Samstag, 19. Februar 2011

Quatsch - Unsinn - Hochgefühle

Heute vor fünf Jahren wurde in einer Berger Wohnküche ein einzigartiges Projekt gestartet.

5-jahre-quh

Freitag, 18. Februar 2011

Kinder und Gärten

Und flugs von der Feuerwehr zurück zu den Kindern und ihren Gärten. Wie die meisten Kinder schon wissen, findet morgen um 14 Uhr in der Post der legendäre Berger Kinderfasching statt. Diesmal das Motto: "Wir sind die Roboter"!

Kifa

Der MTV als Veranstalter legt wie immer Wert darauf, dass natürlich auch alle Prinzessinnen, Cowboys und Katzen herzlich willkommen sind und den Maskenpreis (oder einen der vielen anderen) gewinnen können.

800px-Ars_Electronica_2008_Kotaro

Und einen Nachtrag noch zum bösen Erwachen nach der Erhöhung der Kindergartengebühren: Noch immer bekommen wir - sogar von GR-Kollegen - erstaunte Mails: Ob wir uns nicht vertippt hätten? - Nein, haben wir nicht! Aus dem Zahlenmaterial, das uns die Gemeinde und die Kindergärten zur Verfügung gestellt hat, geht zweifelsfrei hervor, das die Beiträge für Ganztagsbetreuung zwischen 17,6 (erstes Kind) und über 80 % (zweites Kind) in den nächsten beiden Jahren steigen werden. Das zugrunde liegende Zahlenmaterial war den Gemeinderäten allerdings nicht mit der schriftlichen Ladung, sondern nur nachträglich per mail zugegangen.

Vor 2 Jahren hatte BM Monn auf einer Versammlung für Kindergarteneltern im Rathaus noch vollmundig verkündet: "Die Elternbeiträge werden im nächsten und geplant im übernächsten Jahr nicht steigen! Ebenso bleibt die Geschwisterermäßigung bestehen!" - So berichtete die QUH im Juli 2009 (vgl.: http://quh.twoday.net/stories/5852867/ ). Diese Aussage stellt sich nun leider als termingerecht hinfälliges Versprechen heraus, das keine 2 Jahre hielt. Die von allen Gemeinderatsfraktionen (außer der QUH, die seitdem von einigen konservativen Kollegen stark kritisiert wird) beschlossene etwas übermäßige Erhöhung kommt in diesem und noch einmal im nächsten Sommer.

Donnerstag, 17. Februar 2011

5 neue Wägen für 5 Feuerwehren in 8 Jahren

Von den Kindergärten zu den großen Jungs. Feuerwehr-Kommandant Tobi Völkl stellte am Dienstag im Rat in seiner einleitenden Rede zur Lage der Berger Feuerwehren klar: "Es geht nicht darum, ein Spielzeug für 200 große Jungs und 30 ebenso große Mädel anzuschaffen", sondern um die "Fortführung des Feuerwehrfahrzeugkonzeptes mit Vorbildfunktion", das die Gemeinde Berg besitze.

HLF
Prunkstück aus Berg: Ein HLF 20 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) aus dem Jahre 2005

Die Feuerwehr sei gesetzlich verpflichtet, innerhalb von 10 Minuten nach Schadensmeldung an jeder Unglücksstelle in der Gemeinde zu sein. Um zu einem Feuer nach Mörlbach zu kommen, sei eine rein Berger Feuerwehr nicht geeignet.

Dann stellte sein Berger Vertreter, Flo Knappe sorgfältig und detailliert die Situation bei den 5 Berger Feuerwehren dar und wies auf Gefahrenherde hin: z.B. Tiefgarage Genz, Schulen, Kliniken, der Server des Keller-Verlags. Dem gegenüber gestellt wurde die Ausrüstungslage: Nur in Höhenrain und Allmannshausen seien die Wehren für das neue Jahrzehnt gerüstet. In den drei anderen Ortsteilen (Berg, Bachhausen, Kempfenhausen) seien in naher Zukunft gravierende Neuinvestitionen nötig: allein in Berg würden in den nächsten drei Jahren zwei bis drei Neufahrzeuge gebraucht.

