Abolfazl? Kurosh? Shervin? ... Genau! - Ok, wir geben zu: Internationale Kunst steht ungerechterweise im Ruf, manchmal schwer verständlich zu sein. Noch komplizierter wird es, wenn einem bayerischen Gemüt schon die Namen der Künstler schwer ins Ohr gehen. Umso größer ist immer wieder das Wunder wie es die Berger Haleh-Gallerie schafft, erstklassige Künstler mit internationalem Flair und Format in unser künstlerisch etwas verschlafenes Berg zu locken. Und so handelt es sich bei den drei Wörtern, die diesen Artikel einleiten, beileibe nicht um konkrete Poesie, sondern um die Vornamen der drei iranischen Künstler, die heute im Zentrum von Berg in der HALEH-Gallery in der Aufkirchnerstraße 4 ausstellen.
Abolfazl Lireh - Kourosh Ghazimorad - Shervin Pashie ... zu Gast in Berg
Heute um 18 Uhr ist Vernissage. Haleh freut sich über Ihren Besuch. Für all die, die sich mit der Kunst trotzdem schwer tun, hat Haleh ihrer Einladung eine leicht faßliche Erklärung beigefügt: "Movement schlägt eine Brücke von der morgenländischen Tradition kalligraphischer und ornamentaler Kunst zur abendländischen Gegenwart: Mit Abolfazl Lireh, Kourosh Ghazimorad und Shervin Pashaie vereint die Ausstellung drei zeitgenössische Positionen aus dem Iran, die von der Geste des Schreibens ihren Ausgang nehmen und in unterschiedlichen Medien seine expressive Kraft, aber auch seine aktuelle politische Dimension ausloten."
Nachzureichen ist vom letzten, ereignisreichen Sonnwendwochenende noch die Feier zur Eröffnung des Farchacher Demeter-Hühnerstalles von Michel und Elke Friedinger. Die beiden Landwirte hatten all diejenigen eingeladen, die sich mit Genußscheinen am Bau des Stalles beteiligt haben. Um es vorweg zu sagen: Es kam zu regelrechten Tumulten. Grund dafür waren diese Herren, ...
... die eigentlich als "Lüßbacher Blasmusik" gemeindeweit bekannt und beliebt sind. Denn alles andere als erfreut waren vom Auftritt der Blasmusik waren die neuen Bewohner des Löfflerhofes, jene 600 Hennen, die von den Friedingers mit großem persönlichen Einsatz in den letzten Jahren dort gehalten werden.
Der neue Herr vom Löfflerhof samt Gefolge vor seinem Anwesen
Denn jedes Mal, wenn die Blasmusiker ihre Intrumente ansetzten, geschah genau das (bitte Bild anklicken!):
Die Hühner flüchteten panisch in ihren Stall! Elke Friedinger befürchtete, dass die Hennen am nächsten Tag jetzt wieder nicht genug Eier legen würden. Für die "Mitbesitzer" am Hühnerstall (darunter natürlich auch QÜHe) war bei so einem netten Fest der Ertrag vom Folgetag erst einmal egal. Michel Friedinger erzählte noch einige Anekdoten des nicht ganz einfachen Baus.
Herr über 600 Hühner: Michael Friedinger aus Farchach
Der Hühnerstall sei gemäß der strengen Demeter-Vorschriften so fest gebaut, dass wenn am Hof einmal alles zusammenbräche, sie immer noch in den Hühnerstall umziehen können. Überhaupt sei das Projekt gut doppelt so teuer wie erwartet geworden. Trotzdem habe man es geschafft, dass die 600 Hühner in Spitzenzeiten bis zu 270 Eier pro Jahr legen würden. Die Vorschriften für die Demeter-Hühnerhaltung seien so streng, ...
Auch sie genügt den Demeter-Richtlinien: die Eiersortieranlage
... dass man schon eine Ausnahmegenehmigung bräuchte, wenn man an 3 aufeinanderfolgenden Tagen die Hennen nicht auf die Wiese lassen könne. Den Tusch zum Abschluß seiner Rede verbat sich Michel allerdings. Er wollte seine Hühner dann doch nicht noch mehr verschrecken.
Gerne veröffentlichen wir hier im Blog auch immer wieder nicht-kommerzielle Kleinanzeigen. Heute geht es um Wohnungssuchen:
Eine Einheimische Mama mit Sohn (4 Jahre) sucht in Bachhausen oder Farchach - baldmöglichst- eine 3-Zimmer-Wohnung mit kl. Garten. Bitte melden bei s.groell (at) freenet.de
Wenn der Platz etwas größer ist: Auch ein einheimisches Ehepaar sucht ein Einfamilienhaus in Berg. Kontakt: Hartmut Kerber: 08151-51224
Wer etwas weiß: Bitte direkt bei den Interessenten oder bei der QUH quh@quh-berg.de melden!
