Dienstag, 24. April 2012

La lotta continua

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Mit blauem Auge in der ARD: Marcus Calvin

Marcus Calvin blieb heute Abend nun doch der einzige Berger, der in der ARD ausgestrahlt wurde, und sein blaues Auge war glücklicherweise nur geschminkt.

Der Beitrag mit dem provokanten Titel "Kalte Erschließung - wie Kommunen ihre Bürger ausnehmen" über die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Beteiligung der Grundstücksbesitzer an Ersterschließungen erwies sich letztlich als Beitrag vornehmlich über Härtefälle bei Beteiligungen von Hausbesitzern an Sanierungen. Um 21:35 kam die Absage per Mail ...

Nichtsdestotrotz fand der BR den Berger Fall interessant genug, um letzten Donnerstag einen Drehtag in Berg zu vereinbaren. Andreas Ramstetter und Karl Morasch präsentierten als Vertreter der Interessengemeinschaft Etztal stolz eine Karte aus dem Jahr 1865, in der die Etztalstraße als Erschließungsweg für bebaute Grundstücke eingezeichnet ist. Der QUH lag die Karte bisher nicht vor.
In Berg ist der Fall noch nicht geklärt. Der Kampf der Etztaler wird weitergehen.

Ein Skandal in der Berger Gemeindepolitik?

Man ist es in Berg gewohnt, in den Schlagzeilen zu stehen. Windräder, Windbeutel, Wittelsbacher ... es ist einiges geboten. Nun aber schafft es auch die Berger Gemeindepolitik in die überregionalen Schlagzeilen. Heute abend sendet die ARD zur Hauptsendezeit um 21:45 Uhr in "REPORT München" einen Bericht über "Willkür" bei der Umlegung von Straßenerschließungsgebühren durch Gemeindeverwaltungen. "Die kalte Enteignung - wie Kommunen ihre Bürger ausnehmen", heißt der Beitrag. Exemplarisches Beispiel für diese "Willkür" (Andreas Ramstetter, Sprecher der Interessengemeinschaft Etztal) unter anderem: das Vorgehen der Berger Gemeinde in der Etztalstraße!

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Seit gut 3 Jahren "Krisengebiet": die Berger Etztalstraße

Zur Erinnerung: In der Etztalstraße sträubt man sich seit mittlerweile drei Jahren gegen die Umlegung der - pro Haushalt je nach Grundstücksgröße durchaus im mittleren fünfstelligen Bereich liegenden - "Ersterschließungskosten". Bei der "Ersterschließung" einer Straße müssen 90% der Kosten lt. Gesetz vom Anwohner getragen werden.

Standpunkt der Gemeinde: Die Etztalstraße war noch nie erschlossen worden; die Bürger müssen zahlen. Standpunkt der Bürger: Sie wohnen in einer seit über 100 Jahren existierenden Straße; hier von "Ersterschließung" zu sprechen sei absurd. Man besäße Pläne aus dem letzten Jahrhundert, in der die Straße eingezeichnet sei. Die Gemeinde habe schlecht recherchiert. Seit Jahren sind die Fronten verhärtet.

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Bis hierher wurde die Straße erneuert. Dann stoppten die Arbeiten.

Verblüffend ist: Einerseits versichert die Gemeinde seit drei Jahren, es sei alles "juristisch einwandfrei" gelaufen (allerdings hatte man die Anwohner erst bei Baubeginn über die sie betreffenden und von ihnen zu bezahlenden Straßenbauarbeiten informiert). Andererseits knickte man schon ein: Man scheut sich, die Straße wie geplant weiterzubauen. Auch wagt man es offensichtlich nicht, den Anwohnern die - "juristisch einwandfreien" - Kosten in Rechnung zu stellen. Ja was nun? - Andreas Ramstetter von der "Interessengemeinschaft Etztal" wittert hinter diesem eigenartigen Verhalten Wahlkampftaktik. Er vermutet, dass bezüglich der Kosten "eine Bescheidung wohl erst nach der heurigen Bürgermeisterwahl angedacht sei".

