 500g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 4 EL Zucker
  • 1 Brise Salz
  • 2 Eier
  • ¼ l Milch
  • 3 Äpfel
  • Zucker
  • Zimt
  • Butter nach Bedarf
Zubereitung:
  1. Die Hefe mit dem Zucker und warmer Milch in einer Tasse verrühren. Das Gemisch bis zum Tassenrand gehen lassen.
  2. Das Mehl mit dem Rest Zucker und einer Brise Salz mischen und aufhäufen und in der Mitte ein Mulde drücken. Eier und Butterflocken in die Mulde geben, dann das Hefegemisch aus der Tasse hinzugeben. Alles zu einem Teig schlagen bis Blasen kommen.
  3. Den Teig mit einem Tuch abdecken und zwei bis drei Stunden gehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder mit dem Finger Löcher in den Teig stechen, damit die Luft herausgeht. Dann wieder gehen lassen.
  4. Die Äpfel schälen, vierteln und mit Zimt und Zucker bestreuen.
  5. Wenn der Teig vom Kochlöffel fällt, ist er genug gegangen. Mit einem Löffel kleine Teigportionen abstechen, mit der Hand zu schönen Nudeln formen und etwas von der Apfelzimtmischung in die Mitte drücken. Nochmals gehen lassen.
  6. Etwas Butter zergehen lassen und in eine Reine geben. Den Boden der Reine mit Zimt und Zucker bestreuen, dann die Apfelnudeln ein wenig in dem Gemisch wenden und eng nebeneinander in die Reine setzen. Die richtige Handbewegung muss man ein wenig üben.
  7. Das Ganze 45 Minuten bei 180° rausbacken.
  8. Die Rohrnudeln auf eine Platte stürzen und noch einmal mit Zimt und Zucker bestreuen.

Samstag, 18. Dezember 2010

Juhu! Ein fettes Lob!

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Die QUH freut sich über das dicke Lob, das sie vom Bloggerkollegen "Dorfkramer" bekommen hat:

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Den ganzen Artikel finden Sie hier:

http://dorfkramer.blogspot.com/2010/12/preis-fur-lokaljournalismus-geht-quh.html

Danke!!!

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 18. Türchen

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Das Rezept vom 18. Dezember

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Superschnelle Spaghetti für den Countdown

Extra fürs Konzert von A+P kam Exilrömer Robi Meisner am vergangenen Wochenende eingeflogen. Das Ende des Konzerts ist ja hinreichend bekannt. Robi, der bei früheren Konzerten der Tontechniker von A+P war, hat den Abend schlau umgenutzt und auf der Weihnachtsfeier des MTV jede Menge bekannte Gesichter getroffen. Ein weiterer Pluspunkt: Wir konnten ihn doch noch mit dem G’löffel von Hans Panschar ablichten.

Bevor Robi sich mit Familie und Katze nach Rom abgesetzt hat, war er der Umwelt- und Klimafachmann bei der QUH. Glücklicherweise verfolgt er auch aus der Ferne die Geschicke der Gemeinde und gibt dann und wann seinen geschätzen Senf dazu.

Robert-MeisnerFür den QUH Adventskalender schickt er uns das Rezept für Spaghetti Cacio e Pepe. Neben den Saucen à la Carbonara und Amatriciana ist dies eines DER typisch römischen Pastagerichte. Etwas für kalte Winter- und Herbsttage – dazu passt ein rustikaler Wintersalat. Und es geht superschnell.



Spaghetti Cacio e Pepe

Zutaten für 4 Portionen:
  • 400 (- 500) g Spaghetti (oder, klassisch: Tonarelli)
  • 250 g Pecorino Romano (gerieben)
  • Viel grob gemahlener schwarzer Pfeffer




Zubereitung:
  1. Wasser für die Nudeln aufsetzen und salzen (nicht zu stark salzen, da das Wasser später für die Sauce verwendet wird) und die Spaghetti etwas über die Hälfte der angegeben Kochzeit kochen.
  2. Pasta abseihen und etwa 2 große Tassen Kochwasser auffangen.
  3. In einer Pfanne etwa eine Tasse Kochwasser aufkochen und die Nudeln zugeben. Aufkochen und dann den Grossteil des geriebenen Käses sowie des grob gemahlenen Pfeffers hinzugeben. Wenn es nach zu viel Pfeffer aussieht – ruhig noch mehr dazu geben. Alles gut verrühren und kochen bis das Wasser verdunstet ist. Wenn die Nudeln noch nicht fertig sind oder das Ganze zu trocken wird, noch etwas Kochwasser dazu.
  4. In der Pfanne servieren, dazu den restlichen Pecorino und eine Pfeffermühle auf den Tisch. Wer will kann noch ein paar Tropfen gutes Olivenöl darauf tröpfeln.
Mit quhlinarischen Grüßen aus Rom…

Freitag, 17. Dezember 2010

Geldsegen

Zum zweiten Mal hatten die Höhenrainer Vereine gemeinsam einen Adventsmarkt für einen guten Zweck in der Gemeinde Berg veranstaltet. Letztes Jahr konnte eine vierstellige Summe an den Alten- und Krankenpflegeverein übergeben werden. In diesem Jahr kamen 2200 Euro zusammen, die die Vereine für die "Weihnachtsaktion" der Gemeinde gespendet haben. Damit werden bedürftige Menschen in der Gemeinde gezielt unterstützt.