Es war erwartungsgemäß voll geworden beim Jägerwirt in Neufahrn. Melani Suckfüll vom Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben hatte zur Infoveranstaltung geladen und führte souverän durch einen gelegentlich emotional ausbordenden Abend. Auch der Berger Bürgermeister Rupert Monn war in die Höhle des Löwen gekommen.
Was hält sie denn da in der Hand? - Bestens informiert: Melani Suckfüll
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage nach dem geschützten Greifvogel Rotmilan. An seine Existenz knüpfen die Neufahrner ihre Hoffnung auf eine Ablehnung des aktuell anhängigen Genehmigungsverfahrens für mehrere WKAs in den Wadlhauser Gräben.
Und laut Gutachter Herr Beutler wurde besagter Artgenosse auch tatsächlich in der Gegend der Wadlhauser Gräben gesichtet. Videoaufnahmen und Fotos sogar mit GPS-Angaben sollen das belegen. Die Horste der Vögel konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Neben dem Rotmilan ziehen auch der ebenfalls schützenswerte Schwarzmilan sowie eine Kolonie Graureiher und der Schwarzstorch ihre Bahnen über die Wadlhauser Gräben.
BM Monn steht 120 Neufahrnern Rede und Antwort
Zu der Aussage, dass damit nun ein für alle Mal die Windkraft in den Wadlhauser Gräben gestorben sei, ließ sich BM Monn nicht hinreißen. Er führte aus, dass das Artengutachten der Gemeinde Berg noch nicht abgeschlossen sei und die Ergebnisse dieses Gutachtens durchaus zum Scheitern des Genehmigungsverfahrens führen könnten.
Wie groß die Verzweiflung der Bewohner unserer Nachbargemeinde über die drohenden Growiane sein muss, kam insbesondere in dem weitausholenden Vortrag von Martin Ruhdorfer zum Ausdruck. Der junge Neufahrner hat sich im letzten Jahr in Sachen Windkraft besonders firm gemacht und führte verschiedenste Argumente an, um der Windenergie den Garaus zu machen. Die reichten von Infraschall über unstete Energieproduktion und mangelnde Rentabilität bis zu Neodym, einem chemischen Element, das zu den Metallen der seltenen Erden zählt und beispielsweise in einer Siemens Windturbine verwendet wird. Seine Herstellung ist extrem aufwändig und giftig.
Während sich die Neufahrner über einen Abstand der WKAs von 1000 Meter zu nächsten Wohnbebauung entrüsten, ist in England laut Vortrag von Martin Ruhdorfer einen Mindestabstand von 3 Kilometern gesetztlich festgelegt.
Wo der Abend in Bierhausparolen abzudriften drohte, holte Melanie Suckfüll die Diskussion schnell wieder auf sachlichen Boden. Von den beiden geladenen Ornitologen hätte man sich etwas mehr Gewicht erwartet.
Wenn jemand die Behauptung, die in der Überschrift aufgestellt wird, beweisen könnte, würde das in jeder Region in Deutschland das Ende von Windkraftanlagen-Plänen bedeuten. Seitdem das Verwaltungsgericht Stuttgart 2005 beschlossen hat: "Windkraftanlagen dürfen an Nahrungs- und Rastplätzen der geschützten Greifvogelarten Schwarz- und Rotmilan auch außerhalb von (faktischen oder formalen) Vogelschutzgebieten nicht errichtet werden." ( http://vgstuttgart.de/servlet/PB/menu/1198153/index.html?ROOT=1192939 ) gehört der habichtartige Greifvogel unter WKA-Gegnern zu den gesuchtesten Lebewesen.
Jetzt behauptet Melani Suckfüll vom "Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben", ihr Traumwesen, den Rotmilan, entdeckt zu haben: "Wir haben ein Vogelgutachten in Auftrag gegeben. Der Rotmilan ist im Umfeld der Wadlhauser Gräben zig-fach gesichtet und fotografiert worden. Es handelt sich definitiv um mehrerer Paare mit Nachkommen." Heute wird sie im Neufahrner "Jägerwirt" dieses Gutachten vorstellen. Außerdem wird sie von den Aufsehen erregenden Windmessungen des Berger "Aviators" berichten, die die QUH zuerst veröffentlicht hatte ( http://quh.twoday.net/stories/das-erste-windkraftgutachten-fuer-berg/ ), und Martin Ruhdorfer wird einen Vortrag über "Politische Entwicklungen, Hintergründe, Risiken und Alternativen zur Windkraft in Bayern" halten.
