Sonntag, 25. September 2011

Gegen Wind

Die (notwendige) Diskussion über die geplanten Windräder auf Berger Gemeindegebiet nimmt Fahrt auf. Gestern fand sich in unseren Briefkästen eine Postwurfsendung der Ickinger Gegner des Projektes.

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Wir lesen und diskutieren noch. Selbstverständlich werden wir hier im QUH-Blog darauf reagieren. Mehr in Kürze.

Spaß ohne Ende

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Dieses Prachtexemplar durfte gemolken werden

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Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

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Berg Match

Wenn sich Väter und Mütter noch zwei sportliche Matchs mit ihren Kindern als Zugabe zum Völkerballturnier des „Spiel ohne Grenzen“ liefern, dann ist es wieder gelungen, das 7. große Schulfest der Oskar-Maria-Graf Volksschule in Aufkirchen.

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Gut besucht die originellen Spielstationen wie der Actionlauf, Hau die
Erbse, das Go-Cart Rennen, Stockschießen, Kuhmelken und Angeln - die
Biertragerlkletterer unterhielten die Zuschauer durch ihre Balanceakte, und
die Feuerwehrmänner zeigten unterstützend was in ihnen steckt. Natürlich
durfte ein echtes Polizeiauto mit echten Polizisten zum „Anfassen“ nicht
fehlen, genauso wenig wie die Hüpfburg, für weiteren Bewegungsdrang. Und was wäre dieses Fest ohne die Tombola und all die leckeren selbstgebackenen Kuchen der Mamas und Omas...

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Grillmeister David R. und Finanzvorstand Isolde R. freuen sich

Der Einsatz und die Hilfsbereitschaft des Teams rund um Donja Schraudenbach, 1. Vorsitzende des Fördervereins der OMG-Volksschule, machten diesen Tag zu dem geselligen Miteinander, welches der Gemeinde gut zu Gesicht steht. Alle Erlöse kommen der Schule zugute. Chapeau!

(Text und Bilder: Elke Ross)

Ceci n'est pas un Funkmast

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Frei nach René Magritte und per Verlautbarung in der letzten GR-Sondersitzung: Das ist kein neuer Funkmast an der Bushaltestelle in Allmannshausen, sondern eine Feuerwehrsirene.
Das Sondersitzungsthema Fremdwasser in Berger Leitungen - Kieler Stäbchen und Lindauer Schere - lesen Sie auf diesem Kanal am Montag. Und in ein paar Stunden gibt es Bilder vom Spiel ohne Grenzen in der Oskar-Maria-Graf-Schule.
(Foto: Yvonne Cosack)

Samstag, 24. September 2011

Blechmütze

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Parkplatz der OMG-Schule

Eine veritable Blechmütze hat sich Berg heute an diesem sonnigen Nachmittag aufgesetzt. Schon unten geht es los: Der Lohacker, wo die erste Mannschaft des MTV Berg zur Stunde gegen Bad Tölz antritt, ist von Autos gesäumt - aufgrund der Kanalarbeiten ist die Aufkirchner Straße, wo sonst die parkenden Autos stehen, noch gesperrt.

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In Aufkirchen oben steht die gesamte Kuppe voller Autos - bestens besucht das "Spiel ohne Grenzen" der Oskar-Maria-Graf-Schule, das noch bis 17 Uhr andauert.

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Und auch Richtung Kreuzweg wird es eng - hier wird geheiratet...

Spiel ohne Grenzen

Dieses Schulfest kann man nicht anders charakterisieren als: gut beschienen. „Zum siebten Mal in Folge ist das Wetter sensationell.“ freuen sich die Organisatorinnen. Ja, ja man staune heute steigt zum siebten, wenn nicht sogar zum achten Mal das beliebte Spiel ohne Grenzen an der Oskar-Maria-Graf Schule in Aufkirchen. Um 12.00 Uhr geht’s los. Und bis 17.00 Uhr dürfen sich wieder Schüler, Geschwister, Omas, Opas, Tanten und sonstige Verwandte bei Spiel, Kuchen und Grillage vergnügen. Damit alles reibungslos klappt, ist eine ganze Armada von Eltern aktiv. Gegen halb zehn herrschte schon reges Treiben.

