Mittwoch, 16. März 2011

Wir machen ein Fass auf: Donnerstag QUH-Mitgliederversammlung

Freies Trinken und freies Denken: Am Donnerstag 17.3. lädt die QUH ihre Mitglieder und Sympathisanten zur Mitgliederversammlung.

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Und weil wir dieses frohe Ereignis gleich mit etwas "Wirtschaftsförderung" verbinden wollen, laden wir alle in das neue "Müller's auf der Lüften" (ehemalig "Grimaldis") ab 19.30 Uhr nach Farchach. Langweilige Wahlen muss niemand fürchten, noch ein Jahr ist der QUH-Vorstand fest im Sattel. Dieser wird ein paar Worte verlieren und dann allen zuprosten. Einige prinzipielle Gedanken wollen wir uns trotzdem machen, einige wichtige Weichen stellen, vor allem möglichst unsere vielen neuen Mitglieder begrüßen und ein paar gemeinsame Pläne schmieden sowie im Handstreich die großen Fragen der Welt und des Dorfes lösen (Abbildung: "The Innocent Eye Test" von Mark Tansey, 1981).

Die 6. Gemeinderatssitzung

Wieso eigentlich sitzt man im Gemeinderat? Wieso sieht man sich nicht mit einem Bier ein Fußballspiel an, oder bleibt da, wo man gerade ist? - Richtig! - Man möchte die Welt ein bisschen besser machen. Man hat zum Beispiel etwas gegen politische Mauscheleien. Dies nur vorab zum Verständnis des folgenden:

Drei Premieren gab es gestern Abend in der 6. Gemeinderatssitzung dieses Jahres. Die erste: Der Bürgermeister nahm in einer vorbereiteten Rede mit anschließender Gedenkminute anlässlich der Natur- und Atomkatastrophe in Japan die Kommunen in die Pflicht und bekannte sich - so wie vor ihm schon andere Politiker jeder Größenordnung - klar zum Atomausstieg.

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Erschütternd: Japanische Tageszeitung von gestern

Zweite Premiere: Der Bügermeister gratulierte in der Sitzung einem Parteifunktionär, in diesem Fall dem neu gewählten CSU-Vorsitzenden. Andreas Hlavaty nahm die Glückwünsche und den Applaus aus dem Gremium gelassen entgegen und warnte vor allzu übersteigerten Erwartungen.

Sodann folgten Termine: Am 29.3. wird der PUVE die Ergebnisse der Kreiselgestaltung bekanntgeben. Im April wird der Kanalbau in der Perchastraße fortgesetzt, dann geht es weiter über die Aufkirchner und die Isartalstraße.

Der Rest waren Bauanträge ... und an dieser Stelle könnte der Artikel zum ersten Mal enden, wenn da nicht noch die eine oder andere Kleinigkeit passiert wäre. Die eine Kleinigkeit sind ein paar Dachfenster, die eine Familie beantragt hatte, um ihren Nachwuchs in ihrem Haus unterzubringen. Der ursprüngliche Entscheidungsantrag lautete, die Dachfenster zu erlauben, aber darauf zu dringen, dass sie alle genauso groß bzw. klein sein müssten wie die anderen. Da konnte die QUH korrigierend und in den Antrag ein "möglichst" einfügen. Jetzt dürfen "womöglich" auch die Dachzimmer der KInder genügend Licht bekommen: Es war der einzige Entschließungsantrag der - auch weil der Bürgermeister die Lage sofort begriff - an diesem Abend abgeändert wurde.

