Samstag, 6. Juni 2009

Demokratie macht Arbeit

europa_stier_vor

Das Wappentier Europas ist der Stier, nicht die Kuh. Trotzdem und obwohl wir als überzeugte Lokalpolitiker natürlich nicht bei dieser Wahl antreten und als QUH-Politiker auch keine andere Partei unterstützen, ist es uns heilige Pflicht, eine engagierte Wahlempfehlung auszusprechen: Berger, geht zur Wahl!

wahlomat
Für unentschlossene gibt es den "Wahl-O-Mat", ein intelligentes Internetprogramm der Zentrale für politische Bildung, mit dessen Hilfe man auf Grund seiner Meinung zu politischen Grundfragen bestimmte Parteien empfohlen bekommt, die diese vertreten: http://www.wahl-o-mat.de/europawahl2009

Wichtig ist die Beteiligung an der Wahl vor allem, weil die Gefahr besteht, dass auf Grund einer geringen Wahlbeteiligung extremistische Parteien in den Europarat aufrücken. In den Niederlande ist das bereits geschehen, wo die rechtspopulistische Partei zu zweitstärksten Kraft wurde. In Österreich fühlt man sich gerade an die Zeit der Kreuzzüge erinnert; dort droht eine Partei mit dem mittelalterlichen Slogan "Abendland in Christenhand" Erfolg zu haben.

Dagegen steht das unerhörte Glück einer gemeinsamen Währung und offener Grenzen in einem multinationalen Staatengebilde, dessen Einmaligkeit auf der Welt am Sonntag definitiv die kleine Mühe einer Stimmabgabe wert ist. Ohne Wähler keine Demokratie!

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QÜHE wählen Stiere

Wie lustvoll der Umgang mit Europa ist, liest sich bei Ovid so:

"Es staunt die Tochter Agenors (Europa),
Daß er (Zeus als Stier) so herrlich erscheint, und nichts Feindseliges vornimmt.

Aber wie sanft er tue, sie scheuet zuerst die Berührung;
Bald dann wagt sie mit Blumen dem schimmernden Munde zu nahen.
Froh ist der liebende Gott, und zum Vorschmack höherer Wollust
Küßt er die Händ' inbrünstig, und kaum noch erträgt er die Hülle.
Jetzo spielt er sie an, und durchhüpft die grünenden Kräuter;
Jetzo streckt er den Leib schneeweiß auf gelblichem Meersand.
Und, da die Furcht allmählich vergeht, bald reicht er zum Klatschen
Mit jungfräulicher Hand ihr die Brust, bald beut er die Hörner
Frischen Bekränzungen dar. Schon wagt die erhabene Jungfrau,
Wen sie besteig', unkundig, dem Stier auf dem Rücken zu sitzen."
(Übersetzung J.H. Voß)

Auf Latein findet sich Ovids Geschichte von Europa und dem Stier reich bebildert (und also auch für Nicht-Lateiner verständlich) unter: http://www.latein-pagina.de/ovid/ovid_m2.htm#34

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Europa schmückt ihren Liebhaber, den Stier, mit Blumen (Gemälde von Francois Boucher nach Ovid, Met. II, 861)

Freitag, 5. Juni 2009

Der etwas andere Fussballverein!

Wir wollen ja nicht die Plattform für die Printmedien sein, aber wenn es das Dorf oder ein Verein aus der Gemeinde schafft eine ganze Seite 3 zu füllen ist es eine Meldung wert!

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Die Seite 3 aus dem Münchner Merkur von heute!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Der erste Schritt ist getan!

Gestern spielte die zweite Mannschaft des MTV Berg im ersten Relegationsspiel gegen den SV Uffing vom Staffelsee.
Ein bisschen frisch wars schon und ca. 100 Berger pilgerten nach Antdorf um das Team von Bobby Wopper zu unterstützen. Sie sahen ein torreiches Spiel in dem von Anfang an die Berger dominierten. Schnell gingen sie mit 3:0 in Führung - doch plötzlich war es wie abgeschnitten.
Die Uffinger erzielten kurz vor der Halbzeit den Anschlusstreffer und gleich nach dem Wiederanpfiff gar das 3:2. Die Berger fingen sich wieder und gewannen schliesslich aufgrund einer soliden Mannschaftsleistung mit 6:4 -uff! Herausragende Spieler waren Kapitän Timo Weid mit 3 Toren und Padrig Hughes der einen Treffer beisteuerte und viele gute Momente hatte.

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Routinierter Jubel nach dem 5:3

Am Sonntag geht es dann ab 18.30 erneut in Antdorf gegen den SV Oberau - Mal sehen ob sich die Anzahl an Supportern noch steigern lässt.
Toi, toi, toi der Zweiten, damit in der nächsten Saison die erste von Höhenrain dran ist.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Stromausfall

Stromausfall
Die PV-Anlage zeigt: Fast drei Stunden dauerte es

Nachbarn stehen ratlos auf der Straße - in einigen Haushalten in Berg ist der eine oder andere Stromkreis verlustig gegangen. Keine Sorge - Sie müssen nicht an Ihren Sicherungskasten! Laut Auskunft der eon ist bereits jemand unterwegs, um die Störung zu beheben, die wahrscheinlich bei Arbeiten am Huberfeld entstanden ist.

Dienstag, 2. Juni 2009

Nur nicht locker lassen

Manchmal muß man sich umdrehen, um nach vorne blicken zu können. Heute blicken wir einmal 7 Jahre zurück, als Artikel in den Zeitungen standen, die mit dem Satz begannen: "Die Berger Ortsmitte gehört beileibe nicht zu den schönsten Flecken in der Gemeinde."

