Freitag, 25. März 2011

Mitten im Leben, umfangen vom Tod

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Und wieder steht ein großes kulturelles Ereignis in Berg an: Heute Abend um 20 Uhr treten in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Aufkirchen der Musiker und Kabarettist Josef Brustmann und die Schauspielerin und Kabarettistin Marianne Sägebrecht auf. Die beiden präsentieren ihre neue CD "Sterbelieder fürs Leben", die im Kunstmann Verlag veröffentlicht wurde.

Josef Brustmann, ehemals Bairisch Diatonischer Jodel-Wahnsinn, Mitbegründer der MonacoBagage und nun als Solokünstler erfolgreich, lernte Marianne Sägebrecht kennen, als er eine Laudatio auf sie schrieb. Marianne Sägebrecht ist gebürtige Starnbergerin, führte dort das Kleinkunstlokal "Spinnradl". So richtig bekannt wurde sie in den 80er Jahren durch ihre Filmrollen in Zuckerbaby, Out of Rosenheim und Rosalie goes shopping. Sie spielte schon mit Michel Piccoli und John Malkovich, mit Michael Douglas und Gérard Depardieu. Gesungen, das hat sie allerdings noch nie ...

Die beiden lesen und singen heute Abend Texte von Trakl, Brentano, Heine Rilke u.v.a.m. Veranstalter sind der Kulturverein Berg und die Evangelische Kirchengemeinde.

Donnerstag, 24. März 2011

Die digitale Revolution

Vor 5 Jahren wurde die QUH etwas verlacht, weil sie auf dem Dorf (in einer Gemeinde, in der immer noch viele ohne geeigneten Internetanschluß sind) ein Internet-Blog startete. Im März 2011 werden erstmals über 9000 Leser ("unique users per day") im Monat dieses Blog aufgerufen haben, das täglich (wir wiederholen: täglich!) eine Meldung/Geschichte aus der Gemeinde veröffentlicht und das politische Geschehen in der Gemeinde kritisch verfolgt.

Seit einiger Zeit ist die QUH - die Jüngeren unter unseren Lesern & Fans haben es schon bemerkt - auch auf "facebook" (jeder Internetplattform, die schon ganze Diktaturen zum Einsturz brachte) vertreten und kann über "twitter" verfolgt werden.

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Noch mehr Freunde als Mitglieder: die QUH bei "facebook" und "twitter"

Seit heute kann nun jedes "facebook-Mitglied" hier im Blog mit einem Mausklick bei Gefallen den "gefällt mir"-Kommentar anklicken (siehe unten den bekannten blauen Button).

Daran, dass wir am liebsten analog und persönlich durch Berg wandeln, ändert das nichts.

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Face to face: gestern in Farchach

Alte Säcke

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Am Samstag ist es wieder soweit: Die Kolpingsfamilie Höhenrain sammelt Gebrauchtkleidung und Altpapier, ausgestattet mit Lastwagen und Traktoren.
Mit dem Erlös finanziert die Kolpingsfamilie Höhenrain ihre sozialen Aktionen, etwa die Senioren-, Jugend- oder die Familienarbeit oder die Unterstützung Bedürftiger.
Gesammelt wird gut erhaltene, tragfähige Kleidung, Tisch- und Bettwäsche, Schuhe, Zeitungen und Kataloge. (keine Kartonagen)
Sammelsäcke erhalten Sie in den Pfarrkirchen und in vielen lokalen Geschäften. Bitte legen Sie das gebündelte Altpapier und die Sammelsäcke mit Kleidern am Samstag bis 8 Uhr gut sichtbar an die Straße. Sollte etwas übersehen worden sein, melden Sie es bitte bis 11:30 Uhr unter 0178-9248353.

Raubtiere in Höhenrain

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Wilde Tiere

Von den ganz großen Themen kommen wir heute mal zu den ganz kleinen Menschen: Im Kindergarten Höhenrain wurde ein prächtiger Zirkus veranstaltet. Nachdem die Platzanweiser alle Zuschauer untergebracht hatten, begrüßte der kleine Zirkusdirektor Florian das Publikum und präsentierte Akrobaten, die „Los Dolchos“, die ihre Messertricks vorführten, orientalische Schlangenbeschwörer, eine Pferdedressur und wilde Raubkatzen samt Dompteur. Auch Jongleure, Clowns und Seiltänzerinnen wurden noch aus der Trickkiste gezaubert. Gut gebrüllt, Kinder!

