Freitag, 13. Juni 2008

Energien

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Die Berger Katholiken and friends (auch Protestanten protestieren mit!) verwenden weiterhin all ihre Energie auf die Rettung ihres Seelenheils in Gestalt von Pater Laurentius. Seit gestern Abend prangt in Aufkirchen ein gelbes Banner für den Erzbischof über der Straße. (Foto: Höck)

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Energien der anderen Art werden heute Abend frei: Im Münchner Backstage konkurrieren wieder Schülerbands der Regiogruppe S6 miteinander. Mit der Band InsAnic stehen bekanntermaßen zwei Berger auf der Bühne (bereits um 19.15). Der für das LHS Kempfenhausen angekündigte Auftritt von PitPaul - ebenfalls aus Berg - wurde leider zurückgezogen - schade! Einlass ab 14 Jahren und ab 18 Uhr.

Wem das zu heiß ist, der kann sich morgen in aller Ruhe beim Gründungsfest des Vereins Energiewende Landkreis Starnberg e.V. umtun - dort gibt es u.a. eine Eisblockwette. Rahmenprogramm und Vorträge finden von 13:00 bis 17:00 im Landratsamt Starnberg statt. Der Verein bemüht sich, möglichst viele Gemeinden als Mitglieder zu gewinnen. Aber auch Privatpersonen können sich beraten lassen.

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Die First Responder Höhenrain mussten zwar leider ihr Symposium wegen mangelnder Teilnehmerzahl absagen, aber die Blaulichtparty findet trotzdem statt. Mit Liveband und DJs abends im Stadl!

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Mittwoch, 11. Juni 2008

Gestern im Gemeinderat

Neubauten, Neubauten, Neubauten. Altlasten.

Selten nur erreichte die Gemeinderatssitzung gestern ein Niveau von allgemeinem Interesse. In Berg ist von der Immobilienkrise nichts zu spüren. Es gab Bauanträge im Zwölferpack. Die meisten wurden ohne Problem durch gewunken. Allein das schon länger diskutierte Neubaugebiet in Berg dürfte jedermann interessieren. Die Weide in der Baulücke "Aufkirchner Straße" könnte bald so aussehen:
Neubaugebiet
Schon der alte Gemeinderat konnte sich hier eine massive Bebauung vorstellen: Ca. 15 neue Wohneinheiten, einige davon hoffentlich als Einheimischenmodell (40/40 Regelung), sind geplant. Die 40/40-Regelung besagt, dass 40% des Baulandes zu 40% Nachlaß an Einheimische verkauft werden. Zu beschließen gab es da erst mal wenig. Auch der Plan sei nur eine Ideenskizze. Es wurde allgemein über die Erschließung und über die vorhandene Abwasserproblematik diskutiert. Der QUH-Vorschlag, wenigstens bei den Einheimischenmodellen finanzielle Anreize für Photovoltaikdächer zu schaffen, wurde an den neuen - ebenfalls von der QUH initiierten - Ausschuss "Planung Umwelt Verkehr und Energie" verwiesen. (1. Sitzung am 1. Juli)

Ansonsten altbekanntes: der Flachdachdauerstreit (FDDS) in Allmannshausen ging in eine neue Runde. Die Entscheidung für den neuesten Flachdach-Bauantrag (inzwischen sind es schon 3!) wurde allerdings - sehr zum Leidwesen der Bauwerber verschoben und um einen Lokaltermin samt Gerüstmodell gebeten.

Generell stellt sich die Frage, ob man sich mit der höchst umstrittenen Flachdachsatzung für Allmannshausen, die inzwischen jede Sitzung bestimmt, nicht selbst ein Ei gelegt hat. Der Gemeinderat muss sich entscheiden, ob er einen "Fehler" eingesteht oder weiterhin eine harte Linie durchzieht. Eine Mehrheit im Gemeinderat (der die QUH nicht angehört), scheint dafür zu sein, den einmal gefaßten Beschluss (und sei er auch noch so realitätsfern) knallhart - und wie bereits am Zieglerweg: auch gegen die Interessen der Anwohner - durchzuziehen.

Die QUH meint: Eine Politik, die nur unter allergrößten Mühen und nur mit Hilfe von Gerichtsentscheiden gegen die Nachbarn und Anwohner durchzusetzen ist, kann nicht richtig sein. Näheres zu den Flachdächern findet sich (samt erläuternden Bildern) in unserem Artikel:
Flachdachverbotswelle in Allmannshausen

Und wo bleibt der Witz: Der geschah erst im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung als Herr H. von der Gemeinde statt dem Protokoll, das dort zu stehen hat, aus Versehen den Spielstand der Partie Griechenland-Schweden auf die Leinwand projizierte.

