Dienstag, 4. Oktober 2011

Deutscher Fernsehpreis geht nach Berg

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Andreas Ammer & Denis Scheck gestern im Fernsehen beim Jubeln

Andy Ammer, Hörspielautor, Fernsehjournalist, Theaterregisseur, Gemeinderat, QUH-Vorsitzender hat die "deutsche Fernsehmeisterschaft 2011" (Marco Schreyl) gewonnen und ist ist seit Sonntag abend auch Träger des "Deutschen Filmpreises" in der Kategorie "Besondere Leistung Information". Seit über acht Jahren zeigen Denis Scheck und Andy in der Sendung "druckfrisch" den deutschen Fernsehzuschauern in der ARD auf irritierend komische Weise an absurden Drehorten, welche Bücher man lesen und welche man lieber nicht lesen sollte. Sie besuchten weltweit unzählige Autoren. Von Günter Grass über Martin Walser und Philip Roth zu Mario Vargas Llosa - das "druckfrisch"-Team kennt sie alle, und der eine oder andere Berger hat am Stammtisch durch Andys Job auch einiges über Literatur und Literaten gelernt. Und lustig anzuschaun ist das - dank Andy - auch noch.

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Holzlatten und Klebeband als TV-Event: Denis Scheck und Andreas Ammer, Fernsehpreisträger für "Besondere Leistung Information"

Für ihre besondere Leistung im Bereich Information wurden Andy Ammer (Regie) und Denis Scheck (Moderation) gestern mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Die letzte "druckfirsch" Sendung findet sich hier: http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/339944_druckfrisch/8307078_die-sendung-vom-25--september-2011?type=null

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Im Studio von RTL: Licht an, Fernsehpreis da

Es ist die größte Auszeichnung, die die Branche in Deutschland zu vergeben hat: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD und ZDF, RTL und Sat.1 zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen vergeben.

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Nach der Show: der Preisträger, der Smoking, die Trophäe, der Stolz

Dass "Information" eine Herzensangelegenheit von Andy Ammer ist, wissen alle Berger und QUH-Leser schon lange. Deshalb freuen uns sehr über die Entscheidung der Jury und gratulieren Andy von ganzem Herzen.

Montag, 3. Oktober 2011

Berger Betriebe laden ein

Fast genau ein Jahr nach Ihrem Hauptgewinn bei dem "Berger Betriebe laden ein" durften die beiden Berger Schülerinnen Annalena Päffgen und Bianca Groh ihre Ballonfahrt antreten.

"Heut` schaugt`s guat aus" begrüßte sie Ballonfahrer Rudolf Klein. Kein aufkommender Bodenwind, keine Thermik. Die Voraussetzungen waren optimal für eine Fahrt zu den Wolken.

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Nachdem alle eingestiegen waren, hob der Himmelsgigant mit einem Startgewicht von 1,6 t ab. Annalena und Bianca winkten noch einmal freudestrahlend durch den zarten Nebel der Morgensonne, bevor sie mit 10 km/h und leichten Nord/Ostwind über die verschiedenen Luftschichten ins herbstliche Voralpenpanorama Richtung Weilheim davonfuhren. Sie erreichten eine Höhe von 3000 m (!) und hatten ca. 150 km Fernsicht bis zum Bayerischen Wald.

Nach einer geglückten Landung wurden die Mädchen nach alter Tradition mit Feuer und Champagner auf die Namen "Gräfin Annalena mutige Korbmaid über den Deixlfurter See zu Tutzing" und "Prinzessin Bianca sanft dahinschwebende Morgensonnenfürstin zu Tutzing und Traubing" getauft, und in den Adelsstand der Aeronauten erhoben.

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Fotos und Text: Angelika Päffgen

Programmhinweis

Es ist noch streng geheim. Nur soviel sei verraten: Der QUH Vorsitzende hat heute Grund zur Freude. Warum? Das sehen sie heute Abend ausgerechnet auf RTL zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr.

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Was macht der QUH Vorsitzende da? Und wie sieht er überhaupt aus?

