Mittwoch, 26. Oktober 2011

Radio? - Radio! - Heute im Leoni.

Was kann und macht das Radio? - - - "Stars und Hits" ... und genau so heißt die Radiosendung von Thorsten Otto Sonntags vormittags von 9-12 auf BR3. Genscher war schon da, der Gottschalk natürlich, Charlotte (die Roche) ebenso wie Philipp (der Lahm) und zuletzt Elmar Wepper. Zum Podcast der letzen Sendungen geht es hier (klicken).

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Normalerweise ganz Stimme: Thorsten Otto (links) mit seinem 250. Gast: dem Genschman (rechts, auch im Radio mit gelbem Pullunder) / Photo: BR

Was kann das Radio nicht? - - - Gesichter und Pullunder zeigen! Und genau dies macht heute Abend Christian Kalinke bei seinem 60. Unternehmerstammtisch, wo Thorsten Otto zur Abwechslung nicht der Gastgeber, sondern der Star ist (und definitiv keine Hits gespielt werden).

"Local Hero" wird als Vorband Donald Mc Loughlin sein, der schon das eine oder andere Privatradio mit gegründet oder geleitet hat, dann zum Fernsehen gewechselt ist ... und seit dem letzten Jahr - wenn uns unsere Internetrecherche nicht täuscht - auch noch "in Photovoltaik" macht. Uns fehlt da zwischen Stars und Kommerz etwas die Tatsache, dass das Radio ja nicht nur Gaga, sondern immer noch einer der größten Kulturträger und -produzenten ist (Bayern2 Wort, Zündfunk, Klassikradio, Hörspiele), aber trotzdem:

Beginn 19.30 im Seehotel Leoni / Eintritt wie immer frei / Korb geht rum

Dienstag, 25. Oktober 2011

Ohne viele zusätzliche Worte...

Münchner Merkur vom 25.10.2011
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Es war natürlich nicht der Tutzinger, sondern der Berger Marstall.

"Zuviel gezeigt" - Gestern im Stadtrat von Starnberg

"Wir haben schon mehr gezeigt als wir durften", sagte gestern während der Sitzung des Starnberger Stadtrates Bürgermeister Pfaffinger. Was hatte er damit gemeint?

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Photographieren ist im Rat streng verboten, ... und auf den Karten der Windkraftflächen liege ein Copyright ... weshalb wir am Photographieren gehindert wurden und hier keine Karten und Grafiken der Starnberger Windkraftflächen liefern können

Aber der Reihe nach: Gestern hat der Stadtrat von Starnberg einstimmig die Fortführung des Teilflächennutzungsplanes für die Windenergienutzung beschlossen. Interessant ist, wie in anderen Gremien das gleiche Projekt (das gemeinsame Aufstellen des Teilflächennutzungsplans von 14 Gemeinden) anders dargestellt (und aufgenommen) wird. So sprach man in Starnberg vorsichtig von "Untersuchungsflächen", die jetzt gefunden und ausgewiesen wurden. Man meinte damit hauptsächlich drei mögliche Flächen für Windkraftanlagen:

- ein Gebiet westlich von Perchting,
- eines in der Mitte zwischen Hadorf und Hanfeld
- und eines im Wald zwischen Leutstetten und der Autobahn.

Interessant aus Berger Sicht: Eine kleine mögliche Fläche, die sich auf Starnberger Gebiet an das von Berg ausgewiesene Areal an den Wadlhauser Gräben anschließt, wurde ausdrücklich NICHT in die Planung aufgenommen. Begründung auf dem Plan: "Belange Neufahrn".

BM Pfaffinger erzählte, dass die Stadtwerke München als Investor wohl hauptsächlich an dem Gebiet westlich von Perchting interessiert seien. Dort würden allerdings wahrscheinlich leider flugrechtliche Einwände bestehen. Interessant an dieser Aussage: Schon während der Planungen besteht offenbar Kontakt zu einem (dem?) Investor.

