Sonntag, 15. November 2009

Helen "glicklich in ... ääh ... der Gegend von München" Schneider

Auch wenn nicht jeder genau wußte, wo er war und wie er hierher gekommen war, so waren sie doch alle glücklich: Der Feldafinger Bürgermeister Sontheim (weil er als Veranstalter von 'Jazz am See' zumindest in Berg die Hütte vollbekommt), die radebrechend orientierungslose Sängerin ("Isch binn so glicklich mal wieder in der ... ääh ... Gegend von München spielen zu dürfen"),

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Orientierungslos glücklich: Wahlberlinerin Helen Schneider

... der Bayerische Rundfunk (weil der Mitschnitt klappte), das zahlreich anwesende Publikum (weil der Sound im Marstall diesmal wunderbar klar herüber kam), ...

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Unser Berger Marstall, vollgepackte Heimstätte von "Weltkunst"

Im teilweise weit angereisten Publikum wurde Prominenz aus Kultur (Klaus Doldinger), Politik (BM Sontheim aus Feldafing, 2. BM Brunnhuber aus Berg, GR Adldinger, "natürlich" die gesamte QUH-Fraktion) und Wirtschaft gesichtet:

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Jazzfans Klempter (Blickpunkt Starnberg) & Simmerding (Bootswerft Leoni)

Und wir waren - auch wenn wir einen anderen musikalischen Geschmack haben - glücklich, weil unsere Voraussage betreffend der Zugabe eintraf. Es gab den "Rock 'N' Roll Gypsy":.


Helen of Berg: Die voraussagbare Zugabe mit schönem Rücken

Die Stunden vor der Zugabe wurde mit manchmal fast zu professioneller und nicht immer ganz gefühlsauthentischer Gesangskunst gefüllt. Es wurde für Frauenbefindlichkeiten ("Dieses Lied beschreibt genau was ich fühle") und (ganz aktuell!) gegen Vietnamkriege geworben. Merkwürdig bleibt, wenn der Gitarrist zum exzessiven Blues am Schluss das Notenblatt herausholen muss oder Frau Schneider bei Liedern von Dylan oder Cohen dann doch spüren lassen muss, dass diese Lieder größer sind als ihre Fähigkeiten. Egal, dem größtenteils älteren Publikum hat es hervorragend gefallen. Und es bleibt dabei: Wenn einem so viel Gutes präsentiert wird, dass man hier in der Provinz darüber diskutieren kann, ob auch diesmal das angestrebte "Weltnivau" ganz erreicht wurde, dann macht irgend jemand hier im Dorf etwas verdammt richtig. Und damit ist das ganze Dorf glücklich dran.

Samstag, 14. November 2009

MTV: versagen jetzt die Nerven?

Er wollte unbedingt "Das erste Tor" auf dem neuen Traingsplatz des MTV schießen, doch dann versagten kläglich seine Nerven: Harald "Boller" Kalinke verschoß spaßeshalber am Rande der Eröffnung des MTV Minispielfeldes den ersten Elfer auf dem Kunstrasenplatz.

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Der "sportliche Leiter" Thomas Cosack pariert den Elfer von Boller Kalinke

Während hinter dem "Westwall" und den Drahtgittern der Kunstrasenplatz des MTV prächtig gedeiht (es fehlen nur noch die südlichen Ballfanggitter, dann kann im Prinzip der Trainingsbetrieb beginnen), wurde heute offiziell das DFB-Minispielfeld eingeweiht, das sich schon seit gut einem Jahr im Dauerbetrieb befindet und von Kindern und Erwachsenen fabelhaft angenommen wurde. Eigentlich wollte man beide Eröffnungen zusammen im neuen Jahr feiern, aber der BFV drängte auf eine offizielle Übergabe noch in diesem Jahr. Und so geschah es dann.