Tische und Stühle wurden aufgestellt, die ersten Kuchen und Preise angeliefert. Apropos Preise. Selbstverständlich gibt es die auch in diesem Jahr wieder. Allerdings viel weniger als in den Vorjahren, dafür aber wirklich tolle Sachen wie Waveboard und Cityroller. Diesmal werden keine Tombolalose verkauft, sondern die Laufzettel für die Spiel fungieren als Lose. 450 Laufzettel werden ausgegeben, rund 230 Preise sind von den Sponsoren gestiftet worden, will heißen die Gewinnchance liegt bei sensationellen 1:2. Jeder zweite Handzettel gewinnt. Klar gibt es auch wieder ein Völkerballturnier und die Berger Freiwillige Feuerwehr ist auch dabei.

Freitag, 23. September 2011

Wasser Werk

Heute freuten sich die Bösen Buben besonders, endlich ihr mühsames Tagwerk beenden zu können. Sie waren für 18 Uhr in ihre Lieblingslocation bestellt, in die Simmerding-Werft! Was war da los?

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Volker Cornelius hatte zur Vernissage geladen. Der Architekt hatte schon im Oktober des letzten Jahres mit der Ausstellung "Berg Werk" im Rathaus sein Faible für die Malerei offenbart, nun legte er mit "Wasser Werk" nach.

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Einen schöneren Ausstellungsort hätte er sich kaum wünschen - geschweige denn malen - können; Form und Inhalt kamen sozusagen zu hundert Prozent zur Deckung, finden sich doch hier die Motive der Bilder - die kleinen Gerätschaften und die hölzernen Boote ebenso wie die großen Blicke über den See - gleichermaßen in natura.

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"Hier vereinen sich Kunst und Handwerk", bemerkte Joachim Wenzel zu Beginn seiner Einführung - und meinte auch damit die Werft genauso wie die Bilder. Und verriet, dass Volker Cornelius nicht nur schon als Kind gerne hier herumturnt sei, sondern auch als junger Mann sehr wohl wusste, Frauen mit schönen Booten zu beeindrucken.

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Noch stehen sie kunstsinnig da - GR Dr. Haslbeck (vorne links) und YOKU-Geschäftsführer Jürgen Francke (hinten rechts) -, bevor sie gleich mir GR Link in hitzige Windkraftdiskussionen verfielen. Hans und Jenny Panschar verlegten sich lieber auf die Bildbetrachtung.

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In Öl: Ernst Simmerding ... und Peter Andrä (hier mit Gattin Babsi und Sohn Kilian)

Mit der Enthüllung ihrer Porträts bedankte sich Volker Cornelius bei Ernst Simmerding und Peter Andrä für den "Erhalt der Motive" und die Möglichkeit, hier in der Werft auszustellen.

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Felix mit Möbeln

Auch Bootsbauer und Werftmitarbeiter Felix Huber bekam, wenn auch kein Porträt, so doch eine lobende Erwähnung. Felix präsentierte unterdessen seine neuen Möbel aus altem Eichenholz - hier ein Tisch mit zwei ziemlich coolen Hockern aus alten Traktorsitzen.

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Die Bösen Buben waren vollauf zufrieden mit ihrer Vorabendgestaltung, als sie im schönsten Licht des Himmels die Werft verließen, und weisen darauf hin, dass die Bilder nur noch an diesem Wochenende dort zu sehen sind.

Noch ein Jahr bis zur Bürgermeisterwahl

Der amerikanische Präsident darf höchstens 8 Jahre im Amt sein. Der "ewige Kanzler" Kohl regierte Deutschland 16 Jahre. Wenn auf den Tag genau heute in einem Jahr, zur Wiesnzeit, am 23.9.2012 der neue Bürgermeister von Berg gewählt werden wird, dann wird der jetzige Amtsinhaber zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine 12 jährige Regierungszeit zurückblicken.

