Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die QUH auf dem Weg zur Volkspartei?

Manchmal muss man kurz innehalten, um einen Erfolg wirklich ermessen zu können: QUH-Schriftführer André Weibrecht erinnerte zu Beginn der außerordentlichen QUH-Mitgliederversammlung daran, dass sich vor etwas mehr als 5 Jahren in seiner Küche 10 politische Neulinge zusammensetzten, um einen Verein zu gründen, der versprach "quer - unabhängig - heimatverbunden" Politik zu machen.

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Gestern im überfüllten "Frühtau": QUH-Vize Harald Kalinke eröffnet die Sitzung

Inzwischen hat sich die Mitgliederzahl mehr als verzehnfacht, und anders als in manch anderer politischen Gruppierung engagieren sich die Mitglieder wirklich, kommen zu den Veranstaltungen und gründen - so wie gestern geschehen - energiepolitische Arbeitskreise.

Letzteres geschah spontan während der ausführlichen und äußerst sachlichen QUH-Diskussion über die Planung der Berger Windräder. Vor allem zwei Dinge gaben die QUH-Mitglieder ihren Gemeinderäten mit:

1. Bei allen Investitionen soll eine möglichst große Bürgerbeteiligung möglich sein. So soll mindestens eines der Windräder als "Bürger-Windrad" finanziert werden. Über die Rekommunalisierung des Stromnetzes muss weiter nachgedacht werden. Einige der Energiefachleute im Raum wiesen darauf hin, dass durch eine Direktvermarktung des Stroms die Rendite der Windräder merklich erhöht werden könnte.

2. Kritik gab es von der "Basis" am Vorgehen der Gemeinde, sich bei der Partnersuche für die Investition ganz allein auf die Stadtwerke München zu verlassen. Zwar spreche einiges für diesen Partner (kein Konzern, selbst kommunal ausgerichtet, bisher fair in den Verhandlungen), dennoch sei nicht geprüft worden, ob es in anderen "Windgemeinden" nicht bessere Modelle gäbe.

Als Vorsitzender freute ich mich vor allem darüber, dass die "Partei" ein eigenes Leben gewinnt. Bisher war die QUH vor allem in Kempfenhausen und Berg stark. Der gestern spontan gegründete energiepolitische Arbeitskreis besteht hingegen aus relativ neuen Mitgliedern, die aus Farchach, Allmannshausen und Sibichhausen kommen. Er ist völlig unabhängig vom Vorstand.

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Dann die Wahl der Kandidatin: Vor lauter Applaus war es unmöglich, ein nicht verwackeltes Photo zu machen

Die Wahl der QUH-Bürgermeisterkandidatin war dann zwar mit Spannung erwartet, brachte aber ein wenig überraschendes Ergebnis: Einhellig schickten die mittlerweile 40 anwesenden QUH-Mitglieder Elke Link ins Rennen. Diese bedankte sich mit einer unerwartet kämpferischen Rede:

Elke blickte ebenfalls kurz auf 5 Jahre QUH zurück. Sie nannte erneut die 5 Themenschwerpunkte unserer Arbeit (siehe rechts die QUH-Versprechen): "Damit haben wir das Rad nicht neu erfunden, neu an uns war, dass wir uns besonders um die Umsetzung und die Transparenz dabei bemüht haben.". Ohne die QUH hätte die Gemeinde weder einen Skater-Contest noch Events wie "Berger Betriebe laden ein" veranstaltet. Vom QUH-Blog, der niemals schweigt, ganz zu schweigen.

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Oder das Beispiel Energie: Bereits 2008 wurde auf einer QUH-Veranstaltung jenes Energiekonzept gefordert, das jetzt Wirklichkeit werden könnte. Damals berichtete die SZ über einen QUH-Vortrag von Robi Meisner, und dessen Vorschlag von "kurz-, mittel- und langfristigen Zielsetzungen. (...) Mittelfristig sollte sich Berg laut Meisner dem Aufbau mindestens einer regenerativen Energiequelle zuwenden. Und langfristiges Ziel wäre es, dass die Gemeinde - was Strom und Heizenergie betrifft - autark wird." - Exakt dies ist bis heute die Position der QUH und mittlerweile Realpolitik in Berg. Elke Link dazu: "Es macht Spaß zu sehen, dass viele unserer Ideen inzwischen ganz normal im Gemeinderat verhandelt werden."

