Mittwoch, 18. Februar 2009

"Wir werden uns ein Denkmal bauen ..."

... in diesem Ausspruch gipfelte eine äußerst turbulente Gemeinderatssitzung, zu der zwar die Räte, aber nicht die Vertreterinnen der Presse vollständig erschienen waren. Die einzige anwesende Pressefrau verschwand, bevor es turbulent wurde. Aber der Reihe nach.

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Wegen schlechten Wetters heiß diskutiert, aber nicht beschlossen: die neueste Planung für das Einheimischenmodell in Berg

Das Programm der Sitzung versprach eine blühende Landschaft der Langeweile zu werden: Bebauungspläne, die zum 5.-7. mal verhandelt wurden. Und eine kleine Hütte zur Lagerung von Gefahrengütern am Bauhof ("Gähn!"). Doch der Rat sah das kritisch. Da müsse doch ein besserer Standplatz möglich sein als unterirdisch im Hang. Zu teuer (Robert Schmid behauptete, die 77.000 € teure Hütte hinter dem Bauhof auch für 10.000 € bauen zu können. Er hätte dafür vom Bürgermeister sofort den Zuschlag bekommen.) Man rettete das Projekt in eine Ortsbegehung.

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Eine Vision: Die Villa de Osa in Kempfenhausen 1909

Dann der Uralt-Neu-Bebauungsplan Ex-Argirov-Klinik. 9 mal wurde über Einwände gegen einen weiteren Anbau an den Neo-Barock-Palast von 1909 abgestimmt. 8 mal waren QUH, Grüne, SPD und 1x CSU dagegen (8x Abstimmungsergebnis 13:7). Als die QUH plötzlich geschlossen für Balkone am eigentlich von uns abgelehnten Bau waren ("Wenn schon gebaut wird, dann zumindest mit Balkon!") gab es vom verblüfften Bürgermeister ein zweischneidiges Lob : "Na wenigstens mitgedacht!"

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Noch weiter verschandelt: Die ehemalige Villa de Osa von 2009 umgeben von Funktionsbauten

Dann ging es um andere Großgrundstücke in Kempfenhausen (nein, kein neues Baurecht auf Flurnummer 544/9, 5:16) und am ("Mein Gott schon wieder!") Zieglerweg (mehr Baurecht - 13:8). Die Vertreterin der Presse hatte da bereits längst den Saal verlassen.

Und plötzlich kam Schwung in die Sache. Die Planung für das teilweise als Einheimischenmodell gedachte Grundstück an der Baulücke an der Aufkirchner Straße in Berg lag vor. (Abbildung ganz oben). Allerdings war die Planerin im Schnee steckengeblieben. So wie ihre Pläne. Denn sie hätte sich einiges an Kritik vom Rat anhören müssen. Die Vorschläge des Rates (PUVE) waren trotz monatelanger Arbeit nicht eingearbeitet worden, die Sinnhaftigkeit der Bebauungen wurde in Frage gestellt, die Grundstücke seien zu klein (CSU), der Wendehammer zu klein (EUW) der Spielplatz am falschen Ort (alle), und wieso sei das Ganze keine Spielstraße (SPD), wohin mit dem Regenwasser (hätte Gerd Jäger gefragt), wieso sind keine Vorschläge eingearbeitet (QUH) ... wahrscheinlich wünschte sich der Bürgermeister inzwischen, er hätte - wie beim letzten Mal von der QUH gefordert - eine von Bausachen freie Sitzung anberaumt.

Die größte Frechheit: Alle berechtigten und dokumentierten Einwände des Rates und des Ausschusses waren in den neuen Plan nicht eingearbeitet worden. Er sah immer noch exakt so aus, wie er in der Sitzung vom 10. Juni 2008 vorgestellt worden war (vgl. unsere Abbildung v. 10.7. http://quh.twoday.net/stories/4986356 ), nur der Spielplatz war im Osten drangeklatscht worden. Die Planerin hatte allerdings um Vertagung gebeten, da sie den Plan persönlich erläutern wollte.

Der Rat kochte schon etwas, aber die Klimax nahte: Der Bebauungsplan zum "Betreuten Wohnen". Der Architekt war anwesend und wurde zunächst von GR Gastl-Pischetsrieder richtig in die Mangel genommen. "Wie er sich das denn jetzt vorstelle? Und ob er sich Gedanken über die Verschönerung gemacht habe?" GR G-P hörte gar nicht mehr auf zu reden. Als auch noch GR Haslbeck (CSU) behauptete, der Gemeinderat werde sich mit diesem Projekt zwar ein Denkmal bauen "... aber ein negatives!", da wollte Bürgermeister Monn eigentlich die Diskussion abbrechen, worauf sie sich dann erst recht entfachte ...
... aber davon morgen mehr ... der Bericht wird fortgesetzt. (Die Presse kann uns ja nicht zuvor kommen).