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Heute in einem Jahr: Bürgermeisterwahl in Berg

Trotzdem hat BM Rupert Monn (EUW) bereits angekündigt, ein drittes Mal für das höchste Gemeindeamt kandidieren zu wollen. Das Besondere daran: Ein neues Landeswahlgesetz schreibt vernünftigerweise vor, dass zukünftig Bürgermeister und Gemeinderat wieder zusammen gewählt werden müssen. Deshalb wird auch die nächste Amtszeit des Berger Bürgermeisters noch einmal verlängert und dauert dann statt 6 fast 8 Jahre ... also bis ins Jahr 2020! Sollte Rupert Monn noch einmal gewählt werden, würde er also fast 20 Jahre auf dem Stuhl des Bürgermeisters sitzen. Ob das so sein wird, haben die Berger Bürger zu entscheiden. Dank der QUH werden sie diese Entscheidung auch wirklich treffen können.

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Seit 11 Jahren Bürgermeister, seit 5 Jahren dieses Bild und doch erst knapp über der Hälfte? Amtsinhaber Rupert Monn

Zur Erinnerung: Vor 5 Jahren, als sich abzeichnete, dass es keine der im Gemeinderat vertretenen Parteien nötig erachtete, der Demokratie genüge zu tun und einen Gegenkandidaten gegen den verdienstvollen Amtsinhaber aufzustellen, wurde von engagierten Berger Bürgern die QUH gegründet. Obwohl die QUH damals noch nicht einmal eigene Plakatständer hatte (was sich übrigens bis heute nicht geändert hat), erreichte die damals politisch noch völlig unbekannte Kandidatin Elke Link auf Anhieb und gegen die Empfehlung aller Parteien mehr als 20% der Stimmen. Das war umso erstaunlicher, weil die QUH damals noch nicht einmal im Gemeinderat vertreten sein konnte. Der fast schon "antiquarische" QUH-Bericht von der Wahl 2006 findet sich im QUH-Blog natürlich immer noch: ( http://quh.twoday.net/stories/2719602/ ). Das damalige Wahlergebnis von Elke Link war übrigens auf Anhieb fast doppelt so hoch wie das Ergebnis, das die CSU bei der vorletzten Wahl mit ihrer Kandidatin erreicht hatte: 20.8%

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September 2006: eine glückliche Elke Link nach der mit Rekordergebnis verlorenen Bürgermeisterwahl

Das war die Vergangenheit. Auf in die Zukunft: Schon auf ihrer letzten Mitgliederversammlung hat die QUH im März einstimmig beschlossen, wieder mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten anzutreten. Der 2. und der 3. Bürgermeister haben hingegen im QUH-Interview bereits versichert, selbst nicht antreten zu wollen.

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März 2011: Ein Bruchteil der über 100 Berger QÜHe beschließt, 2012 erneut in den Wahlkampf zu ziehen (vgl.: http://quh.twoday.net/stories/zum-geburtstag-100-quehe)

Wer für die QUH 2012 in den Wahlkampf ziehen soll, werden die QUH-Mitglieder in Kürze beschließen. Falls es im nächsten Jahr zu einer Stichwahl kommen sollte (wozu allerdings 3 Kandidaten nötig wären), so fiele diese auf den 7.10.2012.

Donnerstag, 22. September 2011

Ungelegte Eier? Weit gefehlt!

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Emsig am Bauen: Michael Friedinger vom Löfflerhof in Farchach

Das Projekt "Genussrechtsbeteiligung" beim Löfflerhof in Farchach wächst und gedeiht. Nicht nur sind bereits 80 % der Genussscheine vergeben, auch der neue Hühnerstall wächst täglich ein Stück weiter.

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Der neue Stall

600 Demeter-Hühner sollen ab November in diesem Stall ihr neues Zuhause haben. Auch die Inneneinrichtung (Sitzstangen, Nester, Trink-und Fütterungsstellen, automatische Entmistung) wurde bereits geliefert. Die Familie Friedinger hat einen heißen Sommer hinter sich - zuerst mussten alle bürokratischen Hürden genommen werden, der Bau musste mit geeigneten Partnern geplant werden, und so nebenher gab es in Feld, Stall und Garten auch noch ein bisschen zu tun - vier Kälbchen wurden in der Zeit geboren.

