Sonntag, 16. März 2008

Auch dabei!

Die Qühe freuen sich immer noch so sehr, dass sie in der Gemeindepolitik nun auch dabei sind, dass sie Samstag Abend ins "adabei" luden.

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Harald "Boller" Kalinke präsentierte dabei sehr erheiternde Wahlanalysen der anderen Art - seine Kuchendiagramme zeigten, wie viele Stimmen Qühe und Ochsen bzw. Stiere holten, wie die Doctores im Vergleich zu den "Menschen" abschnitten oder wie viele Kinder man haben musste, um auch bei der Wahl zu punkten. Unseren beiden Blogpflegern Elke und Andy machte er ein besonderes Geschenk: einen telefonbuchdicken Ordner mit einem Ausdruck des gesamten Blog-Archivs! Gerne bei uns einzusehen! Adabei


Es freute uns sehr, dass mit Andy Hlavaty, Tobi Völkl und Friedel Mollerus auch Vertreter von CSU, EUW und SPD vorbeischauten. Die CSU machte uns sogar ein TOTAL SÜSSES Geschenk! Quh-Tips mit CSU-Bonbons, eigenhändig liebevoll gebastelt vom CSU-Ortsvorsitzenden höchstpersönlich - dankeschön!

Stefan und Stephan

Stefan-und-Stephan

MTV Berg proudly presents: Stefan kommt für Stephan! Gestern wurde Stefan Fäth, der neue Trainer des MTV Berg, offiziell vorgestellt. Stephan Baumgärtner hatte dem Vorstand frühzeitig mitgeteilt, dass er nach dieser Saison aus privaten Gründen zurücktreten wolle, so dass genügend Zeit blieb, nach einem Nachfolger zu suchen. Nun wird Stephan durch Stefan ersetzt - allein der neue Trainer muss sich also neue Namen merken. Zu diesem Zweck teilte er Steckbriefe mit Fotos der Spieler aus und bat sie, bald ihre Ziele und Wünsche einzutragen. Stefan wird die Mannschaft als Spielertrainer leiten. Der 33jährige, der mit Frau und Tochter in München wohnt, kickte in seiner Jugend u.a. beim TSV 1860 und beim TSV Großhadern, war im Seniorenbereich in mehreren Vereinen an insgesamt fünf Aufstiegen mitbeteiligt und spielt seit 2002 bei Großhadern in BOL und Landesliga. 2006/2007 war Stefan Torschützenkönig der Landesliga Süd. Wir wünschen Stephan und Stefan viel Glück!

Freitag, 14. März 2008

Bayrisches Wochenende: Maibaum, IBM, Starkbier, QUH

Langsam reckt das Jahr seine Glieder. Die Festsaison sendet ihre Fühler aus. Die Berger Burschen fahren morgen vormittag um 11 "mit bester Blasmusik" ihren noch rohen Maibaum ins Dorf ein und haben dafür schon mal halb Berg abgesperrt. Wir sind gespannt! Abends dann jede Nacht Maibaumwache!
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Der neue Maibaum, als er noch im Wald stand: 35 Meter hoch! Kerzengrad.
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Am 31.12. wurde er gefällt, der neue Stolz von Berg.

Das sprichwörtlich andere Extrem des Berger Spektrums deckt heute abend der MTV-Unternehmerstammtisch ab. Organisator und QUH-Mitglied Christian Kalinke hat den IBM-Chef Martin Jetter eingeladen. Er schreibt uns:

"Liebe Freunde des MTV Unternehmerstammtisches,
nicht vergessen: „Der blaue Riese in Deutschland“ mit Martin Jetter (Deutschlandchef von IBM) am Freitag, den 14.03.2008 um 19:30 im Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg, Münchner Strasse 17. Erleben Sie ein inhaltliches Spektrum vom Informationstechnologiestandort Deutschland über das IBM Geschäftsmodell bis hin zu so heißen Themen wie „Green IT und Computer Kids“.