Samstag, 1. Oktober 2011

Gasthof zur Post - neue alte Wirte

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Die neuen Alten auf der alten neuen Post

Andi Gröber is back. Und er hat einen Plan: Der Gasthof zur Post in Aufkirchen wird ab sofort von ihm selbst gemeinsam mit Franz "Dada" Bachmayr geführt.

Wie kam's? Andi Gröber erzählt: "Ich habe keine Ahnung, was da in die Hosen ging - jedenfalls wurde schon länger keine Pacht mehr gezahlt. Im April habe ich dem Pächter - der übrigens nicht der Wirt war - fristlos gekündigt. Der Gasthof wurde aber nicht geräumt. Ich bekam sogar Hausverbot zum Zwecke der Kündigung - ein Bier hätte ich dort noch trinken dürfen."

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"Oft sind es die unkonventionellen Dinge, die am besten funktionieren", sagt Andy Gröber.

Schon im April interessierte sich Franz Bachmayr-Heyda für die Wirtschaft. Er betreibt in Berg eine kleine Pizzeria, die er im kleineren Rahmen weiterführen möchte. Andi setzt große Hoffnungen in die Zusammenarbeit: "Der Betrieb läuft durchgehend weiter. Neuerungen werden Stück für Stück geplant." Die Megaumbaupläne liegen erst einmal auf Eis. Dennoch: "Es muss - auch umbaumäßig - etwas getan werden. Man muss jedoch keine Millionen in die Hand nehmen. Ich werde das langsam angehen, kann aber nicht voll als Wirt einsteigen. Daher erst mal mein Hilferuf an Franz, der langjährige Erfahrungen in der Gastronomie hat."

Franz' Vater hatte sich übrigens im Jahr 1955 ebenfalls als Wirt für den Gasthof zur Post beworben, dann aber den Weg nach München eingeschlagen. Gottes Mühlen mahlen langsam.

Unten im Kommentar unser Interview mit Andi Gröber.

Freitag, 30. September 2011

Äpfel und Kronen (Abendkritik)

Auch auf der diesjährigen "Bergenale" zum Thema "Essen und Trinken" (noch Samstag und Sonntag im Berger Marstall) ist das Kunststück des Abends schon verschwunden ... und damit dialektischer Weise seiner Bestimmung überführt worden: Leicht verständlich und gleichzeitig nicht allzu lecht verdaulich war Juschi Bannaskis königliche Hommage an ihren Lebenpartner Roman Wörndl, seines Zeichens mit Ulrike Adldinger verantwortlich für den umstrittenen Berger Kreisel. Juschi hatte als Beitrag zum Buffet eine Wurstkrone gebastelt, ...

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Juschis "Wurstkrone" (1. Zustand)

.... die vielleicht noch etwas schöner wäre als Romans stählernes Kunstwerk, aber natürlich lange nicht so dauerhaft ...

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Kunst mit "Sammler" und Kulturvereinsvorsitzendem Kaske (2. Zustand)

... wie bereits der abendliche Test bewies.

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"Wurstkrone", Juschi Bannaski 2011, Finaler Zustand

Essen? Und trinken! ... und dann noch versinken!

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Da sind wir aber gespannt auf die heutige Vernissage. "Essen und Trinken" lautet das Motto der anstehenden Bergennale - der Gemeinschaftsausstellung der Künstler, die Mitglied im Berger Kulturverein sind. Ob es dabei eher hedonistisch zugeht oder ob Welthunger und Dürre Thema sind, werden wir nach der Ausstellungseröffnung um 19 Uhr wissen. Auf jeden Fall gibt es eine kleine Rede vom QUH-Vorsitzenden, der bereits mehrfach als Gastkünstler bei den Ateliertagen vertreten war, und ein Künstlerbuffet.

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Die Ausstellung können Sie dann Samstag von 12 bis 19 Uhr und Sonntag wie Montag von 11 bis 19 Uhr besuchen.






