Montag, 9. Februar 2009

was macht eigentlich ... fifi unser bergbiber?

Heute starten wir hier im Blog eine neue lokale Mini-Serie namens "Was macht eigentlich ...?" - Folge 1: Fifi unser einsamer Biber von der Martinsholzer Straße.

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Da Biber keinen richtigen Winterschlaf halten, sondern nur Art eine Winterruhe, sind gerade jetzt bei frischem Schnee Fifis Spuren zu verfolgen.

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Die Holzfällarbeiten gehen weiter munter voran.

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Mahlzeit! Frische Fuß- und Nagespuren von Fifi.

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Im Schnee kann man frische Spuren erkennen. In der oberen Hälfte ein paar Fußtapser, darunter offensichtlich die Spur des hinterhergeschleppten Schwanzes. Da eigentlich nur Luchse, Wölfe oder Bären zu seinen natürlichen Feinden gehören, scheint sich Fifi bei uns recht wohl zu fühlen. Gefahr geht für ihn allerdings von freilaufenden Hunden aus, denen er an Land mit seinem watschelnden Gang nur schwer entkommen kann.

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Hinten im Schilf gibt es im Eis eine Einstiegsstelle, die sich unser Nager offensichtlich zur schnellen Flucht frei gehalten hat. Gut Holz Fifi!

Sonntag, 8. Februar 2009

what a difference a day makes

Heute:
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Gestern:
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Stark gestiegen sind mit dem heutigen Tag die Chancen, dass es in diesem Jahr doch noch zur Berger Wintergaudi kommt. Zumindest konnte heute der Lift am Kreuzmöslgebirge endlich seine Saisoneröffnung feiern.
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Die einzigen, die sich darüber nicht so freuen, sind die Veranstalter des jährlichen Kinderfaschings, die ihren Event im Gasthof zur Post samt "Auftritt der Perchalla" und den "Spielen mit Mahmoud" ebenfalls auf den nächsten Samstag gelegt haben.
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alt und etabliert

Rieselnder Schee, eine Reaktion auf unsere gestrige Hoffnung, macht ja immer ein wenig melancholisch: Auch uns, denn - oje, eine grandiose Idee wird alt und etabliert. Nachdem die QUH inzwischen die ersten Abstimmungen im Gemeinderat gewinnt, hin und wieder einmal gar ein sinnvolles Projekt auf den Weg bringt, oder sich Zustimmung von den Mit-Gemeinderäten einfängt, ist sie über die Tage alt geworden.
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So alt gar, dass wir inzwischen - ganz gegen unsere Art - vergessen, unsere ruhmreichen Jubiläen zu feiern. 1000 Tage hätte es unser berüchtigtes Blog am 28.1. gegeben und was haben wir gemacht? - Wir haben an diesem Tag über Konstantin Wecker geschrieben und über den Berger Dorfplatz nachgedacht. So hat uns alte Angeber die Tagespolitik endgültig eingeholt und wir freuen uns halt heute über den 1011. Tag QUH-Blog: Die Legende lebt! - Venceremos! - Lotta continua! - Der Kampf geht weiter!
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Samstag, 7. Februar 2009

Die Berger Wintergaudi

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...musste aus nahe liegenden Gründen wieder verschoben werden. Ob wohl noch Schnee kommt? - Für Sonntag ist er angekündigt.
Noch hoffen die Burschen - und wir - auf nächsten Samstag: 14. Februar.

Freitag, 6. Februar 2009

Eine politische Verschwörung

Zu einem geradezu konspirativen Treffen kam es am Mittwoch zwischen der Berger SPD und der QUH-Fraktion. Gemeinsam diskutierte man auf neutralem Gelände in Berg (die Firma YOKU hatte ihren neuen Besprechungsraum zur Verfügung gestellt). Gemeinsames Ziel des Treffens: Nachdenken über die Berger Ortsmitten anläßlich eines Vortrages von Volker Cornelius, dessen Denkanstöße hier im Blog bereits seit längerem diskutiert werden.