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Martin Jetter/IBM. Heute zu Gast beim MTV-Unternehmerstammtisch im Starnberger Hotel "Vier Jahreszeiten".

Und nachdem man sich heute dann gebildet hat, kann man morgen abend wieder feiern: Wer nicht zur QUH ins "A'Dabei" kommen möchte, kann zum bekanntermaßen urigen Starkbierfest ins Aufkirchner Vereinsheim gehen. Ersteres für QUH Mitglieder und Sympathisanten zum inhaltsleeren Feiern des Wahlergebnisses, letzteres mit "bester Blasmusik" und Maßkrugstemmen.

Mittwoch, 12. März 2008

Was wäre, wenn es in Berg Persönlichkeitswahl gäbe

So sieht sie aus, die Sitzverteilung in nächsten Gemeinderat:


sitzverteilung
Etwas anders sähe diese Grafik aus, wenn es in Bayern ein reines Persönlichkeitswahlrecht geben würde. Wichtigste Änderung: Karli Brunnhuber säße als einziger SPDler im Gemeinderat (jetzt 3). Die FDP hätte es nicht geschafft (jetzt 1). QUH (4), ÜP (1) und EUW (4) blieben - ginge es nach der persönlichen Beliebtheit bei den Wählern - unverändert. Hans Peter Höck würde allerdings für die CSU nachrücken, die es dann auf 5 Sitze brächte; Wolf Adldinger säße als zweiter Grüner im Gemeinderat. Auch der untröstliche Markus März hätte es als 20. doch gerade noch geschafft und die BürgerGemeinschaft käme mit ihm auf 3 Sitze. Ist aber nicht! Denn die Sitze werden nach den Gesamtstimmen für die Parteien vergeben und die Beliebtheit regelt nur die Reihenfolge innerhalb der Partei.

Toni Galloth, Werner Streitberger (beide SPD/Parteifreie) und Anke Sokolowski (FDP), die über die Liste in den Gemeinderat gewählt wurden, wird es freuen. Hans Peter Höck, Wolf Adldinger und Markus März dürfen sich ein bißchen ärgern, aber vielleicht müssen sie ja irgendwann einmal nachrücken. Die genaue Anzahl der Stimmen finden sich hier im Kommentar.

Dienstag, 11. März 2008

Gemeinderat in Torschlusspanik lässt Muskeln spielen!

Die Schlagzeilen: MTV-Trainingsplatz verzögert sich - Gehweg nach Farchach geplant - Post soll so bleiben - Cafe Frühtau in Schwierigkeiten!

Die Tage des alten Gemeinderates sind gezählt. Später zeigte es sich, dass auch die Ortsmitte Berg vor dem Aus steht, aber der Reihe nach: Am 6.5. findet die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates statt, der dann zuerst darüber entscheidet, wer zweiter und ob Elke Link als Nachfolgerin von Frau Nowak dritte Bürgermeisterin wird. (Frau Nowak indessen plante freudig eine Senioren-Disko in einer ehemaligen Lagerhalle).

Schon jetzt macht sich allerdings der Wahl-Sieg der QUH bemerkbar. Der Gemeinderat war in seiner ersten Sitzung nach der Wahl so aktiv wie seit Jahren nicht. Er wirkte wie aus einer langen Erstarrung erlöst, fast jede Fraktion (außer der EUW) brachte Anträge und Anfragen ein, es wurde leidenschaftlich quer durch die Fraktionen diskutiert und einmal sogar vehement gegen den Bügermeister gestimmt. Plötzlich will der Rat etwas schaffen! Alle wichtigen Projekte in der Gemeinde kamen zur Sprache. Wenn das immer so gewesen wäre, hätte es die QUH nicht geben müssen. Es war aber eben nie so. Und deshalb hat die QUH in 8 Wochen 4 gepolsterte, reservierte Sitze und ein analkoholisches Freigetränk! Die Entscheidungen im Einzelnen, eine Tour de Force durch die Gemeinde:

Zuerst Neues vom neuen MTV-Trainingsplatz. Die Bogenschützen haben das Feld bereits geräumt. Zur Zeit finden auf dem Gelände - an der Auspflockung ersichtlich - Sickerversuche statt. Eine Verzögerung des Baubeginns entsteht allerdings, weil wegen des DFB-Bolzplatzes (und hoffentlich auch wegen der Skateranlage!) doch ein Bebauungsplan erstellt werden muss. Zumindest geschieht irgendetwas, wenn auch noch nichts Entscheidendes ...