Alt- und Neu-Kandidatin Elke schloss ihre Rede mit den Worten: "Engagement heißt, Bereitschaft zu Verantwortung zu übernehmen und nicht zu kneifen. Deshalb stehe ich jetzt hier und bin stolz und freue mich sehr, dass ich für eine Gruppierung wie die QUH noch einmal zur Wahl antreten darf. Meine Devise heißt: Wir machen ernst!"

Sie sind wieder da!

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Wie jedes Jahr gibt es auch heute wieder Jazz zu hören in der Simmerding-Werft in Leoni. Wie jedes Jahr reisen Klaus Ignatzek (p), Jean-Louis Rassinfosse (b) und Claudio Roditi (t) heute wieder an, um das Publikum in der Wunderwerft zu beglücken. Beginn: 20:15, Eintritt inkl. Getränke 25 €.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Hereingewählte Neuigkeit: QUH nominiert Elke Link als Bürgermeisterkandidatin

Die QUH hatte ihren Mitgliedern Freibier versprochen, aber dann kamen etwa 40 Mitglieder und das Bier war ausgetrunken, bevor die Veranstaltung vorbei war. Ins Café Frühtau kamen mehr Mitglieder als Plätze da waren, um einen QUH-Bürgermeisterkandidaten zu küren.

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Schnell vor der Antrittsrede noch die Lesebrille suchen: Elke Link ist die QUH-Kandidatin für den Bürgermeisterposten in Berg

Über Inhalte (wie gehen wir mit der Windenergie um ... unbedingt Bürgerbeteiligung ... wieso wurden keine anderen Partner als die SWM gehört?) wurde lange produktiv gesprochen.

Heute nur das spektakuläre Ergebnis: Einstimmig nominierten die überraschend zahlreich erschienenen QUH-Mitglieder Elke Link als Kandidatin für den kommenden Bürgermeister-Wahlkampf. "Jetzt machen wir ernst!", schloss Elke ihre engagierte Antrittsrede ... die QUH applaudierte so langanhaltend, dass Schriftführer André Weibrecht abschließend staunte: "Jetzt wissen wir, wie bei Parteitagen immer der viertelstundenlange Applaus zustande kommt!"

Diesmal war auch die Zeitung schnell: http://www.merkur-online.de/lokales/berg/elke-link-versuchts-nochmal-1444381.html

Heit auf'd Nacht werd Kandidatin g'macht!

In gut einem Jahr wird in Berg der neue Bürgermeister gewählt. Heute Abend (Mittwoch, 12.10.2011) werden die Mitglieder der QUH als erste (und vielleicht einzige Partei) so wie bereits vor 5 Jahren nicht faul sein, den Mühen der Demokratie Genüge tun und einen Gegenkandidaten gegen den Amtsinhaber aufstellen. Damit Berg eine Wahl hat, die es verdient.

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Im inoffiziellen QUH-Stall (dem Café Frühtau) werden die Mitglieder der QUH ab 19 Uhr außerdem über den (fast abgeschlossenen) Stand der gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Maxhöhen-Windkraftbetreiber berichten und (hoch offiziell und basisdemokratisch) einen Standpunkt der QUH zur Nutzung der Windenergie im Gemeindegebiet verabschieden.

Dienstag, 11. Oktober 2011

"Lest keine Oden, lest die Fahrpläne, sie sind genauer" (H.M. Enszensberger, Bericht aus dem Gemeinderat)

Tagsüber bliesen die Winde so herbstlich, dass sich der bisher einzige Betreiber von Windrädern in der Gemeinde über ein nettes kleines Zubrot gefreut haben könnte. Heute wird die QUH über das Thema diskutieren. Gestern Abend im Gemeinderat herrschte Windstille: Kein Wort über das derzeit wichtigste Thema der Gemeinde. Dafür Diskussionen über den öffentlichen Personennahverkehr im Jahr 2016 (richtig: 2016). Es ging um zukünftige Bus-Fahrpläne.