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Volker Cornelius referiert Ortsmittenmodelle auf einem "konspirativen" Ortsmitten-Treffen

Insbesondere die Ortsmitten von Aufkirchen und Berg bedürfen nach allgemeiner Meinung der Anwesenden einer planerischen Vision. Von "stabile Mehrheiten im Rat bilden" (Kaske, QUH) bis "Initiativgruppen bilden" (Sissi Fuchsenberger, SPD) lauteten die guten Vorschläge und Vorsätze. Die GR Brunnhuber und Ammer versprachen, sich im PUVE-Ausschuß, der sich bereits mit dem Thema befasst hatte, verstärkt für das Thema einzusetzen. Einig war man sich, dass nicht nur defensiv (Bauanträge genehmigen oder nicht) an die Ortsmitten herangegangen werden soll. Insbesondere "Shared Space" Modelle ("Gemeinschaftsplätze") fanden reges Interesse. Mehr davon bald - unter anderem - auf diesem Kanal.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Merkel und Monn mit dem Fahrrad auf der Datenautobahn unterwegs nach Allmannshausen

Wo bitte geht's denn für eine kleine Gemeinde zu den großen Geldtöpfen, zum Konjunkturpaket II? Obwohl in unseren Dörfern die Kulturkrise noch nicht so richtig angekommen ist und weder die Raiffeisenbank südöstlicher Starnberger See noch die Kreissparkasse mit Millardenlöchern um sich wedeln, hat sich unser Bürgermeister schon erkundigt, ob nicht für Berg ein paar Krümel aus dem großen Konjunkturpaket hängen bleiben.

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BM Rupert Monn fragte flink nach, welche Projekte denn nach dem Konjunkturpaket II zu fördern wären.

Nichts genaues weiß man nicht, referierte Monn eingangs der letzten Sitzung. Nur soviel sei sicher, dass nur Projekte, die noch nicht in einem Haushalt projektiert seien, förderungsfähig sind. ... Blöd gelaufen, denn damit sind all jene Gemeinden bevorzugt, die - anders als Berg - ihren Haushalt nicht zum Jahresende verabschiedet haben.

Nur der Fahrradweg nach Allmannshausen, den würde BM Monn vielleicht doch beantragen, denn der sei ja nur geplant, allerdings auch nicht direkt eine Bildungseinrichtung, wie sie Frau Merkel gerne fördern möchte. Oder vielleicht doch? - Die QUH sagt, wenn der Fahrradweg gebaut ist, gibt es auch noch ein paar Ortsmitten in Berg.

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Allmannshausen - so vom Fahrradverkehr abgeschnitten wie die Hypo Real Estate vom Geldfluss.

Und was die anderen Versprechungen der Bundesregierung wert sind, können wir in Berg am Beispiel Kempfenhausen und Höhenrain gut beobachten: Die Bundeskanzlerin wird nicht müde, aus ihrem Hauptstadtbüro heraus anzukündigen, dass es schnell DSL für alle geben wird. - Wir warten. Das verbindet uns mit dem Bürgermeister.

Dienstag, 3. Februar 2009

Krawall im Rat

Wir beginnen mit einer Sensation (und steigern uns dann langsam): Für die Vereidigung des neuen GR Wolf Adldinger wurde kurzfristig das Photographierverbot im Gemeinderatssaal aufgehoben und eine Zeitungs-Photographin vorgelassen. Da wollte die QUH nicht hintanstehen und präsentiert somit weltweit das erste Photo aus einer Berger Gemeinderatssitzung:
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Wahnsinn! - Und so munter ging es weiter. Nachdem Neu-GR Adldinger - anders als Obama - fehlerfrei seinen Eid geleistet hatte, wurden gegenstimmenfrei die 4 neuen Feuerwehrkommandanten von Berg, Höhenrain, Allmannshausen und Bachhausen offiziell bestätigt.

Dann kamen die QUH-Anträge. Vierteljährliche Strategiesitzungen wurden nicht beschlossen, allerdings entwickelte der diesbezügliche QUH-Antrag, für den sich sogar GR Haslbeck begeistern konnte, einiges an Durchschlagskraft: Zukünftig (das nächste Mal im April), soll es samstäglich eine ganztägige Strategiesitzung geben, die dann auch im Rat nachbearbeitet wird. Geplant ist zunächst einmal pro Jahr. Dem ersehnten, gemeinsamen Nachdenken über Ziele der Gemeindepolitik steht also fortan nichts mehr im Wege.

