Samstag, 11. Dezember 2010

Jetzt gleich

http://www.youtube.com/watch?v=61LjsVe1Nks&feature=youtube_gdata_player

A + P 21 Uhr Feierwerk München

Landschaften zu Energieerzeugern?

Solche Panoramen wie dieses, aufgenommen vor ein paar Wochen vom Biergarten der Post in Aufkirchen aus, könnten bald der Vergangenheit angehören:

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Schon im Februar veröffentlichten wir hier als Zuschrift diese besorgte Zukunftsvision eines Berger Bürgers:

alpen

Vorgestern meldete die SZ, dass ein bekannter Berger Windradbesitzer, der mit der Restgemeinde hauptsächlich vor Gericht und via Rechtsanwalt kommuniziert, ein weiteres Windrad errichten will. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird dieses Thema als TOP 6 auf der Tagesordnung stehen:

"Nutzung von Windenergie im Gemeindegebiet
a) Antrag auf Vorbescheid GNT GmbH; Errichtung einer Windkraftanlage auf Fl.Nr. 1742/4, Gemarkung Bachhausen, Graserweg
b) Beschlussfassung zur 23. Änderung des Flächennutzungsplans zwecks Standortfestlegung für Windkraftanlagen."

Einen Graserweg verzeichnen weder GoogleMaps noch uns bekannte Karten von Berg. Allerdings könnte es sich nach einer der Ladung beiliegenden, fast unleserlichen Karte bei dem Standort des geplanten Windrades ziemlich genau um den Platz des oben photographierten Baumes handeln.

Pikant an diesem Vorgang ist mehreres: Zum einen mußten die Gemeinderäte Details des Antrags aus der zeitgleich und besser informierten Presse entnehmen. Zum zweiten erfuhren die Gemeinderäte heute - wieder aus der Presse -, dass die Bürgermeister bereits über Planungen informiert sind, nach denen "für den gesamten Landkreis ein Flächennutzungsplan mit geeigneten Standorten für Windkraftanlagen aufgestellt wird". Auch hiervon weiß der Gemeinderat bislang nichts, außer dass am Dienstag eine "Beschlussfassung" ansteht. Zu befürchten ist, dass die Räte wieder einmal in der Sitzung mit geschaffenen Fakten konfrontiert werden. GR Dr. Haslbeck (CSU) hatte dieses Verfahren in der Vergangenheit zu Recht scharf kritisiert.

Ob und wie man im Gemeindegebiet Windräder zur Energiegewinnung nutzen soll, ist ein komplizierten Thema, fast schon eine Gewissensentscheidung. Gerade hier wäre ein offene Diskussion unter Bürgern sinnvoll. Einerseits ächzt der ganze Ortsteil Maxhöhe unter dem einzigen (genehmigten) Windrad des Fünf-Seen-Landes. Andererseits muss irgendwie die Energiewende, für die auch die QUH eintritt, geschafft werden.

Windkraft
Windkraftanlage in den neuen Bundesländern an der Autobahn zwischen Magdeburg und Braunschweig

Uns interessiert Ihre Meinung. Für unsere Leser haben wir eine Umfrage zu diesem Thema angelegt. Mit einem Klick können Sie teilnehmen. Hier geht es zur QUH-Umfrage.

Wir werden in den nächsten Tagen auch unsere Mitglieder zu diesem Thema befragen. Am Montag tagt der erweiterte QUH-Vorstand. Wie immer kommt es auch auf die Details an: Neben der Autobahn stört ein Windrad vielleicht weniger als auf der Wiese vor dem Biergarten oder inmitten des Ortes. Kommentare wie immer gerne hier unten oder an quh@quh-berg.de

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 11. Türchen

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Das Rezept vom 11. Dezember


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Hortobágyi húsos palacsinta – Palatschinken nach Hortobágy-Art

Zsuzsa Sraud-Müller verstärkt seit November dieses Jahres das Team von Sabine Rampp in der Berger Bücherei. Als wir die gebürtige Ungarin um ein scharfes Rezept aus ihrer Heimat baten, klärte sie uns erst einmal darüber auf, dass man in Ungarn gar nicht so scharf essen würde! Für ihr ungarisches Lieblingsessen Hortobágyi húsos palacsinta schwört sie auf das intensiv duftende Paprikapulver ihrer Mutter, das sie immer direkt aus Ungarn bezieht. Geschmacksrichtung: edelsüß.