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Die Linie 961 wird stark eingedampft, soll aber deshalb stündlich verkehren

Ab Dezember 2013 (!) verkehren auch ab Starnberg schnelle Regionalzüge nach München. Am 2016 (!) werden dann die Bus-Fahrpläne angepasst. Eine alte Forderung wird endlich wahr: Die Busse zwischen Münsing und Starnberg werden dann stündlich zu gleichen Zeiten verkehren. Evtl. - wenn sich das schon mal jemand merken will - ab Berg immer um 3 Minuten nach der vollen Stunde. Damit diese Ausweitung des Fahrbetriebs die Gemeinde nicht zu teuer kommt, werden die Buslinien etwas ausgedünnt. Für Berg kommt es so nur zu 45% Kostensteigerung.

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Die Linie 975 fährt dann auch nach Schäftlarn

Frau Münster vom Landratsamt, unlängst aufgefallen durch ihr Veto gegen die Berger Pläne gegen die Gestaltung der Ortsdurchfahrt, stellte mit ihren Mitarbeitern die neuen Pläne für das Jahr 2016 vor, für die um Verbesserungsvorschläge gebeten wurde. Die da waren: Ein Bus am Sonntag nach Aufkirchen (GR Brunnhuber), in Allmannshausen ist der Bus in die Schule immer voll (GR Sewald), das Gymnasium Starnberg ist falsch angebunden (GR Link). Die Verbesserungsvorschläge werden eingearbeitet. ... Soviel zur Gemeinde-Politik, ABER: Heute, Mittwoch ist im Frühtau außerordentliche QUH-Mitglieder-Versammlung, da wird heißer diskutiert werden. ... Und der QUH-Kandidat für die nächste Bürgermeisterwahl wird heute gewählt. (19 Uhr Café Frühtau)

Berger Betriebe luden ein

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Vor einem Jahr und einem Tag war es soweit: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zeigten Berger Betriebe aller Art geschätzten 2000 Besuchern, was sie täglich tun. Von Medienpräsentationen über Schmankerl, von Rasenmähern bis zur Nagelpflege, Hubschrauberflügen bis zum Kunstguss, die Bandbreite war groß.

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Die Webseite zu den Berger Betrieben gibt es übrigens immer noch, und sie wird weiterhin vom Keller Verlag gepflegt. Immer wieder melden sich Firmen um oder an, etwa die Höhenrainer Kosmetikfirma Hala Scheka oder unser letzter Neuzugang, der frisch gebackene Elektromeister Martin Höbart.

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Stöbern Sie doch einfach mal im alphabetisch geordneten Gewerbeverzeichnis oder in der Bildergalerie.
Sollten Sie einen Eintrag ändern oder einen Neueintrag wollen, schicken Sie eine Mail an info (at) bergerbetriebe.de oder klicken Sie das Kontaktformular auf der Homepage an.

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In diesem Jahr gab es eine Verschnaufpause, voraussichtlich wird die Veranstaltung nächstes Jahr wieder stattfinden - sind Sie wieder dabei?

(Fotos: H.-P. Höck)

Montag, 10. Oktober 2011

Die grosse Allmannshauser Spendengala

Es war bisher DAS Society-Event des Herbstes. Und ausgedacht hat es sich die 17-jährige Allmannshauser Schülerin Greta Panschar! Rund 40 ausgewählte Gäste aus der Berger "Society" spendeten am Wochenende bei einem Gala-Diner im Allmannshauser Atelier von Vater Hans 1333 €. Der Betrag wird von Greta über die Welthungerhilfe nach Somalia weitergeleitet.

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Die Initatorin des Abends: Greta Panschar (stehend) mit Helferinnen

Zur Begrüßung erzählte Greta, wie sie auf die Idee zu der Veranstaltung "Allmannshausen isst für Somalia" gekommen war: Angesichts der immer erschreckender werdenden Bilder aus der Krisenregion Somalia wollte sie nicht mehr "die Zeitung einfach umdrehen", sondern einen eigenen Beitrag leisten. So kam sie auf die Idee, ein großes Essen zu veranstalten und dabei um Spenden zu bitten.