Wer noch daran interessiert ist, Genussrechte zu zeichnen, kann zur nächsten Infoveranstaltung (gemeinsam mit Slow Food) am 1. Oktober von 12:00 - 14:30 Uhr zum Löfflerhof kommen.

Einen dicken Artikel gab es übrigens auch in der Welt - hier können Sie nachlesen: http://www.welt.de/regionales/muenchen/article13559254/Staedter-investieren-in-Bio-Bauernhoefe.html

(Fotos: Marie Friedinger)

Mittwoch, 21. September 2011

Der Kreisel diese Woche Pt. 15

Einen Vorteil haben die langanhaltenden Diskussionen um den Kreisel und seine Gestaltung am Ortseingang Berg Nord. Viele Berger Bürger fahren auch im Urlaub mit einer neuen Aufmerksamkeit durch die Kreisel dieser Welt. Begeistert stellte QUH-Freundin Monika M. fest, dass man auch an anderer Stelle schon auf die Idee kam, einem Kreisel die Krone aufzusetzen.

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Aus dem Urlaub in Schweden brachte sie dieses Foto eines Kreisels mit schwebender Krone mit. Wäre das nicht eine Position, die auch mit dem Straßenbauamt gut zu vereinbaren wäre?

Dienstag, 20. September 2011

Schön war's

Die Zeit war zu kurz, die Gäste und Gastgeber waren dennoch begeistert. Auch die Schülerinnen und Schüler des LSH Kempfenhausen waren mit Herz und Seele dabei. Das Programm der Jugend: Abendessen im a'dabei, Besichtigung Schule, Stadtrundfahrt und Wies'n-Besuch, es wurde zu weiten Teilen von der Gemeinde finanziert.

Vom Besuch der "großen" Phalsbourger schickte uns Engelke Schenck diese Photo-Geschichte:
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Bei herrlichem Wetter zunächst zur Fraueninsel. Erste Sonnenbrillen werden von jenen Wetterpessimisten gekauft, die den morgendlichen Regen als Wettervorhersage interpretiert hatten. Stimmung prächtig, ca. 60 Ausflügler.

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Königlich bayerisches Gasthaus Zur Linde, Fraueninsel. Die bisherigen Aktivitäten: Bootsfahrt und Marsch zur Beiz (5Min). So gesehen war das Mittagessen nicht wirklich verdient.

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Frau Böck, Frau Stiefel und Herr Bursic schwenken, die dem Himmel, angepasste weiß-blaue bayerische Fahne. Schließlich laufen noch ein paar weitere Bayerngäste herum, da muss man die französischen Schäflein schon ein wenig hüten und zusammenhalten.

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Fraglich, ob noch alle mit zurück kommen. Ein paar Bier waren ja nu auch im Spiel... Wenn es gut geht: Herrenchiemsee.

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... im Schloss Herrenchiemsee. Eine französische und eine deutsche Führung, wir gehen getrennter Wege...

Bei Sonnenuntergang
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... legen Boot und Bus ab und es folgt die Fahrt nach Ascholding zum Abendessen ... auf Nebenstrecken durch den dunklen Wald - der Busfahrer wurde fast gelyncht.

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Den Ausklang begleitet, die eigens "eingeflogene" Farchacher Stubnmusi in Ascholding beim Holzwirt

Am Sonntag um 13:00 Uhr ging es wieder heim. Die Berger freuen sich jetzt schon auf das Wiedersehen.

Meine Mama lotst! / Folge 3

Petra Lidl, Berg, Alexander, 3. Klasse, Juliane, 2. Klasse und Benedikt, Kindergarten

QUH: Petra, du hast die Organisation der Schülerlotsen in diesem Jahr von Trudi Steigenberger übernommen. Wie kam’s dazu?
Petra Lidl: Trudi hat mich schon im letzten Jahr angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, die Koordination der Schülerlotsen zu übernehmen. Ihre Kinder sind nun mit der Grundschule durch. Wir haben noch ein paar Jährchen vor uns. Gerade Mütter, die nicht in der Gemeinde arbeiten, müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Kinder sicher über die Straße kommen. Ich halte den Lotsendienst für eine wichtig und sehr sinnvolle Aufgabe und so habe ich Trudi im letzten Jahr schon zu den Elternabenden begleitet und ihr über die Schulter geschaut.