Mittwoch, 23. März 2011

Dem "Hirten" sei Dank

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Ausriss aus dem "Starnberger Merkur" von heute

Dienstag, 22. März 2011

Johano Strasser über Sarrazin in Tutzing

Letzten Samstag in Tutzing: Der politische Club der Evangelischen Akademie Tutzing (Leitung: Hans Eichel, ehem. Finanzminister) lud den umstrittenen Autor und ehemaligen Bundesbankpräsidenten Thilo Sarrazin zur Frühjahrstagung. Das Thema: Gehört der Islam zu Deutschland? Während Eichels Einladung in der Öffentlichkeit nicht unkritisch gesehen wurde - man verschaffe Sarrazin dadurch ein öffentliches Podium, zudem gehe es bei Veranstaltungen zuweilen sehr turbulent zu -, so hatte der Berger Politologe, Autor und P.E.N.-Präsident Johano Strasser, der ebenfalls auf das Podium geladen wurde, keinerlei Berührungsängste. Wir stellten ihm Fragen dazu.

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Johano Strasser, P.E.N.-Präsident aus Assenhausen und Sarrazin-Kritiker (nur echt mit rotem Schal)

QUH: Vorgestern trafst du in der Evangelischen Akademie in Tutzing auf deinen ehemaligen Genossen Thilo Sarrazin. Bist du ihm früher schon einmal begegnet? Was ist er für ein Mensch?
Johano Strasser: Ich kenne Thilo Sarrazin seit dem Jahr 1973. Damals war ich Mitglied einer Kommission der SPD, die einen Orientierungsrahmen 85, also eine Art Langzeitprogramm erarbeiten sollte. Er gehörte zum Stab der Mitarbeiter. Ich habe ihn immer als eher zurückhaltend, ein wenig bürokratisch, aber nicht besonders politisch profiliert erlebt. Ich glaube auch, dass er sich schwer tat, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Seine neueste Entwicklung hat mich überrascht.

QUH: Thilo Sarrazin behauptet oft, er würde falsch verstanden, man habe sein Buch nicht richtig gelesen. Wie abwegig sind seine Thesen wirklich?
Johano Strasser: Schichtzugehörigkeit ist für Sarrazin vor allem eine Frage der vererbten Intelligenz. Sarrazin ist allen Ernstes der Meinung, dass die „guten“ Gene sich zwangsläufig in den oberen Schichten sammeln und die „schlechten“ in den unteren. Die Zukunft der Gesellschaft hängt nach ihm also davon ab, ob die Richtigen, nämlich die oben, mehr Kinder bekommen als die unten. Also schlägt er vor, jungen Akademikerinnen pro Kind von Staats wegen 50 000 Euro zu geben. Und im gleichen Atemzug die Kinderzuschüsse für Hartz-IV-Empfänger zu kürzen bzw. zu streichen. Denn die da unten sind sowieso verloren, unnütz, ein reines Zuschussgeschäft. Besonders, wenn sie Migranten aus islamischen Ländern sind.

Sarrazin zitiert in diesem Zusammenhang Darwin, der sich wiederum auf den Begründer der Eugenik, Francis Galton, bezieht. Darwin/Galton und mit ihnen Sarrazin bezeichnen es als Tatsache, „dass die Besitzlosen und Leichtsinnigen, die häufig genug noch durch Laster aller Art hinabgezogen werden, fast ausnahmslos früh heiraten, während die Sorgsamen und Mäßigen, welche meist auch in anderen Beziehungen gewissenhaft leben, in vorgeschrittenem Alter heiraten, um mit ihren Kindern ohne Sorgen leben zu können… So neigen also die leichtsinnigen, heruntergekommenen und lasterhaften Glieder der Menschheit dazu, sich schneller zu vermehren als die gewissenhaften, pflichtbewußten Menschen.“ Der viktorianische Klassendünkel der besseren Gesellschaft wird uns hier als wissenschaftliche Tatsache aufgetischt.