LF
Der Berger Oldtimer LF 8 (im Besitz des FW-Vereins)

In der Tat stammt ein Löschfahrzeug in Berg aus dem Jahr 1973. Es ist immer noch im Einsatz und springt trotz Pflege nicht immer an. Es wird allerdings nicht von der Gemeinde betrieben, sondern in Eigenleistung vom "Verein Freiw. Feuerwehr Berg". Statt dieses vereinseigenen "Oldtimer"-LF 8 will man ein neues LF 10. Kostenpunkt ca. 210.000€ (53.000 davon könnten gefördert werden). BM Monn verriet, er habe die Kosten für dieses Gerät bereits in den Haushaltsplan für 2013 eingeplant. Eine Entscheidung des Rates steht allerdings noch aus. Weiter bräuchte Berg in den kommenden Jahren (2013/14) ein MZF (Mehrzweckfahrzeug 55.000€) und eine Umfunktionierung des alten Rüstwagens zum Gerätewagen (30.000€).

Anschließend (2014/16) seien - trotz der geringen Mannschaftsstärke von nur 27 aktiven Feuerwehrleuten - zwei neue Fahrzeuge für Kempfenhausen (160 bzw. 45.000€) von Nöten. GR Ammer fragte nach, ob man denn nicht im Notfall in 3 Minuten mit Blaulicht von Berg ins Kempfenhauser Krankenhaus gelangen könne? Darauf antwortete Kommandant Völkl, dass seiner Überzeugung nach das Gefahrenpotential in Kempfenhausen "viel zu hoch" sei (Schule, Landschulheim, 2 Kliniken, Keller-Verlag, diverse Großtiefgaragen), um dort auf eine Feuerwehr zu verzichten. Bekanntermaßen teilen diese Einschätzung einige Berger nicht unbedingt.

Zuletzt müsse man für das Jahr 2019 mit einer Anschaffung eines neuen LF (210.000€) für Bachhausen rechnen.

Einen Spielraum für diese Neuanschaffungen sehe er nicht, versicherte Tobi Völkl. Insgesamt beziffert er den Investitionsbedarf bis 2019 auf 710.000€. Davon könnten 260.000€ gefördert werden, sodaß ein Betrag von 550.000€ für zehn Jahre verbliebe, mithin 55.000€ pro Annum. GR Link fragte nach, ob das die Preise vor oder nach den entdeckten Preisabsprachen seien, über die in den Zeitungen berichtet worden war. Da - so wurde dem Rat geantwortet - gäbe es wohl keinerlei Unterschied.

Zusatz: Einen Bericht des BR, in dem die Kartellbehörde hingegen bestätigt, das die in letzter Zeit von den Kommunen (und so auch von Berg) angeschafften Feuerwehrwägen "sicherlich überteuert" waren, findet sich im Netz hier: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-video-feuerwehr-ID1297980059721.xml

Die dritt- oder viertgrößte Partei

Ja, es gibt Sie noch, die SPD, wenngleich sie momentan vielleicht nur noch die dritt-(bundesweit) oder viert-(gemeindeweit)größte Partei ist.

logo
Heute abend schafft die ehemalige deutsche Regierungspartei (wie lang ist das eigentlich schon her?) spielend, was der CSU so schwer fällt: eine Mitgliederversammlung samt Vorstandswahl abzuhalten.

Obendrein machen sie sich in der SPD auch die richtigen Gedanken: ihr Kreisvorsitzender Tim Weidner hält ein Referat mit dem Thema: "Rekommunalisierung der Energieversorgung – auch in Berg?". Die Orts-SPD schreibt dazu: "Viele Gemeinden (fast die Hälfte der Gemeinden Baden-Württembergs!) haben ihre Energieversorgung selbst in die Hand genommen und profitieren in vielfacher Hinsicht davon. Die Würmtalgemeinden haben sich bereits zu einem Energieverbund zusammengeschlossen und machen uns vor, wie auch kleine Kommunen gemeinsam ihre Energieversorgung betreiben können. Die Gewinne daraus werden die Gemeinden selber einstreichen. Heute noch profitiert Eon von uns - morgen schon die Berger Bürger?" - Beginn der Veranstaltung 20 Uhr in der Post.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Gestern im Gemeinderat - ans Eingemachte

Kindergärten, Feuerwehren, Windräder. Es ging gestern im Gemeinderat nicht nur um (rote!) Motorroller, die der CSU ein Dorn im Auge sind, sondern auch um die ganz großen lokalpolitischen Themen. Einen kleinen Eklat gab es noch obendrein: Die Kindergartengebühren steigen im Einzelfall um über 80%.