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QUH: Was gibt es alles zu organisieren?
Petra Lidl: Neben dem Besetzen der Termine mit neuen und alten Schülerlotsen, geht es vor allem darum, die Lotsentermine mit den Stundenplänen und Busfahrplänen zu koordinieren. An der Haltestelle Alte Post in Höhenrain steigen dieses Jahr beispielsweise nur Dritt- und Viertklässler aus. Da werden wir in diesem Jahr wohl keine Lotsen benötigen.

QUH: Wie läuft die Akquise?
Petra Lidl: Ich spreche derzeit die Schülerlotsen vom Vorjahr an, ob sie weitermachen. Einige Mütter haben sich auch schon bei mir gemeldet und ihre Wunschtermine durchgegeben. Zu den Elternabenden, die ab heute stattfinden, werde ich dann kurz durch die Klassen gehen und würde mich freuen, wenn sich viele neue Lotsen melden. Engagierte Großeltern dürfen sich übrigens auch gerne melden.

QUH: Lotst du selber auch?
Petra Lidl: Bisher war ich nur als Springer aktiv. Dieses Jahr werde ich einen festen Termin machen.

QUH: Am 6. Oktober lädt Bürgermeister Monn alle ehrenamtlichen Lotsen des letzten Schuljahres zum gemeinsamen Abendessen. Schon mal dabei gewesen?
Petra Lidl: Nein. Dieses Jahr ist Premiere.

QUH: Vielen Dank für das Gespräch.

Wer Interesse hat, sich als Schülerlotse zu engagieren, kann Petra Lidl, Tel. 97 22 10 auch gerne direkt kontaktieren.

Montag, 19. September 2011

Kalligraphie in Berg

Immer wieder ein völkerverbindendes Wunder, dass man in unserer Gemeinde solche Sätze schreiben kann: "Bereits zum zweiten Mal schlägt Haleh Heydari Asil die Brücke von Orient und Okzident unter dem Motto 'A Dance of Letters'."

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von HASSAN MASSOUDY

Ein Jahr nach der ersten Ausstellung freuen sich die zahlreichen Besucher schon zum zweiten Mal über die moderne Kalligraphie in Berg. Beim länderübergreifenden Smalltalk wurde nicht über Kunst, sondernauch über Kalligraphie im Alltag, die Bedeutung von Kunst im Iran und daneben auch über den Sinn oder Unsinn von Euro-Bonds diskutiert.

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von IMAN MAHMUD

Haleh Heydari Asil ist sehr zufrieden mit ihrem ersten Jahr als Galeristin in Berg und freut sich über ihren Erfolg dabei, unterschiedliche Kulturen und Künste zu verbinden. Für das nächste Jahr ist eine zweite Folge von "A Women's Voice" geplant, die letztes Jahr großen Anklang gefunden hat. Am 09.10 veranstaltet Hassan Massoudy von 14 - 19 Uhr in der Gallery einen Kalligraphie-Workshop. Daneben will Haleh mehr Werke von bekannten und jungen Künstlern zeigen.

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Viel Spaß hatten die Besucher obendrein mit der rhythmischen Einlage des Rahmentrommlers Hadi Alizadeh.

Meine Mama lotst! / Folge 2

Angela Schuster, Berg, Sohn Florian geht in die 4. Klasse.

QUH: Hallo Angela, seit wann bist du Schülerlotsin?
Angela Schuster: Seit mein Sohn eingeschult wurde. Am 4. Oktober, wenn die neuen Schülerlotsen antreten geht mein drittes Jahr als Lotsin zu Ende.

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QUH: Wie oft stehst du hier in Aufkirchen an der Ampel?
Angela Schuster: Einmal in der Woche. Ich bin berufstätig, aber der eine Termin lässt sich gut organisieren.

QUH: Warum lost du?
Angela Schuster: Weil ich die Sicherheit der Kinder gewährleistet sehen möchte und es wichtig finde, dass in einer Gemeinde jeder einen kleinen Teil zum Gemeinwesen beiträgt.