Pikant an der Sache: Es kann jeden treffen! Nach Aussage der Gemeinde sind "viele" Berger Straßen in einem Zustand wie die Etztalstraße. Eine "Ersterschließung" und die Umlage der Kosten (von Summen um die 20.000 - 40.000 € ist die Rede) kann also "vielen" Gemeindebürgern drohen. Beim Baubeginn in der Etztalstraße wusste die Gemeinde (Bürgermeister, Verwaltung) nach eigener Aussage selbst nicht, dass es sich um eine "Ersterschließung" handelte". Die Anwohner hatte erst recht niemand informiert. Einspruchsrecht oder -frist gab es nicht.

Im QUH-Blog ist nachzulesen, wie hier ein Verfahren verschleppt wird: Schon vor zwei Jahren hat der Bürgermeister dem Sprecher der Interessengesellschaft Andreas Ramstetter öffentlich eine Klärung der Lage versprochen, die bis heute nicht geschehen ist. Vgl. den QUH-Bericht von der Bürgerversammlung 2010 (!): http://quh.twoday.net/stories/live-von-der-buergerversammlung-andreas-ramstetter/

Die ersten Tumulte im Gemeinderat fanden im Oktober 2009 statt. http://quh.twoday.net/stories/bericht-aus-dem-gemeinderat-etztalstrasse-erklaert-sich-zum-krisengebi/

Eine Zusammenfassung der Geschichte findet sich im QUH Blog hier: http://quh.twoday.net/stories/6320892/

Den Link zur Sendung finden Sie hier: http://blog.br-online.de/report-muenchen/2012/5054/die-kalte-enteignung-wie-kommunen-ihre-buerger-ausnehmen.html

Enttäuscht wird übrigens, wer unseren - sonst nicht kamerascheuen - Bürgermeister im Hauptabendprogramm der ARD bewundern möchte ... er war in diesem Fall zu keiner persönlichen bzw. nur zu einer schriftlichen Stellungnahme bereit.

Montag, 23. April 2012

Heiß umkämpft - der Berger Maibaum

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Kurze Pause: Auktionator Dr. Manfred Stumpfe

Die ganze Pracht zerstückelt und zerlegt - der letzte Berger Maibaum stand in 1-Meter-Teilen bereit zur Versteigerung. Unter dem Zelt zunächst Bachhauser Blasmusik und Weißwurstfrühstück, das Wetter hielt.
Der frisch gebackene Auktionator Manfred Stumpfe stellte zunächst Wissensfragen über die Maibaumtradition, bevor er die Stempen - auf amerikanische Art - an den Mann oder die Frau brachte. Die Taschen füllten sich mit 5 €-Chips, und es bildeten sich bald Bieterpaare - hier der Getränkemarkt gegen die Feuerwehr, dort die Fischerei gegen die Grafstraße, das Huberfeld gegen alle - und der amtierende Bürgermeister gegen die QUH (beide ersteigerten ein Stück, aber nur die QUH wollte es wirklich geliefert bekommen).
Spannend - und lustig - wurde es, als es um die "Filetstücke" ging - die Spitze ergatterte Michael "Hirbl" Albrecht, das rautierte Stück wollte sich unbedingt der ehemalige Oberbursch Martin Höbart sichern, unter dessen Ägide der letzte Baum aufgestellt worden war. Bestimmt eine Stunde tobte - von Blasmusik unterbrochen - die Bieterschlacht.

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Alle glücklich

Und wie ging es aus? Die erbitterten Widersacher Markus Söllner (Oberbursch) und Michi Albrecht (Getränkemarkt) zogen sich für zwei Minuten zurück, kamen aus der Wachhütte, besprachen sich kurz mit dem Auktionator und erklären den Wettstreit "auf bairische Art" für beendet. Sie präsentierten einen in der Mitte geteilten Chip. Jeder warf seine Hälfte in das Sammelglas, und dann schenkten sie gemeinsam das begehrte Stück dem Altbursch Martin Höbart.

Zum Abschluss wurden noch die über die QUH verlosten Tickets für den Auftritt der Monaco Bagage mit Josef Brustmann gezogen. Es gewannen die Blog-Leser Katharina Nitsch und Andi Obermeier - die Karten liegen an der Abendkasse. Viel Spaß damit!