Einstimmig angenommen wurde QUH-Antrag No. 2 (verflixt, sind wir, die Krawallpartei, jetzt etabliert?): Sollten sich Träger aus der Jugendarbeit finden, die die Organisation der U-18 Wahl übernehmen (z.B. als Projekttag im Gymnasium Kempfenhausen), dann wird die Gemeinde den Ratssaal für die Wahl der Unter-18-Jährigen zur Verfügung stellen. Diesbezügliche Anfragen an Schulen und Jugendorganisationen werden gestellt. Frau Sokolowski (FDP) befand die Aktion eine "gute Idee" (und verlor somit zum ersten Mal ein zustimmendes Wort über die QUH), Herr Galloth (SPD) forderte weitergehend gar zur Bundestageswahl "Jungwähler als Wahlhelfer" zu verpflichten und der heutige QUH-Sympathisant Haslbeck (CSU) forderte gar eine "Jungbürgerversammlung". Auch da wurde ein großer Stein in Rollen gebracht. Die U-18 Wahl kann nach Berg kommen - schön wäre es, wenn die anderen Anregungen auch aufgenommen würden!
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Dann wieder Verwaltungsarbeit: Die Fördersumme des MTV-Trainingsgeländes wurde pauschal auf die beantragte Summe von 709.800€ festgeschrieben. Auf Nachfrage des Hotels Schloss Berg wird endlich über eine Neufassung der Stellplatzverordnung für Gaststättenbetriebe nachgedacht (was die QUH in der Vergangenheit in Wortmeldungen bereits öfter anregte). Und dann zum Lieblingsthema des Gemeinderats: dem Zieglerweg in Allmannshausen. GR Brunnhuber zitierte den QUH-Blog, der schon einmal behauptet habe, der Rat würde sich mit nichts anderem beschäftigen, weshalb er sich angesichts eines rechtskräftigen Bebauungsplans weigere, das Thema weiter zu diskutieren. Womit er einerseits recht hat, andererseits ist der Bebauungsplan Zieglerweg nach Ansicht der QUH eh für die Katz, weshalb wir - übrigens tendenziell unisono mit dem einzigen Allmannshauser Rat Peter Sewald (EUW) - tendenziell für die Änderungswünsche der Anwohner stimmten, allerdings tendenziell umsonst.

Dann kam der geheime Teil der Sitzung. Zumindest einer darf froh sein, dass er geheim bleibt.

Back to Politics

Heute Abend geht's rund im Gemeinderat. So ziemlich alles, was die Gemeinde umtreibt (außer der Berger Ortsmitte) wird heute im Rat verhandelt. Fehlen werden dabei mindestens zwei liebgewonnene Mit-Diskutanten: Erstens der ruhestandsbedingt ausgeschiedene Gerd Jäger, statt dem heute für die Grünen Ex-Gemeinderat Wolf Adldinger vereidigt wird. Zweitens fehlen wird der urlaubsbedingt abwesende CSU-Vorstandsmüde Andi Hlavaty, der uns heute früh noch "Viel Spaß" bei der Sitzung wünschte und morgen früh sicher von Südafrika aus hier im Blog nachlesen wird, was heute abend los war.

Sonst auf dem Programm: 4 neue Feuerwehrkommandanten, unermesslich viele hunderttausend Euro für den MTV, die Folge 784 des Großgrundbesitzer-Bebauungsplan-Dauerstreits vom Allmannshauser Zieglerweg, Parkplatzprobleme am Hotel Schloss Berg und vor allem: die beiden Anträge der QUH:

Antrag
So sieht ein Antrag an den Gemeinderat aus und so steht er dann auf der Tagesordnung:

- TOP 6. Antrag der QUH; Abhaltung von vierteljährlichen "Strategiesitzungen"

- TOP 7. Antrag der QUH; Unterstützung der Initiative "U-18 -Die Wahl für Kinder und Jugendliche" anläßlich der Bundestagswahl

Letzteres halten wir für eine gute Möglichkeit, Jugendliche an die Politik heranzuzühren (Begründung unter: http://quh.twoday.net/stories/5459883/ ). Die "Strategiesitzungen" des Gemeinderates sind unerlässlich, um Themen wie die hier im Blog leidenschaftlich diskutierte "Ortsmitte Berg" jenseits von Anträgen und Genehmigungen besprechen zu können und so gemeinsam Ziele der Gemeindepolitik zu entwickeln (Begründung unter: http://quh.twoday.net/stories/5463321/ ). Denn Politik im Rat darf nicht nur darin bestehen, den von der Verwaltung gut aufbereiteten Bauanträgen zuzustimmen (heute allein 11x der Fall.)