Dann ging es hinüber nach Farchach! - Für Fußgänger und Radfahrer keine ungefährliche Sache.
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Deshalb wurde das überfällige Projekt eines Geh- und Radweges von Aufkirchen nach Farchach vorgestellt und von Bürgermeister, Ingenieurbüro und dann auch Gemeinderat für realistisch erachtet (Kosten: 95.000 € außerhalb des Ortes, 176.000 € innerhalb). GR Reiser sprach allen aus dem Herzen: "Ein Traum!". Keine Frage: Einstimmig - weitermachen!

Dann - noch ohne Fußweg - zurück nach Aufkirchen.
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Auf ein Bier in die Post. Da Postwirt Andi Gröber entnervt seine Bauanträge zurückgezogen hat, wurde die Veränderungssperre auf dem Grundstück aufgehoben und das Aufstellen eines Bebauungsplanes für das Postgrundstück in Aussicht gestellt. GR Eisenhut bemerkte richtig, dass solch ein Plan allerdings zukünftige Entwicklungen wie die Variante der südlichen Verlängerung des Kreuzweges berücksichtigen müsste. Hier hätte die QUH eingehakt. Denn das Problem ist ja nicht nur der Um- und Ausbau der offensichtlich eher unrentablen Post, sondern es braucht eine Idee für GANZ Aufkirchen. Eine Vision, wie all die nicht funktionierenden Plätze (vor der Post, vor dem Friedhof, vor den Geschäften) zu einem funktionierendem Ortsganzen zusammengefügt werden könnten. Der jetzige Plan wird wieder nur Flickwerk sein!

Es ging weiter: Nächste Station Satteldachdorf Allmannshausen (Baugrundstücke aus privater Hand vorhanden).
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Vielleicht nach Lektüre des letzten QUH-Artikels über den "Walmdachwahn im Gemeinderat" schlug BM Monn vor, dort Flachdacharchitektur nicht grundsätzlich zu verbieten, denn (Originalton Monn), es gebe Beispiele, dass "auch eine moderne Architektur gemeindeverträglich" sein könne; obendrein genüge gegen Auswüchse das vorhandene Recht. Damit stieß die Verwaltung allerdings auf die geballte Wut des Gemeinderates. In einer offenen Diskussion, wie ich sie im Gemeinderat noch nie erlebt habe, wurde Vor- und Nachteil des Satteldaches diskutiert und 4:14 gegen den Bürgermeister gestimmt (der in diesem Fall die volle Unterstützung der QUH gehabt hätte). Zeigt doch gerade die Weber-Flachdach-Bauhaus-Villa in Allmannshausen, dass solche Gebäude durchaus nicht ein Dorf verwüsten müssen, sondern städtebauliche Akzente setzen können.

Und immer noch ging es weiter mit Themen, die die QUH seit Monaten fordert und anspricht: Endlich heim nach Berg ins Cafe Frühtau - solange es noch steht!
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Leider hat das Cafe Frühtau Dienstagabend nach der Gemeinde nicht offen. Sonst könnten dort die Gemeinderäte privat noch etwas politisieren - oder man hätte Bettina vom Cafe heute gleich die schlechte Nachricht überbringen können. Vielleicht hat das Cafe bald gar nicht mehr offen! Denn das Cafe muss nach einer privaten Anzeige im Landratsamt die Stellplätze nachweisen, die es nicht besitzt. Das Landratsamt kann oder will - anders, als der Gemeinderat es gefordert hat, und anders, als es der BM in "intensiven Gesprächen" versucht hat - nicht auf die vorgeschriebenen 6 Stellplätze für das Cafe verzichten. Sogar GR Jäger war außer sich: "Wer entscheidet eigentlich so einen Unsinn?", fragte er aufgebracht.
Es stellte sich heraus: Die Gemeinde selbst hat diese Stellplatzsatzung erlassen, in der sie nun gefangen ist. Damit bringt sie die schönste Neugründung in der Gemeinde in allergrößte Schwierigkeiten. Jetzt will man von Gemeindeseite versuchen, das Landratsamt auf 3 Stellplätze herunterzuhandeln, aber auch wo die entstehen sollen, weiß keiner. Gegenüber, hinter dem Maibaum, erwartet man in Kürze einen großen Bauantrag. Vielleicht entsteht die 117. Zahnarztpraxis in Berg? Das Ortszentrum Berg hingegen steht vor dem AUS!