QUH: Lotst du auch im kommenden Schuljahr?
Angela Schuster: Nicht mehr zu einem festen Termin. Ich werde noch als Springer zur Verfügung stehen. Außerdem kommen ja auch jedes Jahr neue Mütter nach, die das Team unterstützen können.

QUH: Dein nettestes Erlebnis an der Ampel?
Angela Schuster: Es kommt zwar nicht so häufig vor, aber ab und zu dreht sich eines der Kinder noch mal um und ruft fröhlich DANKE. Das freut mich besonders.

QUH: Schon mal blöd angeredet worden?
Angela Schuster: An der Ampel nicht, aber es gibt tatsächlich Menschen, die einen belächeln. Wahrscheinlich haben sie noch nie über die Gefahren des modernen Verkehrs nachgedacht.

QUH: Schon mal beim Essen der Schülerlotsen dabei gewesen?
Angela Schuster: Ja klar. Ich freue mich jedes Jahr auf den Termin. Der Bürgermeister lädt ja höchstpersönlich dazu ein und zeigt sich von seiner charmantesten Seite. Außerdem treffe ich viele befreundete Mütter und man hat mal Zeit zum Ratschen.

QUH: Vielen Dank für das Gespräch

Sonntag, 18. September 2011

MTV Tennis Clubturnier

Das legendäre Clubturnier musste wegen schlechten Wetters von Ende Juli auf das erste Wiesn‘ Wochenende verschoben werden. Trotz Wiesn‘ kamen knapp 40 Jugendliche nach Farchach, um zu ermitteln wer dieses Jahr der Beste seiner Altersklasse ist.

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Foto: Ch. Hoffelner

Die Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren kämpften fair um die besten Plätze und die Eltern genossen die schöne Atmosphäre, Fred Sporer gratulierte den Juniorinnen, die aufgestiegen waren und deshalb auch die größten Pokale überreicht bekamen. Fred dankte ausdrücklich dem neuen Vorstand für das große Engagement, durch das 50 neue Mitglieder gewonnen werden konnten und ein stets aktueller Internet-Blog (http://mtvberg.twoday.net/) die Mitglieder informiert.

Als Dankeschön für das Engagement der Trainer bei den Medenspielen, die immer bei den Spielen anwesend waren und auch oft die Spieler- und Spielerinnen zu den Auswärtsspielen auch im Auto mitnahmen, überreichte Abteilungsleiter Ulrich Brühl ein „Danke“-T-Shirt mit den Namen aller Jugendspieler und -spielerinnen.
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Die vielen Sponsoren ermöglichten es wieder, dass die Spielerinnen und Spieler am Ende des Turniers einen Preis bekamen. Auch die Eltern freuten sich über Tennistaschen, Fußbälle und Spiele.

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Foto: Ch. Hoffelner

Oskar Maria Graf am Monte Verità

In unserer kleinen Serie "Die QUH im Urlaub" heute Grüße aus der örtlichen und zeitlichen Ferne ... von Oskar Maria Graf. "Nie im Leben war ich so weit gereist", bekennt er in seinem Hauptwerk "Wir sind Gefangene" über die erste große Reise. Im Frühjahr 1913 besuchte unser örtlicher Kofferheiliger als 19-jähriger mit seinem Freund, dem Maler Georg Schrimpf, den legendären Monte Verità bei Ascona ... damals nach der Jahrhundertwende eine Art permanentes Woodstock.

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Wo bitte geht's hier zur Wahrheit?

Auf dem "Berg der Wahrheit" lebten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Sozialreformer, Aussteiger, Nudisten, Anarchisten, Ausdruckstänzerinnen, bekehrte Bankiers und ausgemergelte Vegetarier in einer offenen Kommune. Sie bildeten eine eigenartige Gemeinschaft, die als Vorläufer der Hippies und Keimzelle der Moderne gilt. Von den Aussteigern und ihrem Hügel hoch über dem Lago Maggiore gingen für die Kunst des 20. Jahrhunderts ungeahnte Impulse aus. Angefangen vom Anarchisten Erich Mühsam und dem jungen Lenin, über die Dadaisten (Hans Arp, Hugo Ball), die Philosophen Ernst Bloch und Max Weber, bis hin zu Paul Klee, den Nobelpreisträger Gerhard Hauptmann oder Hermann Hesse (sogar Heinz Rühmann soll einmal vorbeigeschaut haben) ... wer sich Anfang des Jahrhunderts zur Avantgarde zählte, stattete dem Monte Verità eine Stippvisite ab. So auch der damals völlig mittellose Jung-Bohemien Oskar Maria Graf.