Dienstag, 10. Juni 2008

Heute Gemeinderatssitzung

Anders gefragt: Kümmert es noch jemanden, wenn ein Dichter stirbt?
Kurz vor der "subito santo" Heiligsprechung von Pater L.
kam gestern jedenfalls noch eine andere Meldung:
nämlich die vom Tod von Peter Rühmkorf (1929-2008),
gleichzeitig Büchner-Preisträger und Ulrike-Meinhof-Freund,
lebenslanger Frauen-, Jazz- und Hanfliebhaber,
fulminanter Tagebuchschreiber ("TaBu") und Virtuoslyriker,
dem als ersten Menschen ein Reimwort zu "Menschen" einfiel:

"Die schönsten Verse der Menschen
Nun, finden Sie schon einen Reim
Sind die Gottfried Benn'schen" (1959),

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Eines seiner Motti:

"Also heut: Zum Ersten, Zweiten, Letzten:
Allen Durchgedrehten, Umgehetzten,
was ich, kaum erhoben, wanken seh,
gestern an und morgen abgeschaltet:
Eh dein Kopf zum Totenkopf erkaltet:
Bleib erschütterbar - doch widersteh!" (1979)

Einen "Grabspruch" hat sich Rühmkorf unlängst noch selbst gedichtet:

"Schaut nicht so bedeppert in diese Grube.
Nur immer rein in die gute Stube.
Paar Schaufeln Erde und wir haben
ein Jammertal hinter uns zugegraben."

Im gleichen Band "Paradiesvogelschiß" (rowohlt 2008) finden sich auch seine:

"Erwägungen für ein Grabmal.

Erwägenswert vielleicht
eine Biogasanlage:
Kleines Flämmchen noch nährend
über den flüchtigen Anlaß hinaus,
bis der irdische Stoff sich erschöpft hat."

Aber klar, dafür hätte er nie eine Baugenehmigung bekommen.
Womit wir bei der Sitzung von heute Abend wären,
wo in gefühlten 784 Bauanträgen über das Wohl
und Wehe von ganzen Biographien entschieden werden muß.
Nein, Peter Rühmkorf hat mit unserem Dorf nicht das geringste zu tun.

Montag, 9. Juni 2008

Böser Bube in Berg!

Lotto
Unsere Idylle hier in Berg ist doch nicht ganz gegen die Realitäten dieser Welt gefeit. Am Spätnachmittag erbeutete heute ein maskierter Mann, der mit dem Fahrrad an- und auch wieder abfuhr, aus dem Lottogeschäft an der Perchaer Straße ersten Erkenntnissen nach 280 €. Die Suche mit dem Polizeihubschrauber blieb erfolglos - einen Radlfahrer hier am See zu suchen ist ein bisschen wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Die Verkäuferin jedenfalls kam mit einem großen Schrecken davon.

Pflichttermin!

Während ganz Europa auf das EM-Spiel der Deutschen heute abend wartete, feierte Höhenrain den Tag der offenen Tür seiner Freiwilligen Feuerwehr und lud dazu jeden herzlich ein.
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Fachmännische Begleitung hatte sich Elke Link, die QUH-Fraktionsführererin, für diesen Termin ergattert: Sie ließ sich von Kreisbrandmeister Tobi Völkl (noch EUW) mit seinem roten Roller abholen und hat dafür extra ihren roten Helm aufgesetzt. Hier ihr Bericht:

Nachhilfe mit Steckerlfisch - FFW Höhenrain

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Als wir mit der knallroten Vespa ankommen, steigt Rauch auf aus dem Feuerwehrhaus in Höhenrain. Kein Grund zur Panik, es ist lediglich die Grillkohle für Schweinswürstl und Steckerlfisch. Also, auf in eine - für mich - völlig neue Welt: Männer in Uniform, an den Brüsten glänzende Abzeichen aller Couleur, Helme und Schutzanzüge an den Wänden. Gut, dass ich einen feuerfesten Kreisbrandmeister an der Seite habe, der mir alle Anfängerfragen geduldig beantwortet.

EL: Tobias Völkl, was ist eigentlich ein Kreisbrandmeister?
TV: Unsere Kreisbrandinspektion Starnberg besteht aus dem Kreisbrandrat, zwei Kreisbrandinspektoren, acht Kreisbrandmeistern und drei Sonderkreisbrandmeistern. Der oberste Dienstherr ist der Landrat. Der Bereich, für den ich zuständig bin, ist die Gemeinde Berg und das Seeostufer bis zur Landkreisgrenze. Ich bin Oberschiedsrichter für den Landkreis Starnberg - ich nehme Leistungsprüfungen ab, fahre Einsätze und bin bei der überörtlichen Ausbildung des Landkreises tätig.