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Vor den Hierarchen aus Verein und Gemeinde: Die MTV-Minis der E-Jugend beim offiziellen Eröffnungsspiel des Mini-Spielfeles

MTV-Fußballchef Christian Kalinke lobte am MTV, dass er mit den neuen Spielfeldern seinem "5-Jahres-Plan" nahekomme, der außer sportlichem Erfolg auch gesellschaftliche Akzeptanz, Schuldenfreiheit und logistische Verbesserungen umfasse. Die Meinung der QUH: jetzt sind die lange geforderten Trainingsplätze da. Von der nicht im MTV organisierten, vorbeifahrenden Bevölkerung werden die Plätze im Moment leider, aber nicht ganz zu Unrecht ausschließlich als Landschaftszerstörung wahrgenommen (die Bepflanzung fehlt noch). Hier entsteht eine neue Aufgabe für den MTV. Ihm obliegt jetzt eine gewisse Pflicht, diese landschaftliche Hässlichkeit durch innere Schönheit und verstärktes soziales Engagement wettzumachen. In der Jugendarbeit ist man da schon einigermaßen vorbildlich. Allerdings: Eine Mädelmannschaft vermisst man noch immer.

Am Nachmittag fand dann auf dem alten Rasenplatz ganz "Old School" auf traditionellem Rasen das letzte MTV-Heimspiel dieses Jahres statt. Es endete mit einem nicht ganz glücklichen 1:1.

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Der letzte Angriff des Jahres: ein Schuss übers Tor

Freitag, 13. November 2009

Kulturhauptdorf Berg

Langsam kommen wir kaum mehr hinterher: Gestern die Premiere der legendären Dorfbühne in der Post (vgl. den untenstehenden Artikel) und die opulente Plaschka-Vernissage (noch ein Artikel weiter unten). Heute die nächste Vorstellung der Dorfbühne und zugleich im Marstall wieder mal eine kleine Sensation, auf die selbst der Bayerische Rundfunk aufmerksam geworden ist, der das Konzert mitschneidet. Es spielt erst das Christian Ellsässer Quartett und dann Helen Schneider. - DIE Helen Schneider?


Rock 'n' Roll Zigeunerin vor 27 Jahren. So sieht sie nicht mehr aus

Ja, genau DIE Helen Schneider! - Helen Scheider, die mit "Rock 'n' Roll Gypsy" in den Achtzigern einen Welthit hatte, tritt heute im Marstall auf! Inzwischen singt sie eher mit Bubikopf von Till Brönner produzierten Jazz, aber vielleicht als Zugabe ...?



Musikalisch noch interessanter ist der erste Teil des Konzertes, wegen dem der BR kommt: ab 19 Uhr spielt der Pianist Christan Elsässer, der 2008 den "Jazz am See-Award" gewann und bereits mit Klaus Doldinger, Pee Wee Ellis, Johannes Enders oder Gerry Hayes auftrat.

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Christian Elsässer. Probehören unter: http://www.myspace.com/321160374

Vorlesen in Höhenrain

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Bundesweiter Vorlesetag

Heute wurde zum sechsten Mal von der Stiftung Lesen und Die Zeit der bundesweite Vorlesetag initiiert, um die "Vorlesekultur" in Deutschland zu stärken.
Während in Wörthsee sämtliche Kindereinrichtungen unter Einsatz von Bürgermeistern, Pfarrern und Tiger Willi eingebunden waren, war ich in Berg - auf Einladung des Kindergartens Höhenrain - nicht nur Einzelleserin, sondern auch allein auf weiter Flur. Vielleicht können wir nächstes Jahr gemeinsam mehr auf die Beine stellen - das ist eine schöne Aktion!
Einzelvorleser

(Foto: H.-P. Höck)

Kabale und Liebe in Aufkirchen

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Kurz vor der Premiere: die Aufkirchner Dorfbühne
Stefan Meisenzahl, Tina Davidsen, Katharina Heinze, Andi Wastian, Jürgen Schnatterer, Hildegard Zahn