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Bei der Scheckübergabe im Rathaus

Bürgermeister Monn erhielt den Scheck von folgenden Vereinen: Kolpingsfamilie (Robert Stefke), Enzianschützen (Helmut Moosberger), EC Höhenrain (Gerald Urban), D'Lüßbachtaler (Martin Monn und Hermann Reichart), FFW Höhenrain (Stefan Monn), Burschenverein (Florian Möller), Goaßlschnoizer (Stefan Eisgruber) und der FSV Höhenrain (Joachim Swatosch). Es ist davon auszugehen, dass diese Spender das Geld in zehn Jahren nicht wieder zurückfordern werden. Klasse Aktion!

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 17. Türchen

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Das Rezept vom 17. Dezember

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Retschis Glühweinschnitten

Als gelernte Hauswirtschaftsmeisterin hat Regina Springer natürlich eine Menge Rezepte parat. In der Vorweihnachtszeit schwört sie auf diese "himmlische" Adventstorte, die auf dem Blech gebacken und in Schnitten serviert wird.

Retschi-Springer

Regina ist vielen sicher noch unter ihrem Mädchennamen Wild bekannt - sie wuchs auf dem Bauernhof ihrer Eltern am Kreuzweg auf. Jahrelang hat sie bei der Aufkirchener Dorfbühne Theater gespielt und auch selbst Regie geführt. Weil sie jetzt einen kleinen Sohn hat, souffliert sie vorübergehend nur. Wir durften sie in ihrem liebevoll renovierten Bauernhaus in Farchach besuchen, wo sie Obermadl war, bevor sie geheiratet hat.


Glühweinschnitten

Gluehweinschnitten Rührteig:
  • 250g Margarine
  • 250g Zucker
  • 5 Eier
  • 150g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 150g gem Haselnüsse
  • 80g Kokosflocken
  • 1 EL Kakao
  • weihnachtl. Gewürze nach Geschmack, auf alle Fälle Zimt
  • 1/8 l Glühwein
Belag:
  • 2 Hände gefr. Himbeeren oder 1 Glas Kirschen
  • 4 Becher Sahne
  • 1,5 Pkg. Vanille Paradies-Creme (Ein Fertigprodukt erleichtert die Sache, wer aber will, kann hier eine eigene Vanillecreme zaubern....)
  • Prise Zimt
Guss 1:
  • 3 Päckchen roter Tortenguss
  • Glühwein
  • evtl. Wasser
  • Zucker
Guss 2:
  • 1 Becher Sahne
  • ca. 200g Kuvertüre (Zartbitter)
Zubereitung:
Aus o.g. Zutaten einen Rührteig herstellen. Auf ein Blech mit Umrandung streichen und bei 180 Grad etwa 30 Min backen. Abkühlen lassen.
Für den Belag ungeschlagene Sahne mit Pulver zu einer nicht all zu festen Creme aufschlagen. Mit Zimt nach Belieben abschmecken. Früchte nach Belieben auf den Boden verteilen, dann Creme daraufstreichen.
Tortenguss nach Packungsbeilage herstellen. Glühwein mind. zu 2/3 verwenden, oder eben komplett mit Glühwein...
Tortenguss etwas abkühlen lassen und dann vorsichtig auf die Creme gießen.
Für den 2.Guss Sahne kurz aufkochen und dann die Kuvertüre langsam darin auflösen.
Auf den harten Tortenguß gießen, über Nacht trocknen lassen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Kalinke Maschinen feiert 30-jähriges Bestehen

Auf den Tag genau vor 30 Jahren datierte gestern der Handelregistereintrag der Kalinke Areal- und Agrar- Pflegemaschinen Vertriebs GmbH (Höhenrain). Mit drei Mitarbeitern startete Eberhard Kalinke 1980 in die Selbständigkeit. Seit der Gründung ist die Firma in der Gemeinde Berg ansässig. Heute beschäftigt Kalinke Maschinen rund 20 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber der Umgebung. QUH durfte Firmengründer Eberhard Kalinke anläßlich des Jubiläums in seinem „Austragsbüro“ treffen, denn offiziell möchte der Senior nicht mehr so gerne in Erscheinung treten.