EL: Ich hatte keine Ahnung, dass es auch bei der Feuerwehr Schiedsrichter gibt! Und wie sind die Feuerwehren organisiert?
TV: Hier muss man streng trennen zwischen der Einsatzgruppe und dem Verein. Eine Einsatzgruppe hat einen Kommandanten plus Stellvertreter. Da die Gemeinde verpflichtet ist, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren sicherzustellen, ist hier der Bürgermeister oberster Dienstherr. Daneben gibt es noch einen eigenständigen Feuerwehrverein. Der Verein veranstaltet das Drumherum, Fahrzeugweihen, Feldmessen, Tage der offenen Tür.

EL: Was blinkt denn da so schön an den stolzgeschwellten Männerbrüsten?
TV: Das sind Leistungsabzeichen.
EL: Aber als ich meinen Erste-Hilfe-Kurs gemacht habe, habe ich nicht so was Schönes bekommen.
TV: (lacht) Das sind ja auch Abzeichen für besondere Prüfungen, die man im Abstand von zwei Jahren ablegen kann. Insgesamt gibt es sechs Stufen, von Bronze bis zu Gold-Rot. Dabei muss man unterscheiden zwischen den Abzeichen für THL, also Technische Hilfeleistung, und denen für die Löschgruppe.
EL: Löschgruppe?
TV: Naja, die Mannschaft lernt, wie sie das Wasser vom Hydranten bis zur Spritze kriegt.
EL: Vielen Dank!

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Elmar Buchner und seine Abzeichen

Das war schon mal sehr aufschlussreich. Elmar Buchner und Richard Fink jun. beantworten mir weitere Fragen. Die FFW Höhenrain erhält demnächst einen Anbau, da mit der Anschaffung des neuen Fahrzeugs der Platz nicht mehr ausreicht.

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Das alte Fahrzeug, in dem die Kinder hier sitzen, stammt aus dem Jahr 1975 und wird, wie man mir erklärt, voraussichtlich von der Gemeinde zum Verkauf angeboten werden. So ein Tag der offenen Tür dient natürlich auch dem Fundraising. So konnte der Verein zum Beispiel die Schutzmäntel, die dort an den Haken hängen, selbst finanzieren.

Richard Fink sen., der Kommandant, erklärt mir noch die Räumlichkeiten. Besonders interessant: Oben im Lehrraum sind historische Helme, Spritzen und diverse Kleinigkeiten ausgestellt. In der Garage sind die Einsätze (in den letzten Jahren wohl hauptsächlich Überschwemmungen oder Verkehrsunfälle) mit Fotos dokumentiert. Bis 18 Uhr ist noch geöffnet - und der Steckerlfisch ist echt saugut (wenn man das über einen Fisch sagen darf)!

Sonntag, 8. Juni 2008

Aufgeschnappt

Und wer so viel Text geschafft hat, soll zum Abschluss noch mit ein paar Sprüchen belohnt werden, aufgeschnappt bei dem Feuerwehrfest:

A: Den Perchaner Pfarrer, den versteht ma ned. Koa Wort hab i verstandn.
B: So a Schmarrn. Den verstehst besser ois eiane Fuizler.

A: Host a bisserl Zeit?
B: Jo?
A: Gibst eam a Fotzn. (zeigt auf Bs Banknachbarn und lacht)

A: Gschpiem?
B: Ja.
A: Gschpiem? Du?
B: Na, d'Katz.

A: Neulich hab ich dir beim Mähen zugschaugt.
B: Und?
A: Da is as Gras hinter dir schneller gwachsn als du's vorn weggschnittn hast.

So ein Tag ...

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Klagenfurt 23.00 - geschafft!

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Noch ein stossgebet in den klagenfurter himmel

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Noch zwei stunden die spieler schauen schon mal rein

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Der Abschied - bloß für wen?

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Heute Vormittag fand in Aufkirchen der voraussichtlich letzte Gottesdienst mit Pater Laurentius statt. Er verkündete in der bis zum letzten Platz gefüllten Kirche vor der Gemeinde samt Kirchenchor, der als Überraschung ihm zu Ehren sang, er dürfe den Dienst nach seinem Urlaub nicht mehr antreten. Offenbar wurde ihm auch untersagt, das Pfarrhaus nach diesem Zeitraum noch einmal zu betreten. Auch gestandene Mannsbilder sollen dabei ein paar Tränen zerdrückt haben. Nach dem Gottesdienst gab es Abschiedsworte der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Marlene Donath und von Bürgermeister Monn. Beide verliehen der Hoffnung Ausdruck, dass Pater Laurentius wieder zurückkehren werde. Unterdessen sammelte der Initiativkreis erneut Unterschriften, um die Kirche wurde eine Menschenkette gebildet. Vertreten wird Pater Laurentius zunächst von Konrad Schreiegg, dem ehemaligen Starnberger Pfarrer, und Pater Josef Posch aus dem Kloster Aufkirchen.
Ob nun eine Austrittswelle folgt? Gerüchte gibt es schon...