Die Belege: S. 9 in Sarrazins Buch: „daß Menschen unterschiedlich sind, - nämlich intellektuell mehr oder weniger begabt, fauler oder fleißiger, mehr oder weniger moralisch gefestigt – und dass noch so viel Bildung und Chancengleichheit daran nichts ändert.“ S. 175: „Für einen großen Teil dieser Kinder (der - zum großen Teil islamischen - Unterschicht) ist der Misserfolg mit der Geburt bereits besiegelt: Sie erben gemäß den Mendelschen Gesetzen die intellektuelle Ausstattung ihrer Eltern und werden durch deren Bildungsferne und generelle Grunddisposition benachteiligt.

QUH: Das Thema der Diskussion war, ob der Islam zu Deutschland gehört - wie siehst du das persönlich? Glaubst du, die sozialen Probleme haben religiöse Ursachen?
Johano Strasser: Jeder, der sich mit den Problemen in den sozialen Brennpunkten unserer Städte auskennt, weiß, dass es in erster Linie soziale Probleme sind. Auch die vielfältigen Benachteiligungen und Freiheitsbeschränkungen für Frauen, die wir bei manchen islamischen Migranten beobachten können, sind nicht in erster Linie auf „den Islam“ (den es nicht gibt) zurückzuführen, sondern auf die traditionale Kultur der aus dem anatolischen Bergland eingewanderten Türken. Islamische Einwanderer aus den Bildungsschichten des Iran oder auch aus städtischen Regionen der Türkei haben eine ganz andere Haltung zur Stellung der Frau. Wer wie Sarrazin „die Muslime“ zwangskollektiviert, betreibt das Geschäft der Mullahs und der Islamisten.
QUH: Vielen Dank!

Montag, 21. März 2011

Der neue Vorsitzende

Was wird von einem neu gewählten Vorsitzenden einer Partei oder eines Vereins erwartet? Begeisterung, Besonnenheit und Biss, Weitblick, Integrations- und Innovationsfähigkeit ...

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Stefan Schmid, der neue Vorsitzende

Der Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg e.V. hat letzte Woche gewählt und sich für den 42jährigen Physiker Stefan Schmid entschieden, der all diese Voraussetzungen mitzubringen scheint.

Der Verein entstand 1992, als die Gemeinde Prof. Jutz gestattete, auf dem gemeindeeigenen Grundstück in Aufkirchen sein privates Teleskop der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Verein kümmert sich seither um Instandhaltung, Neuanschaffungen und die Organisation von Führungen.

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In der Kuppel: das alte Teleskop

"Leider wissen derzeit nur wenige Anwohner aus der Gemeinde, was wir da oben an der Lindenallee eigentlich machen", beklagt Stefan Schmid, der erst vor drei Jahren mit seiner Tochter die Sternwarte besuchte und Feuer fing. Er hatte sich zwar schon als Jugendlicher für Astronomie interessiert, aber in seinem Physikstudium beschäftigte er sich eher mit Kern- denn mit Astrophysik. Die Begeisterung ist ihm anzumerken, wenn er vom Berger Standort schwärmt: "Im Vergleich zur Münchener Sternwarte ist die Sicht hier draußen viel besser - wir haben zwar kleinere Geräte, können aber mit relativ geringem Aufwand sehr viel bieten. Vieles kann man sogar mit bloßen Auge erkennen."