Sonntag, 22. April 2012

Dirndlzuwachs

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Der 1. Mai naht und damit die Dirndlzeit. Die bekannteste Trachtenadresse in Berg ist sicherlich Christine Strobls Trachtenstüberl Höhenrain.
Im Marstall wurde gerade ein etwas anderer Look vorgestellt: die neue KITZALM-Kollektion - entworfen von der ehem. Bergerin (und bald wieder Aufkirchnerin) Jasmin Klüser (3.v.l.) und Dr. Isabel Maier aus Pöcking (3.v.r.). Baby Immerlos hatte seine helle Freude beim Fotografieren.
Die KITZALM-Dirndl erhalten Sie im Café Frühtau.

Los geht's! Maibaumversteigerungen

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Die Bachhauser Blasmusik hat eben zu spielen begonnen, der Frühschoppen steht bereit - und danach wird der Berger Maibaum versteigert. Alles bei der Wachhütte neben dem Maibaum am Oskar-Maria-Graf-Platz.

Auch vom Höhenrainer Baum können Sie ein Stück erstehen - dort ging es um 10 Uhr ebenfalls los, im Festzelt an der Münsinger Straße.

Samstag, 21. April 2012

QUH-Stammtisch

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Donnerstagabend: Während sich in Höhenrain die Mitglieder einer Wählervereinigung versammelten, um ihren Bürgermeisterkandidaten zu nominieren, trafen sich in Berg die Mitglieder einer anderen Wählervereinigung zum Stammtisch.

Zwanzig (!) Qühe waren gekommen. Locker und dennoch konzentriert wurden Projekte besprochen. Ein kleiner Arbeitskreis möchte sich um ein praktikables Mitfahrsystem für Jugendliche bemühen. Peter Moritz und Uwe Kläner stellten das "Stadtradeln" vor - die beiden stellten sich als Koordinatoren für die Gemeinde Berg zur Verfügung - wir werden berichten. Die QUH wird natürlich auf jeden Fall ein Team stellen und hofft auf viele Mitradler! Von der SPD-Veranstaltung zur Rekommunalisierung am Vorabend berichteten Peter Moritz und Elke Link, und Schriftführer André Weibrecht kündigte noch die Aufstellungsversammlung für die Bürgermeisterkandidatur an - der Termin wird beizeiten bekanntgegeben. We ♥ QUH!

Freitag, 20. April 2012

Unter Strom

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Genossenschaft und GmbH & Co KG - Gert Mulert und Heinz-Leo Geurtsen

Gut dreißig Zuhörer - inklusive zwei Bürgermeister (SPD/EUW) und drei Gemeinderäte (Grüne/CSU/QUH) - wollten am Mittwochabend beim Altwirt in Höhenrain Heinz-Leo Geurtsen, Geschäftsführer des Regionalwerks Würmtal (RW), hören, der auf Einladung der SPD das Prozedere einer Rekommunalisierung der Energieversorgung vorstellte.
Im Anschluss erklärte Gert Mulert von der Energiegenossenschaft Fünfseenland, wie sich Berger Bürger direkt an der Solaranlage in Höhenrain beteiligen können.

"Was können wir vom Regionalwerk Würmtal lernen? Können wir uns was abschauen?", fragte die Berger SPD-Vorsitzende Sissi Fuchsenberger zu Beginn.

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Schlagwörter: Kommunale Wertschöpfung, Citizen Value

Das RW - wir berichteten - ist seit Anfang April am Start. "Leider eine Woche zu früh", erzählt Geurtzen, "sonst hätte ich die Preise etwas anders kalkuliert. Die Preiserhöhung der E.ON war noch nicht bekannt." So kann das RW Strom ein gutes Stück billiger anbieten - Graustrom mit 1% Atomstromanteil oder zertifizierten Ökostrom aus norwegischer Wasserkraft.