Ortsmitte
Eine Starnberger SZ von 2002

Brandaktuell! Denn es ist weniger bemerkenswert, dass sich seit damals nicht das geringste geändert hat (im Gegenteil), sondern dass die Vertröstungen, mit denen auch der letzte Antrag der QUH im Gemeinderat zur Bestellung eines Planers aufgeschoben wurde, sich seit damals nicht geändert haben: Man sei in Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer (der seit damals 3 mal gewechselt hat). Eine Lösung für die Misere zeichne sich ab. Jaja. Einen Bebauungsplan gibt es übrigens auch noch nicht.

Die QUH bleibt dabei: Hier muß bald aktiv etwas gemacht werden. Zum Thema hat uns Volker Cornelius noch einmal eine Ideenskizze geschickt, wie man das Gelände durch eine durchgehende Pflasterung samt einem "Shared Space" Konzept fassen KÖNNTE (der Neubau auf dem alten Wirtshaus-Grindstück bleibt allerdings reine Cornelius-Phantasie).

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(Dank an V. Cornelius, auch für den Hinweis auf den alten Artikel).

Montag, 1. Juni 2009

Die Welt retten

Manchmal unterschätzt selbst Christian Kalinke sein Berger Publikum. Er war sichtlich überrascht, dass zum Auftritt von Ernst-Ulrich von Weizsäcker noch mehr Leute zum Unternehmerstammtisch kamen, als letztes Mal beim Auftritt des Kicker-Chefredakteurs.

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Ernst-Ulrich von Weizsäcker mit Christian Kalinke (Foto: Höck)

Zunächst ein Blick ins Publikum: SPD (Brunnhuber) und Grüne (Adldinger) waren vertreten, von der CSU war zumindest Hotelnachbar Gastl-Pischetsrieder senior vertreten (und lobte anschließend den QUH-Blog), die QUH glänzte naturgemäß in Mannschaftstärke, ansonsten zeigten die politischen Parteien der Gemeinde Desinteresse an politisch-ökologischem Denken. Das auswärtige QUH-Mitglied Klaus Weibrecht war sogar von Coburg angereist und ärgerte sich, dass er Weizsäckers Erfolgsbuch "Faktor Vier" nicht zum Signieren mitgebracht hatte, freute sich dann aber über den persönlichen Händedruck des QUH-Vorsitzenden.

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Andy Ammer begrüßt das Coburger QUH-Mitglied Klaus Weibrecht und freut sich, dass er sich die Fahrt nach Oberfranken sparen kann

"Doppelter Wohlstand, halber Naturverbrauch" war in "Faktor Vier" die Grundthese von Ernst-Ulrich von Weizsäcker gewesen, die er auch in Leoni noch einmal am Beispiel des 8000 km weit reisenden Joghurtbechers erläuterte. Wenn es gelänge, den Becher nur 2000 km zu transportieren, hätten alle gewonnen. Einige andere Beispiele zur Verbesserung der Energieeffizienz finden sich hier. Zur Zeit schreibt von Weizsäcker an einem Nachfolgeband zu seinem Bestseller mit dem Arbeitstitel "Faktor Fünf". Die neue Überlegung zur Vermittlung von Ökonomie und Ökologie lautet: Die Geschichte habe gezeigt, dass die Ökonomie am besten in der Lage ist, Energieressourcen immer effektiver auszunutzen. Diesbezüglich sollte man der wirtschaftlichen Selbstregulierung trauen. Diese Effektivitätssteigerung habe aber in der Vergangenheit paradoxerweise immer nur zu noch höherem Energieverbrauch geführt. Hier müsse die Politik lenkend einschreiten. "Die Natur schreit nicht, wenn wir sie verletzen!", mahnte von Weizsäcker und erinnerte - zum Nachdenken für alle - noch an eine Greenpeace-Aktion vom März dieses Jahres, als die Umweltaktivisten die Hochhäuser der Deutschen Bank mit einem riesigen Plakat verkleidet hatten:
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"Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet!" / Foto Greenpeace

Sonntag, 31. Mai 2009

Das Starnberger SeeMagazin

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Es ist zwar schon seit 9. Mai im Handel, und zwar in einer beachtlichen Auflage von 25.000 Stück, zu haben für 3,80 €: das neue Starnberger SeeMagazin. Die Herausgeberinnen, Sabine Schönmann und die Bergerin Elke Ross, baten uns trotzdem, im QUH-Blog wieder auf ihre Ausgabe Sommer 2009 hinzuweisen. Das tun wir natürlich gerne, zumal sie ihre Bitte mit einem schönen Zitat von Karl Valentin versehen haben:

Fachmännisch wurde genau berechnet, dass der Starnberger See tief, seicht, lang, kurz, schmal und breit zu gleicher Zeit ist!

Samstag, 30. Mai 2009

Mehr als eine Feier ...

... hat gestern Präsident Stinker für heute versprochen. Wohlan:

Das letzte Spiel des bereits feststehenden Meisters der Kreisklasse A gegen Hartpenning am Samstag den 30.05.2009 wird von 15.00 Uhr auf 17.00 Uhr verschoben.

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Die Siegermannschaft 2009

Nach getaner Arbeit kann dann gleich zur Meisterschaftsfeier an Ort und Stelle übergegangen werden!

Um 15.00 Uhr spielt die 2. Mannschaft von und mit Trainer André 'Bobby' Wopper ebenfalls um den Sieg in Ihrer Klasse gegen Gelting. Auch ein echter Hingucker!

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