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Die etwas bessere Welt: das "womöglich" genehmigte größere Dachfenster links oben

Dann kam die nicht-öffenliche Sitzung ... und damit hätte unsere Berichterstattung hier zum zweiten Mal zu schweigen, hätte es nicht eine dritte Premiere gegeben. Gestern wurde in nicht-öffentlicher Sitzung etwas verhandelt, was dort (Gemeinderatssitzungen sind per Gesetz öffentlich, außer es geht um vertrauliche Themen wie z.B. Personalentscheidungen) definitiv nicht hingehört hätte. In der Diskussion über das Thema, das wir nicht verraten dürfen, wurde auch deutlich wieso: Es wurde mit eigenem Grundbesitz argumentiert und trotzdem nicht der Abstimmung ferngeblieben. Es ging wohlgemerkt nicht um eine politische Entscheidung, sondern nur darum, im Verborgenen ein Stimmungsbild abzufragen. Trotzdem: Solche geheimen Rückversicherungen könnte man auch „Mauscheln“ nennen. Sie haben in unserer Gemeinde, der gerade eine große Last genommen wurde, nicht zu suchen.
Entscheidungen, die die Allgemeinheit betreffen, müssen für diese auch transparent sein. - Glaubt zumindest der QUH-Vorsitzende, der nach der Sitzung noch lange recht erbost über deren Ende war.

Montag, 14. März 2011

Hereinbrechende Neuigkeiten: Der neue CSU Vorsitzende ...

... ist der Vorgänger des letzten Vorsitzenden der CSU Berg, der sich nicht wieder zur Wahl gestellt hatte. 33 von 37 Mitgliedern (vier Stimmen waren ungültig) stimmten für Andreas Hlavaty. Wir gratulieren!

Merkur online berichtet - wie immer vorbildlich in der Lokalberichterstattung - darüber so: http://www.merkur-online.de/lokales/berg/andreas-hlavaty-uebernimmt-1161167.html

Isar 1

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Das AKW Isar 1 gestern vom Flugzeug aus

Das AKW Isar 1, ebenfalls ein Siedekraftwerk, liegt viel näher an Berg oder München als Fukushima an Tokio. Es wurde 1977 in Betrieb genommen und sollte eigentlich 2011 vom Netz genommen werden. Wegen der Laufzeitverlängerung wird es weitere 8 Jahre am Netz sein. Isar 2 nebenan existiert seit 1988 und soll bis 2034 arbeiten. 1988 stürzte ein Kampfflugzeug 2km entfernt in einen Wald. Mein Flugzeug fliegt gleich direkt über die Kernkraftwerke hinweg.

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Ein Tsunami allerdings ist hier in etwa so unwahrscheinlich wie ein GAU, der statistisch weniger als einmal in einer Million Jahren passiert ... wurde uns gesagt.

"Das Risiko dafür beziffert die deutsche Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) in der „Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke – Phase B“ mit 1 : 1.280.000 als Mittelwert, bezogen auf anlagenintern entstandene Schäden am Reaktorkern. Werden externe Einflüsse wie Erdbeben, Flugzeugabstürze oder Überflutung einbezogen, ergibt sich eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 1 : 140.000." (Focus)

Nachtrag während der 8 Uhr Nachrichten: Jetzt sagt es Seehofer (CSU) auch. Wahrscheinlich liest er heimlich QUH-Blog.

Nachtrag 2: Die Süddeutsche berichtet über die aktuellen Proteste vor Isar 1 so: http://www.sueddeutsche.de/bayern/anti-atom-demo-am-akw-isar-jetzt-reichts-1.1072042

Unsere Freunde von der CSU

Es dürfte sich um einen historisch ziemlich einmaligen Vorgang handeln: Der Ortsverband der CSU/Berg wählt heute Montag, 14.3.2011, einen neuen Vorstand, und aus diesem Anlass wird auf der offiziellen Webseite der Partei inständig der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass es gelingen möge, den amtierenden, vor zwei Jahren gewählten Vorstand loszuwerden. Mehr noch: Damit sind sie nicht die Einzigen.