Zehn Jahre Planung gingen der Inbetriebnahme voraus.
Um ein eigenes Kommunalwerk zu gründen, sollte das Gebiet mindestens 30.000 Einwohner haben. Eine 8000-Einwohner-Flächengemeinde wie Berg müsse ein solches Werk auf jeden Fall im Verbund betreiben. Ein geeigneter Partner mit genügend Know-How sei ebenfalls nötig.
Theoretisch sei es Berg auch möglich, sich dem RW, das als GmbH&Co KG mit den SWM betrieben wird, anzuschließen - das RW sei "offen für alle Kommunen, auch solche, die nicht an das RW-Gebiet angrenzen". Und natürlich können Berger Bürger jetzt schon Kunde beim RW oder einem anderen Regionalwerk werden.

Das nächste Ziel - und dabei geht es um hohe Summen - ist es, ab 2013 das Stromnetz zu übernehmen. In Berg laufen die Verträge mit der E.ON 2017 aus.
Herr Geurtsen riet dazu, eine Übernahme des Stromnetzes in jedem Fall zu prüfen: "Wenn es sich als unwirtschaftlich herausstellt, lassen Sie die Finger davon und schließen mit der E.ON ab. Aber es wäre sträflicher Leichtsinn, diese Untersuchung nicht durchzuführen, dafür hätte ich absolut kein Verständnis."

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Im Anschluss stellte Gert Mulert die Energiegenossenschaft Fünfseenland vor. Die Genossenschaft hat gerade die Carport- und Dachanlage in Höhenrain für 450.000 € gekauft. Mitglieder der Genossenschaft können ihr Geld hier mit anlegen - ein geringes Risiko, wie Mulert meint. Die Anlage sei bereits gebaut und in einem guten Zustand.

Berger Bürger haben bei der Beteiligung noch bis zum 29.4. Vorrang. Allerdings muss man zunächst - mit einer Einlage von 200 € - Mitglied der Genossenschaft werden. Dann kann man der Genossenschaft ein Darlehen von maximal 3.000 € zu einem Zinssatz von mindestens 3,75 % gewähren.

Hier zum Download das aktuelle Anschreiben an Interessenten:
Näheres zur Genossenschaft und Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage.

Übrigens erreichte uns neulich eine kleine Anekdote - ausgerechnet am 1. April senkte der hohe prognostizierte Stromertrag aus Wind- und Sonnenanlagen die Preise für den konventionellen Strom auf Werte unterhalb der Nachtpreise. Den Strom gab es um 16 Uhr an der Börse ganz kurz für minus 0,008 Cent pro Kilowattstunde ...
Die Grafik dazu finden Sie hier.

Berger Schülerin sucht Förderer

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Die zwölfjährige Berger Schülerin Lia Langer bewarb sich bei der "Institut für Jugendmanagement Stiftung" für die bundesweit ausgeschriebene Teilnahme an einer Delfin- und Walforschungsexpedition auf den Azoren. Mit dem Programm Master MINT möchte die Stiftung Jugendliche für naturwissenschaftliche Forschung interessieren.
Lia hatte bereits im letzten Jahr bei der 1. Bayerischen Kinder-Klimakonferenz am Ammersee mitgemacht - und wurde nun prompt als Teilnehmerin der Expedition ausgewählt.

Bestandteil des Konzepts ist allerdings, dass die Jugendlichen eigenständig Drittmittelsponsoren für die Walforschungsepedition aktivieren müssen.

Lia hat uns deshalb angeschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
da ich von 30.6.-12.7.2012 an einer Delfin- und Walforschungsexpedition teilnehme, möchte ich Sie hiermit um Ihre finanzielle Unterstützung bitten.
Das Institut für Jugendmanagement hat 2008 unter dem Motto „Wissen ist Zukunft, die Spaß macht“ das „Master-MINT“ Programm gestartet, um das Interesse in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik schulergänzend zu fördern. Ein größeres Verständnis für Forschung, Industrie und Wirtschaft soll dadurch erreicht werden.
Zu der Expedition gehört auch die Finanzierung durch Drittmittel. Nach der Expedition werden die dort erworbenen Ergebnisse und Erfahrungen in mindestens drei Vorträgen und Power-Point-Präsentationen an Sie und die Presse weitergegeben.
In diesen Präsentationen werde ich mich selbstverständlich noch einmal bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie dieses Projekt unterstützt haben.
Mein Name ist Lia Langer, ich bin 12 Jahre alt und ich gehe in die 7.Klasse.
Über Ihre Unterstützung würde ich mich sehr freuen.
Ein Hinweisblatt für Förderer ist als PDF im Anhang.