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Die Belgschaft

QUH: Herr Kalinke, Ihre Firma feiert 30-jähriges Bestehen. Wie kam es zur Gründung?

Nach der Olympiade 1972 und der Fußballweltmeisterschaft 1974 wollte die Stadt München die damals teuer errichteten Sportanlagen und ihre umgebenden Parks, wir nennen das das Begleitgrün, auf hohem Niveau erhalten. Doch die dafür notwendigen Spezialmaschinen waren noch nicht verfügbar. Zusammen mit anderen Fachleuten entwickelte ich vorhandene Maschinen aus dem Agrar-Grünlandbereich für die intensive wie extensive Rasenpflege weiter. Um meine Ideen besser verwirklichen zu können, gründete ich 1980 die Firma Kalinke Maschinen.

Kalinke-ChefsQUH: Welche Erfindungen stammen aus dem Hause Kalinke?

Erfindungen ist nicht der richtig Ausdruck. Unsere Maschinen sind Weiterentwicklungen von bestehender Technik, die für hiesige Verhältnisse angepasst werden. Dazu zählt der Tiefenlockerer Verti-Drain, verschiedene Oberbodenaerifizierer, Nachsaatgeräte oder unsere Rasenkehrmaschinen.

QUH: Heute führt Ihr Sohn Harald Kalinke die Firma. Wann haben Sie die Geschäfte übergeben?

Mit 65 Jahren habe ich die Geschäftsführung abgegeben. Das war 1997. Harald ist bereits 1993 in die Firma eingetreten und wir führten die Geschäfte einige Jahre gemeinsam. Mittlerweile führt er die Firma seit mehr als zehn Jahren alleinverantwortlich und ist sehr erfolgreich.

QUH: Welche Rolle spielt der Seniorchef heute noch in der Firma?


Gar keine. Eigentlich will ich auch gar nicht mehr in Erscheinung treten. Offiziell bin ich ja gar nicht mehr da. Und sagen will ich jetzt auch nix mehr.

QUH: Letzte Frage: Wird gefeiert?


Aber sicher. Alle Mitarbeiter auch unsere Außendienstler sind mit dabei.

Wir danken für’s Gespräch und wünschen der Firma Kalinke alles Gute für die Zukunft.

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 16. Türchen

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Das Rezept vom 16. Dezember


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Zereshk Polo - Juwelenreis mit Berberitzen

Es ist nicht gerade der nächste Weg aus Teheran nach Berg. Und Donya Schraudenbach hat zwischendurch auch noch ein paar andere Stationen mitgenommen. Doch heute ist die studierte Chemikerin und Mutter von drei Kinder genau dort angekommen, wo sie sich wohl fühlt: in Berg. Seit acht Jahren lebt Donya mit Mann Lucas und ihren Kindern im Gemeindegebiet und ist sehr schnell ein aktiver Teil dieser Gemeinde geworden. Seit 2008 leitet sie den Förderverein der Oskar Maria Graf Schule. Sie organisiert mit ihrem Team alljährlich im Herbst das beliebte „Spiel ohne Grenzen“ und unterstützt Rektorin Maria Fiedler mit ihren Lehrern auf vielfältige Weise: Gerade ist sie auf der Suche nach einer jungen Türkin, die gut deutsch spricht und den türkischen Schülern an der OMG-Schule regelmäßig vorlesen könnte.

Für den QUH-Adventskalender verrät uns die gebürtige Iranerin das wohlklingende Rezept von "Juwelenreis mit Berberitzen". Berberitzen kennen wir hierzulande als Maulbeeren. Der Name Juwelenreis erklärt sich durch die rubinrote Farbe der Berberitzen auf der goldgelben Kruste des Reiskuchens. Das Rezept ist zwar etwas aufwendig, aber ein Diamant entsteht ja auch nicht von heute auf morgen.

Donya-SchraudenbachGeschmacklich beschreibt Donya ihr Rezept so: Der etwas säuerliche Charakter der Berberitzen wird aufgewogen durch die Karamellisierung zusammen mit den Orangenschalen und den Karotten.


Juwelenreis
Zutaten:
  • 300g Basmatireis
  • 1l Wasser
  • 2 EL Salz
  • 125ml Olivenöl
  • 20g Safranfäden
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Zucker
  • 1 Hand voll Berberitzen
  • 2 Karotten
  • 1 Orangenschale