Zsuzsa lebt mit Mann, zwei Söhnen und Hund in downtown Berg und ist auch im Kindergarten Oberberg im Elternbeirat aktiv.

Zu ihrem Rezept erzählt sie uns: "Ursprünglich ist dieses Rezept für die Verwertung vom Pörkölt (Gulasch) vom Vortag gedacht, bei uns blieb aber nie was vom Pörkölt meiner Mama übrig, daher wurde immer alles frisch gekocht. Aber es ist den Aufwand absolut wert!"

Hortobágy ist ein Nationalpark in Ungarn, und Palatschinken gibt es in unendlich vielen – vor allem süßen – Varianten. Diese hier ist herzhaft und ein Sattmacher, der keinerlei Rücksicht auf die schlanke Linie nimmt.

Zsuzsa-Sraud-MullerNun, wer es trotzdem riskieren möchte, nehme folgende

Zutaten:
  • 350g Hähnchenfleich, am besten zwei größere Schenkel
  • 1 große und 2 kleinere Zwiebeln
  • 1 große Tomate
  • 1 große gelb-grüne Paprika
  • 3-4 Stangen Petersilie
  • 300ml saure Sahne
  • 3 EL Mehl
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
Für den Palatschinken:
  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 350ml Milch
  • eine Prise Salz


Zubereitung
  1. Zwiebel klein schneiden, andünsten, Hähnchenschenkel kurz mit anbraten. Vom Herd nehmen (wichtig, sonst wird es bitter!) und Paprikapulver unterrühren. Mit ca. 200-300 ml Wasser (es muss gut zugedeckt sein) ablöschen, salzen, pfeffern und kleingeschnittene Tomaten, Petersilie und - wenn es gibt - Paprika (nicht scharf) dazugeben. Bei geschlossenem Deckel 25-30 Min. köcheln lassen, verkochtes Wasser nachfüllen.
  2. Währenddessen Palatschinken Teig zubereiten. Einfach alles mit dem Rührgerät mischen, ca. 20 Min. ruhen lassen und 8 dünnere Pfannenkuchen backen.
  3. Wenn das Fleisch weich ist, Schenkel herausnehmen, das Fleisch vom Knochen lösen und klein schneiden.
  4. Saure Sahne mit Mehl verrühren und löffelweise unter die Soße mischen. Sehr kurz aufkochen lassen. 3-4 EL davon zu dem kleingeschnittenen Fleisch geben und pürieren, oder durch den Wolf drehen. Die restliche Soße aufheben.
  5. Von der Fleischmasse jeweils einen großen EL in der Mitte der Palatschinken platzieren, Ränder schließen, so dass eine Art Päckchen entsteht, Hauptsache die Füllung bleibt drin. In eine feuerfeste, leicht eingefettete Form legen (mit der Öffnung nach unten), restliche Soße darüber gießen.
  6. Im vorgeheizten Backofen (220 C Ober- und Unterhitze) ca. 15 min backen.
  7. Zum Servieren mit etwas saurer Sahne beträufeln und mit in Ringe geschnittenen Paprika (auch gerne scharf) und Petersilie dekorieren.
Guten Appetit, bei der Verdauung hilft ein guter ungarischer Obstbrand!

Heute: Weihnatsfeier mit Einackter

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Ohne Worte

Freitag, 10. Dezember 2010

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 10. Türchen

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Das Rezept vom 10. Dezember


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Bloß kein Theater!

Als sie an einem Sonntagabend im Haus ihrer Eltern in Aufkirchen geboren wurde, konnte man von dort noch hinüber aufs andere Seeufer schauen. Heute ist alles zugewachsen. Nichtsdestotrotz wohnt die allgegenwärtige Roswitha Kutschker heute noch in diesem Haus. Seit neun Jahren ist sie Mitglied des katholischen Pfarrgemeinderats ("aber des brauchst ned schreiben"), organisiert für die Theatergemeinde München jeden Monat Theaterbesuche mit 40 Bergern ("des brauchst aber a ned schreiben"), ist ("natürlich") Mitglied beim MTV, im OGBV, im Kranken- und Altenpflegeverein ("schreib bloß ned so vui!") ...