Die angestrebten Innovationen erstrecken sich über drei Bereiche:

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Die Neuanschaffung, noch in der Rolldachhütte

Die Ausstattung: Durch eine großzügige private Spende und die
Unterstützung der Bürgerstiftung konnte das ersehnte neue Spiegelteleskop bereits angeschafft werden. Es verrichtet derzeit auf einer provisorischen Montierung in der Rolldachhütte seinen Dienst und ist per Knopfdruck auf die Himmelsobjekte positionierbar. Sobald finanzielle Mittel für eine tragkräftigere Montierung zur Verfügung stehen, soll das neue Gerät zusammen mit dem vorhandenen Refraktor (Linsenteleskop) seinen endgültigen Platz in der Kuppel bekommen In der Kuppel muss aber zunächst noch der Boden fixiert oder erneuert werden, und auch der Sockel bröckelt. Das alte Teleskop, das vor fast 20 Jahren vom Gründer Prof. Jutz gespendet wurde, soll erneuert und zukünftig in der Rolldachhütte für Führungen genutzt werden.
Ziel: 7000 € müssen möglichst schnell aufgetrieben werden.

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Lulin 1 (Foto: Benno Ruhdorfer)

Die Aktivitäten: Zusätzlich zu den Öffnungsabenden (2x/Woche) werden auch Sonderführungen und -veranstaltungen angeboten. Außerdem möchte man sich zunehmend auf die Astrofotografie spezialisieren - mit dem neuen Teleskop und dem darauf montierten Refraktor lassen sich professionelle Aufnahmen machen.

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Der Refraktor

Die Zielgruppe: Stefan Schmid hat das klar formulierte Ziel, mehr Kinder und Jugendliche an die Astronomie heranzuführen. Es gab bereits Besuche von Kindergartengruppen und Schulklassen, das Angebot soll ausgeweitet werden. Stephan Schmid kann sich zudem vorstellen, Projektarbeiten oder W-Seminare zu begleiten.

Beim Stammtisch am Donnerstag in der Post wurde übrigens beschlossen, zum diesjährigen deutschlandweiten "Tag der Astronomie" am 9. April (das ist ein Samstag) die Pforten außerhalb der sonst üblichen Beobachtungsabende zu öffnen.
Am Nachmittag kann dann von 14 bis 16 Uhr an mehreren Teleskopen die Sonne beobachtet werden. In der Nacht wird den Besuchern zwischen 21 und 23 Uhr der Sternenhimmel über Berg gezeigt. Beide Veranstaltungen finden natürlich nur bei klarem Himmel statt.

Der Verein hat derzeit 60 Mitglieder und trifft sich regelmäßig zum Stammtisch. Er hat eine wunderschöne Homepage ( http://www.volkssternwarte-berg.de/de/startseite ) und ist neuerdings sogar auf Facebook vertreten: https://www.facebook.com/pages/Volkssternwarte-Berg/189504444402445?ref=ts

Sonntag, 20. März 2011

Die Flöte als Schiffssirene

Nach Jan Weiler und der QUH-Kurzfilmnacht von letzter Woche war es schon das dritte Kulturhighlight des Monats März. Jokl Kaskes "Kulturverein" und die Kaske-Stiftung luden zum Barockkonzert in den Marstall, und schon wieder gab es mehr Zuschauer als Stühle.

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Axel Wolf (Theorbe), Dorothee Oberlinger (Flöte) und Sebastian Hess (Cello) ba-rocken den Marstall

Es mag am barocken Programm gelegen haben oder daran, dass mit der Schön Kinik und einem großen Bankhaus nun zwei finanzkräftige Sponsoren mit im Saal sind: Jedenfalls platzte der Marstall gestern schon wieder aus den Nähten.

Sebastian Hess führte in seiner launigen Art wieder lieber persönlich durch den Abend, statt sterile Programmzettel zu verteilen. Er zeigte stolz sein mit einem vatikanischen Heiligenbild verziertes Cello her und lobte seine wahrlich famosen Gäste: Axel Wolf aus Eurasburg und Dorothee Oberlinger aus der großen Welt der internationalen Klassik samt ECHO-Preis und TOP 100 CDs.

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Schon wieder: ein international gefragter Klassik-Star im Berger Marstall

Hinter der Virtuosität von Dorothee hielt sich unser Kempfenhauser Virtuose Sebastian diesmal vornehm etwas zurück und überließ Dorothee Oberlinger einige Male die Bühne für ihre stupenden Flötensoli. Eines davon hatte ihr der japanische Komponist Dai Fujikura auf den Leib geschrieben: Sie habe - erzählte Dorothee Oberlinger dem Publikum - dem Komponisten per Internet und Skype einige Effekte auf der Bassflöte vorgespielt. Insbesondere ein Effekt, bei dem die Flöte wie eine Schiffssirene klinge, habe ihm gefallen, darum herum habe er dann sein Stück für sie komponiert.