Zubereitung
  1. Den Reis in ein Sieb geben und unter fließend kaltem Wasser gründlich abspülen. Wasser und Salz in einem großen Suppentopf zum Kochen bringen. Den Reis dazugeben und bei geschlossenem Deckel ca. 15-20 min. kochen. Der Reis sollte nicht ganz gar sein!
  2. In einem weiteren großen Topf möglichst mit Teflonbeschichtung das Öl leicht erhitzen. Den Reis abschütten und eine 2-fingerhohe Schicht des gekochten Reises auf dem Boden dieses Topfes verteilen. Den übrigen Reis mit einem Löffel vorsichtig als Pyramide darüber schichten. Bei geschlossenem Deckel und auf sehr kleiner Flamme 30 min. dünsten. Am Boden des Topfes entsteht dadurch eine sehr knusprige Schicht, die sich „Tadik“ nennt. Das Ganze bildet dann einen köstlichen Reiskuchen, den man abschließend auf eine Servierplatte stürzen sollte.
  3. In einer Pfanne die Butter zum Schmelzen bringen, die Orangenschalen und die Karotten „julienne“ (in feine Streifen) schneiden und in der Pfanne mit dem Zucker etwas karamelisieren. Die Berberitzen zunächst in Wasser einweichen, anschließend abschöpfen und mit in die Pfanne geben, wo sie lediglich leicht erwärmt werden.
  4. Die Safranfäden werden in einem Mörser gemahlen, in 2-3 EL kochenden Wassers gelöst und anschließend mit in die Pfanne gegeben. Den Inhalt der Pfanne mit den Berberitzen verteilt man über den gestürzten Reiskuchen.

Zu Juwelenreis passt wunderbar in Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Safran und Olivenöl mariniertes Hühnchenfleisch, das mit der Marinade im Ofen gebraten wird.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Berg 21 - Neues aus dem Gemeinderat

Es war nicht nur die letzte, sondern DIE Sitzung des Jahres: manche Gemeinderäte hatten ihre Flüge in die Ferne verschoben, andere glänzten durch betonte Abwesenheit. Kurzum: Ein Mörserturm, ein Windrad, eine Reithalle und noch viel mehr standen auf dem Programm. Für den Gemeinderat war so viel Brisanz ein Marketing-Erfolg: Es waren so viele Zuschauer anwesend, dass die gewählten Vertreter der Gemeinde Probleme hatten, ihre Plätze zu erreichen.

Wohlan: Für uns als QUH-Opposition ist es schwer einzugestehen, aber es wurde ein grandioser Abend für unseren Bürgermeister Rupert Monn.
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Vor den Abstimmungen, die den notorischen Berger Kaufmann G. betrafen, ergriff er jeweils beherzt das Wort für eine "persönliche Erklärung". BM Monn wurde ungewohnt deutlich: Angesichts der diversen eingegangenen Anwaltsschreiben sprach er von "Ergüssen". Das beantragte - fast 100m hohe - Windrad, das Dipl. Ing Dr. h.c. Siegfried Genz den Bergern zwischen Kirche und Berge setzen wollte, nannte er eine "Provokation für die Bevölkerung" (Applaus von den Zuschauern). Das Herziehen über und die Klagen gegen die Berichterstattung nannte er "unangemessen" und "verwerflich".

Deutliche Worte! Trickreich hingegen waren die Beschlussvorlagen der Gemeinde, die unter eisigem, solidarischem Schweigen der Räte einstimmig beschlossen wurden.

Zur Frage des Windrades wurde beschlossen: "Der Gemeinderat sieht es als planungsrechtlich erforderlich an, die Errichtung von Windkraftanlagen innerhalb des Gemeindegebietes zu steuern und zu ordnen und spricht sich daher für eine Änderung des Flächennutzungsplanes mit dem Ziel aus, geeignete Standorte für Windkraftanlagen auszuweisen."

Was heißt dieses Verwaltungsdeutsch konktet? - GR Ammer (QUH) wollte, weil die Mitgliederbefragung und das Stimmungsbild in der Bevölkerung eine mehrheitliche Ablehnung von Windrädern ergeben hatten, im Beschluss das positive Wort "auszuweisen" durch das ergebnisoffene "zu suchen" ersetzen. Er wurde von einem bösen Blick des Bürgermeisters getroffen. Zwar hätten es die QUH - und mit ihr große Teile der Bevölkerung - am liebsten, dass das notwendige Gutachten ergäbe, dass es keine "geeigneten Standorte" für Windräder im Gemeindegebiet gibt. Genau dies würde allerdings absurderweise bedeuten, dass keine rechtlichen Einwände gegen das beantragte, genehmigungsrechtlich priveligierte und einem Stinkefinger gegenüber der gesamten Gemeinde gleichkommenden Windrad am schönsten Fleck in Berg geltend gemacht werden könnten. - Es sind diese Absurditäten der Rechtsprechung, die die Wut der Bevölkerung schüren und Bürgerproteste wie gegen "Stuttgart 21" so erfolgreich machen.

Nach dem einstimmig gefassten Beschluss wird das Landratsamt hoffentlich "die Zurückstellung der Entscheidung über die Zulässigkeit des geplanten Vorhabens" (d.i. das Genz'sche Windrad Nummer 2) um mindestens ein Jahr veranlassen. Klingt kompliziert, ist aber effektiv.