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Also schreiben wir einfach nur, dass Roswitha jeden Samstag in ihrem Geburtshaus die Familien ihrer beiden Töchter zum Frühstück empfängt, die ebenfalls in der Gemeinde leben. Und weil es mit so vielen Gästen manchmal schnell gehen muss, empfiehlt uns Roswitha ein Rezept ihrer Schwiegermutter: einen ganz einfachen Honigkuchen, der lange saftig bleibt.


Honigbrot
Zutaten:
  • 1 Pfd. Honig
  • 1 Pfd Zucker
  • 1 ½ Pfd Mehl
  • 5 Eier
  • Zimt und gem. Nelken
  • ½ Teelöffel Natron
  • Zitronen- oder Orangenzesten nach Belieben

Alle Zutaten vermischen und bei 170 Grad in einer Kastenform 1 Stunde backen.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

The Future of "No Future" is now!

Das wird Wind machen!

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Am Samstag feiern diese vier wilden jungen Menschen stilecht ihr 30jähriges Jubiläum als Punkband mit einem Konzert im Feierwerk in der Hansastraße in München - an den strapazierten Stimmbändern QUH-Aktivist Philipp Pröttel, dazu seine Brüder Michael (am Bass) und Florian (Gitarre). Am Schlagzeug sitzt heute Jürgen Tonkel (mittlerweile Schauspieler und u.a. bekannt aus "Wer früher stirbt ist länger tot").

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A&P heute: Die Zukunft, vor der sie gewarnt haben

Als erste Vorbereitung auf dieses kulturelle Hochereignis, das in direkter Konkurrenz zur MTV-Weihnachtsfeier stattfindet, hier ein Steckbrief. Zusätzlich stellte uns Katja Sebald vom Münchner Merkur freundlicherweise einen ihrer Artikel zur Verfügung:

Ist das jetzt auch wieder so eine von diesen peinlichen Veranstaltungen, mit denen die Senioren von morgen ihre Jugend von gestern beschwören? Die drei Pröttel-Brüder aus Berg und ihr Schlagzeuger Jürgen Tonkel aus Höhenrain waren einst die Vorzeigepunker im Popper-Revier Starnberg, jetzt feiern sie mit einem großen und „einzigen“ Jubiläumskonzert am 11. Dezember im Feierwerk das 30jährige Bestehen ihrer Band A&P.
Jürgen Tonkel ist zwar immer noch nicht annähernd so spießig wie die „Hummel“, die er gerade in dem gleichnamigen Kinofilm spielte, aber auch er ist mittlerweile in durchaus „bürgerlichen“ Verhältnissen angekommen. Die Bandproben sind wegen anderweitiger Verpflichtungen eher selten geworden, aber sie finden immer noch in den Baracken in der Starnberger „Hafenstraße“ zwischen Gleisen und Seepromenade statt. Sänger Philipp Pröttel muss dann den Arm mit dem Textblatt sehr weit ausstrecken, damit es noch ohne Lesebrille geht. Und auch die anderen sind, nun ja, 30 Jahre älter geworden. Die Jungs von A&P spielen immer noch die Songs von damals und sie sind immer noch so laut wie damals. Punk war und ist sicher Geschmackssache, aber sie kommen schon erstaunlich versiert rüber. Von „peinlicher Veranstaltung“ kann jedenfalls keine Rede sein.
„Wenn keiner käme, würden wir das sicher nicht machen“, sagt Bassist Michael Pröttel. Und sein Zwillingsbruder Florian, der inzwischen Grundschullehrer in München ist, wenn er gerade nicht bei A&P Gitarre spielt, fügt hinzu: „Unsere Texte haben ihre Aktualität nicht verloren, leider. Man muss nur die Namen der Politiker austauschen.“ Als sie im neuen Jahrtausend nach einer langen Pause, in der Tonkel „arbeitender Schauspieler“ wurde, Michael Pröttel Geografie studierte und sein älterer Bruder Philipp in Archäologie promovierte, bevor er als Produzent zum Fernsehen wechselte, zum ersten Mal wieder zusammen auf der Bühne standen, staunten die vier Altpunker nicht schlecht, wie viele junge Leute in ihr Konzert gekommen waren: „Und die konnten alle Texte auswendig!“
In der Münchner Szene wurde A&P seinerzeit als Reiche-Söhnchen-Band vom Starnberger See eher belächelt. Ein Plattenvertrag bei Ralph Siegels nicht gerade für Punkmusik bekanntem Label „Jupiter Records“ war dann auch nicht unbedingt ein Pluspunkt in Sachen „Street Credibility“. Außer in Starnberg, wo sie im verruchten Jugendzentrum auftraten, war A&P in den frühen 80ern hauptsächlich in der Schweiz präsent. Dass ihre Texte über „Kontrolle“ und „Freiheit“ auch in der DDR Kult waren, das haben sie erst erfahren, als 2004 und 2005 ganze Reisebusse mit jungen Leuten aus den neuen Bundesländern zu ihren Konzerten nach München kamen. Von nur einer einzigen eingeschmuggelten LP waren damals unzählige Tapes aufgenommen worden. Wer im Osten heimlich A&P hörte, der wusste, an welcher Stelle diese einzige Platte einen Kratzer hatte, denn der war auch auf allen Raubkopien zu hören.
Im Feierwerk wird A&P zusammen mit alten Freunden von einst auftreten, im Publikum werden nicht nur junge Punks mitgrölen, sondern auch jede Menge Fans von damals. Für die vier geht es aber um mehr als Nostalgie: „Punk ist eher eine Lebenshaltung als eine Mode“, sagt Florian Pröttel. „Keiner von uns ist Politiker geworden, aber wir leben unsere Ideale.“ Und da macht es dann auch nichts, dass Philipp als Showproduzent neulich einen anderen Punk bei einer Fernsehgala getroffen hat - beide waren im Smoking.
(MM 22.11.10)

