Auszug aus dem Internet-Auftritt der Berger SPD:
Die Berger SPD brachte von Anfang an "Kultur in den Wirtshaussaal" - zu einer Zeit, als die folgenden Künstler noch ein Geheimtipp waren, z.B. Sigi Zimmerschied, Gerhard Polt, Biermösl Blos'n, Mehlprimeln, Narrenschaukel, Klaffenböck, London Puppet Players, Bayerisch-Diatonischer Jodelwahnsinn, Gastspiel Theater der Jugend, Jörg Hube, Sepp Bierbichler, Jazzkonzert mit Dollar Brand, Autorenlesung mit Petra Morsbach, Uwe Dick, Oskar Maria Graf-Lesungen sowie 1. Literarische Graf-Wanderung mit Dirk Heißerer "Auf den Spuren der Dorfbanditen".
Was ist aus dem heren Anspruch geworden? Seit Jahren tote Hose! Die SPD sollte doch noch Manns und Namens genug sein, mittlerweile prominente Größen, wie Polt und Hube in die Post zu locken, um endlich einmal wieder auch in Berg regelmäßig kabarettistisch die Post abgehen zu lassen.
Nach dem Motto:
Die Berger SPD und der Berger Kunstverein proudly present:
Gerhard Polt, die Biermösl Blos'n und die große Koalition
Der Melker - 2007/03/06 13:47
Gratulation! Einstimmig wurde gestern unser Freund und Ämtersammler Andreas Hlavaty von der Berger CSU als Ortsvorsitzender im Amt bestätigt. Damit setzt die CSU (Durchschnittsalter im Ortsverband laut eigener Einschätzung 65 Jahre) weiter konsequent auf das, was man im Rentenalter so unter "Jugendarbeit" verstehen mag.
Verblüffend allerdings die sonstigen Aussagen des alten und neuen Vorsitzenden: Laut SZ verkündete Hlavaty, bei der nächsten Gemeinderatswahl "schon wieder mal einen stellvertretenden Bürgermeister" stellen zu wollen. Das muß erstaunen bei einer Partei, die bei der letzten Bürgermeisterwahl erst gar keinen Kandidaten stellte und bei der vorletzten BM-Wahl sogar unter 10% blieb.
Auch die Hoffnung bei der Gemeinderatswahl "das ein oder andere Mandat" hinzugewinnen zu wollen, könnte sich bei einer Partei, die beim letzten Mal 23% Wähler für sich begeistern konnte, schwerer als gedacht herausstellen. Denn auch die gut 21% Wähler der QUH werden darauf dringen, dass Vertreter ihrer Partei im Gemeinderat vertreten sein werden. Und seien wir ehrlich: Das Durchschnittsalter bei der QUH liegt womöglich weit unter dem Alter des CSU-Jugendlichen Herrn Hlavaty.
Die neue Kraft schreibt hier!
ammer - 2007/03/06 12:10
Grosses Thema - grosser Andrang und damit Parkplatznot vor der Gemeinde. Rund 30-40 Mitglieder der MTV-Turnabteilung drängten sich im Sitzungssaal der Gemeinde - es stand als Punkt 6 der Tagesordnung die Entscheidung über den Bau einer "Kleinstturnhalle" oder "besseren Gymnastiksaals" für die Turner des MTV auf der Tagesordnung. Ob des grossen Andrangs wurde der Punkt pragmatisch vorgezogen um wieder Sitzplätze für die anderen Zuhörer zu schaffen.
Die Fakten: auf dem Grundstück des MTV-Berg am Huberfeld soll - auf Antrag der Turnabteilung - neben eines Trainingsplatzes für die Fussballer und einem Gelände für die Bogenschützen - auch eine 15x15 Meter grosse Turn- und Mehrzweckhalle gebaut werden. Baukosten knapp 600.000 € - hiervon würde der MTV ca. 250.000 € aus der "Genz-Million" zuschiessen - der Rest wäre von der Gemeinde zu tragen. Mit den Kosten für Erschliessung, Parkplätze, Grünanlagen, Zufahrt etc. ist von Baukosten von insgesamt etwa einer Million Euro auszugehen.
Momentan verteilen sich die Trainingszeiten der etwa 600 Turnerinnen und Turner auf mehrere Hallen in der Gemeinde u.a. in der Grundschule Aufkirchen, in der Rottmanshöhe und im Kindergarten in Aufkirchen. Eine schwierige Situation, da die Turner hierdurch auf den guten Willen der Besitzer und die "Öffnungszeiten" der externen Hallen angewiesen sind.