Hatte BM Pfaffinger dies gemeint, als er von "zu viel gezeigt" sprach? - Oder betraf es doch das erstmals kurz an die Wand projizierte Wind-Ertragsgutachten des Büros von Dr. Guttenberger (Wind&Regen; vgl.: http://www.wind-sodar.de/ ), das immer noch nicht veröffentlicht ist. Die Erläuterung des Plans geriet dann auch etwas zum Verwirrspiel. Einmal hieß es, dass der Wind im Landkreis "überall wirtschaftlich ausreichend" sei. Dann sprach der auch in Berg planende Architekt Dr. Hesselberger davon, dass laut Gutachten eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 5,7 m/s als Rentabilitätsgrenze anzunehmen sei. Zwischen 5,3 und 5,5 sei ein Projekt und sein Gewinn "nicht üppig, aber machbar". Soviel Wind wehe aber nicht überall in der Gemeinde. Dann merkte der Planer an, dass seiner Meinung nach die Grenze eher zwischen 5,2 und 5,4 läge und dass man wohl noch etwas genauer rechnen müsse. ... Ja was nun? Die Intensität, mit der diese Zehntelwerte interpretiert (und immer noch nicht veröffentlicht) wurden, deutete an, dass es hier durchaus ein Problem geben könnte: Jedem Berger Beobachter wäre nämlich sofort aufgefallen, dass die "Wadlhauser Gräben" laut dem derzeitigen Stand des Gutachtens (so wie es auf die Wand der Schloßberghalle projiziert wurde) eher in einer "Schwachwindzone" liegen.

Apropos unveröffentlichte Gutachten: Weil auch die Schlagschattengutachten bisher nicht öffentlich sind, hat sich unser Volljurist Jokl Kaske mal als Amateurastronom versucht und ausgerechnet, wann in Neufahrn mit Schattenwurf vom 200er Windrad zu rechnen sei. Sein Ergebnis: zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar werfen die Windräder - falls denn dann die Sonne scheint - in der Tat Schatten auf Neufahrn (die Topographie wurde in der Laienanalyse nicht berücksichtigt).

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Vom Einfluss der Astronomie auf die Politik: links Neufahrn, rechts die Sonne, in der Mitte ein Windrad (Copyright QUH, photographieren streng verboten)

Die heutige Gemeinderatssitzung fällt übrigens - aus "Mangel an Tagesordnungspunkten" - aus.

Hier der Artikel im Merkur: http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/windkraft-vier-flaechen-eine-chancen-1461117.html

Montag, 24. Oktober 2011

Berger Windkraftanlagen erobern das Fernsehen

Heute wird Starnberg voraussichtlich bekanntgeben, wo sich die Gemeinde Windräder vorstellen könnte. Andere Gemeinden - wie Gauting - werden in dieser Woche folgen. In der Zwischenzeit wird das Berger Windkraftprojekt überregional diskutiert. Bürgermeister und Windkraftgegner wurden für den ZDF-Länderspiegel interviewt

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Windkrafträder vor Neufahrn. Animation im ZDF (vgl. den Link unten)

Der Beitrag findet sich hier in der ZDF-Mediathek ("Länderspiegel" suchen und dann in der Sendung vom 15.10 den Beitrag "Windparks vor Alpenpanorama" auswählen): BM Monn wird in dem Beitrag mit der - sichtlich aus dem Zusammenhang gerissenen - Aussage zitiert: "Dieses neue Generation von Windrädern, das sind Monster. Das ist so."

Post aus Neufahrn

Der "Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben" hat einen Brief an die Verantwortlichen in Berg geschrieben:

"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Monn, sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte des Gemeinderats der Gemeinde Berg,

wir wissen, wie schwierig auch für Sie die Angelegenheit ist. Wir erlauben uns dennoch an eine gleichmäßige Belastung aller Betroffenen zu appellieren (...).

Die bisherigen Planungen führen zu einer desaströsen Situation für Neufahrn. Neufahrn ist am dichtesten an den geplanten WKAs dran, diese stehen um 20 bis 50 m höher als dieser Ortsteil und zwar in dessen Süden und Südwesten. Alle Häuser und Gärten sind dorthin ausgerichtet, auch weil sich die Autobahn im Osten befindet. Im Winter wird die Sonne nicht höher steigen als die Windkraftanlagen rotieren. Wie Ihnen bekannt ist, weht der Wind fast ausschließlich aus West-Südwest, so dass sich auch der Schall in Neufahrn am schlimmsten äußern wird. Des Weiteren ist die Erschließung des Windparks über diesen Ort geplant.

Selbst wenn sämtliche Planungen sich juristisch halten lassen würden, appellieren wir an Ihre Anständigkeit. Wir bitten Sie, die Menschen dieses Ortes nicht in solche Nöte zu bringen, sondern einen Abstand sicherzustellen, welcher alle Menschen, die an den Wadlhauser Gräben wohnen, gleichermaßen belasten. Dies zumal Herr Sing ja schon am 04.10.2011 sagte, dass es in dem Plangebiet Bereiche gäbe, welche windhöfiger seien.