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 9. Türchen

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Das Rezept vom 9. Dezember


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Marias Baklava

Maria Adlounis Eltern kamen 1986 mit ihren drei Söhnen aus dem Libanon nach Deutschland. Maria und ihre Schwester wurden schon in Starnberg geboren. Dass die ganze Familie Deutsch lernt, war den Eltern von Beginn an sehr wichtig. Zu Hause wird - um die Wurzeln nicht zu vergessen - sowohl Arabisch als auch Deutsch gesprochen.

Maria liebt die libanesiche Kultur und Küche, fühlt sich hier aber gleichzeitig so wohl, dass sie sogar Bayrisch gelernt hat. Als Muslima isst sie kein Schweinefleisch und trinkt keinen Alkohol. Aber auch ohne Schweinsbraten gehört die Familie Adlouni heute so richtig zu Berg: Der leider bereits verstorbene Papa arbeitete im Bauhof der Gemeinde, ohne Marias Bruder Mahmoud gäbe es den Kindervolkstanz zum Berger Dorffest nicht, und ihr Bruder Ahmed kickt beim MTV Berg. Maria arbeitet in Aufkirchen beim Edeka. Sie verrät uns ihr Rezept für:

Libanesisches Baklava

Maria-Adlouni-2 Zutaten für 10 Stück:
  • 500 g Tiefkühl-Filloteig
  • 5 EL Butterschmalz
  • 1 TL Speisestärke
  • Butterschmalz für die Form
  • 2 Eiweiße
  • 300 g Zucker
  • 200 g geschälte, gehackte Walnüsse und Mandeln
  • 2 EL Rosenwasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Orangenblütenwasser
  • 25 g gehackte Pistazien
Zubereiten: 40 Min.
Backen: 40 Min.