"Regina, Regina, du bist mir im Traum erschienen..." - dass die Regisseurin (Regina Springer) denselben Namen trägt wie die weibliche Hauptperson in dem Stück "Der Lätschi und seine zwoa Spezi", ist purer Zufall. Die Donnerstagspremiere war zwar - wie meistens - nur mäßig besucht, aber ein Erfolg, der auf ein volles Haus am Wochenende hoffen lässt. "Sehr lustig", kommentierte jedenfalls Maria Brunnhuber, deren Mann jetzt endlich wieder Zeit hat, ins Theater zu gehen.

Lätschi (Andi Wastian), Brauereibesitzer im besten Alter, geht seiner Wirtschafterin Rosi (Katharina Heinze) verlustig und soll nach Meinung seiner besten Freunde und seines Onkels heiraten. Das ist die Ausgangssituation, und natürlich ergeben sich entsprechend Verwicklungen durch die jeweils aufgegebenen Annoncen der Heiratsvermittler. "Zwoa schiache Weiber" tauchen auf, verraten Tina Davidsen und Lieblingsbedienung Hildegard Zahn, die selbige "Weiber" darstellen - unter Einsatz von Maske und Requisiten natürlich. Der einen Schönen hingegen, gespielt von Monika Norbach, verfällt unser Lätschi-Andi auf der Stelle.

Wer darüber hinaus Toni Kometer als Vinzenzonkel, Multitalent Stefan Meisenzahl als Pfeifferl, Jürgen Schnatterer (Gockerl), Seppi Holzer (Ulrich, Rosis Mann) und Anderl Länger (Briefträger) erleben möchte, hat folgende Möglichkeiten: 13./14./15./20./21. November immer um 19:30, außer sonntags 16:00. Einlass ab 18 h, Vorverkauf bei Schreibwaren Müller oder unter 5761, sonst Karten an der Abendkasse.

Donnerstag, 12. November 2009

Hundert Jahre kolumbanische Witwenvillen

Es war mit Sicherheit eine der aufwändigeren Vernissagen der letzten Jahre: Mit der Eröffnung der Ausstellung von Werken Lucie Plaschkas feierten die Schön-Kliniken den 100. Geburtstag ihrer Villa de Osa.

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Die Kempfenhauser Villa de Osa, erbaut von Augusta de Osa, der Witwe des kolumbianischen Botschafters in Paris (wie auch immer das vor sich gegangen sein mag)

Auf der Einladungskarte zum großen Event, der mit einem fulminanten Feuerwerk im ganzen Klinikgarten begangen wurde, beschrieb die Klinikleitung noch einmal, welches Kleinod hier durch ihr beharrliches Wirken in den vergangenen Jahrzehnten zerstört wurde: Man feiere in einem "herrschaftlichen außerordentlich feingliedrigen Bau, welcher barockes Raumgefühl mit französischer Eleganz vereint".

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Spätbarocke Freude: Feuerwerk im Garten der Villa

Aber ist die Architektur erst einmal zerstört, feiert es sich umso besser: Lucie Plaschka, von Jokl Kaske als "First Lady der East Coast" eingeführt, schafft es, sich gegen die erschlagende Architektur der Villa de Osa feinsinnig zu behaupten ...

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Lucie Plaschka, Das siebente Siegel, (Ausschnitt)

... Sekt und Buffet waren hervorragend und als dann auch noch die Jazzer von Justyn Tyme loslegten, wurde die alte Villa zur veritablen Ü-50 Disko (nur dass die Musik von Justyn Tyme weitaus besser war als auf solchen Veranstaltungen üblich).