Dienstag, 17. Februar 2009

Abschied vom Jäger

Noch bevor es in die Niederungen der Tagespolitik ging, feierte ein Großer seinen Abschied: Gerd Jäger (Grüne) und die Räte wurden zum kleinen Empfang in den kleinen Saal der Gemeinde geladen.

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Mit einem traurigen und einem lachendem Gesicht: Gerd Jäger (mit Krücke) und QUH-Fraktionsvorsitzende Elke Link (mit Proseccoglas).

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Mir den besten Wünschen für die Zukunft: Die QUH-Gemeinderäte Elke Grundmann und Jokl Kaske beim Schulterklopfen.

Die Frage, ob er sich denn heute Abend noch einmal die Sitzung ohne ihn anschauen wolle, mußte Gerd verneinen. Schließlich hatte er gleichzeitig eine Veranstaltung im Farchacher "Grimaldi's" zum Thema Fifi der Biber. Er wird uns also erhalten bleiben, der Gerd.

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"Eine Krücke weniger!" witzelte ein Ratskollege liebevoll angesichts der Gehhilfen von Gerd Jäger (links im Bild) und Rupert Steigenberger (BG rechts).

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Und ich? Eigentlich verdanke ich Gerd Jäger den Beginn meiner Karriere als Lokalpolitiker. Vor fast 10 Jahren überredete er mich tief in einer trunkenen Nacht dazu, mit ihm auf der Liste der Grünen für den Gemeinderat anzutreten. Natürlich umsonst! Und da mich im Rat niemand beim Umarmen photographiert, habe ich Gerd heute vor der Sitzung einen Schneemann gebaut!

Alles Gute Gerd, du fehlst uns jetzt schon!

Montag, 16. Februar 2009

Was macht eigentlich ... der Bund Naturschutz Berg?

Er hat unsere Folge eins dieser Reihe aufgenommen und es gibt einen Vortrag zu Fifi!

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Ein Klick aufs Bild und Sie finden noch mehr Wissenswertes über den Biber!

Morgen am Dienstag, den 17. Februar spricht der regionale Biberberater Franz Wimmer ab 19.30 im Grimaldi's in Farchach.

Das Thema lautet: "Ein Urbayer kehrt zurück - Der Biber in der Kulturlandschaft"

Grüße vom Tafelberg nach Berg

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Der Tafelberg bei Kapstadt

Wer sich gefragt hat, weshalb auf der Homepage der Berger CSU eine Pause angekündigt und stattdessen mit einer Webcam in Kapstadt verlinkt wurde: der Chef machte Urlaub - mitsamt dem Hoffotografen und dem Michi S.

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Das QUH-Blog in Berg

Und war so lieb, uns eine Postkarte zu schicken! Heute Abend kommen die drei hoffentlich gut wieder zurück - wir haben uns sehr gefreut, vielen Dank!

Sonntag, 15. Februar 2009

Vierte Etappe: Kreuzmösl

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Auch die vierte Etappe haben wir gerade noch geschafft - dank der Schneemassen der letzten Tage konnte die Berger Burschenschaft ihre Wintergaudi am Kreuzmöslberg dieses Jahr nun doch wieder abhalten - die Bar wurde von früh an aufgebaut, der Rodelberg war ausgeleuchtet, das Feuer zum Aufwärmen brannte in den Tonnen. Ein schöner Ausklang eines anstrengenden Tages...
Heute werden wir uns mit Muße am letzten Tag der Ausstellung die Achternbusch-Bilder im Marstall anschauen - von 11 bis 17 Uhr ist geöffnet - und vielleicht noch einen Teller saure Kutteln essen gehen.

Die Gemeinderäte trafen sich unterdessen am Samstagmorgen zu diversen Ortsterminen. Am Dienstag ist wieder Sitzung, die Tagesordnung finden Sie hier.