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Screenshot der CSU-Homepage

Mit Spannung wartet man - laut der CSU-Internetseite http://www.csuberg.de - auf den Tätigkeitsbericht des (scheidenden?) Vorsitzenden, der - wollte man ihn ernst nehmen - einer peinlichen politischen Bankrotterklärung gleichkommen müsste. Die Berger CSU steht wieder einmal vor einem Trümmerhaufen. Zur Erinnerung: Es ist gut 2 Jahre her, dass die CSU den Berger Rechtsanwalt Heinz Veauthier mit großer Mehrheit zu ihrem Vorsitzen gewählt hat.
Mit Verweis auf die bereits damals öffentlich umstrittenen beruflichen Praktiken des Anwalts hatte die QUH diese Wahl kritisch kommentiert und wurde dafür zwar viel gelobt, von der CSU zunächst jedoch auf das Heftigste kritisiert. Später versuchte man selbst - vergeblich - den Anwalt seines Parteiamtes zu entheben. Nun ist man - aus dem Schaden, der in der Gemeinde und über deren Grenzen hinaus angerichtet wurde - klüger geworden.

Einige Prozesse später ist auch der CSU bewusst geworden, dass sie sich mit dieser Wahl einen Bärendienst erwiesen hatte. Zahllose gerichtliche und außergerichtliche Streitigkeiten brachen nach dieser Wahl über die Gemeinde (Bürgermeister), ihre gewählten Vertreter (QUH), ihre Institutionen (den MTV) und die CSU selbst herein. Einige Mitglieder der CSU warfen zwischenzeitlich in offenen Briefen ihrem Vorsitzenden vor, sein Amt zu missbrauchen und mit seinen Beruf zu vermengen. Vor allem die anwaltliche Tätigkeit für den "Berger Kaufmann" Genz, die dieser sich - nach eigenen Angaben - etwa 400.000 € kosten ließ, stand hier in Frage.

Wir von der QUH wünschen der CSU viel Erfolg bei ihrem inneren Reformprozess und unserem politischen Mitbewerber und persönlichen Freund Andi Hlavaty viel Erfolg bei seiner Kandidatur.

Sonntag, 13. März 2011

Kurzinfo: Vermisstenfahndung

Der Hubschrauber, der längere Zeit über den Ortsteil Berg kreiste, suchte nach Angaben der Polizei nach einer vermissten Person. Die Suche scheint nun seit wenigen Minuten beendet zu sein - ob erfolgreich oder nicht, wissen wir nicht.

"Ganz großes Kino"

Auf einen roten Teppich hatte die QUH verzichtet. Den Glanz verliehen dem Abend die 5 vorgestellten Filme, die Gäste und vor allem die zahlreichen Zuschauer im Marstall. 7 Gemeinderäte waren erschienen (außer den notorischen 4 QÜHen, Lucki Hasenender (EUW), Wolf Adldinger (Grün) & Andi Hlavaty (CSU), weiter 2 Träger des Bayerischen Filmpreises (Dagmar Wagner und Sebastian Stern), Künstlerpaare (Roman Wörndl & Juschi Bannaski), Schauspieler (außer Jürgen Tonkel auch Marcus Calvin vom Staatsschauspiel), Schuldirektor Liebl samt Gattin, sogar der alte Kulturbanause und MTV-Unternehmensstammtischler Christian Kalinke war gekommen. Nur der Bürgermeister, der mit dem Star des Abends zusammen ministriert hatte, fehlte entschuldigt.

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Mehr Besucher als Stühle: der Marstall bei der QUH-Kurzfilm-Nacht

Die QUH-Organisatoren Philipp Pröttel (der mit Andy Ammer durch den Abend führte) und André Weibrecht waren von dem Erfolg am meisten überrascht. Zwar wußten sie von der Qualität der 5 Filme, aber es hatte parteiintern doch Zweifel an der Publikumsakzeptanz einer auf einem Dorf nicht gerade alltäglichen "Kurzfilmnacht" gegeben.