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Für alle, die das Konzert verpasst haben, hier ein Hörbeispiel - Justyn Tyme: "The Day Before Tomorrow"

Der exklusivste Basar diesseits des Urals

MS-Klinik
Laden zum Adventsbasar im Schloss: einige der Damen vom Freundeskreis der MS Klinik mit Ulrike Seul, der 1. Vorsitzenden (hinten, 2.v. rechts), und der 2. Vorsitzenden Sylvia Hass (Mitte)

Emsig haben die Helferinnen alles vorbereitet, um morgen pünktlich die Türen öffnen zu können: Ab zehn Uhr findet wieder der Adventsbasar des Freundeskreises der Multiple-Sklerose-Klinik im Schloss Kempfenhausen statt, Samstag von zehn bis sechzehn Uhr. Üblicherweise ist die Anzahl und die Güte der dort angebotenen Dinge dem exklusiven äußeren Rahmen durchaus angemessen. Nachdem auch diesmal "eine gefühlte Million Dinge" gespendet wurden, steht zu erwarten, dass der Andrang groß sein und die Feuerwehr wieder die Parkplatzsituation regeln wird. Unter der nicht nur gebrauchten, sondern auch neuen Ware finden sich wie immer Haushaltswaren, Geschenkartikel, Weihnachtsschmuck, Sportartikel, Tischwäsche, Kleidung, Einrichtungsgegenstände, Bücher, Geschirr. Dem illustren Spenderkreis ist es zu verdanken, dass es regelmäßig auch komplette Golfsets, wandfüllende Weltkarten und kaum getragene Fracks zu finden gibt.
Der Freundeskreis, der übrigens eine neue Homepage eingerichtet hat, feiert nächstes Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Der Basar ist seit 21 Jahren eine feste Einrichtung - wie mittlerweile auch das Adventskonzert mit dem Münchner Bach-Chor, das dieses Jahr am 29. November in Aufkirchen stattfindet.

Krankenhäuser zu Kunsthallen

In unserem Dorf ist ja immer etwas los. Dass aber die Woche ihre Mitte hinter sich gebracht hat, merkt man daran, dass hier im Blog künstlerische Themen und Veranstaltungshinweise die schnöde Politik verdrängen. Wohlan: Heute Donnerstag eröffnet die Berger Künstlerin Lucie Plaschka in der Villa d Osa, dem historischen Restbestand zwischen all den Bausünden der Agirov-Klinik, ihre Ausstellung mit Papierskulpturen.



Papierskulpturen? Ja, Lucie Plaschka arbeitet statt in schwerer Bronze mit federleichtem Papier: sie verarbeitet das älteste Kulturprodukt zu Chiffren: Sie knüllt das Papier, verleimt es, collagiert es, macht aus ihm überlebensgroße, fragile Kleiderskulpturen oder unlesbare Bücher, die angeblich die Weisheit enthalten.

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Lucie Plaschka: Buch der Weisheit, 2007

Lucie Plaschka wird heute nicht nur eine federleichte Ausstellung eröffnen und der unermüdliche Jokl Kaske wird ihr dabei die Ehrenrede halten und seine schnöde Zustimmung zum Kreisverkehr sicher mit keinem Wort erwähnen, sondern Lucie besitzt auch für alle, die den Donnerstag anders verbringen wollen, eine äußerst professionelle Homepage mit vielen schönen Bildern ihrer Arbeiten: http://www.lucieplaschka.de

Mittwoch, 11. November 2009

Der letzte Tag des Sozialismus

Es war die letzte Sitzung, die unser Alt-Sozi Karl Brunnhuber (SPD) in Vertretung von BM Monn leitete: Ab morgen ist Rupert M. zurück in Würden und auch im Amt. Aber man darf sagen, dass Karl die Gemeinderatssitzungen souverän und geradezu freundschaftlich leitete: Vor allem hatte er als aufrechter Demokrat ein offenes Ohr für Stimmungen im Rat und versuchte, die Beschlüsse der Stimmungslage anzupassen (und sie nicht autoritär durchzupeitschen). Er moderierte die Diskussionen - manchmal sogar gegen seine eigene Überzeugung - neutral, informiert, mit republikanischer Neugier auf den Ausgang und mit einem steten, verständnisvollen Lächeln auf den Lippen. - Danke Karl, gute Arbeit. Willkommen zurück in der Opposition!