Am Sonntagabend wird im Marstall nach der Ausstellungsöffnung noch eine Lesung stattfinden.

Die frisch gepresste CD "Ertrinken... versinken" mit Texten von Katja Sebald und Musik von Josef Brustmann wird um 19:30 Uhr vorgestellt.
Es geht um nicht so sehr bekannte, manchmal lustige, manchmal traurige Geschichten um König Ludwig II.
Katja Sebald hat sie ausgegraben und gibt eine kleine Einführung, die Texte liest - wie auch schon auf der CD - Carin C. Tietze.

Heimliche Windradübergabe in Berg

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Ganz ohne Genehmigung wurde gestern hinter dem Rathaus heimlich ein Windrad aufgestellt: Cosima P. gratulierte Erika Schwarzmann damit zum 100. Geburtstag - wir schließen uns an!

Donnerstag, 29. September 2011

Hereinwehende Neuigkeiten zur Windkraft

Höchstens vier Windräder auf weniger als der bisher geplanten Fläche soll es in den Wadlhauser Gräben geben.

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Give me four! Die Wadlhauser Gräben von Mörlbach aus gesehen

Die überrachende Wendung lesen Sie hier:

http://www.merkur-online.de/lokales/berg/windkraft-berg-legt-sich-fest-1426121.html

und hier:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/wadlhauser-graeben-luft-im-streit-um-windraeder-ist-raus-1.1153197 (Dank an unseren Leser "Nicht ob sondern wo").

Die QUH freut sich über diese Entwicklung, die auch von ihr vor Tagen schon im Blog (und vor Monaten schon im Gemeinderat) vorgeschlagen worden war. ( http://quh.twoday.net/stories/fuer-wind-kraft-eine-art-manifest/ )

Zu der heutigen Pressekonferenz war sie - trotz Anfrage - nicht geladen worden. Als sich die Entwicklung abzeichnete, ließ der Bürgermeister den Gemeinderat über Lampenformen abstimmen. Trotzdem: Der Schulterschluss mit den Beschützern der Wadlhauser Gräben ist ein großer Fortschritt in einer wichtigen Sache. Allerdings: Die Gemeinderäte wurden über diese Neuerung nur andeutungsweise informiert und erfahren Entwicklungen, für die sie gerade stehen müssen, derzeit am besten aus der Zeitung. So erfreulich die Entwicklung also ist: Demokratisch legitimiert ist sie noch nicht. Bislang gelten die weitergehenden Beschlüsse des Gemeinderates vom Mai ( http://quh.twoday.net/stories/herreinwehende-neuigkeiten/ ) und August (vgl. http://quh.twoday.net/stories/die-doppelte-frauenkirche/ ), die vom Landratsamt damals als in Details nicht diskutierbar dargestellt wurden. Unser Leser "Nicht ob sondern wo" erinnert sich in einem Kommentar auf die Antwort auf eine QUH-Frage nach Begrenzung der Windkrafträder: "Noch recht gut kann ich mich aber an die langen Gesichter der Berger Gemeinderäte (nicht nur von der quh) erinnern, als ihnen am 9. August von Herrn Hesselberger resp. Monn in der öffentlichen GR-Sitzung gesagt wurde, dass man die Anzahl der Anlagen rechtlich nicht von vornherein begrenzen könne, sondern diese Begrenzung rein aus technischer oder imissionschutzrechtlicher Sicht resultieren könne." - Diese Aussage hat sich mit dem heutigen Tag also - zum Glück - als falsch oder zumindest modifizierbar herausgestellt.

Auch auf das seit Monaten versprochene Wind- und Rentabilitätsgutachten warten die Gemeinderäte weiterhin. - Vielleicht steht es ja bald in der Zeitung?

Christa Wagner verstorben

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In den Siebzigerjahren gründete sie den Hort in Aufkirchen - die heutige Kindertagesstätte. Sie war gelernte Lehrerin für Land- und Hauswirtschaft, unterrichtete Biologie und Chemie und gab Flötenkurse. Sie galt als Wegbereiterin der Ökumene am Ostufer. Sie war Mitbegründerin des Kranken- und Altenpflegevereins, der heute das Wohnzentrum Etztal in Berg betreut.