Wir haben Verständnis für Ihre Lage, insbesondere im Hinblick auf den Bauantrag des Herrn Genz. Wir hoffen aber darauf, dass Sie nicht vorhaben, "den Teufel mit dem Belzebub" auszutreiben. (...)

Abschließend bitten wir Sie, einen Windpark zu besichtigen mit Anlagen, die in der Höhe und dem Rotorumfang denjenigen entsprechen, die hier gebaut werden sollen.

Mit freundlichen Grüßen Melani Suckfüll, Traudl Bergau
"

Der Berger Gemeinderat wird am 12.11. einen Windpark besichtigen.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Das Gute im Schlechten

Das Leben eines Klatschreporters ist nicht immer so rosig, wie es sich manche vorstellen "Mir ist immer noch schlecht!", jammerte jedenfalls unser rasender Photoreporter Baby Immerlos, als er uns am nächsten Morgen folgende Photos von der einigermaßen berauschenden "Club 44" Eröffnung aus Leonis sandte. Baby hatte sich ordentlich ins Getümmel gestürzt.

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Das in Leoni gestrandete Party-UFO

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Der glückliche, reichlich beschäftigte Schankkellner

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Der Ernstl und die Schönen

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Bettina vom Frühtau auf Abweg

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Wolfi und die 4 (!) Mädels von der Berger Party-Crowd

Danke, Baby Immerlos, für deinen aufopferungsvollen Einsatz. - Zeit sich nach diesen Exzessen geistig wieder etwas zu sammeln ist heute im Marstall bei MC Hess und seinen Beethovenern (vgl. Artikel unten)

Samstag, 22. Oktober 2011

MC Hess

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Am Sonntag kombiniert marstall classics wieder Altes und Neues: "Young Lions" titeln die Veranstalter (Kulturverein Berg mit der Christoph-und-Stephan-Kaske-Stiftung) das Konzert, das morgen im Marstall um 20:00 Uhr beginnt. Getreu dem ursprünglichen (genialen!) Konzept wird klassische Musik mit Werken der neuen Musik kombiniert - und morgen bietet sich die Gelegenheit, ein Stück des Kaske-Preisträgers Jörg Widmann zu hören, umrahmt von "Werken aus Beethovens Sturm-und-Drang-Zeit", dargeboten auf Originalinstrumenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Protagonisten: Florian Birsak (Violine), Sebastian Hess (Cello), Rüdiger Lotter (Violine).
Eintritt 25 €, erm. 20, Schüler und Studenten 10 €.

Freitag, 21. Oktober 2011

Same top procedure as every year...

001Wie jedes Jahr war es vor einer Woche am 13. Oktober auch heuer wieder ein chilliger Top-Jazz-Abend in der Simmerding-Werft in Leoni. Wie jedes Jahr reisten Klaus Ignatzek, Jean-Louis Rassinfosse (b) und Claudio Roditi (t) während ihrer offiziellen Europatournee durch Belgien, Schweden, Luxemburg, Österreich und Deutschland wieder an, um das Publikum in der leergeräumten Werft am See zu begeistern. Es war gerammelt voll und Fans aus allen Himmelsrichtungen hörten andächtig das neue Programm. Wie unser anwesender Hofphotograph Hans-Peter Höck richtig bemerkte, es waren wieder einmal fast keine Berger Gesichter zu sichten. Liegt das trotz Ankündigung im Blog an der mangelnden PR seitens des Veranstalters oder am notorisch mangelnden Interesse der Berger an Top- Konzerten in ihrer eigenen Gemeinde?
Übrigens am Sonntagabend den 23.Oktober um 20.00 Uhr findet im Marstall ein Klassik-Konzert statt mit bekannten Interpreten wie Rüdiger Lotter an der Violine, Florian Birsak am Hammerflügel und Sebastian Hess am Violoncello. Sie spielen Beethoven und Widmann auf Originalinstrumenten des 18. und 19. Jahrhunderts.

Renaissance der Dorfdisse : Club Nautico wird zum Club 44

Vasco, ein alter Freund der Bösen Buben, freut sich schon. Im Berger Nachtleben (welchem Nachtleben?) tut sich was - und wer hier, so wie Vasco, aufgewachsen ist, denkt dabei wehmütig an alte Zeiten zurück.