Den Auftakt im übervollen Marstall machte "Good Kill" von Uwe Greiner. Ein trotz seiner Kürze emotionaler und bis in die Details perfekt gestylter Film über einen Scharfschützen. Er konzipiere jedes seiner Bilder wie ein Photo erläuterte der Regisseur nachher im Gespräch. Als nächstes: Katharina Nobis Filmdebut "Rosalie und Bruno". Katharina, die 200 Meter vom Marstall entfernt aufgewachsen ist, hatte es als einzige Regisseurin nicht zu der Veranstaltung geschafft. Sie war mit Filmarbeiten in Italien beschäftigt, versuchte trotzdem zu kommen, hatte es aber - wie ihre stündlichen Telefonate verrieten - bis Ende der Veranstaltung nur bis zum Brenner geschafft. - Pause. - Dann der lauteste Jubel des Abends: Die "local heroes" Carolin Mock, Fabienne Buholzer und Yvonne Cosack stellten ihren Film "Gleiche Heimat - Andere Welt" vor.

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Muss man sich diese Namen vielleicht merken? Carolin Mock, Fabienne Buholzer und Yvonne Cosack im Gespräch mit Philipp Pröttel

Natürlich konnte der Film der Video AG vom Gymnasium Kempfenhausen das perfekte Niveau der anderen 4 Filme nicht ganz erreichen. Er überzeugte dafür mit seinem direkten Zugang und dem frischen, sehr intimen, entlarvenden Blick auf seine beiden Protagonisten, einem Burschenschaftler vom Dorf und einem etwas verzogenen Zögling aus einer vermögenden Familie. Wie denen denn der Film gefallen habe, wollte Philipp im anschließenden Gespräch von den 3 Macherinnen wissen. Sie hätten sich bis heute nicht getraut, ihnen den Film zu zeigen, antwortete darauf Yvonne Cosack unter lautem Gelächter des Publikums.

Nach dem Amateurfilm lief der sicher eindringlichste Film des Abends: In "Der Fang des Lebens" schildert der aktuelle Träger des Bayerischen Filmpreises (Kategorie: Nachwuchs) Sebastian Stern, dessen Spielfilmdebut "Die Hummel" gerade in den Kinos lief, den Kampf eines kleinen Jungen um das Leben seines Opas. Einige Zuschauer wurden dabei beobachtet, wie sie sich eine kleine Träne der Rührung aus den Augen wischten, als der kleine Junge seinem sterbenskranken Opa heimlich einen fetten Fisch an die Angel hängte.

Gut zwei Stunden dauerte da schon der Abend, als Andy Ammer dann die Attraktion des Abends ankündigte: die Premiere des Filmes "Leave Without Running" des Höhenrainer Ex-Ministranten und Schauspielers Jürgen Tonkel.


Für Daheimgebliebene: der Trailer zu Tonkels "Leave without Running"

Atmosphärisch dicht, perfekt gemacht, surreal überhöht und trotzdem mit einem harten Musik- & Bildrhythmus versehen ... es war allen klar, dass Jürgen Tonkel nach diesem Debut nach seiner Ministranten- und seiner Schauspielkarriere, vielleicht noch eine dritte Laufbahn als Regisseur bevorsteht.

Das Resumee des Abends lieferte der - sonst der Kultur nicht immer so zugewandte - Trainer der MTV-AH-Mannschaften Klausi Böck: "Gaaanz großes Kino!" nannte er begeistert den Abend.

Unser Paparazzo Baby Immerlos war natürlich auch dabei und schickte den Bösen Buben Material:

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Die Moderatoren: Doctores Pröttel und Ammer mit Jürgen Tonkel in der Mitte
Die Regisseure: Sebastian Stern, Eva und Jürgen Tonkel, Uwe Greiner

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An der Bar: André Weibrecht und Harald Kalinke
An der Kasse: Exilberger Robi Meisner und Elke Link

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Letzte Einweisung: Erich Höhne an Andy Ammer
Gute Laune: Heiko Kayser an Michaela Höhne

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Noch bessere Laune: Andy und Susi Obermaier
Vertieft: AH-Torwart Bernhard Hirmer und Neu-Farchner Stephan Marchner

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An der Bar: Sissi Kalinke und Ute Pröttel
Im Publikum: Dagmar Wagner, ebenfalls ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis, und Marcus Calvin, Schauspieler am Bayerischen Staatsschauspiel

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Volles Haus - viel Applaus!