Der Gemeinderat äusserte grosses Verständnis für die Belange des MTV und sieht grundsätzlich dem Bedarf, möchte jedoch den Fortgang des Baus der geplanten 3-fach Turnhalle im Biberkor abwarten - hiervon wärde ein Teil dann auch für die Turnabteilung nutzbar. Auch hält der Gemeinderat die mit 15x15 Metern sehr kleine Halle für den falschen Weg - weil diese mittelfristig den Bedürfnisse nicht gerecht werden kann (siehe Bezeichnungen für die Halle aus den Reihen des Gemeinderates oben).
Auch äußerte der Bürgermeister sich bezüglich der Planung am Huberfeld zweideutig: "Vielleicht sind wir, was die Planung am Huberfeld betrifft schon weiter als sie alle meinen." In jedem Fall möchte der Gemeinderat einen abgestimmten Antrag des gesamten MTV abwarten und im Dialog eine Lösung, die für alle Belange des Vereins tragbar sei und lehnte daher den Antrag mit einer Gegenstimme ab. Bei einer weiteren Verzögerung der Planungen in Biberkor sollen andere Optionen diskutiert werden.
Weitere Punkte betrafen die Erneuerung diverser Brücken über den Lüßbach insbesondere in Manthal und in Martinsholzen - hier wird es einen Ortstermin geben um die optimale Lösung zu finden.
Diverse Bauanträge wurden - sehr pragmatisch und sachkundig von der Bauverwaltung vorgetragen - genehmigt bzw. abgelehnt. Alles insgesamt mit sehr viel Augenmass.
Diverse Anträge für Strassenänderungen und Anpassungen von Bebauungsplänen - Tagesgeschäft für Gemeinderäte zu später Stunde...
aufkirchen - 2007/02/28 10:55
Ungerechterweise gab es ja Zeiten, zu denen in diesem Blog wenig gutes über die SPD zu lesen war. Da müssen wir jetzt Abbitte leisten. Findet sich doch auf der Homepage der Landtags-SPD (ja die gibt es) mittlerweile eine höchst amüsamte Seite, auf der die "Gestammelten Werke" ihres politischen Feindes und unseres scheidenden Landesfürsten versammelt sind: Klicken hier:
http://www.spd-landtag.de/aktuell/presse_anzeigen.cfm?mehr=6048
ammer - 2007/02/23 15:26
Und schon wieder sind 14 Tage vorüber. Die gestrige Sitzung des Berger Gemeinderates ähnelte einer vergnüglichen Faschingssitzung. Der Bürgermeister riss so hier und da ein Witzchen. Aber was wirklich Prickelndes hatte der Rat nicht zu bieten. Zumindest nicht während der öffentlichen Sitzung. Buffetaufbauten vor dem Sitzungssaal wiesen eher auf Prickelndes nach der Sitzung hin. Die beiden QUH-Abgesandten Sisi und Ute wollten die Sitzung gestern gar nicht verlassen, so tief waren sie in Entschlüsselungsdiskussionen „was bedeutet jetzt 33 und was 34?“ vertieft. Hatte sich der Gemeinderat einen neuen Geheimcode zugelegt? Nein es handelt sich wohl um Baurecht-Paragraphen nach denen ein frisch eingereichter Bauantrag zu bewerten sei…. Aber da wurden wir zum wiederholten Mal aufgefordert, den Saal zu verlassen!
Vorher ging es noch um einen Funkmasten der Telekom, der nicht auf dem Gebäude der alten Post in Berg, sondern im Berger Holz aufgestellt werden soll. Es ging um 4,50 Meter Entsiedelung in Farchach, natürlich erst nach vorheriger Ortsbegehung, in diesem Fall nicht mit dem gesamten Gemeinderat, sondern nur von Herrn GR Jäger und Bürgermeister Monn zu bewältigen! Das war wohl ein Witzchen des Herr Bürgermeisters. Es ging um Entlastung der Haushalte 2001 und 2002 und gaaaaanz lange um viele kleine Entscheidungen zum Bebauungsplan der neuen Höhenrainer Dorfmitte.
Ach ja ein interessantes Projekt stand noch auf der Sitzungsordnung: die Renaturierung des Lüßbaches im Manthal. Das kleine Flüsslein soll dort in Zukunft über ein von der Gemeinde neu erworbenes Grundstück naturnah mäandrieren. Dazu will die beauftragte Firma dem Gewässer ein dynamisches Bett für rund 30.000 € bauen. Eine Maßnahme, die auf das Ökokonto (whatthefuckisthat?) der Gemeinde eingebucht werden soll, aber hochwassertechnisch wenig Auswirkung haben wird.