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Rund 40 handverlesene Gäste folgten der Einladung

Erst hatte Greta Zweifel, ob angesichts des Hungers in Somalia ausgerechnet ein Essen der angemessene Event sei. Dann überlegte sie, dass es nichts helfen würde, wenn wir für Somalia hungern und dass es andererseits keine bessere Gelegenheit gäbe, über solche Missstände gemeinsam nachzudenken als bei einem gemeinsamen Treffen an einem möglichst großen Tisch. 20 laufende Meter dürften die Tafel dann gehabt haben, an der Greta und ihre Freundinnen die Gäste fürstlich mit afrikanischem Essen bewirteten und Geld sammelten.

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Das festliche Mahl für den guten Zweck

Die Bösen Buben waren von so viel persönlichem Engagement bass erstaunt. Die Gäste (darunter Berger Persönlichkeiten aus Politik und Kultur) riefen sich bei jedem Gang gegenseitig zu weiteren Spendenrunden auf. Greta und ihre Freundinnen strahlten ... die Welthungerhilfe mahnt: "Die Berichterstattung über Somalia wird seltener, die Dürre aber bleibt". ( http://www.welthungerhilfe.de/ostafrika-duerre-folgen.html ). Greta hat das ihre dagegen getan. Weitere Spenden nimmt sie sicher gerne entgegen (natürlich gegen Spendenquittung).

Bye-Bye Trudi

Nachdem Tafelspitz, Zanderfilet oder andere Leckereien beim Alten Wirt in Höhenrain verzehrt waren, verabschiedete Bürgermeister Rupert Monn am Donnerstag Abend die langjährige Organisatorin der Berger Schulweghelferinnen Trudi Steigenberger.

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Mit herzlichen Worten, einem großen Blumenstrauß und einem Radwanderführer zu König Ludwigs Lieblingsorten dankte er Trudi Steigenberger für ihr Engagement und ihre Vehemenz beim Akquirieren und Einteilen der Schülerlotsen in den letzten Jahren. In ihre Fußstapfen tritt Petra Lidl. Schon vor einem Jahr stellte Trudi die Weichen für einen reibungslosen Übergang und führte Petra Lidl in ihr neues Amt ein.

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Stolz konnte die neue Koordinatorin dann auch verkünden, dass in Aufkirchen alle Termin besetzt sind. Kopfzerbrechen bereiten ihr zwei Termine an der Biberkorstraße in Höhenrain. Dort sucht sie noch Lotsen für Mittwoch, 11.25 Uhr und Donnerstag 11.25 Uhr. „Gerade die frühen Termine sind wichtig, da hier die Erst- und Zweitklässler unterwegs sind.“ Wer also in Höhenrain diese beide Termine übernehmen könnte, meldet sich gerne unter 08151/97 22 10 bei Petra Lidl.

Doch nicht nur den Schulweghelferinnen, sondern auch den Elternbeiräten galt die Einladung des Bürgermeisters. Stellvertretend für Rektorin Frau Fiedler, der wir an dieser Stelle gute Genesung wünschen, nahm Frau Bannert am Essen teil.

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Auch sie dankte den Müttern für ihren Einsatz in der Schule und auf der Straße. Bürgermeister Monn betonte nochmals, wie gern er jedes Jahr diesen Termin wahrnehme, sei er doch gerne Hahn im Korb. Im nächsten Jahr wird er Verstärkung von Feuerwehrkommandant Tobias Völkl bekommen, der als Schülerlotse in Aufkirchen aktiv ist.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Der Dank und der Wald und das QUH-Treffen

Nach allem was die Bösen Buben erfahren haben, war es eine recht ehrenvolle Woche für unseren "Deutschen Fernsehpreisträger" Andreas Ammer. Egal wo er hinkam, ob in die Gemeinderatssitzung, an Dadas Biertheke, zum Briefkasten oder zum Allmannshauser "Charity-Event" für Somalia ... überall wurde er beglückwunscht, beklatscht und gefeiert. Für alle die, die RTL-Sendung nicht mitbekommen haben: Heute tauchte bei youtube jene Gedichtrezitation auf, mit der sich Andy & Denis Scheck letzte Woche auf ihre Weise für den Preis bedankt haben.


