König Ludwig II und das Grauen
Wie konnte es zum Phänomen König Ludwig II kommen? - Genie, Wahnsinn und Homosexualität wurden als Erklärung seiner rätselhaften Geisteswelten herangezogen. Jetzt hat der der Münchner Autor Alfons Schweiggert eine sensationelle Neudeutung vorgelegt. Er vermutet, König Ludwig II. sei weniger von Königin Sisi als vielmahr von den Geisteswelten des amerikanischen Horror-Erzählers und Krimi-Erfinders Edgar Allan Poe angeregt gewesen, der dieses Jahr 200. Geburtstag feiern würde.

Wie im Horrorfilm: Der Leichnam von König Ludwig (1845-1886)
Alfons Schweiggert stützt sich auf ein Gespräch, dass Ludwig 1882 mit dem amerikanischen Schriftsteller Lew Vanderpoole führte: "Haben Sie Poe gekannt?", soll Ludwig den Amerikaner neugierig gefragt haben. Denn für ihn sei "Poe einer der größten Menschen, die je geboren wurden." Und dann versicherte der König dem verblüfften Besucher, daß er seinen "Thron dafür geben würde, eine Stunde lang mit Edgar Allan Poe sprechen und die einzigartigen, seltsamen Gedanken erfahren zu können, die ihn offenbar sein Leben lang beherrschten."

Edgar Allan Poe (1809-1849), amerikanischer Schrftsteller, Erfinder des literarischen Grauens.
Ludwig konnte seinen Thron noch eine kleine Weile behalten, denn zu diesem Zeitpunkt war Poe schon längst gestorben. Allein dass Ludwig Poe überhaupt kannte, ist verblüffend, da es damals noch keine deutsche Fassung Poes gab. Da Ludwig kein Englisch sprach, muß er die französische Übersetzung von Charles Baudelaire gelesen haben, der Poe in Europa bekannt machte und ihn als Beginn der literarischen Moderne feierte.

Poe und Ludwig als als geistesverwandte "Kobolde des Perversen"
Offenbar hatte Ludwig sein Schicksal in Poes Geisteswelten wiedergefunden: "Jede Berührung mit der Welt verletzt mich, meine Natur ist, ganz wie die Poes, von einer übermäßigen und unbegreiflichen Empfindsamkeit", gesteht der König. Dies ist eine kleine Sensation, denn Poes literarische Phantasien führen oft an den Rand des Grausamen und Perversen. Seine Geschichten wimmeln einerseits von "perversen Kobolden", grausamen Frauen, Mordphantasien, Gespenstern und lebendig Begrabenen. Andererseits gelten sie als Beginn der literarischen Moderne. - Unseren ehemaligen Mitbürger König Ludwig, der der Verkitschung anheim gefallen ist, in diesen Zusammenhang zu sehen, ist jedenfalls so verblüffend wie wohltuend.

Ein neuer Blick auf Ludwig II. Wollte er Poes Horrorwelten nachbauen?
Selbst Ludwigs rätselhafte Bauwut findet sich bei Poe vorformuliert. In der Geschichte "Der Park von Arnheim" (1847) verwendet ein unermesslich reicher Mann sein ganzes Vermögen darauf, sich und seine Umgebung in eine schöne Idealwelt zu verwandeln. - Das äußerst anregende Buch von Alfons Schweiggert, das die königstreuen Ludwig II Fans bereits zu wüsten Beschimpfungen hinreißt, ist im EOS-Verlag erschienen und kostet 17,80€.

Wie im Horrorfilm: Der Leichnam von König Ludwig (1845-1886)
Alfons Schweiggert stützt sich auf ein Gespräch, dass Ludwig 1882 mit dem amerikanischen Schriftsteller Lew Vanderpoole führte: "Haben Sie Poe gekannt?", soll Ludwig den Amerikaner neugierig gefragt haben. Denn für ihn sei "Poe einer der größten Menschen, die je geboren wurden." Und dann versicherte der König dem verblüfften Besucher, daß er seinen "Thron dafür geben würde, eine Stunde lang mit Edgar Allan Poe sprechen und die einzigartigen, seltsamen Gedanken erfahren zu können, die ihn offenbar sein Leben lang beherrschten."