Gleich mit drei promovierten Herren (Kreisbaumeister, Jurist, Architekt) rückte das Landratsamt an, um mit dem Rat die dringende Frage der Standorte für Windkraftanlagen in der Gemeinde zu besprechen.

220px-Windkraftanlage_Dimension
Windkraft: Wohin mit energetischem Segen und optischem Fluch?

Hintergrund: Die Planung für das von dem Berger "Kaufmann" beantragte zweite Windrad auf der Wiese unterhalb der Post ist nur um ein Jahr aufgeschoben (Vgl. unseren Sitzungsbericht v. 14.12.10). In dieser Zeit soll ein Teilflächennutzungsplan aufgestellt werden, der in Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden des Landkreises geeignete Orte für Windkraftanlagen ausweist. Nur mit Verweis auf eine solche positive Leitplanung können Anträge für Windkrafträder, die "privilegierte Bauwerke" sind, an weniger geeigneten Standorten abgelehnt werden.

Während in den anderen Landkreisgemeinden die Leitplanung in aller Ruhe angegangen werden kann, bleibt Berg - wegen des bekannten Antrags (lt. BM "einer Provokation") - nichts anderes übrig, als in dieser Frage eine Vorreiterrolle zu spielen.

"Entweder wir planen, oder jemand anders plant für uns", lautet deshalb die Devise, die Kreisbaumeister Dr. Christian Kühnel ausgab. Architekt Dr. Hesselberger (hat u.a. die Schlossberghalle gebaut) erläuterte, dass - wenn im Landkreis derartige geeignete Standorte gefunden werden könnten - der Mindestabstand zur Wohnbebauung eventuell auf 1000 m festgelegt werden könne. Der Jurist des Landratsamt Dr. Gaß erläuterte, dass - wenn die Landkreisgemeinden sich für eine gemeinsame Vorgehensweise entschließen - es genügen würde, wenn im Landkreis (also nicht in jeder einzelnen Gemeinde) geeignete Standorte ausgewiesen werden. Nach langer, aber einvernehmlicher Diskussion beschloss der Rat einstimmig, dass ein Teilflächennutzungsplan aufgestellt werden soll, der nach Standorten für Windräder sucht, die folgende 5 Kriterien erfüllen sollen:

1. Abstand von Wohnbebauung mindestens 1000m
2. Berücksichtigung des Landschaftsschutzes
3. Keine Beeinträchtigung von Sichtachsen zum See und den Alpen
4. Berücksichtigung des Artenschutzes
5. Rentabilität

Prinzipiell wären Windkrafträder, die möglichst von der Gemeinde selbst betrieben werden, als Energiequelle zu begrüßen. Spannend bleibt, ob Standorte gefunden werden, die nicht zum Konflikt mit der Bevölkerung führen. GR Brunnhuber (SPD) wies noch darauf hin, dass die Gemeinden hier ein "Versagen der Regionalplanung" auszubaden hätten. Auf Nachfrage der QUH bestätigte das Landratsamt, dass die Planungen für Berg noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten.

Mehr Konflikt gab es im Rat bei der Erhöhung der Kindergartengebühren. Hier genügt die Staffelung der Beiträge nach Buchungszeit nicht den gesetzlichen Vorgaben. In zwei Schritten sollen hier die Gebühren den Empfehlungen des Ministeriums angeglichen werden. Dies kommt zwar im Extremfall einer Erhöhung der Gebühren um 17,6% gleich, ist aber unumgänglich und wurde deshalb - auch von der QUH - zähneknischend hingenommen. Die Erhöhung soll in zwei Schritten geschehen und ist - lt. Verwaltung - mit den Elternbeiräten abgesprochen.