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Für mindestens ein Jahr noch sichergestellt: Windradfreie Sicht auf die Alpen

Kurios waren im Vorfeld die Aussagen der Berger Bürger V. und Genz gegenüber der Presse gewesen. "Das alte Windrad wird abgeschaltet und abgebaut, sobald das neue in Betrieb genommen ist", hatte der - laut CSU-Fraktionsvorsitzenden Hlavaty in einer "Parallelwelt" lebende - Genz-Anwalt versprochen. Sein Mandant hingegen verkündete über den "Merkur", er wolle sein "bestehendes und umstrittenes Windrad auf der Maxhöhe (...) durch das Neue nicht ersetzen". - Na was nun? Weitere Merkwürdigkeiten: Entgegen der schriftlichen Ankündigung seines Rechtsanwaltes fehlte der "Unternehmer" Genz auf der Gemeinderatssitzung genzlich.

Denn es gab ja noch den Versuch - nach 14 Jahren Mörserturm, nach endlosen Prozessen und zwei höchstrichterlichen Entscheidungen dagegen - dieses Bauwerk als "Museumsturm" genehmigen zu lassen. Ausgerechnet in Berufung auf einen QUH-Artikel (was haben wir gelacht) hatte Anwalt Fondue-Heinz in einem "durch Boten" verteilten Schreiben vermutet, dass die Gemeinderäte "emotional fehlgeleitet" auch diesen Antrag ablehnen könnten. Da hatte er endlich einmal recht. Sie taten es: Eiskalt, einstimmig, einvernehmlich, vielleicht "emotional", aber ohne jede Diskussion!

Gegen solche Entscheidungen verblassten natürlich die Reithalle in Höhenrain (abgelehnt) und die eigentlich wichtigen Beschlüsse zum Wohngebiet "Südliche Aufkirchner Straße" in Berg (wird vorangebracht). Wir kommen darauf zurück.

Eilmeldung: (Vorerst) kein Windrad vor Aufkirchen

... und auch der absurde - 14 Jahre und zwei höchstrichterliche Entscheidungen zu spät kommente - Antrag auf Genehmigung eines Mörserturms auf der Maxhöhe wurden von den Berger Räten unter eisigem Schweigen einstimmig abgelehnt. - Gleich mehr!

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 15. Türchen

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Das Rezept vom 15. Dezember


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Die Versuchung wert

Predigen liegt ihm mehr als Kochen, das gibt Johannes Habdank unumwunden zu. Zahlen allerdings liegen ihm auch – immerhin hat der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Berg nicht nur Theologie, sondern auch Volkswirtschaft studiert. Vor dreißig Jahren kam er als Jugendlicher nach Berg, wo sich sein Vater, der Künstler Walter Habdank, mit seiner Familie niederließ. 2002 kehrte er zurück – diesmal mit eigener Familie. Im September 2009 wurde Johannes Habdank ins Pfarramt eingeführt und befasst sich nun als Vorstand des Ökumenischen Alten- und Krankenpflegevereins mit den Aufgaben beim Aufbau des Betreuten Wohnens im Wohnzentrum Etztal. Von großer Hilfe wird ihm dabei seine langjährige Erfahrung als Leiter mehrerer Wohnstifte des Augustinum sein.

johannes2Für unseren Adventskalender hat Pfarrer Habdank etwas aus dem handgeschriebenen Rezeptbuch seiner Schwiegermutter herausgesucht, das er mit seiner Frau an den Weihnachtstagen testen will.

Pharisäer-Kaffee
Als in Ostfriesland ein Pfarrer über das unmäßige Grog-Trinken mit viel Rum wetterte, versteckten die Sylter ihren Rum in starkem Kaffee. Eine dicke Sahnehaube erstickte den verräterischen Geruch. Als der Pfarrer seinen Schäfchen, die mit jeder Tasse beim Sonntagnachmittagskaffee immer lustiger wurden, drauf kam, schimpfte er sie "Pharisäer".




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Zutaten:
  • 1 Schnapsglas Rum
  • 1-2 Teelöffel Zucker
  • starker, heißer Kaffee
  • Schlagsahne
  • Raspelschokolade

  • In eine hohe Kaffeetasse gebe man 1 Schnapsglas Rum und 1-2 Teelöffel Zucker. Dann fülle man sie mit starkem heißen Kaffee auf und kröne das Ganze mit einer Haube Schlagsahne und etwas Raspelschokolade.

    Warum bitte "Pharisäer"? Zu Jesu Zeiten waren die Pharisäer gar nicht harmlos und sahen auch nicht so aus. Jesus fand sie scheinheilig. Sie repräsentierten gleichwohl die differenzierteste und gedanklich höchst stehende Form des Judentums zu Jesu Zeiten.