(Fotos: Höck)

Samstag, 12. März 2011

Und schon gehts weiter

mit neuen Filmen unter Mitwirkung von jungen Berger Künstlern. Die 26-jährige Therese Strasser aus Assenhausen, derzeit Wahl-Berlinerin, schuf die Musik zu dem brandneuen Dokumentarfilm "So weit und groß" Die Natur des Otto Modersohn.
So weit und groß erzählt die Lebensgeschichte Otto Modersohns, in einer bisher nicht dagewesenen Konzentration. Der Dokumentarfilm verzichtet vollständig auf moderne Quellen, Ansichten, Kommentare und Materialien. Seiner eindringlichen Bildsprache liegen ausschließlich zeitgenössische Bildmaterialien Filme, Fotografien, Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Schriftdokumente zu Grunde. Die eingesprochenen Texte entstammen Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Texten von Otto Modersohn selbst, Paula Modersohn-Becker und Rainer Maria Rilke. Otto Modersohn versuchte zeitlebens, die Dinge tief zu durchdringen und das Wesentliche an ihnen herauszuarbeiten.

WeitereDetails unter: www.soweitundgross.de

Sonntag 12. März um 11.00 Uhr Matinee im Breitwand Kino in Starnberg

Heute QUHRZFILME

Der Bürgermeister hat sich entschuldigt, aber er hätte zu gern Jürgen Tonkel wiedergesehen, mit dem er in Höhenrain zusammen Ministrant war hat. Alle anderen werden da sein. Die Bühne ist festlich bereitet für die erste Berger Kurzfilmnacht:

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Vom Träger des Bayrischen Filmpreises (s.u.) bis zur Video AG des Kempfenhauser Gymnasiums (s.u.), vom Kurz-Thriller bis zum Dokumentarfilm, vom Höhenrainer Schauspielstar bis zur Berger Regisseurin reicht das Spektrum der fünf Filme, die Fernsehproduzent Philipp Pröttel für den Berger Marstall ausgesucht hat. Gemeinsames Thema der fünf kurzen Filme ist die Endlichkeit.

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Eva und Jürgen Tonkel, Elke Link und Philipp Pröttel gut gelaunt beim Aufstellen der großen Leinwand.

Restkarten (5/3€) gibt es an der Abendkasse (QUH-Mitglieder haben ermäßigten Eintritt). Beginn 20 Uhr.

Freitag, 11. März 2011

QUH holt Träger des Bayrischen Filmpreises nach Berg

Auf dem Programm der ersten Berger Kurzfilmnacht am Samstag steht neben vier weiteren Produktionen „Fang des Lebens“ von Sebastian Stern. Der Film entstand im Jahr 2004 im Rahmen von Sterns Studium der Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Mittlerweile hat Sebastian Stern mit dem Spielfilm „Die Hummel“, in dem Jürgen Tonkel die Hauptrolle spielt, den Schritt ins professionelle Film- und Fernsehbusiness geschafft. QUH sprach mit dem 31-jährigen Regisseur, der sich schon freut, am Samstagabend in den Berger Marstall zu kommen.

QUH: Im Januar haben Sie den Bayerischen Filmpreis als Nachwuchsregisseur für „Die Hummel“ bekommen. Herzlichen Glückwunsch! Kehrt man danach noch einmal zum Kurzfilm zurück?

Sebastian-SternSebastian Stern: Das will ich nicht ausschließen. Gerade um Routine und Praxis beim Drehen zu bekommen, bietet sich der Kurzfilm an. Das Format eignet sich gut für erste Figurencharakterisierungen, ist nicht so komplex und auch einfacher zu finanzieren. Dennoch ist es wichtig, in der Kürze der Zeit auf den Punkt zu kommen. Leider gibt es im professionellen Filmbusiness nur wenig Platz für das Genre Kurzfilm. Er ist entweder Liebhaberei oder Sprungbrett.