Am 27. September ist Dr. Christa Wagner im Alter von 90 Jahren gestorben.
Der Dankgottesdienst mit Urnenbeisetzung findet am Samstag, den 8. Oktober, um 13:30 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Aufkirchen statt.

Charity - der 59. MTV Unternehmerstammtisch

WB1_8004 Wer ist Frank Fleschenberg? Mit Christian Neureuther und Elmar Wepper sitzt der ehemalige Profifußballer im Präsidium des Eagles Charity Golf Club - der Golfturniere ausschließlich veranstaltet, um Spenden zu sammeln. Bereits über 10 Millionen Euro kamen bisher zusammen. Als Manager des 1. FC Nürnberg und des 1. FC Saarbrücken erlebte der studierte Betriebswirt und Jurist mit beiden Teams den Aufstieg in die Bundesliga. Letztes Jahr bekam er für seine ehrenamtliche Arbeit das Bundesverdienstkreuz am Bande. Und morgen ist er zu Gast beim 59. MTV Unternehmerstammtisch, wo er Christian Kalinke beibringt, wie Netzwerken und Spendensammeln im großen Stil geht...

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Lokalmatadorin wird diesmal Dr. Gabriele Kröner aus Berg sein. Auch sie engagiert sich für wohltätige Zwecke. Sie ist u.a. Geschäftsführerin der José Carreras Leukämie Stiftung. Die Ärztin ist Gründungsmitglied des Vereins "Gesundheit in einem Boot e.V.", der am Starnberger See jedes Jahr die Benefizruderregatta "Rudern gegen Krebs und Infarkt" organisiert.

Christian Kalinke freut sich, wenn Sie am Freitag, den 30.9. um 19:30 Uhr in das Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg kommen.

Obstpresse vergibt keine Termine mehr

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Damals noch mit intakten Knochen - Ralf Maier 2009 vor der Obstpresse

Der OGBV nimmt dieses Jahr kein Obst mehr zum Versaften an. Zugesagte Termine werden aber noch durchgeführt. Ralf Maier, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, bat uns dies zu verkünden. Er hat sich den Mittelfuß gebrochen und bekommt leider nicht genug Helfer für weitere Termine zusammen. Dazu kommt noch, dass dieses Jahr besonders viel Obst an den Bäumen hängt.

Im kommenden Jahr, sichert Maier zu, steht die Obstpresse dann wieder wie gewohnt zu Verfügung.

Mittwoch, 28. September 2011

Glückshormone kommen unter die Räder (Bericht aus dem Gemeinderat)

Seit 2 1/2 Jahren wird sie geplant. Im März 2009 sorgte die Ankündigung des Ingenieurbüros Ott, dass man im Zuge der Kanalbauten in Berg auch die ganze Ortsdurchfart neu gestalten könnte für die legendäre Ausschüttung von "Glückshormonen" bei der QUH. (vgl. http://quh.twoday.net/stories/untermasphaltliegtdasglueckshormon/ ).

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Berger Schandfleck Ortsdurchfahrt

2 Jahre später wurden die Pläne konkret: Es kam - vor allem bei der QUH - zu ersten Frustrationen, weil der Rat statt einer gestalteten Ortsmitte mit möglichst viel Grün die maximale Anzahl an Parkplätzen beschloss. - (vgl. http://quh.twoday.net/stories/unser-dorf-wird-nicht-schoener-werden-gestern-im-gemeinderat/ ). Gestern kam es allerdings noch viel viel schlimmer!

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So stellt sich das Straßenverkehrsamt Berg vor.

Nach mehreren "Sicherheitaudits" hat das Straßenbauamt in Weilheim nämlich beschlossen, dass ein gemeinsamer Geh- & Radweg durch Berg zu gefährlich sei. Die Radfahrer gehören in Berg nämlich nicht mehr auf den gemeinsamen Weg (was seit Generationen funktioniert), sondern auf die Straße ...