Pro Stück:
625 kcal/2620 kJ
11 g Eiweiß
42 g Fett
51 g kohlenhydrate

Zubereitung :
  1. Teig nach Herstellerangaben auftauen. Dann die Teigblätter auseinanderfalten, mit einem Tuch bedecken. Ein zweites Tuch in warmes Wasser tauchen, auswringen, auf den Teig legen und diesen 15 Minuten ruhen lassen.
  2. Das Schmalz schmelzen. Arbeitsfläche neben dem Teigstapel mit Stärke bestäuben. Das oberste Teigblatt mit Schmalz bepinseln, auf die Stärke ziehen. Blätter nacheinander einfetten und auf die schon gefetteten ziehen.
  3. Den Stapel Teigblätter mit einem langen Messer in 8x8 cm große Quadrate schneiden. Eine runde Backform mit 28 cm Durchmesser dünn mit Butterschmalz einfetten. Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
  4. Die Eiweiße mit 50 g Zucker steif schlagen. Nüsse, Mandeln und 1 EL Rosenwasser unterziehen. Je 1 EL der Masse auf ein Teigquadrat geben, die Ecken darüber zusammenfassen, in die Form setzen.
  5. Baklava etwa 40 Minuten backen (Gas 2; Umluft 150 °C). Zucker mit 3⁄8 l Wasser 15 Minuten offen kochen. Zitronensaft und Blütenwasser unterrühren, kalt stellen. Heißes Gebäck damit tränken und mit Pistazien bestreuen.
Info: Fertigen Filloteig gibt es tiefgekühlt oder gekühlt beim griechischen oder türkischen Lebensmittelhändler. Orangenblüten- und Rosenwasser bekommen Sie im Reformhaus oder auch in der Apotheke.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Berg am Rande des Abgrunds

Der Sturm tost! - Die Seeburg in Allmannshausen hat gebrannt! - Eine Millionärsgattin möchte nach 14 Jahren auf der Maxhöhe einen Museums-/Mörserturm genehmigt bekommen! - Und was macht die für ihre Enthüllungen bekannte QUH? - Sie veröffentlicht nur noch Kochrezepte!

Die Welt im Dorf ist aus den Fugen. Die Regierungen kommen und gehen, allein die Stammtische bleiben bestehen. Von wegen!

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Natürlich ohne Gedeck: Der Namenspatron des "Oskar-Maria-Graf-Stüberls" mit grimmiger Miene, Manuskript und Bier ... aber ohne Essen

Das Oskar-Maria-Graf-Stüberl in Berg hat seine Abend-Stammtische aus dem Lokal verbannt. Angeblich aus "wirtschaftlichen Gründen" stehen seit einigen Wochen dort, wo sonst Honoratioren, Burschenschaftler, Stammtischpolitiker und Feuerwehrler miteinander am Holztisch tranken, lachten und stritten, am Stammtisch halt, Servietten und Besteck. Langjährigen abendlichen Stammtischbesuchern wurde bedeutet, dass sie - ohne Verzehr - abends nicht mehr erwünscht seien.

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Rotes Tuch und Rote Karte für Stammtischler: Gedeck am alten Stammtisch

Pikant ist dieser Affront gegenüber den Einheimischen vor allem, weil die "Grunddienstbarkeit" Gastwirtschaft, die lange auf dem Grundstück der alten "Berger Stuben" gegenüber eingetragen war, vor ein paar Jahren von der Gemeinde aus dem Grundbuch gestrichen wurde. Man war damals der Meinung, im Dorf eine gut funktionierende Wirtschaft auf der anderen Straßenseite zu besitzen. Die "Berger Szene" ist von der Ortsmitte in die "Suburbs" verbannt: Einer der Stammtische ist inzwischen ins Hotel Schloss Berg umgesiedelt, wo er herzlich empfangen wurde. Alltäglich werden die Biere nun beim immer fröhlichen "Dada" angestoßen, Stammtische sind auch im a'dabei willkommen ... bald gibt es ja auch in Farchach einen neuen Pächter, natürlich versprechen Bewerber auch - wie es sich gehört - eine "Stammtischrunde".

Ins Gästebuch geschrieben: Eine Kneipe, die glaubt, dass sie sich ihre Gäste aussuchen kann, vergisst, dass sich auch die Gäste ihre Kneipe aussuchen können.