Für Rotmilansucher: so klingt er!
Der Widerstand gegen die WKAs ist trotzdem fast schon ein anachronistisches Unterfangen. Denn das Berger Windkraftgebiet liegt auf dem Genehmigungsweg schon längst bei der Staatsregierung. Die Berger Lokal-Regierung ist im Wahlkampf auffällig bemüht, das Reiz-Thema so gut es geht, in Vergessenheit geraten zu lassen. Man (Monn) beantwortete diesbezügliche Nachfragen seiner Konkurrentin Elke Link (QUH) im Gemeinderat wenn überhaupt nur noch ausweichend. Und noch gar nicht zur Sprache gekommen ist, dass die Chancen groß sind, dass auf Ickinger Gebiet eine Geothermieanlage gebaut wird, über die positiv nachzudenken - oder gar zu diskutieren - man in Berg völlig versäumt hat. Jetzt steht man hier den Geothermieplänen so handlungsunfähig gegenüber wie die Neufahrner der Windkraft. Und selbst wenn man - wie die QUH - engagiert für Geothermie ist: Das Geld wird anderswo verdient (vielleicht ja in Neufahrn?).
Noch lacht sie dreckig, die Farchcher Winterhexe in ihrem gepunkteten Kleid ...
... aber bald darauf, nachdem sich die Sommernacht über die Wiese an der Eiche gesenkt hatte ...
... wurde sie von den Farchachner Burschen auf dem riesigen Scheiterhaufen verbrannt. Dieser war - nach den Erfahrungen der letzten Jahre - so von Benzin durchtränkt, dass er nach Sekunden bereits in Flammen stand ... selbst der Mond hat sich darüber gefreut.
Skaten: eine junge Sportart für Jugendliche auf dem Vormarsch in Berg
"Da hab ich ja Angst, mir beim Zuschauen etwas zu brechen", meinte einer der älteren Zaungäste beim gestrigen 2. Berger Skate-Contest am Sportgelände in Berg Nord. Die Organisatoren Jörn Kachelriess, Elke Link, Alex Reil und Anke Sokolowski hatten sogar den Arzt Dr. Watzek um Bereitschaftsdienst gebeten, aber obwohl Menschen und Material auf unterschiedlichste Weise durch die Lüfte und über die Rampen flogen - passiert ist natürlich nichts beim 2. Berger Skate Contest. Er wurde in zwei verschiedenen Altersgruppen in den Kategorien "Street Session", "Miniramp" und "Best Trick" am Samstag bei bestem Wetter in Berg Nord ausgetragen.
Rampe frei für den 2. Berger Skate-Contest
Berg ist auf der Skater-Landkarte angekommen: Bis aus Lindau oder Ambach waren einige der Gäste zum Skate-Contest angereist, und sie zeigten den Berger Jungs, was man mit einem Board so alles machen kann. Gegen den erst 11-jährigen Halb-Profi Henry Gebhard aus Lindau, der schon einige Sponsoren besitzt und in der jüngeren Gruppe beide Wettbewerbe souverän gewann, hatten die Berger Lokalmatadoren, die erst seit 2 Jahren auf dem Platz üben können, naturgemäß kaum Chancen.
Henry Gebhard begeistert die Jury mit seinen Jumps
Im Miniramp Contest konnte Lokalmatador Nick Kachelriess hinter den Lindauern immerhin den 3. Platz belegen. Das gleiche Ergebnis holte Lokalmatador und Publikumsliebling Maxi "The" Mühle aus Allmannshausen, mitterweile eines der älteren Semester, die sich beständig auf dem Berger Skatepark engagieren.
Heute ist einer der besonders schönen Tage in der Gemeinde: Gerade (11 Uhr) beginnt mit den "Clinics" (professionellen Technikkursen) das originellste Sport-Event des Jahres: der im zweiten Jahr bereits legendäre 2. Berger-Skate-Contest in Berg Nord (mit Semi-Professioneller Beteiligung). Um 14 Uhr startet der Wettbewerb. Eine Bildergalerie der Berger "Riders", findet man übrigens hier: http://skatepark-berg.de/riders/local-heroes.html
Die Bühne für die Nicht-Skater steht schon:
Die Helfer haben sich schon hübsch gemacht (oder steigen - wie Flo Garke - noch einmal zu Wasserversorgung in den Untergrund hinab).
Die Helden des Tages machen sich schon warm.
Die Strippenzieher im Hintergrund liegen sich schon in den Armen (Jörn K. und Elke L.)