Samstag, 14. Februar 2009

Dritte Etappe: Lesung im Marstall

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Michael Tregor las Herbert Achternbusch

"Ich hab hier eine Powerpoint-Präsentation, aber Achternbusch und Powerpoint, das passt nicht." Doch, es hat sogar sehr gut gepasst, wie der wunderbare Michael Tregor - der übrigens schon einmal den Berger Bürgermeister im Cuvilliéstheater gespielt hat - Achternbuschs Texte über seine Mutter, die Kindheit und das Heranwachsen las und das Ganze von alten Familienfotos illustriert wurde. Damit der Valentinstag nicht immer nur mit "roten Schokoladenherzen" verbunden wird, gab es im Anschluss "Neues von Ambach" ("So etwas fällt mir in Ambach ein, wenn ich nachts auf dem Steg sitze und ins schwarze Wasser Blicke werfe, die ich nass heraushole."). Der Titel nämlich bezieht sich auf Karl Valentins "Neues vom Starnberger See". Michael Tregor bot als Zugabe an, auch noch den Valentin-Text zu lesen. Das Publikum nahm das Valentinszuckerl dankend entgegen. Und dann liefen noch die Filme...

Zweite Etappe: Zwergerlfasching

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Alles im Griff hatte unser Spieleleiter Mahmoud - dass er schon morgens um fünf wegen eines Alarms mit der Feuerwehr ausrücken musste, war ihm nicht anzumerken. Nimmermüde spielte er mit den Kleinen, die wiederum abends bestimmt sehr müde waren.

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Die kleinen Tänzerinnen des MTV Berg tanzten vor immerhin 180 Gästen

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Selbst Faschingsmuffel wurden satt

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Mahmoud (im Hintergrund) freut sich über die eindrucksvolle Premiere beim Zwergerlfasching: die Starnberger Faschingsgesellschaft Perchalla war zu Gast

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"Mein erster Orden!!! Fürs Würstchen kochen?" Offiziell überreicht an Organisatorin Elke Link von Faschingsprinz Florian I. Prinzessin Angela, die Mahmoud und dem DJ ihre Orden verliehen hatte, war zum Foto leider schon beim Umziehen...

Erste Etappe: Herbert in Berg

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Es war Freitag der 13., es schneite wie verrückt und die Autobahn war gesteckt voll – dennoch ließ es sich Herbert Achternbusch nicht nehmen persönlich in den Berger Marstall zu kommen. Hier haben die Galeristin Elisabeth Carr (Kunsträume am See) und der Vorsitzende des Berger Kulturvereins Jokl Kaske ein abwechslungsreiches Kulturwochenende zu Ehren Herbert Achternbuschs organisiert. So recht Spaß hatte der große alte Herr aber nicht bei der Veranstaltung. Gnädig ließ es sich mit ein paar seiner Werke ablichten. Hörte sich die von Ingrid Zimmermann gesprochenen Wort zu seiner Person freundlich an und verabschiedetet sich alsbald wieder. Sohn Andreas hingegen blieb auch noch zum anschließenden Dokumentarfilm, der einen durchaus vergnüglichen Herbert Achternbusch vorstellte. Manche seiner Äußerungen sind auch heute noch messerscharf. Mit der katholischen Kirche liegt er unverdrossen im Clinch, und doch lernen wir Achternbusch auch von einer sehr persönlichen Seite kennen. Er genießt es von seinem Münchner Haus aus durch die Innenstadt zu schlendern, klettert mit Nesthäkchen Naomi auf den Alten Peter und gewährt Einblicke in sein Atelier. Einige seiner großformatigen kraftvollen Bilder hängen an diesem Wochenende auch im Berger Marstall: sie zeugen vom gestalterischen Potential, das noch immer in Herbert Achternbusch brodelt. Und weil es ihm augenscheinlich ganz und gar nicht um den Profit geht, hat Herbert Achternbusch die Preise für seine Bilder kurz vor der Ausstellung noch einmal der aktuellen Krisenstimmung angepasst.
Wem die Bilder Achtenbuschs dann doch zu groß sind, der wird vielleicht noch in den zusammengetragenen Restbeständen seiner Bücher fündig oder lässt sich von Achternbuschs Texten und Filmen, die heute Abend im Mittelpunkt stehen anregen.

Freitag, 13. Februar 2009

Berg ruft!

Kunst - Kinder - Gaudi! An diesem Wochenende bietet unser Dorf mehr als man an einem Wochenende erleben kann. Ein Dorf bereitet sich vor:

Kinderfasching!
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Elke Link (QUH/MTV) beim Verpacken der Wundertüten für den ebenso legendären wie traditionellen Kinderfasching des MTV.
Motto diesmal: Orient.
Zeitpunkt: Samstag nachmittag um 14 Uhr.
Ort: Saal der Post/Aufkirchen

Achternbusch!
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Jokl Kaske (QUH/Kulturverein) beim eigenhändigen Installieren der Beleuchtung für die große Achternbusch-Ausstellung.
Motto: Hektors Blut und Perserschutt
Zeitpunkt: Heute 20 Uhr Eröffnung
Samstag 19 Uhr Lesung von Michael Tregor, anschließend Filmnacht.
Ort: Marstall/Berg

Wintergaudi!
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Die Berger Burschen (parteifrei) beim Herrichten der Wintergaudi:
Motto: Rausch und Rutschen
Zeitpunkt: Samstag ab 16 Uhr
Ort: Kreuzmöslgebirg/Berg.