Dass er diese Entwicklung, diesen Ausverkauf, diese Verelendung eines historischen Ortszentrums zugelassen und durch ungeschickte Grundstücksgeschäfte und unentschiedene Politik erst verschuldet hat, damit wird man den scheidenden Gemeinderat für alle Zeit verbinden müssen!

Da half es kaum mehr, dass in der Ortsmitte Mörlbach laut einem in Kraft getretenen Bebauungsplan die hässliche Fichtenhecke in der Ortsmitte jetzt endgültig ebenfalls vor dem Aus stehen dürfte. Ganz anders als das Springkraut in der Kiesgrube in den Wadlhauser Gräben, das lt. Hrn. Jäger gefährlich überhand genommen hat.
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Mörlbach wird schöner. Und Berg?

Montag, 10. März 2008

Männer und Frauen

Damenschuh

In der heutigen Ausgabe der SZ ist aufgeschlüsselt, wie beschämend die Wahl für die Frauen im Landkreis ausgegangen ist. In diesen Zeiten des Postfeminismus waren sich alle einig, dass man keine Quotenfrauen mehr braucht - aber gleich gar keine Frauen mehr? Auch in Berg, wo Männer 85% des Gemeinderats stellen, wird deutlich, dass Frauen von den Wählern und Wählerinnen nichts zugetraut wird. In fast allen Parteien wurden Männer von hinteren Listenplätzen nach vorne gehäufelt, vor die - wegen ihrer unterschiedlichen Qualifikationen und daher aus gutem Grund - nach vorne gesetzten Frauen. In der SPD beutelte es Listenplatz 2 (Andrea Riesch), in der CSU Listenplatz 3 (Claudia Keilitz, bislang Gemeinderätin), der weibliche Listenplatz 5 der EUW (Hildegard Steinbrück) wurde nach hinten katapultiert, ähnlich erging es Platz 2 der Bürgergemeinschaft (Michaela Kühnert). Allein in der FDP konnte Anke Sokolowski ihren Spitzenplatz behaupten, Teresa Erhart von den Grünen blieb Dritte, und die Qühe stellen mit ihren beiden Spitzenkandidatinnen Elke Link und Elke Grundmann nun sogar zwei zukünftige Gemeinderätinnen.
Aus diesem Grund wird die QUH - mit vier Sitzen im Gemeinderat gleichauf mit EUW und CSU - als eine der drei starken Fraktionen ins Rennen um das Amt des dritten Bürgermeisters gehen. Frau Nowak sollte eine würdige NachfolgerIN bekommen. Damit unsere Gemeinde ein Zeichen setzt und sich weiterhin auch weiblich repräsentieren lässt.