    Kein kalter und auch kein alter Kaffee, nein! Aufputschmittel für Neues: Pharisäer-Kaffee!

    Dienstag, 14. Dezember 2010

    Zur Frage der Windenergie ...

    ... wird heute der Berger Gemeinderat Stellung nehmen müssen. Das Votum bei unserer Umfrage fiel eindeutig aus: Alle hier im Blog abgegebenen Voten waren gegen das geplante Windrad an dieser Stelle. In Mails und Telefonaten wurden Statements über die Vorteile, aber auch Beeinträchtigungen abgegeben, die durch die Nutzung von Wind und Sonne entstehen. Generell war man für die Nutzung alternativer Energien, immer hieß es aber: "Es gibt weniger beeinträchtigende Standorte als die Linie zwischen Aufkirchen und den Bergen." Die nächste Aufgabe ist es, die zu finden! Auch in der gestrigen Sitzung sprachen sich die anwesenden QÜHe gegen den beantragten Standort aus.
    Sonst noch auf dem Programm: eine Reithalle in Höhenrain und ein Museums-/Mörserturm auf der Maxhöhe.

    Der QUH-Adventskalender 2010 - das 14. Türchen

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    Das Rezept vom 14. Dezember

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    Zeug zum Klassiker - die Nussecken der First Lady

    Als Ehefrau des 1. Bürgermeisters muss Juliane Monn bei offiziellen Anlässen nicht nur repräsentieren, sie steuert immer auch gerne etwas Kulinarisches zur Bewirtung bei. Legendär sind "Julianes Nussecken", die jedermann, der sie probiert, in sofortiges Entzücken versetzen.

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    Wo sie das Rezept für die duftenden, mürben Stückchen herhat, weiß sie gar nicht mehr. Aber die Nussecken sind immer wieder so ein Renner, dass Rupert Monn das Rezept wohlweislich griffbereit im Rathaus aufbewahrt. Auch uns hat Juliane Monn das Rezept verraten und die Nussecken sogar gebacken - köstlich!

    Nussecken

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    Zutaten:

    Für den Teig:
    • 300 g Mehl
    • 1 TL Backpulver
    • 125 g Zucker
    • 2 Pckg. Vanillezucker
    • 2 Eier
    • 125 Butter

    Aus den Zutaten einen Knetteig herstellen, auf einem Backblech ausrollen und mit Aprikosenmarmelade bestreichen.

    Für den Belag:
    • 200 g Butter
    • 200 g Zucker
    • 2 Packg. Vanillezucker
    • 4 EL Wasser
    Zutaten in einem Topf zerlassen und aufkochen.
    • 400 g gem. Haselnüsse
    Haselnüsse unterrühren. Die Masse auf dem ausgerollten Teig verteilen und glattstreichen.

    Backzeit: 20-30 min.
    Gebäck in Vierecke, dann in Dreiecke schneiden und zwei Ecken in Schokoguss tauchen.

    Montag, 13. Dezember 2010

    Heimliche Hochzeit

    Da staunten die Bösen Buben nicht schlecht, als sie am Freitag bei dem gesellschaftlichen Ereignis des Wochenendes, dem Geburtstagsfest ihres Freundes Erich H. einliefen. Denn die Feier zum Fünfzigsten entpuppte sich angesichts des wunderbaren Hochzeitskleides von Erichs Freundin Alexandra schnell als veritable Hochzeitsfeier.

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    Ein Rücken kann entzücken und überraschte die Gäste: Die schöne Alexandra im Brautkleid

    Nicht einmal die engsten Freunde hatten Bescheid gewusst, und selbst mit Alex Reil, der das Paar zuvor in der Gemeinde getraut hatte, war absolutes Stillschweigen vereinbart worden. Nur unser alter Paparazzo Baby Immerlos hatte natürlich Wind von der Sache bekommen und schoss weltexklusiv dieses sensationelle Foto:

    Erich und Alex Hirth
    Vielleicht das erste Mal im Sakko und das Ende eines "gschlamperten Verhältnisses": Erich und Alex H. im siebten Ehehimmel

    Schlossberghotelier Erich hatte - vielleicht damit er ausnahmsweise mal aus seinen eigenen vier Hotelwänden herauskommt - das Fest nach Münsing verlegt, wo es keine Probleme mit der Sperrstunde gibt, weshalb dann auch bis fünf Uhr morgens die Doppelfeier gebührend begangen, begossen und betanzt wurde. Um Mitternacht kam es - anlässlich von Erichs Geburtstag - endlich zum von allen Anwesenden sehnlichst erwarteten Hochzeitskuss. Da hatte sich Erich - so wie man ihn kennt - längst schon seines Sakkos entledigt.