Edgar Allan Poe (1809-1849), amerikanischer Schrftsteller, Erfinder des literarischen Grauens.
Ludwig konnte seinen Thron noch eine kleine Weile behalten, denn zu diesem Zeitpunkt war Poe schon längst gestorben. Allein dass Ludwig Poe überhaupt kannte, ist verblüffend, da es damals noch keine deutsche Fassung Poes gab. Da Ludwig kein Englisch sprach, muß er die französische Übersetzung von Charles Baudelaire gelesen haben, der Poe in Europa bekannt machte und ihn als Beginn der literarischen Moderne feierte.

Poe und Ludwig als als geistesverwandte "Kobolde des Perversen"
Offenbar hatte Ludwig sein Schicksal in Poes Geisteswelten wiedergefunden: "Jede Berührung mit der Welt verletzt mich, meine Natur ist, ganz wie die Poes, von einer übermäßigen und unbegreiflichen Empfindsamkeit", gesteht der König. Dies ist eine kleine Sensation, denn Poes literarische Phantasien führen oft an den Rand des Grausamen und Perversen. Seine Geschichten wimmeln einerseits von "perversen Kobolden", grausamen Frauen, Mordphantasien, Gespenstern und lebendig Begrabenen. Andererseits gelten sie als Beginn der literarischen Moderne. - Unseren ehemaligen Mitbürger König Ludwig, der der Verkitschung anheim gefallen ist, in diesen Zusammenhang zu sehen, ist jedenfalls so verblüffend wie wohltuend.

Ein neuer Blick auf Ludwig II. Wollte er Poes Horrorwelten nachbauen?
Selbst Ludwigs rätselhafte Bauwut findet sich bei Poe vorformuliert. In der Geschichte "Der Park von Arnheim" (1847) verwendet ein unermesslich reicher Mann sein ganzes Vermögen darauf, sich und seine Umgebung in eine schöne Idealwelt zu verwandeln. - Das äußerst anregende Buch von Alfons Schweiggert, das die königstreuen Ludwig II Fans bereits zu wüsten Beschimpfungen hinreißt, ist im EOS-Verlag erschienen und kostet 17,80€.
ammer - 2009/01/31 11:30





Auch Georg L. pflichtete bei: „ebenso wie Eure diversen Initiatven ist auch diese äußerst förderlich und interessant für unsere Gemeinde. Nach dem vermasselten 'Zentrum' an der Münchner Straße und 'betreutem Wohnen' kommen hier neue Gedanken ins Spiel, die uns vorwärts bringen können.“ - Danke Georg.
Differenzierter sieht es Uli K., der die Idee gleich auf Aufkirchen ausweitet: "Hallo QUH, Shared Space halte ich für eine gute Idee, da auf diese Weise der vorhandene (und begrenzte) Verkehrsraum wieder allen gehört. Ich fürchte aber, dass es einige Zeit der Umgewöhnung brauchen wird, bis Autofahrer mit der neuen Situation zurechtkommen. Nur wenn der Gemeinderat ausreichend Geduld hat und eventuellen Beschwerden lange genug widerstehen kann, wird das ein Erfolg.
Allerdings fügte Karl einen Tag später versöhnlich hinzu: "Um überhaupt einen 'PLATZ' zu erreichen, muß primär die schnelle PKW-Durchfahrt unterbunden werden (der Bodenbelag ist tatsächlich ein erster -optischer- Schritt). Evtl. würden in der Oskar-Maria-Graf-Str. schräg markierte Parkplätze sowie zusätzliche Bepflanzungen zu Richtungsänderungen zwingen, und die gefahrenen Geschwindigkeiten reduzieren. Dann sollten mehr Möglichkeiten zum Verweilen geschaffen werden. Nicht nur mittels einer 'Sitzbank am Maibaum', sondern 'Ruhezonen' die dann angenommen werden, wenn eine Verbindung mit Genuß und/oder Kommunikation gegeben ist. (ähnlich wie z.Zt. vor dem OMG Stüberl). Mit Pflanzen könnte viel erreicht werden. Nicht die mickrigen Holzkästchen die z.Zt. vorhanden sind."
