QUH: „Fang des Lebens“ war Ihr Sprungbrett. Gibt es autobiographische Bezüge?
Sebastian Stern: „Fang des Lebens“ war sozusagen mein Vordiplom an der Filmhochschule. Das Drehbuch schrieb ich mit einem Co-Autor zusammen. Die Figur des Großvaters orientiert sich tatsächlich an meinem eigenen Großvater, der begeisterter Angler war. Erfunden ist die Erzählperspektive aus Sicht eines Kindes. Das war auch beim Dreh eine starke Herausforderung. Aber Manuel Steitz, der damals gerade 9 Jahre alt war, hat das großartig gemacht und ist ja mittlerweile so was wie ein Teeniestar. Er spielte im Räuber Hotzenplotz und ist gerade in den Vorstadkrokodilen 2 im Kino zu sehen.

QUH: Auf dem Programm der ersten Berger Kurzfilmnacht steht auch ein Film der Video AG des Landschulheims Kempfenhausen. Wann haben Sie mit dem Filmemachen angefangen?
Sebastian Stern: Bei uns in der Schule gab es leider damals so etwas wie Video AGs noch nicht. Aber wir haben auch während der Gymnasiumszeit begonnen, im Freundeskreis Filme zu drehen. Wir waren auf Wettbewerben wie den Bayrischen Schülerfilmtagen unterwegs, und mir war früh klar, dass ich aus dem Hobby gerne den Beruf machen möchte. Ich finde es gut, wenn Schüler sich mit Filmen beschäftigen. Dazu muss man ziemlich viele Leute kurzschließen und kreativ sein.

QUH: Schon mal Kommunalpolitik betrieben?
Sebastian Stern: Ich stamme ja aus der Gegend, wo auch „Fang des Lebens“ spielt, einer niederbayrischen Kleinstadt. Heute lebe ich überwiegend in München, bin aber noch über die Familie und den Freundeskreis dort eingebunden. Da bekommt man natürlich schon die ein oder andere Querele der Fraktionen mit. Ich selber bin nicht politisch aktiv. Ich bin auch kein politischer Filmemacher, habe aber eine Haltung zur Welt und die bringe ich auch in meine Filme ein.

QUH: Wenn Sie einen Film zum Thema Gemeinderat drehen sollten, was für ein Genre würden Sie wählen?
Sebastian Stern: Wohl eine Tragikomödie.
QUH: Vielen Dank für das Gespräch und bis Samstag.

Hier der Link zu einem Interview über Kurzfilme mit Sebastian Stern, das auf arte lief: http://videos.arte.tv/de/videos/interview_mit_sebastian_stern-3427310.html

Donnerstag, 10. März 2011

Debut für die AG

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Bekanntlich ist es übermorgen soweit - im Rahmen unserer kleinen Serie "Was QUHckst du?" veranstalten wir am Samstag im Berger Marstall um 20 Uhr eine Kurzfilmnacht. Gezeigt werden fünf kurzweilige Kurzfilme, deren Macher oder Akteure, Vollprofis und blutjunge Amateure, fast alle aus Berg stammen.

Der Kurzfilm mit den meisten und jüngsten Regisseuren ("Gleiche Heimat - Andere Welt") wurde von der Video AG des Landschulheims Kempfenhausen gedreht. Er wird nun zum ersten Mal auf großer Leinwand gezeigt - ein erstaunliches Debut, das die Berger Existenzformen Bauer oder Millionär hart gegenüberstellt. Wir stellten einer der Regisseurinnen, Yvi Cosack, ein paar Fragen:

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Die Jungregisseurinnen: Yvonne Cosack, Miriam Nikolaus, Magdalena Fiedler, Alissa Eckl, Fabienne Buholzer (Carolin Mock fehlt auf dem Bild)

QUH: Yvonne, du und deine Schulkameradinnen habt den Film "Gleiche Heimat - andere Welt" gedreht. Wie kam es dazu?
Yvi: Die Aufgabe unseres Seminars war die Erstellung eines Dokumentarfilms. Uns war schon früh klar, dass der Film über unsere Heimat handeln sollte, damit wir möglichst viele Leute ansprechen.