Freitag, 6. Juni 2008

Die Fußballqueen

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Sie hat gut lachen! Während wir uns beim Public Viewing die Füße platttreten und die Superstars nur als Paninibild drücken dürfen, kann die kleine Larissa aus Berg ganz cool mit einem der Finalspieler über den heiligen Rasen in Wien spazieren.
Larissa, die in der Jugend des MTV Berg kickt, hat bei einem Gewinnspiel mitgemacht und - gewonnen! Sie darf nun an der Hand eines Fußballstars am 29. Juni beim EM-Finale in Wien mit ins Stadion einlaufen. Sie muss dann auch nicht gleich wieder hinauslaufen, sondern darf sich zusammen mit Opa Bernd das ganze Spiel ansehen. Superkalifragilistisch - wir gratulieren ganz herzlich! Wink uns mal im Fernsehen!

Dienstag, 3. Juni 2008

Lieferboykott in Berg

In der Gemeinde Berg stellen zu unser aller Freude noch einige Milchbauern unsere Versorgung mit Milch sicher - noch. Aber wie lange noch? Seit einer Woche boykottieren die deutschen Bauern die Molkereien.

edekaIn einigen Supermärkten soll es bereits zu ersten Lieferengpässen kommen. Nicht so in Berg. Hier steht die Milch noch ausreichend in den Regalen.

Aber auch Berger Milchbauern haben sich dem bundesweiten Boykott des Deutschen Bauern Verbands (DBV) und des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) angeschlossen und kämpfen für einen Milchpreis von 43 Cent.
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Michael Friedinger, Bio-Milchbauer aus Farchach, Gemeinderatskandidat der Bürgergemeinschaft und vor allem Kreisvorsitzender des BDM, ist seit Beginn des Boykotts ein gefragter Mann. SZ, AZ, Merkur, aber auch RTL wollten schon Interviews. Frau Friedinger muss ihren Mann ab und zu schon vor der Presse abschirmen. Die QUH konnte Michael Friedinger am Dienstag trotzdem einige Fragen stellen:

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QUH: Wie viele Bauern aus der Gemeinde Berg beteiligen sich am Lieferboykott?
Hr. Friedinger: Von 21 Milchbauern der Gemeinde Berg beteiligen sich 17 Milchbauern am Boykott. Dabei sind sowohl Bio- als auch konventionell arbeitende Bauern.
Wir kämpfen für einen fairen Milchpreis und einen Systemwechsel. Wir wollen unsere Milch zu einem Preis von 43 Cent verkaufen. Derzeit legen nicht wir den Preis fest, zu dem wir die Milch abgeben, sondern bekommen, was nach aller Kosten bei Handel und Molkereien übrig bleibt.

QUH: Sind die Berger Bauern auch an Aktionen des BDM, wie beispielsweise an Sperrung der Zufahrten zu Molkereien, beteiligt?
Hr. Friedinger: Am Montag waren einige Bauern bei der Protestkundgebung in Weihenstephan. Über den Verlauf dieser und weiterer Aktionen berichten die Bauern heute beim Streikstammtisch in Aufkirchen, der alle zwei Tage stattfindet. Am Stammtisch tauschen die Bauern ihre Streikerfahrungen aus.

QUH: Belastet Sie der Verdienstausfall?
Hr. Friedinger: Das Schlimmste am Streik ist nicht der Verdienstausfall, sondern dass ich die Milch wegschütten muss.

QUH: Welche Molkereien beliefern die Berger Bauern und bestehen Unterschiede bei der Reaktion der Molkereien?
Hr. Friedinger: Die Bio-Bauern liefern an die Molkerei Scheitz, die konventionell arbeitenden Bauern an die Molkerei Gropper bei Neuburg. Die Molkerei Scheitz wäre bereit, den Forderungen der Bauern nachzukommen. Eine Einigung mit einer Molkerei ist aber derzeit nicht möglich, da eine bundesweite Regelung angestrebt wird.