Das Hinweisblatt finden Sie hier: Master-MINT (pdf, 143 KB).
Wenn Sie Lias Forschungsexpedition privat oder als Firma unterstützen möchten, schicken Sie am besten ganz schnell eine E-Mail direkt an Lia.

Donnerstag, 19. April 2012

Erinnerung 2

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Noch einmal im Zeichen des Büffels

Heute QUH-Stammtisch! Für alle Qühe und Interessierten - um 20 Uhr im Hotel Schloss Berg oben im Schlossstüberl.

Erinnerung 1:

Ticket-Muster

Die Berger Burschen verlosen 2 x 2 Tickets im Wert von je 17 bzw. 20 € für den Auftritt von Josef Brustmann mit der Monaco Bagage am 29. April im Festzelt.

Einfach eine E-Mail an verlosung@burschenschaft-berg.de schicken - die Gewinner werden bei der Maibaumversteigerung am nächsten Sonntag, den 22.4. um 10 Uhr gezogen und dann benachrichtigt.

Alle weiteren Informationen unter www.burschenschaft-berg.de.

Mittwoch, 18. April 2012

Rochade - Bericht aus dem Gemeinderat

Kann es sein, dass die Berger Politik gerade außerhalb des Gemeinderats stattfindet? (Heute die SPD beim Altwirt, am Donnerstag die Aufstellungsversammlung der EUW und zeitgleich der QUH-Stammtisch im Hotel Schloss Berg)
Die öffentliche Sitzung war überschaubar - außer Bekanntgaben und Anfragen standen nur eine Konzeptvorstellung und zwei Bauvoranfragen auf dem Programm.

Zu Beginn erklärte Landschaftsarchitekt Christian Ufer von der Fa. Terrabiota, wie die gemeindliche Kiesgrube an der Sibichhauser Str. in Höhenrain renaturiert werden soll.

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Ehemalige Kiesgrube in Höhenrain (Foto: Andreas Hlavaty)
Größere Kartenansicht

Die Kiesgrube wurde früher von der Gemeinde Höhenrain betrieben, nach der Gemeindegebietsreform auch noch kurz von der Gemeinde Berg. Heute ist das Areal der Naturschutzbehörde laut Christian Ufer "ein Dorn im Auge". Um den Weiher herum wurde immer wieder aufgeschüttet - Abtragungen vom Fußballplatz des FSV Höhenrain, Laub, Geäst etc. Die Böschungen sind mit Neophyten bewachsen.

Wenn der Böschungsbereich vom Springkraut befreit und abgetragen ist, kann er dem wichtigen gemeindlichen Ökokonto zugeschrieben werden. Und hier hat jemand eine Idee zu einer geschickten Rochade gehabt, besitzt die Gemeinde doch Flächen am Hälsbachweg (der abgebrannte Pferdehof), die einst mit Kies aufgeschüttet wurden. Entfernt man nun diesen Kies und tauscht ihn mit dem "Oberboden" von der Kiesgrube aus (das Grundstück war ursprünglich Moorgebiet), werden beide Flächen aufgewertet und können doppelt auf dem Berger Ökokonto landen. Bravo!

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Seit Anfang des Jahres endlich "denkmalgeschützt", die Allmannshauser Weber-Villa

Hoffnung gibt es jetzt auch endlich für die schöne "Weber-Villa" in Allmannshausen. Der Entwurf für 8 Tiefgaragenplätze und 2 Technikräume wurde positiv beschieden - lieber alle Autos unter der Erde als ums denkmalgeschützte Haus herum. Scheinbar hat sich ein Liebhaber für das Schmuckstück gefunden, der sich hier zur Ruhe setzen will (wir sollten mal die Bösen Buben fragen, ob sie mehr wissen).

Die private Bauvoranfrage für Bachhausen wurde trotz angestrengten Nachdenkens ohne praktikable Lösung abgelehnt.

Da hatte Ribéry schon das 1:0 geschossen. Zur nicht-öffentlichen Sitzung sei nur verraten, dass noch fast die Hälfte der ersten Halbzeit im a'dabei geschaut werden konnte ....