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    Mitternachts in Münsing: Ein Küsschen unter lautem Jubel der Gäste

    Klaus "van" Böck, AH-MTV-Doppelmeistertrainer würdigte mit einem launigen Vortrag die sportlichen Erfolge Erichs, der nicht nur vielfacher Senioren AH-Meister, sondern auch Europameister im Soling-Segeln war.

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    Die staunende Festgesellschaft

    Die Bösen Buben gratulieren herzlich und wünschen dem Paar viel Glück!
    (Fotos: HP Höck & A Bad Boy)

    Der QUH-Adventskalender 2010 - das 13. Türchen

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    Das Rezept vom 13. Dezember


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    Gulasch mit Feuer

    Seit Herbert Volz 1982 über eine Stellenanzeige nach Berg kam und der Gärtner des Herzogs im Schlosspark wurde, ist er auch bei der Berger Freiwilligen Feuerwehr. Wenn er in zwei Jahren mit 63 als aktiver Feuerwehrler ausscheidet, wird er 30 Jahre lang „freiwilligen Dienst“ geleistet haben. Respekt. Aber Herbert Volz ist nicht nur oft in Bereitschaft, sondern kümmert sich auch als Jugendwart seit gut 10 Jahren um den Nachwuchs und bekocht bei vielen Übungstreffen die Mannschaft der Berger Feuerwehr. Für gewöhnlich trifft man sich alle 14 Tage im Berger Feuerwehrhaus zur Übung und sitzt hinterher noch gesellig zusammen. Dann gibt’s deftige Männerkost, Gulasch, Schnitzel oder auch mal nur Würstel mit Kartoffelsalat.

    Für den QUH-Adventskalender hat uns Herbert sein Rezept für herzhaftes Rindergulasch verraten. Das kocht er gerne, wenn es draußen grimmig wird, deswegen darf es auch ruhig scharf sein. Gewürzt wird frei Schnauze.

    Feuriges Rindergulasch

    Herbert-Volz




    Zutaten:
    • 500g Gemüsezwiebeln
    • 1kg Rindergulasch
    • 3 EL Öl
    • Salz
    • Pfeffer
    • 1/8l Brühe
    • je 1 gelbe, rote und grüne Paprika
    • Creme fraiche
    • Rosenpaprikapulver
    • Soßenbinder für dunkle Soße







    Zubereitung
    1. Das gewürfelte Rindfleisch bei starker Hitze in heißem Öl kräftig anbraten. Zwiebel grob hacken und hinzufügen.
    2. Alles gut mit Paprikapulver bestäuben und bei milder Hitze einige Minuten schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Brühe auffüllen.
    3. Das Gulasch 1 1/2 bis 2 Stunden bei milder Hitze im geschlossenen Topf schmoren lassen. 30 Minuten vor Ende der Garzeit die gestückelten Paprika hinzufügen.
    4. Falls notwendig mit Soßenbinder für dunkle Soße binden und mit Creme fraiche verfeinern.

    Sonntag, 12. Dezember 2010

    Der letzte Vorhang - Polizeieinsatz beendet A+P Konzert

    Da sage einer, Punk ist tot. 30 Jahre nach Gründung der Berger Punkband A + P kam es gestern in München nach Ausschreitungen im Publikum und vor der Halle zum Abbruch des Jubiläums-Konzertes durch die Polizei.

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    Dr. Philipp Pröttel bei dem kurzen Auftritt von A + P gestern im Feierwerk

    Die "Süddeutsche" hatte vorab nochmal auf einer halben Seite über das Ereignis berichtet. Von weit her, aus Italien, der Schweiz, aus den neuen Bundesländern und gar aus Berg waren gestern die Fans von A + P angereist. Teils "geläuterte" Punks, d.h. Chefs von mittelständischen Unternehmen, teils "echte" Punks, wie man sie sich vorstellt, mit Nietenjacken, rosa Haaren, vernebeltem Blick.

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    Das Stagediving überließ die "Band in besten Jahren" dem Publikum

    Das Konzert der "Punks in den besten Jahren" begann pünktlich. Zum ersten Eklat kam es allerdings schon während der Vorband. Der Sänger der eingesprungenen und etwas deplazierten Band "Sexshop" fühlte sich - offenbar in Unkenntnis der Gepflogenheiten bei Punkkonzerten - durch einen Bierbecherwurf belästigt und ließ vom völlig überforderten Sicherheitsdienst einen grünhaarigen Zuschauer aus dem Publikum entfernen. Der Veranstalter wurde angesichts der daraufhin aufkommenden Aggressivität einiger weniger Fans immer unsicherer und holte - nachdem es vor der Tür des Feierwerks zu einigen Rangeleien und zu Vandalismus auf den Toiletten gekommen war - die Polizei.