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Man hatte sich im Amt überlegt, dass es neuer Rechtsprechung (man erkannte einen "epochalen Wandel im Radverkehr") eher genüge und obendrein "sicherer" sei, wenn aus Leoni kommende Radfahrer (die bis dahin den komfortablen Weg neben der Straße benutzen) nicht wie bisher über den gemeinsamen Geh- & Radweg fahren, sondern bei der Ampel erst über die Staatsstraße auf die "richtige" Straßenseite geleitet werden, ...

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Das Ende eines Radweges und der Beginn eines Schildbürgerstreiches: Ab hier sollen Radfahrer in Richtung Starnberg lt. Planung des Straßenverkehrsamtes bis zum Ortsausgang die rechte Straßenseite benutzen.

Nach der Überquerung der Straße müßten die Radfahrer dann erst einmal die Aufkirchner Straße überqueren, weiter entlang der Staatsstraße einen angezeichneten Radweg (einen sog. Schutzstreifen) benutzen (der nicht einmal farblich abgesetzt ist und auch von den Autos befahren werden darf, was aber - so Ingenieur Ott - "zu 90%" nicht geschehe), um schließlich am Kreisel ungesichert erneut die täglich von 12.000 Autos befahrene Straße zu überqueren, ... nur um schließlich am Ortsausgang letztendlich auf den sicheren und erneuerten Fuß- & Radweg Richtung Kempfenhausen zurückkehren zu dürfen.

GR Steigenberger (BG) war diese Absurdität sofort aufgefallen. GR Ammer (QUH) fiel vor Zorn über den Vorschlag und die Realitätsferne des Amtes fast aus der Rolle, GR Hlavaty (CSU) schlug vor, dass man jetzt ganz neu überlegen und zur Not auf die Parkplätze verzichten müsse (die es zur Zeit auch nicht gibt). GR Adldinger (Grün) erinnerte an das ursprüngliche Bestreben, die Ortsdurchfahrt durch viel Grün zu verlangsamen. GR Brunnhuber (SPD) merkte zynisch an, bei so einem Vorschlag sei er dafür, sich das Geld zu sparen und die Straße so zu lassen wie sie sei. Die erhoffte Allee sein ja so gut wie verschwunden. GR Link und Grundmann (QUH) versuchten energisch zu begreifen, weshalb man Schüler und andere Radlfahrer bei diesem Verkehrsaufkommen unbedingt drei Straßen (statt einer) überqueren lassen und zum Autoverkehr gesellen will - Shared Space schön und gut, aber nicht so.

Pikant an der Sache: 2 1/2 Jahre wurde mit einer angeblich notwenigen Straßenbreite von 6,50m geplant. Diese hat das Straßenbauamt JETZT als nicht genügend bezeichnet. 7,25m müssen es nunmehr sein. Die beiden Fahrradwege würden links und rechts einfach eingezeichnet. Böse Zungen behaupten, das Straßenbauamt könne sich derart die Kosten für einen eigenen Radweg sparen.

Der Rat lehnte nach hitziger Diskussion den neuen Entwurf ab und forderte einstimmig eine Neuplanung. Zum Glück war die Ausschreibung für die Baumaßnahmen fehlgeschlagen. Beibehalten werden soll der durchgehende Fußweg bis zum Kreisel. Das bereits mehrfach verschobene Projekt verzögert sich also weiter.