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Und damit zum Geschäft: Im Vorbeigehen genehmigte der Gemeinderat ein Eilverfahren für den gut 387.000€ teuren Kreisverkehr am Ortseingang von Berg. Nur so könne man 75% der Kosten für das 39m große Bauwerk sparen, das sich gut zwischen die entstehende "Kaserne" (GR Haslbeck) und das fast fertige "Guantanamo" (Volksmund für den MTV-Trainingsplatz) einpassen wird. Die QUH versuchte verzweifelt dagegen zu sein. Allein sie konnte nicht einmal alle Fraktionskollegen überzeugen (GR Kaske, der für das Eilverfahren stimmte, wird deshalb zumindestens mit einem symbolischen Parteiausschlußverfahren rechnen müssen). Baubeginn wird im Frühjahr 2010 sein und die QUH-Frage, was denn passiere, wenn man - angesichts der Haushaltslage - beschließen würde, das Geld einfach nicht zu besitzen, wurde mit der Antwort beschieden, dass dann das "Betreute Wohnen " nicht erschlossen sei (nun ja im Etztal hat man ein paar wunderbare Jahrzehnte mit dieser Lage gelebt).

Zurück zum Positiven: GR Link (QUH) regte - angesichts des großen Erfolgs des "Tags des Schreiners" in Farchach - an, im nächsten Jahr einen allgemeinen "Tag des Gewerbes und des Handwerks" zu veranstalten. Die Gemeinde, die angesichts der derzeitigen Überlastung vor jeglichem zusätzlichen Arbeitsaufwand reflexartig zurückschreckt, verwies erst einmal auf das im Januar startende "Gewerberegister" im Internet, an dem man gerade arbeite, versprach dann aber doch, ein eventuelles Bedürfnis nachzufragen.

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Zukunftsmodell: Erfolgreicher "Tag des Schreiners" beim Pfisterer in Farchach

Neues gibt es auch vom Genz: Ende November endet seine "Äußerungsfrist für die Beseitigungsanordnung" seiner Schwarzbauten auf der Maxhöhe. Wir sind gespannt, ob dann - so wie es Recht und Ordnung wäre - die Abrißbagger auf das Grundstück rollen. Daran glauben können wir - bis wir es gesehen haben - nicht.

Politisches Gespür bewies Karl Brunnhuber dann erneut, als es um die Erschließung der Berger Etztalbreite ging: Nach dem Disaster um die Etztalstraße, schlug er nach kurzer Diskussion vor, einen positiven Beschluß zu fassen, allerdings zuerst die Meinung der Anwohner einzuholen ... Congratulations Karl, sounds like "Democracy is Coming to Town".

Der Rest wäre eigentlich Bebauungsplan-Kleinkram gewesen, wenn sich die "BürgerGemeinschaft" in Verbund mit Teilen der CSU nicht noch gehörig blamiert hätte: nach einem einstimmigen Beschluß des Gemeinderates soll am Parkplatz des Sportplatzes in Höhenrain geprüft werden, ob dort eine Photovoltaikanlage rentabel sei. Der (vorhandene) Betreiber der Anlage würde die Kosten für die Asphaltierung des Platzes und den Bau der Carports übernehmen. Die Verwaltung hatte, wie ihr der Rat einstimmig aufgetragen hatte, den Bebauungsplan diesbezüglich umgearbeitet. Genau dagegen regte sich jetzt Widerstand aus Richtung der GR Reiser (BG) und Haslbeck (CSU). ... Erst nachdem ihnen vorgelesen wurde, dass auch sie im August genau FÜR diese Projekt gestimmt hatten, war endlich Ruhe mit den absurden Argumenten gegen eine wahrscheinlich rentable Photovoltaikanlage.