QUH: Wie können die Berger Bürger ihre Milchbauern unterstützen?
Hr. Friedinger: Am Besten kaufen alle Verbraucher viel Milchprodukte, damit die Regale leer werden. So können wir den Druck auf die Molkereien erhöhen.

QUH: Herr Friedinger, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Interview.

Schulbesuch

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Lehrer Männer, der auch Oskar Maria Graf unterrichtete, durfte sich über Besuch freuen. Ehemalige Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 1955 eingeschult wurden, trafen sich vor dem alten Schulhaus in Aufkirchen, in dem auch das Schulmuseum mit dem Ölbild von Lehrer Männer untergebracht ist.
Das Schulmuseum besteht aus einem originalgetreu eingerichteten Klassenzimmer aus der Zeit um 1900. Auch Unterrichtsmaterialien und historische Klassenfotos sind dort ausgestellt.

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Die Bank um die Linde gab es früher schon. Da die Straße damals anders verlief, gehörte der Baum samt Bank zum Pausenhof.

Das Schulmuseum kann übrigens derzeit aus feuerpolizeilichen Gründen nicht besichtigt werden. Wenn eine praktikable Lösung gefunden wird, werden wir berichten.

(Fotos: Erika Laurent und Sieglinde Müller)

Samstag, 31. Mai 2008

Flachdachverbotswelle in Allmannshausen!

Zu den größten Irrtümern von Politikern aller Couleur (seien sie von der SED oder den Taliban) gehört es, zu glauben man sei als Politiker für künstlerische Entscheidungen zuständig.

Ein für alle Mal: Ästhetische Urteile (keine abstrakte Kunst in der DDR, keine Musik in Afghanistan) oder Geschmacksfragen (keine Hamburger im Iran) haben in der Politik nichts zu suchen. Nicht nur deshalb ist die vom neuen Gemeinderat - gegen die Stimmen von Bürgermeister und QUH - in seiner ersten Sitzung beschlossene Satteldachverordnung für Gesamt-Allmannshausen ein Irrtum, über den man noch einmal nachdenken sollte.

Für den historischen Kern um die Kirche herum sollte es selbstverständlich sein: Hier darf man nur behutsam modernisieren, um den gewachsenen Charakter des Ortes zu erhalten. Einverstanden! Aber an den Rändern von Allmannshausen, wo große Baugrundstücke existieren, sieht der Fall anders aus. Hier gibt es bereits eine gemischte Bebauung, über deren Schönheit man geteilter Meinung sein kann. Typische Allmannshauser Häuser (Seeburgstraße) sehen so aus:
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Oder so:
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Besonders unterhalb der schönen Biemer-Villa am Zieglerweg (die ebenfalls kein Satteldach hat, also nicht mehr in das vom GR beschlossene Ortsbild paßt) existieren 2 umstrittene Baugrundstücke.
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Baugrundstücke unterhalb der Biemer-Villa.

Auf einem der beiden Grundstücke hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung 2 Familien die Bebauung mit 2 Flachdachvillen untersagt. Die Wandhöhe hätte jeweils 8.1m betragen. Für das Grundstück besteht allerdings bereits eine Baugenehmigung für ein Haus mit der Firsthöhe 10,5m, das beträchtlich größer wirken würde (und ebenfalls kein Satteldach besitzt). Besonders absurd: Selbst die Nachbarn würden hier Flachdächer bevorzugen. Die Mehrheit im Gemeinderat aber stellt sich stur.
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Blick von der Biemer Villa (und vom Zieglerweg) ins Tal.

Juristisch bedenklich ist, dass im Gemeinderat in diesem Fall auf die Anti-Flachdachsatzung verwiesen wird, die erst angesichts dieser Bauvorhaben im Schnellverfahren beschlossen wurde. Das ist in etwa so, als ob die kommunale Verkehrsüberwachung die Höchstgeschwindigkeit im Ort auf 30km/h herabsetzen würde, nachdem man mit 50 hindurchgefahren ist ... und dann einen Strafzettel ausstellen würde.

Was der Rat beim Beschluss der Satzung obendrein nicht wusste: auf dem Nachbargrundstück hat die Gemeinde bereits im letzten Jahr bei der Bauvoranfrage einem Flachdach zugestimmt. In dieser Angelegenheit dürfte das letzte Wort also noch längst nicht gesprochen sein.

Um den Nachbarn und den Spaziergängern am Zieglerweg den Blick auf die Landschaft zu erhalten, böte sich jedanfalls eine Flachdachbebauung an. Andernfalls würde der Blick nämlich bald so aussehen:
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Bereits Satteldach-verbauter Blick vom Zieglerweg ins Tal (auf ein ebenfalls neuerdings hier verbotenes Walmdach).

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