Höhepunkt des Abends war zweifellos der "Barock-Hit" "La Follia" von Arcangelo Corelli, der gleich zweimal gegeben wurde: einmal in einer Solofassung für Flöte und dann noch einmal zusammen mit Laute und Cello. Daraus auch unser Minutenausschnitt:


Oberlinger, Hess und Wolf spielen Corellis "La Follia" (deutsch: der Wahnsinn)

Eine gute Nachricht gab es zum guten Konzert obendrein: Wegen der Sponsoren konnte der Berger-Klassik-Abend zum ersten Mal kostendeckend arbeiten, und die Kaske-Stiftung muss nicht unterstützend eingreifen, sondern konnte sich aufs Blumen-Schenken konzentrieren.

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Blumen für die Virtuosin

Einer der Sponsoren lud seine Gäste und die Künstler nach dem Konzert zum Umtruck in ein Separee. Das entspricht leider nicht mehr ganz dem barrierefreien, ungezwungenen und betont nicht elitären Zugang zur hohen Kultur, für den die "marstall classics" bislang berühmt und beliebt waren.

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Nach dem Konzert ... husch husch ins Separee (nicht mit den Bösen Buben, die die Einladung dorthin höflich ausschlugen)

Marstall classics ganz Barock

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Bestimmt spannender als der Tatort: marstall classics begibt sich heute Abend um 20 Uhr in die Welt des 18. Jahrhunderts.

Außer seinem Barockcello bringt Sebastian Hess diesmal die renommierte Flötistin Dorothee Oberlinger mit - ein "Star der Alte Musik-Szene". Dorothee ist Professorin am Salzburger Mozarteum und wurde 2008 mit dem Echo als "Instrumentalistin des Jahres" ausgezeichnet. Oberlinger spielt jedoch nicht nur Telemann & Co, sie ist - gemeinsam mit dem Jazz-Trompeter Till Brönner - auf dem 2009 erschienenen Album "Touch Yello" der Schweizer Elektropopband Yello zu hören. Sebastian probte vor einigen Monaten übrigens gerade mit Dorothee in Salzburg, als er einmal kurz in einer Pause den QUH-Blog aufrief und feststellte, dass er gerade einer der 200.000ten Leser des Blogs gewesen war. Das verbindet.

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Barock im Stall: Dorothee samt Flöte, Sebastian an der Großfiedel und Axel mit was Komischem

Den zweiten Gast kennen marstall.classics-Besucher bereits: Es ist der Lautenist Axel Wolf nebenan aus Eurasburg, der uns bei seinem letzten Besuch im Dezember 2009 eindrucksvoll viel Wissenswertes über die Laute und seine merkwürdige Theorbe erzählte.

Auf dem Programm stehen heute "mitreißende Werke des 18. Jahrhunderts, ergänzt durch eine moderne Überraschung!" - Giovanni Pandolfi Mealli, Dai Fujikura, Bellerofonte Castaldi, Giuseppe Sammartini, Giovanni Benedetto Platti, Marin Marais und Arcangelo Corelli.

Eine ziemlich schmissige Hörprobe gibt es hier:

Den Tatort können Sie sich ja trotzdem aufnehmen.

Eintritt: 25 €, ermäßigt 20 €, Schüler und Studenten 10 €.

Freitag, 18. März 2011

100 QÜHE und noch viel mehr

Am Donnerstag traf sich die QUH zur Jahreshauptversammlung, auf der unter großem Jubel das 100. Parteimitglied gefeiert wurde. Das verdanken wir dem unermüdlichen "Hirten" André Weibrecht. Damit hätten wir die CSU schon mal überflügelt.

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Die QUH zu Gast ... bei "Müller's", den glücklichsten Wirten der Gemeinde

Es sollte ein Arbeitstreffen mit offenen Diskussionen und konkreten Beschlüssen sein, weshalb keine Presse geladen war. Ein Drittel der Mitglieder kam, um bei freien Getränken freien Gedanken nachzugehen.