Ein Berger und ein Schwabe auf RTL

Andys anfangs der Aufzeichnung etwas erschreckter Blick rührt übrigens daher, dass auf dem Teleprompter, von dem die beiden das Gedicht ablasen, offensichtlich eine Zeile des Gedichtes fehlte (oder einer sie überlesen hat). Wer "druckfrisch", die ausgezeichte ARD-Literatursendung sehen will: Sie findet sich in der ARD-Mediathek. Ein "feuchtfröhliches" Gespräch über die Merkwürdigkeiten des Isländer-Seins aus der letzten Sendung auch hier:



Meist ist das "druckfrisch"-Team unterwegs. Selten nur dreht es in Bayern. Ein Gespräch mit dem deutschen Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre wurde jedoch im letzten Jahr im Wald bei Leutstetten aufgezeichnet.



Die nächste "druckfrisch"-Sendung wird am 23.10. um 23.35 in der ARD ausgestrahlt. U.a. mit einem Treffen mit dem weltbekannten amerikanischen Autor Philip Roth, der schon wieder nicht den Nobelpreis gewonnen hat.

Andy selbst wird bis dahin - wie die anderen QUH-Gemeinderäte - weiterhin stundenlange Gespräche mit Windkraftgegenern führen, am Dienstag im Gemeinderat versuchen, wach und kritisch zu sein und vor allem wird er am Mittwoch (nicht vergessen!) als QUH-Vorsitzender die mit Spannung erwartete außerordentliche QUH-Mitgliederversammlung leiten, auf der im Café Frühtau (19 Uhr, Freibier für Mitglieder) eine Aussprache über die Windenergie und vor allem die Nominierung des QUH-Bürgermeisterkandidaten stattfinden soll.

Bayrische Dorfgeschichten, irakische Kalligraphie, klassische Harfe

Es ist immer wieder erstaunlich, was so alles in ein Dorf hineinpaßt! Heute am Sonntag beispielsweise könnte einem angesichts des kulturellen Angebotes fast schwindlig werden.

Los geht es um 11 Uhr früh im Hollerhaus in Irschenhausen, wo der Mair Steff vom Assenhauser Hof aus Farchach seine zum Teil bereits auf CD veröffentlichten "Dorfgeschichten" vortragen und von der Farchacher Saitenmusi musikalisch umrahmen läßt. Treuen Blog-Lesern könnten die Geschichten bekannt vorkommen. Man kann sie hier anhören:

(zum Hören anklicken)

Der Mair Stefan legt Wert darauf, dass die Musik einfach zu den Geschichten dazugehört deshalb gibt es hier (wie auf der CD oder im Hollerhaus) zur "Gschicht" auch die "Musi" dazu:



Die Veranstaltung wird um 17 Uhr noch einmal wiederholt. (Adresse & Anfahrt unter http://www.hollerhaus-irschenhausen.de/ ). Zu der Zeit sind jene Berger, die sich für eine ganz andere Volkskunst interessieren, schon in der Haleh-Gallery in Berg, wo Hassan Massoudy von 14 bis 19 Uhr begleitend zur Ausstellung seiner Werke einen Kalligraphie-Workshop veranstaltet. Über die Ausstellung hatte die QUH hier berichtet: http://quh.twoday.net/stories/kalligraphie-in-berg/ .

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Zeigt wie man es macht: Moderne Kalligraphie von Hassan Massoudy

Etwas eng könnte es dann werden, wenn man nach uriger bayrischer Literatur und irakischer Malerei noch etwas europäisch klassische Musik im barocken Ambiente hören möchte: Der Ökumenische Altenpflegeverein veranstaltet nämlich zur Jubelfeier seines 45 Jährigen Bestehens um 17 Uhr in der Kirche in Aufkirchen ein Harfenkonzert mit Nora Sander (Eintritt frei / Spenden erbeten).