Dreiteilen! Hingehn! Überall! Egal wie!

Was macht eigentlich ... die EUW?

Was die EUW macht? - Schwer zu sagen. Im Gemeinderat jedenfalls fällt die Fraktion vor allem dadurch auf, dass sie hauptsächlich nichts sagt, sondern weise schweigt und konfus abstimmt. Weshalb man die EUW wahrlich nicht als "Abnicker" bezeichnen kann, denn es kam bereits öfters vor, dass sie ganz oder in Teilen Beschlußvorlagen ihres Bürgermeisters nicht zustimmte. Vielleicht befindet sich die Partei, die in den letzten Monaten vor allem durch die Ansammlung von Feuerwehrämtern auffiel, in einer Identitätskrise?

Das fängt schon damit an, dass niemand so recht weiß, wie diese Wählergruppe überhaupt heißen soll. Ursprünglich hieß sie ja "Einigkeit Höhenrain", im Internet nennt sie sich "Einigkeit Berg", offiziell heißt sie seit 1999 "Einigkeit Unabhäbhängige Wählergruppe für die Gemeinde Berg, kurz EUW". Im Internet hat sie noch 5 Gemeinderäte (von denen nur noch 2 wirklich im Rat sitzen (vgl. http://www.einigkeit-berg.de/index3.htm ).Wenn die EUW für sich selbst Werbung macht, nennt sie sich kurioserweise "Einigkeit EUW", was ausgeschrieben bedeutet: "Einigkeit Einigkeit Unabhängige Wählergruppe".
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Soviel Einigkeit war selten. Als "Einigkeit EUW" lädt die Wählergruppe jedenfalls heute zu einem Infoabend in die Post: "Kostenreduzierung durch vernünftige Energienutzung in Haushalt und Betrieb". Eine gute Sache! Noch besser wäre es allerdings gewesen, eine Veranstaltung der Gemeinde daraus zu machen, da die "Einigkeit EUW" laut ihrer Einladung prominente "Unterstützung" durch den "Verein Energiewende" in Anspruch nimmt:
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Zur Erläuterung: Berg ist als Gemeinde Mitglied des überparteilichen Vereines "Energiewende Landkreis Starnberg e.V.". Die Gemeinde unterstützt diesen Verein durch jährliche Beitragszahlungen (ca. 800 €) aus Steuergeldern. Wie der Verein mitteilt, kann im Prinzip jeder die Unterstützung des Vereins in Anspruch nehmen, der sich des Themas Energie annimmt.

SCHNEE!!!

Endlich, werden die Berger Burschen gesagt haben und haben auch gleich die Wintergaudi für morgen, Samstag den 14.02., ab 16.00 Uhr angesetzt!

Momentan sieht es noch so aus:
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So
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oder so
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soll es dann ab morgen Abend wieder aussehen!

Das Programm findet Ihr hier:
http://www.burschenschaft-berg.de/events/wintergaudi.html

Mittwoch, 11. Februar 2009

Was machen eigentlich ... unsere fünf Feuerwehren?

Na, endlich wieder löschen! Zumindest drei von ihnen. Als ob es darum ginge, die Existenzberechtigung von fünf Berger Feuerwhren zu legitimieren, brennt es derzeit an allen Ecken und Enden in der Gemeinde. Diesmal eine Mörlbacher Lagerhalle. Diesmal mußten auch die Bachhauser mit löschen (Und die Perchacher waren auch noch da). Drei der neuen Kommandanten haben ihre erste - darf man sagen? - "Feuerprobe" bestanden.

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Der Polizeibericht meldet:

"Aus bislang noch ungeklärter Ursache brach Dienstag Abend in der Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Anwesens in Berg ein Feuer aus. Kurz vor 23 Uhr bemerkte ein Autofahrer beim Vorbeifahren Flammen aus der Halle schlagen und verständige sofort die Feuerwehr. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Berg, Bachhausen und Höhenrain konnten den Brand schließlich unter Kontrolle bringen und das Feuer löschen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Halle, die vom 26-jährigen Eigentümer auch als Werkstatt genutzt wird, brannte vollständig aus. Zum Brandzeitpunkt befanden sich unter anderem zwei Autos und ein Motorrad in der Halle. Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kripo Fürstenfeldbruck nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Wie sie feststellen konnten, brach das Feuer im Bereich eines in der Halle abgestellten Fahrzeugs aus. Derzeit wird von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Hinweise für eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung ergaben sich nicht."