Sonntag, 9. März 2008

Noch mal Kunst...

aber dafür sehr schöne. Wir waren gestern in der Ausstellung Mark Rothko Retrospective in der Hypo Kunsthalle in München. Da geht fast jedem Besucher das Herz auf! Auch denjenigen, die nichts mit abstrakter Kunst anfangen können, aber zumindest Freude an den Farben haben. Eine Ausstellung, die es wohl so schnell nicht wieder geben wird. Der 1903 in Russland geborene US-Künstler ist ein Vertreter des Abstrakten Expressionismus. Er starb 1970, 13 seiner Arbeiten hängen in deutschen Museen, eines seiner Werke wurde im vorigen Jahr für $ 73 Mio. ersteigert.

hypo

Mark Rothko
Ohne Titel, 1949
Öl/Leinwand, 206,7 x 168,6 cm
National Gallery of Art, Washington
Schenkung der Mark Rothko Foundation, Inc.
Bildquelle: Homepage der Hypo Kunsthalle

Am 27. März um 18.00 Uhr lädt der Kulturverein Berg zu einer Führung durch diese grandiose Ausstellung. Anmeldung unter 08151 5266.

Samstag, 8. März 2008

Ein gutes Vorbild…

sind der Internetauftritt (klick) und das Engagement der Gemeinde Tutzing in Sachen Kunst, insbesondere auch für zeitgenössische Kunst. Denn die Gemeinde veröffentlicht dort auch die aktuellen Kunstausstellungen, die im Rathaus gezeigt werden. Dort wird den Künstlern größtmögliche Freiheit bei der Hängung und Platzierung ihrer Arbeiten gegeben und die Kommune unterstützt diese Ausstellungen regelmäßig auch finanziell.
Im Rathaus Berg (klick), wo ebenfalls regelmäßig Kunstausstellungen stattfin-den, sollte dies eigentlich auch möglich sein. Warten wir's ab.

rimscha






Die zweite Ausstellung 2008 im Rathaus Berg findet vom 13.03. bis zum 07.05.2008 statt. Es stellen aus Christiane Leimklef und Gudrun v. Rimscha. Eine Vernissage ist nicht vorgesehen.

Die Öffnungszeiten sind: Montag, Dienstag, Freitag 7:30 bis 12:30 Uhr, Donnerstag 7:30 bis 12:30 und 14:00 bis 18:00 Uhr sowie nach Vereinbarung Tel. (08151) 5350

Gudrun v. Rimscha
Wie soll ich...? 1988
(von der Homepage der Künstlerin)

Freitag, 7. März 2008

Ein Briefwechsel übers Energiekonzept

Heute mal - weil es um ein wichtiges Thema geht - eine Textwüste. Denn unter den Gratulationen finden sich auch konstruktive Vorschläge. Hier ein wichtiger Brief von Markus S., der sich mit dem Energiekonzept der QUH auseinandersetzt:

"Hallo Ihr von der Quh (Kühe wollte ich nicht sagen)