kigabeitraege
regelbetrag

Eine notwendige Anpassung, die zugleich das Gemeindedefizit etwas vermindern könnte. Anders sah es - aus der Sicht der QUH - bei der Änderung der "Geschwisterermäßigung" aus. Diese beträgt derzeit 50% ab dem dem zweiten Kind. Die Gemeinde kostet das pro Jahr etwa 25.000€. Dem Bürgermeister ist diese Unterstützung größerer Familien zu teuer. Man sprach sich für eine Senkung dieser Ermäßigung auf 25% aus. Einziger Grund: Kostenersparnis auf Kosten der Familien. Für die QUH war dies nicht nachzuvollziehen. Sie stimmte - als einzige Fraktion - mit 3 Stimmen gegen diesen Vorschlag. Der Bürgermeister, offensichtlich in letzter Zeit etwas zu sehr von einstimmigen Ergebnissen verwöhnt, kanzelte die abweichende Meinung der QUH sofort scharf als "Schaufensterabstimmung" ab ... und vergriff sich damit definitiv im Ton gegenüber politisch Andersdenkenden.

Denn wenn man bedenkt, dass dieser Beschluss bedeutet, dass Familien mit 2 Kindern in Zukunft im Extremfall für ihre Kinder 2x 17% und einmal obendrauf 50 % mehr Gebühren zahlen müssen, kommt diese Entschließung einem kleinen Skandal gleich! Wenn wir richtig rechnen, hat der Gemeinderat gestern gegen die Stimmen der QUH genehmigt, dass eine Familie in Zukunft für ein ganztägig betreutes zweites (oder drittes) Kind statt 68 € einen Regelbeitrag von 120 € bezahlt, was eine unglaubliche Erhöhung um 81,6 % bedeutet! (Im Hort sind es sogar 86,9 % von 146 € auf 264 €) - "Schaufensterabstimmung"?

280px-LF8-6
Offene Frage "LF 8/6" - Wieviel davon braucht eine Gemeinde?

Auf den Vortrag der Feuerwehrkommandanten Völkl und Knappe, die im Rat den von den zehn Kommandanten der fünf Wehren der Gemeinde errechneten Bedarf von sechs (6!) neuen Feuerwehrfahrzeugen für das laufende Jahrzehnt referierten (Kostenpunkt 710.000€), kommen wir gesondert zurück.

Dienstag, 15. Februar 2011

So nahm der Abend seinen Lauf - die Gemeinderats-sitzung

DSC02677_2

Heute Ortstermin vor der Gemeinderatssitzung - in den Katakomben des ehemaligen Grimaldi's bzw. dem, was noch von der alten Kegelbahn übrig ist. Bei den Umbauarbeiten kam so einiges zum Vorschein, und die Gemeinderatsmitglieder wurden vor Ort über den Zustand der Bahn informiert.

Im Rathaus ging es gleich danach weiter - zunächst mit dem Bericht des Bürgermeisters. Erstes Thema: der Kiosk in Höhenrain. Der Kiosk hatte laut BGM Monn wegen Personalproblemen in letzter Zeit nur noch SA und SO geöffnet, wird jedoch ab 1.3. zusätzlich DI und DO offen sein. Sobald genügend Personal für die Backstube zur Verfügung stehe, sei wieder die ganze Woche geöffnet. GR Streitberger setzte sich vehement für eine tägliche Öffnung ein, um zu verhindern, dass sich die Kunden anderweitig orientierten und der Kiosk womöglich eingehe - dafür wollte er sogar nach anderen Pachtinteressenten suchen - was BGM Monn ablehnte: "Wegen eines vorübergehenden Engpasses kann man nicht gleich kündigen."

Zweites Thema: der Kreisel. BGM Monn informierte darüber, dass sechs Künstler insgesamt 15 Modelle abgegeben hätten. Der PUVE habe mit dem Berger Kulturreferenten und QUH-Gemeinderat Dr. Kaske, der die Künstler Sebastian Heinsdorff (Icking) und Ernst Grünwald (Ammerland) mit in die Jury geholt hatte, drei Entwürfe ausgesucht. Die Künstler sollen nun eine maßstabsgerechte Darstellung sowie eine exakte Beschreibung der Materialien und eine Kostenschätzung vorlegen. Bis zum 10.3. sind die Vorschläge abzugeben.