QUH: Ganz kurz - worum geht es in dem Film?
Yvi: Unser Dokumentarfilm handelt von den unterschiedlichen Lebensstilen junger Menschen. Hierzu haben wir zwei Jugendliche miteinander verglichen. Wie der Name unseres Filmes schon verrät, wohnen zwar beide in derselben Gegend, haben jedoch eine extrem andere Art und Weise, ihr Leben und ihre Freizeit zu gestalten.

QUH: Euer Film wird auf dem Kurzfilmabend im Marstall präsentiert - seid ihr schon nervös?
Yvi: Für uns kam die Anfrage unseren Film dort zu präsentieren absolut überraschend. Wir freuen uns sehr darüber, denn eigentlich sind wir absolute Anfänger in der Filmbranche. Dies war unser erster Film, aber es hat uns Spaß gemacht. Wir wissen auch, dass nicht alles so "professionell" geworden ist, wie wir es gerne hätten, aber, wie gesagt, es ist unser erster Versuch.
QUH: Danke und toi, toi, toi bei der Vorführung!

Kartenreservierungen (5 €/erm. für Schüler, Studenten, Lehrlinge, Senioren und QUH-Mitglieder 3 €) unter quh@quh-berg.de

Mittwoch, 9. März 2011

Wir rühren die Trommel!

Gestern Abend waren fleissige QUHelfer unterwegs, um auch allen Nicht-Blog-Lesern kund zu tun, dass am Samstag ab 20:00 Uhr im Marstall die erste Berger Kurzfilmnacht stattfindet.

Was-QUHckst-Du

Wer als erstes mindestens 6 der 9 Aufstellorte benennt und an info@quh-berg.de schickt, erhält 2 Freikarten für den Abend.

Dienstag, 8. März 2011

Kirche, Kunst und Fußball

Fastenzeit. Da die QUH keine Wirtshausreden hält, gibt es von uns auch keinen politischen Aschermittwoch, kein Niedermachen des politischen Mitbewerbers (das erledigt der eine oder andere ja schon selbst). Wir kümmern uns zum Fastenbeginn um alles, was im Dorf wichtig ist: also um Kirche, Kunst und Fußball.

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Heute neu: Das "Kunstwerk des Monats" im Katharina von Bora Haus

Alle drei Säulen unserer dörflichen Gemeinschaft werden vereint in dem "Kunstwerk des Monats", das die evangelische Kirchengemeinde von Berg in diesem Monat ausstellt. Es handelt sich um ein Werk der Fotokünstlerin Katharina Kreye, Kulturpreisträgerin des Landkreises Starnberg. Ihre elfteilige Fotodokumentation hat das Thema "Nah am Wasser gebaut". Dafür fotografierte sie Menschen aus dem Landkreis und befragte sie, in welchen Situationen ihnen die Tränen kämen. Was das mit Fußball zu tun hat?

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Portrait von Ken Weid, Torhüter des MTV Berg

Einer der Befragten ist Ken Weid, der Torhüter des MTV. Ken kommen die Tränen wenn er ... nein, das verraten wir nicht. Wen es interessiert: Am Aschermittwoch wird das Werk um 19.30 Uhr bei einem kleinen Empfang im Katharina-von-Bora-Haus bei Wein und Brot präsentiert. Gastgeber ist Pfarrer Johannes Habdank, die Künstlerin wird von Katja Sebald vorgestellt.

Im April wird ein Werk des Farchacher Bildhauers Gerd Jäger gezeigt.

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