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    Wie in alten Zeiten: die Band spielt ... die "Petersilie" marschiert auf

    Als A+P die Bühne betraten, war draußen schon - wie es im Szene-Slang heißt - "die Petersilie anmarschiert", d.h. eine Hundertschaft der Polizei drängte darauf, das Konzert abzubrechen.

    Nach vier Liedern ihres Sets wollten A+P den befreundeten Bandoneonspieler und Ex-Punk Achmed von Wartburg auftreten lassen. In der entstehenden Umbaupause drehte der Veranstalter - nachdem der Bierverkauf schon längst unterbunden worden war - der Band den Strom ab.

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    Enttäuschte Gesichter vor dem letzten Vorhang: Jürgen Tonkel und Philipp Pröttel geben das Ende ihres Konzertes bekannt

    Der nur gut 10 Minuten kurze Auftritt von A+P dürfte - wie der maßlos enttäuschte Jürgen Tonkel nach dem Kurz-Konzert durchblicken ließ - der endgültig letzte Auftritt der Band gewesen sein. A+P ist tot, aber der Punk lebt.


    "Politik" - A+P beim Konzert in der Muffathalle 2007
    (Einen Link zum vorletzen Konzert finden Sie weiter unten)

    Der QUH-Adventskalender 2010 - das 12. Türchen

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    Das Rezept vom 12. Dezember


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    Lebkuchen von Tante Leni

    Der Familie Ott verdankt Berg die neu renovierte Himmelmutterkapelle zwischen Aufhausen und Aufkirchen. So ganz einfach war der Wiederaufbau der geschichtsträchtigen Kapelle nicht, aber Maria und Michi Ott haben aus ihrem Ritt durch die Genehmigungsinstanzen eine Chronik gemacht und freuen sich, dass das kleine Kircherl mit den schönen Bildern von Skilegendenvater Günther Wasmeier in diesem Sommer geweiht werden konnte. Gleich noch ein Jubiläum haben die Otts gerade hinter sich gebracht: Im November feierte die Lüssbacher Blasmusik ihr 30jähriges Bestehen. Michi Ott ist von Anfang an an der Klarinette dabei, und zur Feier des Tages gab es einen von Maria Ott selbstgeschriebenen Sketch zum Thema: Die Leiden der Musikantengattin. Den gaben Stefan Meisenzahl als das Alter Ego von Maria und Andi Wastian, beide von der Aufkirchner Dorfbühne, zum Besten. Denn auch hier sind die Otts mit von der Partie. Maria verwaltet die Requisiten. Und apropos Requisite: Auch im König Ludwig Trachtenverein sind die Otts aktiv.

    Maria-OttFür den QUH Adventskalender hat Maria Ott ihr Lebkuchenrezept von Tante Leni aufgeschrieben. Eigentlich sei das ein klassisches Lebkuchenrezept, bei dem die Lebkuchen leider ziemlich hart werden. Wenn sie alt werden! Das ist aber im Hause Ott meistens nicht der Fall, denn Michi Ott liebt die frisch gebackenen Lebkuchen abends vor dem Fernseher und dazu einen mazedonischen Rotwein. Unverdrossen backt Maria am nächsten Tag dann eine neue Fuhre. Das war unser Glück, und wir konnten sie beim Backen fotografieren.

    Stellt sich nur noch die Frage, wer war Tante Leni? Mei unser Tante Leni, die war „Schweizerin“ beim Huber Bauer in Berg. Sie kam von Aufhausen bei Erding nach Aufhausen bei Berg, erklären Michi und Maria Ott abwechselnd. Hört sich an wie bei Oskar Maria Graf. Ja, bestätigt Michi Ott, "den Graf werd’s no kennt ham.“

    Zutaten
    • 500g Mehl
    • 300g Puderzucker
    • 2 gestoßene Nelken
    • 1/2 TL Zimt
    • geriebene Schale von je 1 Zitrone und 1 Orange
    • 1 EL Rum
    • 1 TL Pottasche
    • 4 Eier
    • 200g Honig
    • zerquirltes Ei zum Bestreichen
    • Mandeln zum Bestreuen

    Zubereitung

    Mehl, Zucker und Gewürze sieben. Die geriebene Zitronen- und Orangenschale, die in Rum aufgelöste Pottasche, die Eier und den flüssigen Honig zugeben und alles gut zu einem Teig verarbeiten.

    Den Teig auf einem bemehlten Tisch ausrollen, auf ein gebuttertes Blech legen, mit Ei bestreichen und mit den gehackten Mandeln bestreuen und im vorher angeheizten Ofen bei 180° ca. 20 Minuten backen. Dann in beliebige Formen schneiden.

    Oder wie Maria Ott das ganz lässig nebenbei tat, als wir zum Fotomachen bei ihr waren: Aus dem Teig tischtennisballgroße Kugeln formen, auf Oblaten setzen und mit einem feuchten Löffel platt drücken!

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