Ich möchte euch zu eurem grandiosen Erfolg gratulieren. Vor 6 Jahren stand ich noch mit Elke Link gemeinsam auf einer anderen Liste und wir haben uns über das selektive Höhenrainer Wahlverhalten furchtbar geärgert. Wie sich gezeigt hat, hatte Elke mit Ihrer Sicht, dass sich da nichts ändert, absolut recht. Ich ziehe den Hut vor eurem Einsatz und eurer Ausdauer. (...)
Zu eurem Energie“konzept“ wollte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Geothermie ist ja derzeit der „Renner“, aber Sie ist im großen Stil (Stromerzeugung) nicht unproblematisch. In unserer Gegend ist mit Horizonten von ca. 90° heißem Wasser erst in Teufen von 3000 Metern zu rechnen. Zudem benötigt man mittlerweile 2 Bohrungen in diesen Träger (eine zum fördern, eine zum versenken). Früher durfte die Versenkbohrung auch flacher sein. Für eine Bohrung in dieser Lage sind 10 Mio. € schnell weg. Bohranlagen sind derzeit auch schwer zu kriegen und die Preise sind demzufolge auch deutlich gestiegen. Dann benötigt man für das warme Wasser große Abnehmer in relativer Nähe. Mit dem Strom finanziert man die Investition und mit dem Warmwasser den Betrieb.
Im übrigen findet in Sauerlach am Ortsausgang hinter dem Hackschnitzelheizkraftwerk derzeit ein Bohrung auf Geothermie statt. Dort scheint mir die Gemeinde ein sehr vernünftiges Energiekonzept entwickelt zu haben (erst Hackschnitzel, jetzt Geothermie). Pullach hat mit Ihrer Anlage anfangs sehr große Schwierigkeiten gehabt und Unterhaching hat meines Wissens finanziell etwas gerudert, da Ihre erste Versenkbohrung zu wenig schluckte und die Förderbohrung nun einmal nur das fördern darf, was die Flutbohrung wegbringt. Aber erkundigt euch doch mal in Sauerlach, wie die das alles angefangen haben.
Geothermie light, also für die privaten Haushalt finde ich auf alle Fälle gut. Eventuell wäre so was auch als Gemeinschaftsprojekt bei einem neuen Baugebiet als Einheimischenmodell möglich. Falls es so was in der Größenordnung Huberfeld noch mal gibt. Ich selbst habe seit zwei Jahren unseren Hof auf Erdwärme umgestellt. Super Sache und es funktioniert einwandfrei , obwohl 3⁄4 der Wohnfläche Altbau ist und die Wohnungen überwiegend mit normalen Heizkörpern ausgestattet sind (Teilweise sogar noch mit Rippenrohr) Hier könnte von der Gemeinde (oder Euch) eventuell Information für die Bürger geliefert werden. Wir haben die Variante der Flächenverlegung gewählt, aber eine Bohrung kann man in jedem Vorgarten unterbringen.
Aber jetzt genug geschwafelt. Viel Spaß wünsch ich Euch im Gemeinderat und gutes Gelingen
Viele Grüße auch an die beiden Elke´s
Euer Markus S."

Darauf antwortete unser "Energieexperte" Robi Meisner folgendes:

"Lieber Markus,

vielen Dank für die Glückwünsche und Deine Anerkennung.
Ein paar Worte zu Deinen Kommentaren zum Energiekonzept.
Uns ist die Problematik der Geothermie durchaus klar - es ist aber ein gutes "Vehikel" um auf die Möglichkeiten, die es hier gibt, hinzuweisen.
Es muss hier ein Gutachten erstellt werden, um sicherzustellen dass die Nutzung der Geothermie in der Gemeinde sinnvoll ist und vor allem auch für die Stromerzeugung nutzbar wäre (Temp. > 100 °C) - Heizwärme braucht man hier ja nur im Winter.
Insbesondere müssen natürlich - wie Du ja auch sagst - entsprechend viele Abnehmer da sein. Potential sehen wir hier vor allem bei den grösseren Verbrauchern (Keller Verlag, Arigrov Klinik, MS-Klinik, Gymnasium Kempfenhausen und Schule Aufkirchen). Ob das räumlich passt muss man sehen. Das werden wir anregen.
Es muss aber vor allem ein integrierter Ansatz erarbeitet werden, der auch andere Formen der regenerativen Energieversorgung berücksichtigt. Hier denken wir vor allem an eine Biogasanlage (auch umstritten, aber ein gangbarer Weg), eine Bürgersolaranlage oder gebündelte Anlagen zur Energieerzeugung (Erdwärme oder Hackschnitzel/Pellets) für neue oder bestehende Wohngebiete (Im Huberfeld ist diese Chance leider nicht realisiert worden).
Darüber hinaus ist aber das Energiesparen die Energiequelle Nummer eins - soll z.B. heissen: Dämmung öffentlicher Gebäude, Solarthermie für Sportanlagen (vor allem für die geplante neue Anlage), etc.
Vor allem soll in diesem Bereich auch aktive Aufklärung betrieben werden und bei Neubauvorhaben mit den künftigen Bauherren (privat oder öffentlich) gesprochen werden. Auch die Auflage eines gemeindlichen Förderprogramms sollte hier diskutiert werden.
Mehr werden wir in den nächsten Monaten im Detail erarbeiten und dann auch in den Gemeinderat sowie die Öffentlichkeit tragen.
Wir hoffen, dies beantwortet zunächst Deine Frage.
Mit besten Grüssen
Robert"

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