Die Anfragen aus dem Gemeinderat beschränkten sich diesmal auf einen zu hohen Zaun (GR Reichart), einen verwaisten roten Roller vor dem LSH Kempfenhausen (GR Hlavaty), einen verwaisten blauen VW-Bus an der Dorfstraße (GR Hlavaty) und verwaiste Säcke mit Grünabfall am Kreuzweg (GR. Dr. Haslbeck). Die CSU scheint vor der anstehenden Mitgliederversammlung erstmal gemeindeweit aufzuräumen.
Im Laufe des Tages (Mittwoch) die weiteren Tagesordnungspunkte ... und damit die wirklich wichtigen Themen:
- eine Erhöhung des Kindergartengeldes (samt als "Schaufensterstimmen" bezeichneten Gegenstimmen der QUH)
- eine Bedarfsrechnung für Feuerwehrwägen (6 Stück im laufenden Jahrzehnt)
- und die komplizierte Suche nach geeigneten Standorten für Windräder im Gemeindegebiet (und darüber hinaus). Stay tuned!

Heute Gemeinderat (die 3.)

Heute im Gemeinderat die großen Fragen:

- Wieviel Autos brauchen Feuerwehren?
- Wieviel Geld dürfen Kindergärten kosten?
- Wohin mit Windkraftanlagen?
- Sowie Schwimmbadbau "Am Heimrathof" und ...
- ... die Anpassung des legendären ZuVOWiG.

Offiziell liest sich das Programm so:
http://www.gemeinde-berg.de/index.php?id=11,30&dbstart=0&year=15.02.2011&detailevent=1385

Die Entscheidungen vielleicht schon heute Nacht,
allerspätestens aber morgen, wie immer ... zuerst hier im Blog!

Montag, 14. Februar 2011

V-Tag in Berg

Erziehungspsychologisch heißt das, was der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit sich heute zum Valentinstag ausgedacht hatte, "positive Verstärkung". "Achten Sie verstärkt auf Dinge, die ihr Kind gut und richtig macht oder sich darum bemüht; geben Sie ihm dafür Ihre Aufmerksamkeit", raten Erziehungsratgeber. Und so verteilte der Zweckverband heute keine Strafzettel an Falschparker, sondern rosa Blumen und kleine grüne Karten für diejenigen, die in der Gemeinde RICHTIG parkten. Sehr nett!

DSC02673
Wir haben richtig geparkt!

Zufälligerweise steht morgen im Gemeinderat auch eine "Anpassung der Zuständigkeiten im Ordnungswidrigkeitenrecht" (im Beamtendeutsch ZuVOWiG) auf der Tagesordnung. Der Zweckverband, den Bürger immer wieder herbeirufen, wenn vor ihren Häusern zu schnell gefahren wird, und immer zum Teufel wünschen, wenn sie selbst einen Strafzettel bekommen, soll ausdrücklich auch die Geh- und Radwege überwachen.

Sonntag, 13. Februar 2011

Ritter Flammberg vom Ostufer

Da waren "Die Bösen Buben" mal wieder in ihrem Element: Gestern fand in München am Residenztheater DIE Theaterpremiere des Jahres statt. Der kultisch verehrte Ewigkeitsintendant Dieter Dorn (75) lud zu seiner allerletzten Münchner Premiere. Auf dem Spielplan stand Kleists "Käthchen von Heilbronn", im Zuschauerraum befand sich von Dr. Müller-Wohlfahrt bis zu Dieter Hildebrandt oder Axel Milberg alles, was in München Ruf und Namen hat, und auf der Bühne stand unser Höhenrainer Staatsschauspieler Marcus Calvin in der Rolle des Ritters Flammberg.

ritter-marcus
Marcus Calvin (links mit Schwertern), Felix Rech (als Friedrich Wetter, Graf vom Strahl) und Sunnyi Melles im "Käthchen von Heilbronn"

Regisseur Dieter Dorn hatte sich für seine Abschiedsinszenierung ein als "unspielbar" geltendes Stück der Weltliteratur herausgesucht und für sich selbst den ersten und letzten (bis zur Premiere geheim gehaltenen) Auftritt als engelsgleicher und allmächtiger Kaiser reserviert.

dorn
Bühnendebüt mit 75: Der überraschende Auftritt von Regisseur Dieter Dorn in seiner ersten (und letzten) Rolle als "Kaiser"