Und noch schöner: wenn das schönste Sport-Event der Gemeinde vorbei ist, steigt am Abend das schönste Fest der Gemeinde: die Sonnwendfeuer in Farchach, wo es außer Stimmung, Bier und Sonnwendfeuer auch dengrandiosen Galloth'schen Erdbeerlimes gibt.:
Nein, nicht nur Lahm, Khedira, Klose, Reus schossen vor kurzem Tore. Die Feldhockeymannschaft des MTV Berg bestritt heute ihr allererstes Spiel auf dem Kunstrasen in Berg Nord.
MTV-Hockey-Trainer Frank Brüggink schreibt uns dazu:
MTV Berg-Geschichte wird gemacht!
Hockey-Kinder des MTV Berg mit Sieg im ersten Spiel.
Das erste offizielle Hockey-Spiel in der Geschichte des MTV Berg ging mit 4:1 an die Heim-Mannschaft. Bei traumhaften Bedingungen begrüßten am Freitag Abend die Hockey-Kinder des MTV die Gäste des TV Planegg-Krailling auf dem Kunstrasen-Platz in Berg Nord. Nach über zwei Jahren Vorbereitung und vielen Trainingseinheiten konnte es die Mannschaft um Trainer Sven Theisen, Björn Michel und Frank Brüggink kaum erwarten, sich endlich mit anderen Vereinen zu messen. Entsprechend groß war die Nervosität zu Beginn des Spiels bei den 9-11-Jährigen – es wurde gar von Bauchweh berichtet. Diese wurde allerdings schnell abgelegt und die Partie trotz extremer Temperaturen über die gesamte Spielzeit kontrolliert. Der MTV . mit überwiegend Mädchen im Kader (der TV Planegg trat ausschließlich mit Jungs an) - spielte vier wunderbare Tore heraus.
Herausragende Akteure waren Laura Hopfner mit zwei Toren und Alexandra von Braunschweig mit einer exzellenten Defensiv-Leistung.
Das nächste Spiel findet am 13. Juli statt; dann mit den 5-8-Jährigen.
Danke für den Bericht und Gratulation!
Und auch die MTV A-Jugend konnte am heutigen Abend einen Sieg vermelden. Bei dem um 19:30 angesetzten Spiel in Garmisch (!) erzielte die Mannschaft mit drei zu zwei Toren einen Sieg gegen die Gastgeber. Wir gratulieren! Die A-Junioren stehen damit derzeit auf Platz 7. Puh!
Morgen ist es wieder soweit: Bei hoffentlich trockenem Wetter versammelt sich die Skater-Szene in Berg, um miteinander zu konkurrieren.
Ab 10 Uhr Registrierung, Anmeldung vor Ort ist auch noch möglich,
von 11 - 13 Uhr Warm Up Session und Clinics, das sind Technikkurse,
von 13 - 14 Uhr kann man sich von Bernd Albrechts Crew begrillen lassen - es gibt wieder selbst gemachte Hamburger -
um 14 Uhr geht es dann los mit dem Contest: Street Session Jam, Miniramp Session und Best Trick Session Funbox.
Die Preise sind wieder sehr fein: Hoodies, Caos, Decks, Longboards, ein Snowboard ...
Die Startgebühr beträgt schlappe 10 €. Dafür dürft ihr nicht nur teilnehmen, ihr bekommt auch ein T-Shirt (im neuen Design), einen Burger und ein Getränk.
Für die Zuschauer gibt es wieder die bewährte Tribüne.
Firmensterben in Berg. Nachdem gegenüber schon der Schleckerladen zumachen musste, wird nun auch das ehemalige Berger Traditionsunternehmen Riedl (Werbespruch: "So schmeckt Bayern") Ende des Jahres seinen Betrieb überraschend einstellen. Dies wurde den 21 Mitarbeitern diese Woche mitgeteilt. Hervorgegangen war der Betrieb aus einem Stall neben den ebenso bereits spurlos verschwundenen "Berger Stuben" in Berg. Angeblich war das Unternehmen, das sich mitten im Ort gegenüber dem Berger Rathaus befindet, einmal eines der modernsten in Europa. Zuletzt gehörte es der westfälischen Stockmayer-Gruppe, die wiederum einer Aktiengesellschaft gehört. Diesem ganz großen Geschäft war das Unternehmen in der Ortsmitte, das vor allem Kabanossi, Weißwürste und Debreziner produzierte (und davon über 1200 Tonnen pro Jahr) vielleicht nicht mehr gewachsen. Was mit den Mitarbeitern und der Immobilie passiert, ist momentan völlig unklar.
wir haben hart gearbeitet. 4.520 Artikel, 5.105 Kommentare & Antworten sowie 9.156 Bilder sind nun erfolgreich auf unsere neue QUH-Weide umgezogen. Wir danken allen, die dies durch ihre Spenden möglich gemacht haben.
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