Dienstag, 17. April 2012

RW - Regionalwerk Würmtal

Berger Strom für Berger Bürger! So lautet eine der Forderungen, die die QUH seit längerem in den politischen Willensbildungsprozess einzubringen versucht. Wir haben es zusammen mit der SPD geschafft, dass auf der Klausurtagung des Gemeinderats bereits über das Thema gesprochen wurde, allerdings steht die derzeitige "Regierung" von Berg einer Energieversorgung in Gemeindehand reserviert gegenüber. Anders in den Würmtalgemeinden, wo man einerseits vorhat, sein Stromnetz zurückzukaufen, und - auch ohne groß eigenen Strom zu produzieren - ein Regionalwerk gegründet hat, das Strom anbietet. Ein Wechsel zum RW (Regionalwerk Würmtal) ist - für jedermann - denkbar einfach und dazu kommt: Es ist billiger als bei der EON. (Es ist sicherlich nur ein Zufall, dass ausgerechnet die drei Würmtalgemeinden, die einen weiblichen Bürgermeister haben, sich zu dem Regionalwerk zusammengeschlossen haben).

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Heinz Leo Geurtsen, Geschäftsführer Regionalwerk Würmtal

Seit dem 2. April kann man einfach anrufen, hingehen, sofort unterschreiben und Kunde werden: Die Gemeinden Gauting, Krailling und Planegg haben mit ihrem Partner, den SWM, das Regionalwerk Würmtal gegründet und bieten nun Strom an - konventionellen Strom oder zertifizierten Ökostrom aus norwegischer Wasserkraft.
Wir haben den Selbst-Test gemacht: Erst in der neu eingerichteten Gautinger Geschäftsstelle angerufen. Nett wurden alle Anfangsfragen beantwortet. Empfehlung: "Kommen Sie doch mit der S-Bahn nach Gauting, wir sind direkt im Bahnhofskiosk." So machen wir's.

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Noch etwas improvisiert, aber voll funktionsfähig: Die Geschäftsstelle des Regionalwerks im S-Bahnhof Gauting

Gerade wird noch ein Kundengespräch geführt, wir sind als nächste an der Reihe. Nach uns kommen noch zwei Interessenten. Rasch wird anhand der mitgebrachten Stromrechnung ausgerechnet, wie sich der RW-Preis dazu verhalten würde. Bei uns - je nach Stromart - 145 bis 182 € günstiger, bei einem Jahr Preisstabilität. Vier Tarife sind im Angebot. Die Beratung ist zügig und sachkundig - Herr Geurtsen hat bereits das Regionalwerk Bodensee mit aufgebaut und war dort alleiniger Geschäftsführer.

Die Vergleichspreise: Bei der Eon kostet die Kilowattstunde zukünftig 25,37 Cent, beim Regionalwerk sind das gut 10% weniger: 22,87 Cent. Will man den zertifizierten Ökostrom unterstützen, ist der immer noch 2 Cent billiger als der normale Eon-Strom: 23,37 Cent. Lediglich der Grundpreis liegt ca. 5 €/Jahr höher. Ganz wichtig: Außerdem unterstützt man mit dem Gewinn, den das Regionalwerk wohl machen wird, die Investitionen in der Gemeinde und kann z.B. auch gezielt die Förderung erneuerbarer Energien unterstützen. Eine klassische win-win-Situation. Rätselhaft, wieso eine so energiebewusste Gemeinde wie Berg nicht längst etwas Ähnliches plant (oder sich daran beteiligt).

Wer diese oder andere Fragen stellen, gleich einen Antrag unterzeichnen oder sich kompetent beraten lassen will: Für den morgigen Mittwoch hat die SPD, die in Energiedingen regional meist einen ähnlichen Standpunkt vertritt wie die QUH, Herrn Geurtsen, den Geschäftsführer des Regionalwerks, nach Berg eingeladen: Um 20 Uhr spricht er im Höhenrainer Altwirt. Mit dabei: Gerd Mulert von der Energiegenossenschaft Fünfseenland, die Interesse an der Solaranlage in Höhenrain bekundet hat.

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