In seiner unbescheidenen Art freute sich der QUH-Vorsitzende Andy Ammer darüber, dass es - während bei anderen Parteien die Mitglieder schwinden und überaltern - gelungen sei, in den 5 Jahren des Bestehens der Wählervereinigung QUH e.V. den Mitgliederstand zu verzehnfachen. Weiters erinnerte er an Erfolge der Arbeit in der Gemeinde, die sich immer noch an den 5 Wahl-Versprechen der QUH messen lassen:

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Stolze QÜHE "auf der Lüften"

Unsere 5 Wahlversprechen von 2008 und ihre Umsetzung:
- Jugend & Sport: Einen Berger Skaterplatz würde es ohne die QUH nicht geben. Dort wird noch in diesem Sommer auf Antrag der QUH der "1. Berger Skater-Contest" ausgetragen werden.
- Kultur & Events: Die äußerst erfolgreiche Kulturarbeit (zuletzt mit der "QUH-Kurzfimnacht" im Marstall) sucht landkreisweit ihresgleichen.
- Ortsbild: Das stete Engagement für die Ortsgestaltung zeigt vor allem bei der künftigen Kreiselgestaltung und in Kempfenhausen Ergebnisse, direkt in Berg wurde immerhin geplant, allerdings noch nicht realisiert.
- Energiekonzept: Für die Energiewende wird derzeit hinter den Kulissen mehr gearbeitet, als hier im Blog verraten werden kann.
- und vor allem aber die Wirtschaftsförderung: Hier gab es den meisten Applaus, als Andy an den Erfolg der federführend von Elke Link organisierten Veranstaltung "Berger Betriebe laden ein" erinnerte. Bei strahlendem Sonnenschein war der Gemeinde und ihren Betrieben eines der schönsten Gemeinschaftserlebnisse der letzen Jahre beschert worden.

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News aus dem Gemeinderat ... einmal nicht im Blog, sondern live mit den Elkes

Dann wurden unter der Leitung von Vize-Vorsitzendem Harald Kalinke wichtige Themen für die Zukunft besprochen:

- Wie man weiter mit dem - entgegen allen Zeitungsberichten - durchaus noch nicht beendeten Prozess von Dr. Genz gegen den QUH-Vorsitzenden umgehen wolle. Weiters: wie man sich in eventuell anstehenden Verfahren um die Anwaltskosten verhalten solle. Nach einer offenen Diskussion wurden diesbezüglich von den Mitgliedern eindeutige, selbstbewusste Beschlüsse gefasst.
- Jokl Kaske schlug eine "Kälber-Mitgliedschaft" in der QUH vor. Zukünftig zahlen QUH-Mitglieder im Alter von 16-25 Jahren nur 12 statt 24 € Beitrag. Besprochen wurde auch die Möglichkeit, einen Jugendtreffpunkt in der Gemeinde neu zu etablieren. Das Engagement bei Facebook, wo mehr Jugendliche mitlesen als im Blog, soll erweitert werden,
- Ob und wie man sich für eine Kommunalisierung der Stromversorgung in Berg (möglich ab 2017) einsetzen wolle.
- Wichtig vor allem: Ob man 2012 gegen den Amtsinhaber Monn erneut in den Bürgermeisterwahlkampf ziehen wolle? Absehbar sei, dass auch die anderen Parteien (z.B. die CSU) ihre Lektion gelernt hätten und - anders als beim letzten Mal - wieder eigene Kandidaten aufstellen werden. Die QUH-Mitglieder beauftragten den Vorstand einstimmig, alle Vorkehrungen zu treffen, um den Kampf aufzunehmen. Konkrete Inhalte und die Personalfrage werden über den Sommer demokratisch in mehreren QUH-Stammtischrunden entschieden. Im Herbst will man den Kandidaten (oder die Kandidatin?) sowie Inhalte der Politik präsentieren. Bewusst wurde nicht vorschnell die naheliegende Lösung gewählt.