Und wenn das Straßenbauamt schon 2 1/2 Jahre Planung einfach über den Haufen geworfen hat (oder vorab nicht sorgsam genug geplant bzw. das Straßenbauamt nicht rechtzeitig eingebunden wurde), so wurden wenigstens noch die Straßenlampen (für die noch nicht geplante Straße) beschlossen. Nein, zur Auswahl standen nicht die recht schönen Lampen aus Oberberg ... IMG_4112 ... zum Glück nicht die spätpsychedelischen Gebilde aus der Grafstraße ... IMG_4110 ... abgelehnt wurden auch die Designerstücke Modell "Zylinder Castor" vom Kapellenweg (an die sich niemand im Rat erinnern konnte) ... IMG_4122 ... mit 14:5 Stimmen gewann das Modell "Glocke", das bereits Unterberg erleuchtet: IMG_4116 Wenn das mal keine weise, richtungweisende und wichtige Entscheidung war. (Vor allem weil der Rat sonst offensichtlich nichts zu sagen hat). Das neue Bushäuschen soll nach Einschätzung der Architektin für Berg "nicht zu modern" sein und trägt den Bestellnamen "Meilenstein". Der Rest waren Bebauungspläne.

Und das notwendige Wort zur Windenergie: Morgen findet eine gemeinsame (!) Pressekonferenz von BM Monn und dem Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben statt. Erwartet werden Ausführungen über die Größe des Windkraftgebiets und die Anzahl der geplanten Windräder.

Mittwoch, 28. September 2011

Das Ende der Glückshormone (Bericht aus dem Gemeinderat)

Kaum ein Wort wurde heute in der öffentlichen Sitzung des Berger Gemeinderates über die Windkraft verloren. Beiläufig wurde zwar verkündet, dass eine Kanzlei mit der Ausarbeitung eines Vertrages für eine neu zu gründende Windkraft-Betreibergesellschaft (mit den Stadtwerken München) beauftragt wurde ... außerdem wird am Donnerstag eine Pressekonferenz zum Thema stattfinden. Der Rest war Alltagsroutine, so frustrierend die auch sein kann. Ganze anderthalb Stunden diskutierte man beispielsweise über die neue Ortsdurchfahrt von Berg, deren Neugestaltung erst einmal gescheitert ist. ... Wie das passieren konnte, lesen sie natürlich in kurzer Zeit hier im QUH-Blog.

windkraft in Bachhausen

Auch wenn es bei der Hitzigkeit, mit der die Diskussion inzwischen geführt wird, wenig helfen wird: Es wäre schön, wenn alle Windkraftradgegner ...

1. ... sich dem Argument nicht verschließen würden, dass es keine juristischen Mittel gibt, die Errichtung von Windkrafträdern generell zu verhindern. Im Gegenteil: wie die QUH berichtete, wird das Verfahren sogar weiter vereinfacht werden.

2. ... einsehen, dass es - anders als in den Wadlhauser Gräben, wo bisher nur ein Gebiet ausgewiesen wird - für Berg bereits einen konkreten Antrag für ein Windrad gibt. Der Standort steht bereits fest: Der Antrag lautete auf "Errichtung einer Windkraftanlage auf Fl.Nr. 1742/4, Gemarkung Bachhausen, Graserweg", das ist südöstlich von Aufkirchen. Dieses Rad soll an die 100 m hoch und nur 300 m von Wohnbebauung entfernt sein (die dreifache Höhe). Die Genehmigung zur Errichtung dieses Windrades konnte nur bis zum Dezember zurückgestellt werden.

3. Für das Gebiet "Wadlhauser Gräben" wurde eine Maximalhöhe von 200 m +/- einigen Prozent festgeschrieben.

Daraus folgt: 4. Wenn es nicht gelingt, in den Wadlhauser Gräben positiv eine geeignete Fläche für Windräder auszuweisen, dann sind sie prinzipiell überall im Gemeindegebiet möglich. Auch in den Wadlhauser Gräben. Dann allerdings auch näher an Neufahrn und jeder anderen Bebauung. Und in jeder Höhe. Und in beliebiger Anzahl.

Montag, 26. September 2011

Für Wind Kraft (eine Art Manifest)

Angesichts des wachsenden Widerstands gegen die Windkraft-Planungen in der Gemeinde Berg traf sich gestern der erweiterte QUH-Vorstand, um gemeinsam die Entwicklungen zu diskutieren und den politischen Standort der QUH zu überprüfen.

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Die QUH denkt nach: Wo soll unser Strom herkommen?