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 8. Türchen

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Das Rezept vom 8. Dezember


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Gerd Jäger und der Biberschweif

Heute endlich mal wieder ein Mann an den Topfdeckeln, allerdings mit einem Rezept, von dem wir hoffen, dass es wirklich niemand kochen wird. Als wir nämlich den Alt-Gemeinderat, Noch-Grünen-Ortsvorstand und Stets-Biberschützer Gerd Jäger fragten, ob er uns ein Rezept für den QUH-Adventskalender verraten würde, lachte er auf seine unnachahmliche Art, winkte erst ab, dachte dann kurz nach und meinte schmunzelnd ... naja, er hätte kürzlich beim Wertstoffhof ein altes Kochbuch gefunden und darin sei doch glatt ... kurze Pause ... ja wirklich ein Biberrezept enthalten. Besonders der Biberschweif hätte ganz lecker geklungen. Gerd suchte zwei Tage in seinem Farchacher Atelier nach dem Buch, hat es aber bislang noch nicht wieder finden können.

IMG_2108Die QUH machte sich auf ihre Art auf die Suche und fand zwar nicht unbedingt das von Gerd aufgestöberte Buch, aber dafür in dem früher berühmten "Regensburger Kochbuch" der Marie Schandri, das zuerst 1867 erschienen ist, ein entsprechendes Rezept. - Vor allem in katholischen Kreisen waren Biberrezepte früher beliebt: Denn die Kirche zählte den Biber zu den Fischen, weshalb er auch in der Fastenzeit verspeist werden durfte.

Zutaten:
  • Ein Biber
  • Erbsenbrühe
  • Zwiebeln
  • Zitronenschalen
  • Essig
  • Ein Glas Rotwein
  • Sardellen
  • evtl. ein paar eingemachte Gurken
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"Einen Biber an Fasttagen zu kochen.

Man macht von dem Biber kleine Stückchen, gibt in einen Tiegel Schmalz, klein geschnittene Zwiebeln und Limonienschalen, legt den Biber darauf, dünstet ihn, bis er weich ist, gibt öfter Essig und Erbsensud, zuletzt auch etwas Mehl, feingeschnittene Sardellen, auch ein Glas Wein dazu, und lässt es damit kurz verkochen. Der Schweif davon ist aber am besten, wenn er in Essig und Wasser weich gesotten, sodann mit Butter und Semmelbröseln auf dem Roste abgebräunt, auf den Biber gelegt, und so zur Tafel gegeben wird. Es können auch die Sardellen und der Wein weggelassen, und kleine eingesottene Gurken zur Sauce genommen werden."

Dazu passen als Vorspeise - laut einem anderen Rezeptbuch - Biberpratzen, die in Butter, Wein, Essig Wurzelgemüse, Kräutern, Lorbeerblättern, Zitronenschalen und Ingwer mit Salz und Pfeffer gesotten werden bis sie weich sind. Mit Butter, Zitronensaft und Semmelbrösel servieren. - Nichts für ungut, Fifi!

Dienstag, 7. Dezember 2010

Das Rezept vom 7. Dezember


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Petra Beck von Peccoz holt die Sterne auf den Teller

Sie ist eine von den „jungen“ Alteingesessenen. Laute Töne sind nicht ihr Ding, aber Petra Beck weiß genau, was Sache ist. Im Arbeitskreis „Berger Betriebe laden ein“ hat sie zum Gelingen der ersten Berger Leistungsschau beigetragen. Außerdem hält sie zuverlässig auch in stürmischen Zeiten die QUH-Kasse beisammen. Und man sagt, sie kennt jedes Schwammerl auch mit zweitem Vornamen.


Petra-Beck-2Was wir schon immer ahnten: Petra ist eine begnadete Köchin. Auf Anhieb fielen ihr gleich mehrere Rezepte ein, die sie uns und der Welt mitteilen wollte. Doch dann entschieden wir uns für ihre Polentasterne, von denen es auch noch ein leckeres Foto gibt.


Polentasterne
Zutaten:
  • 150 g Maisgrieß
  • 500 ml Wasser/Milch
  • 30 g Butter
  • Salz
  • Muskat frisch gerieben
  • 1 Prise Kurkuma
  • 50 g frischen Parmesan
  • 1 EL Butter
  • Öl






Polentasterne-Petra-Beck
Wasser / Milch, Salz, Butter und Kurkuma zum Kochen bringen. Den Maisgrieß unter Rühren langsam zufügen, bis die Masse bindet weiterrühren. Geriebenen Käse hinzugeben und etwas ziehen/quellen lassen. Bei Bedarf mit Muskat würzen.