Insgesamt fünf Stunden dauert das Spektakel, in dem Dieter Dorn und sein Ausstatter Jürgen Rose noch einmal alle Register ihrer Bühnenkunst vorführen: Das Stück wimmelt von falschen Pferden, echten Schwertkämpfen und einstürzenden Bühnenbauten. Noch die allerkleinsten Rollen sind mit Schauspiel-Legenden wie Jennifer Minetti oder Cornelia Froboess besetzt.

kaethchen
Auch die Bühne ein Hauptdarsteller: Käthchen (Lucy Wirth) stürzt sich in das brennende Schloss, das gleich mit großem Knall einstürzen wird (links unten flüchtet unser Marcus; Fotos: Thomas Dashuber)

IMG_02811
Den Schweiß noch auf dem Leib: Wahlberger Marcus Calvin nach der Show, hinter den Kulissen und glücklich in seiner Garderobe (Foto: Böse Buben)

Auch für Marcus Calvin war es erst einmal die letzte Premiere am "Resi". Er wird in der nächsten Spielzeit das Ensemble verlassen und als freier Schauspieler sein Glück versuchen. Feste Angebote von anderen Häusern hat er zunächst ausgeschlagen. Zu gern lebt er mit Frau und seinen 3 Söhnen in Berg, wo er als derzeitig amtierender, doppelt-oberbayerischer AH-Meister auch die D2-Jugendmannschaft des MTV Berg trainiert.

marcus-calvin
Demnächst nicht mehr nur am Resi: Marcus Calvin (Foto: Dashuber)

Das "Käthchen von Heilbronn" steht nur noch bis zum Mai - das nächste Mal am kommenden Freitag - auf dem Spielplan (siehe: http://www.bayerischesstaatsschauspiel.de/spielplan/ ). Aber so wie die "Bösen Buben" Marcus Calvin kennen, kümmert er sich für seine Berger Freunde gerne um die begehrten Karten.

Samstag, 12. Februar 2011

Sieg des Rechtsstaates

08.04.2011 - Nach 14 Jahren Streit soll es plötzlich ganz schnell gehen ... bleiben wirklich nur noch 55 Tage?

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/vermischtes/berg-die-frist-laeuft-1.1057368

Heimartabend

Fast hätten wir es vergessen: Gestern schon und nur heute noch gastiert unter dem - etwas angestrengten - Titel "Heimartabend" die Theaterwerkstatt Eching mit ihren Oskar Maria Graf Stücken im Gasthof zur Post. Das Gastspiel war schon für letztes Jahr geplant gewesen.

newsimage
Walter Schulz-Matan, "Bildnis Oskar Maria Graf" von 1927, aus dem Lexikonartikel "O.M. Graf, Wir sind Gefangene" des Historischen Lexikons Bayern, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Die Theaterwerkstatt spielt in einer Bühnenfassung der Regisseurin Sigrid Hollik insgesamt 6 Szenen aus Grafs "Kalendergeschichten" und dem "Bayerischen Dekameron" sowie - besonders eindrucksvoll - die "Die Eisscholle" aus den "Weihnachtsgeschichten". Eintritt nur 10 €. Beginn 20 Uhr.

QUH

QUH Suche

 

Litfaß-Säule

Haleh7

Aktuelle Beiträge

Der transatlantische...
Von Allmannshausen nach New York Der...
quh - Fr, 11.7.25, 9:17
Re: Research on Things...
ammer - Di, 15.5.18, 14:52
Fw: Update your account
ammer - Sa, 12.5.18, 20:26
Research on Things to...
ammer - Sa, 12.5.18, 20:26
Re: Research on Travel...
ammer - Mi, 7.2.18, 18:12

QUH-Count

Besucher

Blogger Status

Du bist nicht angemeldet.

Die QUH ist vom Eis!

Liebe QUH-Blog-Leser/innen,

wir haben hart gearbeitet. 4.520 Artikel, 5.105 Kommentare & Antworten sowie 9.156 Bilder sind nun erfolgreich auf unsere neue QUH-Weide umgezogen. Wir danken allen, die dies durch ihre Spenden möglich gemacht haben.

Kommen Sie mit und passen Sie das Lesezeichen Ihres Browsers an unsere neue Webadresse http://quh-berg.de an.

Zum neuen QUH-Blog »