Wie alles ausging, erfahren Sie natürlich heute Nacht zuerst hier. Und: Eine schöne Zeit, Andi H., grüß uns die Sonne!

Montag, 2. Februar 2009

Illegale Wecker-Mitschnitte im Internet aufgetaucht

Endlich sind uns einige "illegale" Mitschnitte der Oskar-Maria-Wecker-Lesung von letzter Woche zugespielt worden.


Konstantin Wecker liest Oskar Maria Grafs Bekenntnis zum "lebendig sein" ...

... und dann singt er ein Lied davon: "So einfach klingt das und keiner kanns!"

Sonntag, 1. Februar 2009

Kunstrose-Ring und Hybrid-Schwert

Es hätt’ schon noch a bisserl mehr sein können – war die erste Bilanz gestern Abend kurz vor fünf bei einigen Handwerkern im Berger Marstall. Der Verein Faszination Handwerk veranstaltet dort am Wochenende einen Lichtmessmarkt, bei dem es weniger ums Essen und Trinken geht, sondern sich vor allem bayerische Kunsthandwerker vorstellen.

Lichtmessmarkt-Schmied

Wäre es aber viel voller gewesen, wäre die Stimmung im historischen Gewölbe sicher nicht so gemütlich gewesen. Die Aussteller hatten Zeit jede Frage in Ruhe zu beantworten, die Madl standen mit leuchtenden Augen bei der Dirndelschneiderin und hielten sich die fließend schönen Schürzen vor. Der Lederhosenbesticker saß nur ein paar Meter weiter. Die Burschen, viele davon auch schon Papis, standen mit Begeisterung beim Schmiede, der neben Messern, Dolchen und Hirschfängern auch ein Hybridschwert ausgestellt hatte und gerne Auskunft über die Herstellung von hochwertigen, erstaunlich biegbaren Damaszener Klingen gab.

Lichtmessmarkt-Bilderrahmendekorateurin

Eine Bilderrahmendekorateurin beantwortete ausführlich die neugierigen Fragen einer Zehnjährigen zu Leinöl, Kreidegrund und Blattgoldauflage und in wie vielen Schichten ein Bilderrahmen behandelt wird, damit die Goldauflage auch richtig glänzend poliert werden kann. Übrigens heute noch dieselbe Technik, die schon bei Ikonen vor hunderten von Jahren verwandt wurde.

Außerdem waren da: ein Stuckateur-Team, ein Buchbinder, eine Puppenherstellerin, die ihre Dienste auch als Puppen- und Kuscheltierdoktor anbot. Ein Möbel- und ein Teppischrestaurateur ebenso wie ein Teppichweberei, die kuschlige Webteppiche nach Maß fertigt. Eine Kerzenmacherin, ein Hornschnitzer ...

Lichtmessmarkt-Hirschhornschnitzer

Heute findet der Markt noch mal von 10 bis 17 Uhr statt, und hoffentlich verabschiedet es sich so gemütlich in den Abend, wie das gestern der Fall war, denn auch nach fünf Uhr waren noch Besucher an einigen Ständen im Gespräch und Goldschmied Artur Konnerth führte noch in aller Ruhe Zaubertricks vor, die nicht nur Kinderaugen fasziniert auf seine ausgefallen schönen Schmuckstücke starren ließen, sondern auch in Mütter-Augen den gefährlichen Haben-Will-Blick aufflackern ließ.
Und sollten Sie es heute noch in den schönen Marstall schaffen, fragen Sie beim Goldschmied Konnerth unbedingt nach, was ein Kunstrose-Ring ist.

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Nachtrag vom Sonntag: Es war so voll, dass die Frage nach dem Kunstrosering schon hundertfach gestellt worden war.

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Handwerker-Großandrang am Sonntag

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