Das war keine Büttenrede! In diesem Sinn fröhliche Faschingstage.
Ouereinsteiger - 2007/02/14 14:57
in lockerer 14-tägiger Folge von den amüsanten öffentlichen Gemeinderatssitzungen der Gemeinde Berg. Immer wieder erstaunlich: politische Strategien finden gerade einmal 15 Minuten Gehör, über Nussbäume, Dachknicke oder Mauerhöhe unterhält man sich da schon viel lieber. Kein Wunder, dass die Gemeinderäte da im Laufe der Sitzung deutliche Ermüdungserscheinungen zeigen und ein Projekt wie die Guantanamo-Verzäunung des Gymnasiums Kempfenhausen ohne weitere Rückfrage durchwinken. Geplant ist, den alten Maschendrahtzaum durch eine 1,83 Meter hohe Gitterverzäunung zu ersetzten. Die Frage, ob es nicht einfach ein neuer Maschendrahtzaun getan hätte, ganz zu Schweigen von der Wirkung auf die Nachbarn und Spaziergänger stellt sich gar nicht erst. Wenn wundert da, wenn andere Gemeindebürger auch auf die Idee kommen sich hinter 1,80 hohen Toren zu verschanzen anstatt die üblichen 1,30 Meter-Variante zu wählen.
Wirklich wichtig: die Kinderbetreuung in der Gemeinde Berg. Es geht darum, ein sinnvolles Konzept für die optimale Betreuung unserer Kinder auf die Beine zu stellen. Der Gesetzgeber gibt einen Rahmen bis 2010 vor. Dazu liegt ein Vorschlag des BRK auf dem Tisch. Der sieht vor, die seit Jahren überfällige Krippe nun endlich per September 2007 zu realisieren. Vorgeschaltet sind allerdings noch Baumaßnahmen im Kiga Höhenrain. Dasselbe gilt für die dringend benötigten Hortplätze. Der Hort in Aufkirchen soll von 32 Plätzen auf 50 Plätze aufgestockt werden. Dazu wurde u.a. die Errichtung eines neuen Gebäudes auf dem Grundstück der alten Schule diskutiert. Die QUH fragt sich, warum nicht der momentan sowieso wegen Baufälligkeit geschlossene und dringend sanierungsbedürftige Pfarrsaal für eine Hortnutzung in Betracht gezogen wird. So könnten auch die verschiedenen Träger in ein ganzheitliches Konzept eingebunden werden. Eine Betreuung der Kinder in der Schule selbst ist aufgrund des erhöhten Lärmpegels wohl weniger ratsam. Weitere Entlastung für die stark nachgefragten Hortplätze könnte folgende Strategie bringen: Die Erstklässler werden nach wie vor in ihren jeweiligen Kindergärten betreut. Der Hort konzentriert sich auf die Zweit- bis Viertklässler. Hier ist zwar dringend Handlungsbedarf, aber eben auch noch viel Diskussionsbedarf, um eine wegweisende, langfristigen und v.a. den Kinder gerecht werdende Lösung zu finden. Einen Trost haben wir: Wenn es dann um die entsprechenden Baupläne geht, werden die Kinder vielleicht doch ein wenig mehr Gehör als nur 15 Minuten erhalten.
So wie lang und ausführlich über die städtebaulichen Auswirkungen und betriebswirtschaftliche Notwendigkeit der Austockung eines Durchgangs zu einem neuen Gebäudes auf dem Gelände der Agirov-Klinik diskutiert wurde, um schließlich zu beschließen, dass alles beim Alten bleibt. Nur die Veränderungssperre wurde gleich noch um ein Jahr verlängert. Einzig Gemeinderat Eisenhut wies daraufhin, dass die lang diskutierte Veränderung von öffentlich einsehbaren Seiten nicht wirklich ins Gewicht fällt.
Auf der Tagesordnung stand weiter die langsam Gestalt annehmende Bebauung der Berger Dorfmitte. Hier ist man sich einig, streng auf den Ortsbildcharakter zu achten. Der scheint wesentlich mit glänzenden, glasierten oder doch nicht glasierten, schwarzen oder vielleicht nun doch lieber roten Dachziegeln zusammenzuhängen. Und natürlich gehört als Dachform das traditionelle Satteldach festgeschrieben. Für einen Teil des dreigeteilten Grundstückes wurde dann ein Einfamilienhaus mit Flachdach-Garage genehmigt!