Wegen der aktuellen Diskussionen wird die QUH am 12.Oktober eine außerordentliche Mitgliederversammlung abhalten, bei der der Standpunkt der QUH als Partei diskutiert, beschlossen und deutlich gemacht werden soll. Schon bei ihrer Gründung hat sich die QUH für ein "Energiekonzept" für Berg stark gemacht. Die - größtenteils aus der Nachbargemeinde kommenden - starken Proteste gegen die Windkraft geben einigen aus der Partei durchaus zu denken. Leicht macht sich auch in der QUH-Fraktion niemand seine Zustimmung.

Doch die Zeit drängt, denn eine Tatsache wird in der Diskussion um die Windräder in den Wadlhauser Gräben immer wieder vergessen: Wenn es bis Dezember nicht gelingt, dort im Berger Hinterland - neben der Autobahn und 1 km von der Wohnbebauung entfernt - Windrad-Flächen auszuweisen, dann darf der Berger Windkraftpionier Genz auf einer Wiese vor der Post, mitten in der Gemeinde direkt vor dem Alpenpanorama und von Wohnbebauung weit weniger als 1000 m entfernt, sein im letzten Jahr beantragtes Windrad bauen (Windräder sind per Gesetz privilegierte Bauwerke, vgl. hier im Blog den Artikel vom letzten Dezember http://quh.twoday.net/stories/berg-21-neues-aus-dem-gemeinderat ).

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Gemeinden durch rechtzeitige, gezielte Planung geeignete Flächen ausweist und dadurch verhindert, dass diese privilegierten Bauvorhaben mit weit weniger Abstand - derzeit ist ca. die dreifache Windradhöhe erlaubt - zur Wohnbebauung realisiert werden können.

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Nur noch bis Ende des Jahres sichergestellt: Windradfreie Sicht auf die Alpen

Bei der Vorstandssitzung wurde für die QUH einstweilen politisch folgende Richtung festgelegt:

1. Die QUH ist für die Nutzung der Windkraft im Gemeindegebiet und in den Wadlhauser Gräben.

2. Ziel ist es, dort so viel Energie zu erzeugen, dass im Idealfall der Berger Bedarf an Strom gedeckt und in einem neu zu gründenden lokalen Energiewerk den Berger Bürgern direkt verkauft werden kann, so dass Berg noch in diesem Jahrzehnt rechnerisch energieautonom sein könnte. Eigene Energie für Berger Bürger.

3. Bei dem Ausbau der Windkraft darf bei aller erhofften Wirtschaftlichkeit (die zuvor allerdings noch einmal geprüft werden müßte) ein gesundes Augenmaß nicht verloren werden. Das heißt: Vernünftige Begrenzung der Anzahl der Windräder auf die Berger Bedürfnisse. Hier muss der Bürgermeister zu seinen Aussagen, die er auf einer QUH-Veranstaltung gemacht hat ("2 bis 3, höchstens 4 Windräder") stehen. Vgl. den QUH-Bericht http://quh.twoday.net/stories/2-bis-3-hoechstens-4-windraeder-in-berg/ . Mit drei Windrädern ließe sich nach aktuellem Stand der Technik der Energiebedarf der Berger Privathaushalte decken.

4. Die Proteste haben allerdings zu Tage gebracht, dass die ausgewiesene Fläche viel größer ist, als sie sein müsste. Hier sollte noch einmal neu nachgedacht werden, ob wirklich über 10% des Gemeindegebietes für die Windkraft freigegeben werden müssen. Hier muss Vorsorge getroffen werden, dass Investoren und Energiekonzerne der momentanen Berger Planungshoheit nicht in die Quere kommen.

5. Verbesserte Kommunikation über die Hintergründe der WKA-Planungen. Die QUH hat bereits früh Informationsverantaltungen zu dem Thema angeboten, das damals vor Monaten allerdings nur Enthusiasten interessierte.

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Überzogene Angstvision der Gegner: Nicht eines oder vier, sondern viele Windräder

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