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Spielt für den Altenpflegeverein: Harfenistin Nora Sander

Samstag, 8. Oktober 2011

In der Vip-Lounge ...

... oben in Bernd's "A'dabei" verfolgten wegen der sehr "englischen" Wetterverhältnisse die meisten MTV Fans das Bezirksligaspiel gegen den DJK Pasing.

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0:1 war der MTV zur Pause zurückgelegen, aber je kälter und nasser es wurde, umso souveräner spielte der MTV, vergab einige sichere Torchancen und siegte am Ende verdient mit 2:1.

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Glücklich und abgekämpft: Mino Kayser und Fabi Kaske nach ihrem vorläifig letzten Heimsieg für den MTV

Das wahrscheinlich letzte Heimspiel war es für die "Heimkehrer" Mino Kayser und Fabi Kaske (von dem die Flanke zum Siegtreffer stammte). Mino beginnt sein Studium in Bayreuth und wird dort zwischenzeitlich seine Fußballkarriere fortsetzen. Fabi "überwintert" in Australien, und wird dort seiner zweiten sportlichen Leidenschaft, dem Segeln, nachgehen. Mino & Fabi, wir freuen uns aufs Wiedersehen!

Hereingewählte Neuigkeiten: Kein Berger an der CSU-Spitze

Aus der Lokalpolitik hält er sich fern. Aber als die QUH überraschend in den Gemeinderat einzog, ließ er es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Im Bundestag profiliert er sich als Querkopf: Dr. Peter Gauweiler ...

... stimmte gegen den Irak-Krieg, klagte gegen den Euro-Rettungsschirm oder den Einsatz von Tornados in Afghanistan und stimmte - entgegen der Parteilinie - gegen die Vorratsdatenspeicherung. Auf dem CSU-Parteitag trat er heute in einer Kampfabstimmung gegen Bundesverkehrsminister Ramsauer als stellvertretender CSU-Vorsitzender an. Wegen Gauweilers offener Euro-Skepsis wurde die Wahl als richtungsweisend gewertet.

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Der "schwarze graue Peter" (Gauweiler über Gauweiler) heute bei seiner Rede auf dem CSU-Parteitag

In seiner Rede versprach der Berger Politiker, CSU-Chef Seehofer beim kommenden Wahlkampf "vom Außenseiter zum Einzelkämpfer" unterstützen zu wollen. Er feierte Bayern als "die beste Provinz der ganze Welt" und schwärmte von jungen Türkinnen, die auf der Wiesn unter dem Kopftuch ein Dirndl tragen. Dr. Peter Gauweiler verlor um 13.17 Uhr die Wahl denkbar knapp mit 419 gegen 440 Stimmen. Schade, die QUH hätte ihm gerne von Querpartei zu Querkopf gratuliert.

Stau in Berg - auch ohne Sommer

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Kann auf dem Wasser gehen: Diego
(Foto: H.-P. Höck)

Eigentlich hatten wir uns mit diesem Bild von Diego vom Sommer verabschieden wollen. Der Hund des Berger CSU-Vorsitzenden demonstriert seinem Herrchen, wie es Jesus und Petrus schafften, auf dem Wasser zu gehen.

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Doch obwohl der Sommer nun endgültig vorbei zu sein scheint, stauen sich die Autos trotzdem wieder von Percha nach Berg - allerdings stammen die Nummernschilder vornehmlich aus Nürnberg, Berlin oder Garmisch.

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Der Hintergrund: Wegen eines Unfalls ist die Garmischer Autobahn zwischen Schäftlarn und Wolfratshausen in beiden Richtungen gesperrt, und der Verkehr wird derzeit umgeleitet.

Freitag, 7. Oktober 2011

Breitbandausbau Berg

Unsere Gemeinde kommt in der Gegenwart an: Schnelles Internet für Berg! Jetzt scheint es bald soweit zu sein. Zwar hat die Gemeinde Berg die Verträge noch nicht unterschrieben, aber die Regierung von Oberbayern hat schon einmal die Presse darüber informiert, dass die Berger Förderanträge über die Höchstsumme von 100.000 € positiv beschieden worden sind.