Soweit zum öffentlich Teil der Gemeinderatsitzung.
Ouereinsteiger - 2007/01/31 11:15
In Vertretung von HP Höck hat Christiane Hoffelner uns jetzt auch Fotos vom Unternehmerstammtisch zukommen lassen, wo wir wieder viel gelernt haben: Der Bericht steht unten, die Bilder kommen hier:
Show auf der Bühne: "Star-Werber" Holger Jung (der mit Zeigefinger) erklärt "Stinker" Kalinke (der mit Weißbierglas), wie man gut auf sich aufmerksam macht
Politik am Rande: "BürgerGemeinschaftler" Wolfgang Reiser (der mit Krawatte) erklärt "QUHlerin" Elke Link (die mit dem Hellem), wie man eine Gemeinderatswahl gewinnt.
ammer - 2007/01/30 15:04
Vor uns das Wochenende, das uns endlich die lang ersehnte Wintergaudi am Kreuzmöselhang beschert. Die Burschenschaft betete seit Wochen um Schnee. Ein liebgewonnener Grund zum Feiern, der uns mit Sicherheit gute Stimmung zu furchtbarer Musik bringen wird. Als musikalisches Rüstzeug präsentiert die QUH eine gänzlich unbekannte Band, die den Namen unserer Gemeinde im Titel trägt: "The Berg Sans Nipple" sind ein französisch-amerikanisches Duo, das vor 3 Tagen in Amerika seine CD "Along The Quai" veröffentlicht hat. Die Webseite der Band findet man hier:
(klick). Die QUH präsentiert von "The Berg sans Nipple" (die Band heißt wirklich so) vorab und für beschränkte Zeit den Titelsong kostenlos zum herunterladen oder anhören:
(einfach anklicken, zum download rechte Maustaste halten, später kaufen!)
The Berg Sans Nipple
ammer - 2007/01/27 07:21
Eigentlich hatten wir von der QUH gestern im Seehotel Leoni einen Überfall geplant: Wir wollten Holger Jung, den Chef der frechsten deutschen Werbeagentur "Jung von Matt", bitten, aus dem Stegreif einen Slogan für unsere junge freche Partei aus dem Arm zu schütteln.

Dann aber offenbarte der smarte Agenturchef schon während seiner Rede beim 21. MTV-Unternehmerstammtisch, dass er nie für Parteien, höchstens für Regierungen, ohne zu zögern für die Bild-Zeitung, aber nie mehr für BMW werben würde ... und schon war unsere ganze schöne Idee im Keim erstickt. So muß Bergs jüngste und originellste Partei ohne einen Werbeslogan von Deutschlands teuerster Agentur auskommen. Schade einerseits, andererseits wollen wir die Berger Bürger auch nicht so nerven wie ein Elektronikkonzern mit seiner "Geiz ist geil"-Kampagne (denn Geiz - wissen wir aus Bibel und Koran - ist eine Sünde) und andererseits wollen wir auch nichts mit der Bild-Zeitung zu tun haben, für deren Slogan "Bild dir deine Meinung" die Agentur "Jung von Matt" ebenfalls verantwortlich ist. Wir halten es da mehr mit den preisgekrönten Kritikern des Boulevardblattes, deren Blog
"www.bildblog.de" täglich die Falschmeldungen der Bildzeitung auflistet.
Ansonsten war der Abend, den MTV-Fußball-Präsident Christian Kalinke diesmal fast ohne englische Fachwörter (die lieferte Holger Jung schon selbst) souverän leitete, wieder ein voller Erfolg. Ein Rätsel bleibt, wie "Stinker" Kalinke immer wieder - und ohne auch nur Spesen zu zahlen - derart hochkarätige Prominenz in unsere Gemeinde lockt, aber es ist ein leuchtendes Beispiel für die QUH-Maxime, dass wir es in unserer Gemeinde schaffen müssen, aus dem natürlichen Potential, das hier versammelt ist, sinnvoll einen Nutzen zu ziehen (vgl. das QUH-Manifest). Im Fall des "MTV-Unternehmerstammtisches" sind dies die hervorragenden Kontakte, die der MTV-Präsident spielen läßt, um immer wieder solch anregende Abende aus dem Hut zu zaubern, für die man andernorts hunderte von Euro Eintritt zahlen müßte.
In Berg reicht es eine kleine Spende in den Sektkübel zu legen.
Chapeau!
ammer - 2007/01/26 12:36