Morgen - wenn nicht wieder etwas passiert - in unserer kleinen Serie "Was macht eigentlich ...?" - unsere Feunde von der "Einigkeit" aus Höhenrain.

Dienstag, 10. Februar 2009

Was macht eigentlich ... Herbert?

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"Überall gibt's Wege, aber bei mir sind's Umwege." Nach einigen Umwegen kommt Herbert Achternbusch, Extremgrantler, Maler, Filmemacher, Dichter, an diesem Wochenende in Gestalt von erstens Bild, zweitens Text, und drittens Film zurück an den See, nach Berg in den Marstall. Gewohnt hat er schon einmal ganz in der Nähe, in Ambach, dem "Grenzgebiet des Föhns". Aber gefallen hat es ihm nicht am See: "Das Schönste am Starnberger See ist die Wasserfläche - die hat nämlich gar nichts mit dem zu tun, was außen herum ist." Glauben wir ihm das? Kultische Verehrung genoss er damals zu Zeiten von "Servus Bayern", "Das Gespenst", "Bierkampf", "Der Neger Erwin", "Das Andechser Gefühl". Begonnen hat er mit dem Malen, stieg dann auf das Schreiben um, landete gleich bei Suhrkamp, machte auch noch 30 Filme. Verbrannte Preisschecks. Bekam Preisgelder nicht ausbezahlt. Wurde von der FSK nicht freigegeben.
Im Marstall gibt's ein bisschen von allem, wie gesagt:
Erstens Bilder ("Die besten Bilder sind die, die ich schnell hingeschmissen habe." "Am Starnberger See, da malen sie doch alle besonders schön, weil sie alle meinen, dass sie was Besonderes sind. Das gemeine Volk, das gibt es doch gar nicht."), zweitens Text: ("Ist das von mir?"), drittens Film ("In Bayern möchte ich nicht einmal gestorben sein“).

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Zeug zum Bloggen: Achternbusch mit Sepp Bierbichler, in: "Servus Bayern", Peter Kirchheim Verlag Gauting, 1977
("Ja, gut, er ist ein guter Schauspieler. Aber persönlich ist er ein Depp." Bierbichler dazu: "Nein, über Achternbusch will ich ganz bestimmt nicht reden.")

Die Ausstellung, veranstaltet von "Kunsträume am See" mit dem Kulturverein Berg, mit neuen Bildern von Herbert Achternbusch im Berger Marstall wird am Freitag, den 13.2.2009, um 20 Uhr eröffnet. Um 21.30 Uhr wird das 2008 gedrehte Filmporträt „Achternbusch“ von Andi Niessner gezeigt.

Am Samstag, 14.2.2009, ist die Ausstellung von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Um 19 Uhr liest Michael Tregor, der im Cuvilliéstheater auch schon einmal den Berger Bürgermeister spielen durfte, Texte von Herbert Achternbusch. Und, weil Valentinstag ist, vielleicht auch von Karl Valentin. Im Anschluss daran sind Filme von Herbert Achternbusch zu sehen.

Am Sonntag, 15.2.2009, ist die Ausstellung von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

P.S. Dank an Katja Sebald, die Herrn Achternbusch vor kurzem interviewen durfte und uns ihren Text zur Verfügung gestellt hat.

„Wie optimiere ich als Eltern oder Lehrer ...

... die Leistungs-/Lernbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit bei Schülern?“

Zu diesemThema lädt der Elternbeirat des Landschulheim Kempfenhausen heute Abend ab 19.30 Uhr in die neue Aula des Gymnasiums ein!
maxi
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Welche Veränderungen treten in der Pubertät im Gehirn auf? Welche Fähigkeiten und Interessen entwickeln Jugendliche jetzt plötzlich? Wie reagiere ich darauf? Wie hoch ist der Einfluss von Alkohol und Computer auf die Leistungsfähigkeit meines Kindes? Zu welchen Störungen kann es kommen? Die Referenten werden diese Fragen teils im Vortragsstil erörtern, größtenteils aber im offenen Gespräch den Eltern zur Verfügung stehen.

Die Referenten sind Experten: Stefanie Eiden ist Diplom-Psychologin und Ergotherapeutin. Sie arbeitet im familien- und verhaltenstherapeutischen Bereich und trainiert Eltern und Kinder. Klaus Werner Heuschen ist Kinder- und Jugendpsychiater mit Schwerpunkt ADHS und Dozent für Verhaltens- und Hypnotherapie.

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