Dienstag, 10. November 2009

Happy Birthday Jens!

Lieber Jens,

auch wir von der QUH wünschen Dir alles Gute zum 40. und dass Du Dir Deine gradlinige Art beibehältst, die mitunter ja zu Diskussionen anregt - aalglatt kann jeder - quer ist schick!

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Jens Lehmann, ein anderer Mann, ein anderer Verein.

Erst waren da Deine Hubschrauberflüge, die Dir und der QUH etwas Ärger einbrachten, weil die "Bild"-Zeitung hier aus dem Blog unerlaubt Bilder Deiner Dienstflüge klaute. Aber Du fliegst inzwischen so, daß es keiner mehr merkt (außer Dir), die "Bild"-Zeitung musste als Strafe für die Veröffentlichung unseres Portraits eine vierstellige Summe an den MTV spenden und Du arbeitest unter größter Geheimhaltung inzwischen sogar beim Verein mit. - Was Du vielleicht nicht weißt: Es gab es im letzten Jahr eine lokale Image-Kampagne für den MTV, die aus Rücksicht auf Deine Probezeit bei anderen Fußballvereinen dann nicht alles auf Plakatwänden öffentlich machte, was geplant und gedruckt war.

Wir wollen zu Deinem Jubeltag unserer Verbundenheit Ausdruck geben und hier ein unveröffentliches "Glanzstück" der Zusammenarbeit zwischen MTV und Jensemann noch zum Besten geben:

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Das MTV-Plakat, das nicht zum Einsatz kam

Also Jens, halt den Kasten sauber und vielleicht klappt es ja noch mit Südafrika ... oder noch exotischer: als Stürmer in der AH von Berg, aber ob Du da dem Konkurrenzkampf gewachsen bist ... die AH des MTV hat in dieses Jahr schließlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. - Wie auch immer, feier schön! Zumindest heute gibt etwas wichtigeres als Fußball, glaubt zumindest ...

Deine QUH

Montag, 9. November 2009

St. Martin im Kindergarten Oberberg

Nach einer Woche Herbstferien - die die Erzieherinnen zur pädagogischen Fortbildung nutzten -, schallte heute Morgen wieder fröhliches Kindergeplapper durch den Kindergarten Oberberg. Ganz geschäftig ging es gleich los, denn mit dem Laternenumzug anlässlich St. Martin am Mittwoch haben die Kinder diese Woche noch einen aufregenden Termin vor sich. Während die einen fleißig in der Turnhalle ihr Martinsspiel probten, standen drei Mamis und ein Papi in der Küche, bemehlten Tisch, Teig und Kuchenrollen und bucken mit jeweils sechs bis sieben Kindern Martinsgänse.

Martinsgans

Dass so manche Gans dabei mehr an ihre Dino-Vorfahren erinnerte, störte die kleinen Bäcker wenig. Wichtig war, möglichst viele Gänse in kurzer Zeit auszustechen. Als nach den ersten fertigen Blechen der herrliche Duft von Gebackenem durch die Gänge zog, wurde vermehrt an die Küchentüre geklopft und nachgefragt, wann denn nun die nächste Gruppe backen dürfe. Auf die Frage, wie denn so ein Teig hergestellt würde, antwortete ein besonders pfiffiges Kerlchen: „Mit einer Maschine.“ – „Gut ja. Aber was gehört alles in so einen Teig?“ – „Ganz klar: Teig!“ Dass der aus Eiern, Butter, Milch und Mehl bestehe, wurde mit großen Augen quittiert. „Und was ist mit dem Zucker!“ Ups. Zucker, den vergessen gesundheitsbewusste Mamis gerne mal.

Damit auch jedes Froschbärmäuslein zum Kneten kommt, findet dieselbe Übung morgen Vormittag noch mal statt.