In spätestens 18 Monaten könnte es Zeit für den Kulturschock sein: Internet in Höhenrain:

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Auch rund um Kempfenhausen werden schnelle Kabel verlegt ...

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... ja selbst bis in den tiefen Süden hinunter nach Allmanshausen strömen fortan Daten ...

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... ebenso wie in große Teile von Aufkirchen:

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Für die restlichen Gebiete teilt die Gemeinde mit: "Die Ortsteile Farchach, Bachhausen und Aufhausen sind zunächst nicht von den ersten Ausbauschritten betroffen. Wir werden versuchen auch diese Ortsteile künftig mit Breitband zu versorgen (...) . Für den Ortsteil Mörlbach wurde leider kein Angebot abgegeben. Die Gemeinde Berg wird hier soweit möglich nach anderen Lösungsmöglichkeiten suchen." Näheres findet sich auf der Seite der Gemeinde Berg, http://www.gemeinde-berg.de/index.php?id=1620,118 , wo auch die PDF-Dateien mit den Ausschreibungslosen heruntergeladen werden können, aus denen die obigen Karten stammen.

Aus alt mach gut

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Altes (Papier, Kleidung, Schuhe) wird Gutes (Senioren-, Jugend-, Familienarbeit) - unter dem Motto "Helft mit!" sammelt die Kolpingsfamilie Höhenrain am morgigen Samstag wieder gebündeltes Altpapier und gut gefüllte Sammelsäcke (leer gibt es die Säcke übrigens in den Kirchen und in Geschäften).

Alles sollte bis morgen Früh, acht Uhr, sichtbar an der Straße stehen. Das Sammelgebiet der Kolpingsfamilie Höhenrain ist "Höhenrain über Berg, Aufkirchen bis Percha". Falls etwas übersehen wurde, kann man es bis 11:30 Uhr unter 0178 / 9248353 melden.

Ablehnung und Bewilligung / Breitband und Windkraft

Bewilligung: 100.000 € Zuschuß für den Ausbau der Internetverbindungen in die meisten Berger Ortsteile hat die Regierung von Oberbayern bewilligt. In einer ersten Ausbaustufe werden inerhalb der nächsten 18 Monate Kempfenhausen, Höhenrain, Allmannshausen, Aufkirchen, Maxhöhe, Assenhausen und Sibichhausen von der Telekom mit digitalen Geschwindigkeiten zwischen 6 und 50 Mbit versorgt. Farchach und Bachhausen folgen später. Nur für Mörlbach hat sich bislang kein Anbieter gefunden. Berg selbst muss trotz des maximalen Zuschusses kräftig in den Ausbau investieren.

Ablehnung: Kein Windrad wird es in Tutzing geben. Obwohl laut Architekt Hesselberger, der gerade für den Landkreis nach möglichen Standorten sucht, die Ilkahöhe theoretisch zur Nutzung der Windkraft geeignet wäre, hat der dortige Gemeinderat an dieser Stelle dem Natur- und Landschaftsschutz vernünftigerweise den Vorrang gegeben. Möglich wird dies, weil bei der landkreisweiten Suche unter anderem die Berger Windkraftflächen angerechnet werden können.

Draconiden XXL

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Sternschnuppe (Foto: Nasa)

Die Draconiden kommen - das hört sich an wie eine Ansage von Captain Kirk an Mr. Spock. Doch es sind keine Außerirdischen, die jedes Jahr Anfang Oktober über den Himmel reiten. Die Draconiden sind ein Meteorstrom, dessen "Mutterkomet" 21P/Giacobini-Zinner alle dreizehn Jahre der Erde besonders nahe kommt, so dass die Erde sich durch die Staubwolke hindurchbewegt und wir besonders viele der verglühende Teilchen sehen, wenn sie in die Erdatmosphäre eindringen. Am Samstag gegen 22 Uhr - wenn das Maximum zu erwarten ist - sind sogar 60 bis 600 Sternschnuppen pro Stunde vorhergesagt.