Eine flache Form mit etwas Butter einreiben, die noch warme Masse etwas 2-3 cm hoch einfüllen und darin glatt streichen. Kühl stellen. Später stürzen, Sterne ausstechen in Polenta-Mehl wälzen und im Öl-Buttergemisch goldbraun ausbacken- auf Küchenpapier entfetten.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 7. Türchen

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Der QUH-Adventskalender 2010 - das 6. Türchen

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Das Rezept vom 6. Dezember


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Egg-nog Knock-out

Wer das Wochenende mit Heidi Hubers Bockbierbowle eingeläutet hat, ist gestählt und kann die Woche getrost auch gleich mit Sabine Rampps Eggnog beginnen.

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Die Seele unserer Gemeindebücherei weiß genau, warum sie auf dem Bild so verschmitzt guckt - immerhin enthält ihr Rezept nicht nur einen halben Liter Sahne, sondern auch einen halben Liter Whisky. Der Eggnog ist ein traditioneller "social drink" zur Weihnachtszeit in Großbritannien, den USA und Kanada. Er verträgt sich aber auch mit einem guten Buch vor dem Kamin. Nur sollte man dann nicht alleine die gesamte Dosis zu sich nehmen. Sabine mahnt: "Schmeckt superlecker, aber VORSICHT!!! Verführt ein bisschen zu mehr, danach bitte kein Auto mehr bewegen, sondern nur noch sich selbst."

Sabine Rampps Eggnog

Zutaten:

  • 12 Eier
  • 170 Gramm Zucker
  • 500 ml Whisky
  • 500 ml Sahne
  • 1 Teelöffel Muskat

  • und die englischsprachige Version:

  • 12 eggs, separated
  • 3 cups heavy/ thickened cream
  • 3/4 cups bourbon
  • 1+ 1/2 cups sugar
  • 3/4 cup brandy
  • 2 teaspoons ground nutmeg

  • Zubereitung:

    Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Muskat schaumig schlagen
    Die Sahne steif schlagen und mit dem Alkohol zu der Eigelbmischung geben
    Das Eiweiß sehr fest schlagen und vorsichtig unterheben
    In eine große Schüssel füllen und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen
    Im Glas mit Löffel servieren.

    Sonntag, 5. Dezember 2010

    Die Übergabe

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    Von links nach rechts: Poldi an Gerhard mit Renke und Quh

    Unsere 200.000sten Leser durften (außer dem immer flüchtigen Sebastian, hallo, wo steckst duuu?) an diesem Wochenende wie versprochen ihr Geschenk entgegennehmen. Um getreu unserem Leitspruch "Global das Denken, lokal die Renken" eine lokale Renke verschenken zu können, mussten wir abwarten, bis die letzten Renken dieses Jahres, die vom Berger Fischer Peter Andrä beim Laichfischen aus dem See geholt wurden, geräuchert waren. Dazu gab es eine Flasche Nebbiolo, der zwar nicht in der Gemeinde angebaut wurde, aber von einem hiesigen Unternehmer importiert wird, und ein von Gemeinderätin Elke Grundmann handgemachtes Adventsgesteck mit bleibendem Wert (nämlich einer gekrönten Quh). Interessant übrigens die Altersverteilung unserer vier Gewinner: Der Jüngste war unter 20, einer feiert nächstes Jahr den 40., einer ist im besten Mannesalter und einer hart an der Seniorengrenze. Alles dabei ... Dank und Glückwunsch nochmal!

    sebhess
    Sebastian tauchte übrigens noch auf ...