Am Mittwoch ab 16.30 Uhr lädt der Kindergarten dann zusammen mit dem Elternbeirat zum St. Martinsumzug. Im Anschluss trifft man sich zu Glühwein und Kinderpunsch im Garten.

Die Mauer muss weg!

Jetzt wird auch neben der alten Brauerei mitten in Berg (gegenüber von Bachmayrs Pizzeria) gebaut. Die Sparkasse wird dorthin ihre Filiale verlegen. Durch Intervention der QUH konnte der Gemeinderates erreichen, dass dort, wo jetzt schon die Autos parken und Hähnchen verkauft werden, ein etwas größerer Platz ersteht, an dem sich hoffentlich etwas Leben entwickelt. So ungefähr wird nach unseren letzten Informationen das dort entstehende Gebäude aussehen:

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Neubau gegenüber der Esso-Tankstelle

Dieser Entwurf jedenfalls wurde einstmals dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Interessant ist aber, was für ein Entwurf zuerst der Gemeinde intern vorgelegt wurde. Der Urentwurf sah noch ganz anders, moderner aus:

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Erster Vorschlag des Bauherren

Zwischen diesem ersten - architektonisch etwas ambitionierten - und dem letztendlich dem Gemeinderat vorgelegtem Entwurf stand eine eingehende Beratung in der Gemeinde. Es wurde abgeschätzt, was man an dieser Stelle genehmigen könne und was nicht. Durch diese Beratung verschwanden die unterschiedlichen Fenstergrößen und damit jegliche architektonische Idee, jede Zeitgenossenschaft des Gebäudes aus dem Entwurf. Es wird nun wohl ein Einheitshaus entstehen, das sich trotzdem nicht um die umliegende, historische Bausubstanz kümmert.

Ironie der Geschichte: Auch der überarbeitete Entwurf wurde dem kompromißwilligen Bauherren erst einmal nicht genehmigt, da der Rat auf Drängen der QUH darauf Wert legte, dass die Tiefgarageneinfahrt (auf den Entwürfen noch links im Bild), so wie es der Bebauungsplan auch vorsieht, nicht zur Hauptstaße hin orientiert ist. Erst dadurch besteht die Chance, dass an dieser Stelle ein kleiner Platz entsteht.

So schön, wie sich Volker Cornelius diesen Platz einmal vorgestellt hat, dürfte es leider wieder einmal nicht werden:

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Idealentwurf eines richtigen Platzes gegenüber der Esso-Tankstelle.

Zwar gibt es eine Chance, dass die Halballee dort im nächsten Jahr entsteht, aber der von Cornelius vorgeschlagene und im Rat auch von der QUH geforderte Zebrastreifen wird nicht kommen ... und wenn nicht ein Wunder geschieht, wird aus dem Platz das, was aus jedem freien Quadratzentrimeter in unserem Dorf wird: ein Abstellplatz für SUVs. - Die QUH würde jetzt gern an ein Wunder glauben.

Wie der Vorschlag von Volker Cornelius für diesen Platz aussah, berichtete die QUH vor über einem halben Jahr hier: http://quh.twoday.net/stories/5614391

Sonntag, 8. November 2009

Es wollte nicht fallen ...

... das Tor für den MTV am Samstag auf dem Lohacker.
Und so verlor die Erste samt Geburtstagskind und Kapitän Flo Garke mit 0:2 gegen den TSV Solln.
Man soll ja nicht mit dem Schiedsrichter hadern, aber dieser hatte einen wirklich rabenschwarzen Tag erwischt. Und der eine oder andere Sollner Spieler kann sich auch zum Casting für die nächste Stuntshow anmelden - Talent haben sie!

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Diesmal nur Zaungast: der kränkelnde Abwehrhüne Hansi Kleiner beobachtet die Berger Niederlage aus dem warmen Auto.

Glückwunsch an die 2. Mannschaft des MTV, die gestern gegen den FC Bad Kohlgrub mit 2:1 den 2. Sieg in Folge eingefahren hat!

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