Unsere Berger Sternwarte lädt daher - bei klarem Himmel - zu einem Besuch ein. Am heutigen Freitag ist regulär geöffnet, zusätzlich gibt es am Samstag eine Sonderöffnung, jeweils von 21 bis 23 Uhr. Die Wetterprognosen sind leider nicht so gut.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

"Wir" haben uns auf vier Windräder geeinigt? (Gestern im Gemeinderat)

Die Katze ist aus dem Sack, die Spargel stehen auf der Landkarte. Endlich wurden gestern die Planungen über "geplante Windkraftstandorte in Berg" der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Stunde hatte diese "Öffentlichkeit" auch Zutritt, dann verschlossen sich wieder die Türen (und sogar die Jalousien wurden heruntergelassen), als über die weiteren Tagesordnungspunkte "Vorstellung der Eckpunkte zu den Standortsicherungs- und Pachtverträgen (...) im Rahmen der Realisierung von Windenergieanlagen in den Wadlhauser Gräben" und über "Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Betreibergesellschaft" weiter doziert (und diskutiert) wurde. Und voilà, hier kommen sie ... die vier geplanten Standorte für Berger Windkrafträder, die die Berger Gemeinderäte gestern Abend - so wie die Öffentlichkeit - zum ersten Mal erfuhren:

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Heißen offiziell jetzt WEA (Windenergieanlage) statt WKA (Windkraftanlage, eine Abkürzung, die wohl zu sehr an AKW erinnerte)

Kreisbaumeister Dr. Kühnel erklärte noch, dass die bislang ausgewiesene Fläche mithilfe von Windgutachten weiter eingegrenzt werden könne. Eine gute Erkenntnis, die Frage nach der Ausweisung einer kleineren Fläche wurde allerdings schon gestellt, bevor eine BI gegründet wurde.

In der öffentlichen Sitzung wurden außerdem die Ergebnisse zweier Windgutachten vorgestellt, die bescheinigten, dass in den Wadlhauser Gräben ein Jahresertrag von 6,0 GWh (TÜV Süd) bzw. 6,4 GWh (Wind & Regen) pro Jahr zu erwarten sei. (Mit 50% Wahrscheinlichkeit, diesen Wert zu überschreiten - Photovoltaikanlagenbesitzer wissen, was das heißt). Damit ließe sich - entgegen früheren Aussagen - mit 4 Windrädern nicht einmal rechnerisch der Gesamtenergiebedarf der Gemeinde Berg (derzeit bei 28,3 GWh) decken.

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Alles halb so schlimm: neun Windräder irgendwo in Deutschland

Dennoch, der Vortrag von Robert Sing, verantwortlicher Projektleiter für erneuerbare Energien bei den Stadtwerken München, war kompetent, sympathisch und erfreulich unideologisch. Ihm rutschte dann allerdings die Bemerkung heraus, man hätte sich auf 4 WEAs "geeinigt". Sofort fragte GR Ammer, der eingangs der Sitzung netterweise von BM Monn für seinen Fernsehpreis gewürdigt worden war, verblüfft nach, wer sich da eigentlich "geeinigt" habe. Prompt kam auch ein Zwischenruf von Melani Suckfüll von der Schäftlarner Bürgerinitiative, dass die Bürgerinitiative durchaus keine Zustimmung gegeben hätte ... BM Monn antwortete, dass "wir (?) von der Gemeinde" der Ansicht seien, dass ... usw. usw.

GR Ammer, der der festen Überzeugung war, sich bei diesem Thema mit niemandem geeinigt zu haben, wurde daraufhin aus den eigenen Reihen zur Raison gerufen. Einen Gemeinderatsbeschluß über die Anzahl der Windräder hat es jedenfalls nie gegeben.

Dann wurden die Türen geschlossen. Aber: Jetzt sind die Pläne auf dem Tisch, möge eine offene Diskussion beginnen. Die QUH wird am 12. Oktober bei ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Café Frühtau die Richtung der Partei beschließen.

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