    Das Rezept vom 5. Dezember


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    Sonntag gibt's selbstgebackenen Kuchen

    Fünfzehn Jahre lang war Cilli Schmid die Wirtin des Berger Vereinsheims. Schon vor dem Training riefen die jungen Fußballer hinauf „Cilli, was gibt’s zum Essen?“. Legendär ist ihr Schweinebraten, und von Cillis Kartoffelsalat schwärmt Andy Hlavaty, der große Vorsitzende des MTV, noch heute. So gerade bei Cilli Schmids 70. Geburtstag geschehen. Sonntags gab’s immer selbstgebackenen Kuchen, das Stück um eine Mark! 14 Jahre ist das schon her. Aber sie habe es immer mit Leib und Seele getan. Heute kommt nur noch Cillis Familie in den Genuss ihrer Kochkünste. Aber das sind, wenn alle zusammenkommen, immerhin auch so viele wie eine Fußballmannschaft.

    Uns hat Cilli Schmid ihr Rezept eines herrlich weihnachtlich duftenden Moccakuchens verraten. Sie hat es von ihrer Schwester aus dem Bayerischen Wald, und er passt wunderbar in die Vorweihnachtszeit:

    Cillis Mocca-Nuss-Kuchen

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    Zutaten:


  • 125 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 1/2 TL Rum
  • Bittermandel
  • Sahnearoma
  • 100g gemahlene Haselnüsse
  • 80g Mehl
  • 1/4 Packung Backpulver
  • 2 TL Kakao
  • 2 TL Kaffee


  • Zimmerwarme Butter, Vanillezucker und Zucker mit dem Handmixer schaumig schlagen. Anschließend die übrigen Zutaten zugeben und zwei Minuten auf der höchsten Stufe rühren. Den Teig in eine Kastenform füllen und 40 Minuten bei 175 Grad im Backofen backen.

    Für den Guss: Puderzucker mit Kakao, einen halben Teelöffel Instantkaffee sowie ein paar Tropfen Rum und Bittermandelaroma mit etwas Wasser vermischen und auf den abgekühlten Kuchen auftragen.

    Sonntag, 5. Dezember 2010

    Der QUH-Adventskalender 2010 - das 5. Türchen

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    Das Rezept vom 4. Dezember


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    Andy Ammer, QUH-Vorsitzender und Gemeinderat, verrät Ihnen hier sein Rezept für die unvergleichliche Rote Beete Platte.


    Andys Rote Beete Platte

    andys_rote_beete_kl Vorspeise für 4 Personen:
    • 2 Knollen frische Rote Beete
    • Kümmel
    Für die Vinaigrette:
    • Olivenöl
    • Honig
    • Chilli, Pfeffer , Salz
    • Zitrone (ungespritzt
    • evtl. Essig

    Anleitung
    1. Man gehe im Herbst/Winter samstags zwischen 9 und 12 zum Assenhauser Hof nach Farchach und kaufe dort mindestens zwei Knollen Rote Beete.
    2. Daheim die Knollen waschen, dabei die Schale nicht verletzen und in einem Topf mit Wasser, Salz und Kümmel 45 Minuten samt der Schale gar kochen.
    3. Die noch warmen Knollen schälen und in millimeterdünne Scheiben schneiden, sich dabei von der intensiv roten Farbe an Händen, Schnittwerkzeug und Töpfen nicht irre machen lassen. Flach auf einen Teller verteilen.
    4. Reichlich mit fein geschnittenem Ingwer bestreuen.
    5. Ammer-mit-roter-Bete
    6. Von der Zitrone mit einem Zestenreißer Streifen der Schale abtrennen, diese beiseite stellen. Den Saft der Zitrone mit einem Esslöffel Honig (OGBV!), Olivenöl (oder Sonnenblumenöl, ab Besten: "Farchner Gold" vom Pflegerhof), Chilipulver oder frischem Chili, Salz und Pfeffer und evtl. etwas Würzessig (z.B. Himbeeressig) zu einer Vinaigrette verrühren. Über die Rote-Beete-Scheiben geben, am Ende - als farblichen Tupfer - die gelbe Zitronenschale über die tieflila Frucht verteilen.
    7. Im Kühlschrank etwas ziehen lassen.
      Wichtig: Versuchen, nicht zu naschen! Dieses führte beim letzten Mal dazu, dass ich eine ganze Portion auf einen Satz aufgegessen habe. Die Familie bekam davon nichts als die Erzählung ab, wie köstlich die Roten Beete aus Farchach diesmal geschmeckt hätten.


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