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Freie Liebe für freie Körper: auf dem Monte Verità vor über hundert Jahren

Für den jungen Graf, der von seinem Bruder aus der Berger Bäckerei geprügelt worden war, wird es eine Begegnung mit der real existierenden Utopie: "Es waren alle möglichen Menschensorten da, Revolutionäre, Vegetarier, und Maler aus allen Himmelsrichtungen, Freiluftkuranhänger und endlich Literaten und Naturmenschen mit langen Haaren und nur mit einem Hemd aus grobem Sackleinen bekleidet. Die Vollblutpflanzenfresser hatten auf Verità eine große Siedlung genannt 'Die Heidelbeere'. Dort wurde Nacktkultur verkündet, neues Menschentum und freie Liebe betrieben. An allen Bäumen klebten Propagandazettel in Versform, die zum Eintritt aufforderten, aber wehe, wer nach Seife roch, solche mitbrachte oder gar rauchte ..." ('Wir sind Gefangene!', Kap. X)

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Der Monte Verità, wo Graf die Sozialisten studierte und Kropotkin traf

Einige Male trifft Graf im Bus sogar den hochverehrten russischen Anarchisten Fürst Kropotkin. Er liest sozialistische Klassiker ("Ich lernte viel dabei. Es ging mir langsam auf, daß man zu den Massen gehen müßte. Oft im Lesen entwarf ich gigantische Pläne ..." und weil er auf dem Postamt randaliert, weil von daheim kein Geld für ihn kommt, wird er einmal sogar verhaftet "Herr Graf, die Deutschen sind alle so im Ausland, als müßte alles nach ihnen gehen" ... Das ist ein großer Fehler.", ermahnt ihn das "Postfräulein". Man diskutiert in der Gruppe, ob man nach Brasilien auswandern soll, um eine utopistische Gesellschaft zu gründen. Graf ist heimatverbunden dagegen: "Was geht einen Revolutionär Brasilien und der Urwald an."

Letztendlich ist das ganze asketische Leben für den Bayern Oskar Maria Graf, der ohne jedes Geld am Monte Veritá eher dahinvegetiert als das Leben genießt, nicht auszuhalten: "Wir fahren zurück in unseren Sumpf, diese ganze Naturtrottelei kann mir gestohlen bleiben!", ruft er schließlich aus "Das ist was für Verdauungsphilister und Grasfresser! ... Das ist kein Leben!"

Nach einem finalen Besäufnis ("Nach einem wüsten Trinken ... zogen wir nachts vor das Haus ... des Verdauungsphilosophen, und sangen grölend Sauflieder.", verlassen Schrimpf und Graf sichtlich verwahrlost die Künstlerkolonie.

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Heute am Monte Verità: ein Tagungshotel und der gänzlich unvegetarische Kiosk Parsifal

"Verschlampt, mit langen Haaren, wie ein Wilder kam ich daher. Die zivilisierte Umgebung war mir halbwegs fremd geworden. Herrlich war der Tag. Groß und weit spannte sich der klare Himmel über den Starnberger See. So vertraut und so nahe war mir alles, als wär ich nie weg gewesen. In Leoni stieg ich aus dem Dampfschiff und ging den Berg hinan. Von weitem sah ich zwei sonntäglich gekleidete Jungfern und einen adretten Herrn daherkommen. ... Ich kam näher und näher und auf einmal schrien die drei zugleich: 'Um Gottswilln, der Oskar! Der Oskar!'"

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Wieder mit ordentlicher Frisur: Oskar Maria Graf und Georg Schrimpf 1916

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