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Ex-Kandidatin Elke Link bei der Beantwortung der Frage, ob sie denn noch einmal für den Bürgermeisterposten kandidieren würde ... allein die anwesenden Mitglieder kennen ihre Antwort.

Photos - natürlich - HP Höck.

Berger Betriebe stellen aus

Bevor wir auf unsere gestrige QUH-Versammlung zurückkommen, aus aktuellem Anlass ein kleiner Hinweis auf die Regionalmesse "innoSTA", die noch bis morgen 17 Uhr im Landratsamt stattfindet. Für Elke Link Gelegenheit, mit dem Keller-Verlag einige Verbesserungsmöglichkeiten der Internetseite "Berger Betriebe" zu besprechen ( http://www.bergerbetriebe.de/ ) ...

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Unser Kempfenhauser Vorzeigebetrieb

... oder mit Stefan Pfisterer von der Schreinerei Pfisterer aus Farchach ein kleines Gespräch zu führen:

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QUH: "Heute schon ein Geschäft gemacht?"
Stefan Pfisterer: "Nein, ein Geschäft haben wir heute noch nicht gemacht." (er lacht laut und herzlich)

QUH: "Geht es auf der 'innoSTA' überhaupt darum, Geschäfte zu machen?"
Stefan Pfisterer: "Hier geht es darum, dass man sich gut präsentiert und Kontakte knüpft. Vielleicht ergibt sich das eine oder andere Geschäft, aber das steht nicht im Zentrum."

QUH: "Lohnt es sich für Berger Betriebe, sich hier zu präsentieren?"
Stefan Pfisterer: "Das ist für uns im Moment schwer zu sagen. Wir zeigen uns hier zum ersten Mal in der großen Form mit einem eigenen Stand. Vorher waren wir nur auf dem Fachverbandsstand dabei, da war es eher schwierig, sich gut zu präsentieren."

Und als wir Stefan Pfisterer noch viel Glück auf der innoSTA wünschen, gesteht er uns, dass er immer, wenn er etwas über die Gemeinde wissen will, auf die QUH-Seite schaut. Beim Weiterwandeln treffen wir nebenan ...

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... noch den Lidl Anton am großen Stand der Bäckerinnung ...

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... und viele begeisterte Jugendliche am Flugsimulator der Reiser Systemtechnik.

Näheres finden Sie hier:
http://www.gfw-starnberg.de/termine/messeausstellung

Zum Geburtstag: 100 QÜHE

Es war das große Ziel unseres Schriftführers und "Hirten" André Weibrecht: Zum 5. Geburtstag der QUH wollte er das 100. Mitglied begrüßen. Und wirklich: In allerletzer Sekunde, kurz bevor der 2. Vorsitzende Harald Kalinke die QUH-Mitgliederversammlung 2011 eröffnete, geschah das Wunder: André, das alte Vertriebsgenie, hatte es geschafft, in allerletzer Minute Mitglied Nummer 99 & 100 zur Unterschrift zu bewegen.

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Eine Macht in Berg: 100 QÜHE

Ein bewegender Moment für die QUH, die anschließend eine intensive und inhaltsreiche Mitgliederversammlung im neuen Farchacher Restaurant "Müller's auf der Lüften" veranstaltete. Eine der wichtigsten Entscheidungen des Abends: Im Herbst 2012, wenn der neue Bürgermeister (diesmal für fast 8 Jahre) gewählt werden wird, wird die QUH wieder mit einem eigenen Kandidaten antreten. Egal wer die Mitbewerber sind.

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Frohgemut und kampfbereit: Freude "auf der Lüften" über 100 glückliche QÜHE

Donnerstag, 17. März 2011

Alles ist vorbereitet - die QUH-MV in Farchach

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Die Tische sind gedeckt und die Wirtsleute haben extra wunderhübsche QUH-Speisekarten gedruckt ...

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... die Technik ist bezwungen (QUH Vorstände Kalinke & Weibrecht nach dem Einrichten des Beamers).

Soeben wird das Fass vom Vorsitzenden angezapft, nachdem gerade das 98. Mitglied geworben wurde - ob wir heute noch die 100 schaffen?

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