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Doch lassen wir Vasco (Originalnamen ist der QUH bekannt) selbst zu Wort kommen:
"Wer von den alteingesessenen Bergern um die Fünfzig erinnert sich noch an ihn – den Club Nautico - im früheren Seehotel Leoni ? Es war DIE angesagte Dorfdisco mit Emil als Barkeeper und Klausi B (Originalnamen ist der QUH bekannt) als Stammgast, mit Mai-Tai und Planter´s Punch, mit Boney M und Lady Bump, mit Erdnussschälchen und Partygebäck. Man kam nächtens sogar mit dem Boot über den See um nichts zu versäumen.

Nun gibt es ein Revival: heute Freitag, 21. Oktober eröffnet in den legendären Hallen des Club Nautico der Club 44.
Ab 19.00 Uhr gibt´s Flying Buffet und Begrüssungsprosecco FOR FREE.
Die Öffnungszeiten sind:
Donnerstag (jeden Donnerstag AFTER WORK PARTY): 19.00 Uhr – 1.00 Uhr
Freitag (jeder Freitag ist LADY`S NIGHT): 19.00 Uhr – 2.00 Uhr –
Samstag: 19.00 Uhr – 2.00 Uhr
Die Bösen Buben werden vor Ort sein.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Jubiläum Bombastico

Harte Zeiten für die Bösen Buben: So wie die Winde wehn, ist hier im QUH-Blog derzeit wenig Platz für Klatschreporter. Erst eine Woche zu spät haben sie Gelegenheit, hier ihren Bericht über das 10-jährige Jubiläum der Montessori-Schule auf Gut Biberkor abzusetzen.

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Ein volles, buntes Haus zum Jubiläum

Interessant aus Klatschreportersicht waren vor allem die Accessoires der Redenden. Bundesministerin Leutheusser-Schnarrenberger trug bei ihrer Jubiläumsansprache einen ähnlichen Schal wie diese Woche bei der Trojanerdiskussion im Bundestag.

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Die Ministerin vom See: Letzte Woche auf Biberkor und gestern im Bundestag

Leider konnte auch die Bundesministerin nicht dafür sorgen, dass die von der Bayerischen Staatsregierung längst genehmigten Fördermittel für Biberkor endlich auch ausbezahlt werden. - Schulgründer Werner von Kahlden Gmell, der von zwei Schülern über die Geschichte der Institution interviewt wurde, trieb es nichtsdestotrotz mit der Demonstration seiner "Heimatverbundenheit" auf die Spitze.

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Stolz auf mittlerweile 463 Schüler: Der Gründer und Großgamsbartträger Werner von Kahlden Gmell

Und heute ist auf Biberkor schon wieder etwas los. Man bat die QUH, folgenden Veranstaltungshinweis für heute Abend zu veröffentlichen, was wir natürlich gerne tun.

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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Am Morgen danach: Windkraft in den Wadlhauser Gräben

Es war ein emotionaler Abend, der da gestern im Gasthof zur Post in Aufkirchen stattfand. Ganz klar, dass in erster Linie Gegner der geplanten Windkraftwerke den Weg in die Post fanden und so mussten sich Bürgermeister Monn und die von ihm aufs Podium geholten Experten vor allem Argumente gegen die Windkraft in den Wadlhauser Gräben anhören.

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BM Dr. Matthias Ruhdorfer aus Schäftlarn war der erste Redner des Abends

Da war die Rede von Infraschall, Schlagschatten, Imagepolitur, fehlender Naturschutzgutachten und fehlender Wirtschaftlichkeit, abgeholzten Bergrücken und immer wieder das Argument der viel zu geringen Abstände zur Wohnbebauung. Auch rechtliche Schritte gegen die Berger Politik wurden immer wieder angedeutet.

Den Rücken stärkten dem Berger Bürgermeister Altgemeinderat Morsbach, der mit dem Mikrofon in der Hand die Nähe zum Podium suchte und BM Monn zu seiner Vorgehensweise beglückte, sowie der zweite Bürgermeister der Gemeinde Berg Karl Brunnhuber, der die Ruhe der Herren auf dem Podium bewunderte. Er wies nochmals darauf hin, dass die Politik, die hier von der Gemeinde Berg betrieben wurde, vor allem zwei Komponenten beachte: Nämlich erstens durch die Ausweisung eines Flächennutzungsplans den bevorstehenden Wildwuchs von Windkrafträdern einzudämmen, die laut Bundesgesetz als privilegierte Bauwerke angesehen werden und so beinahe überall aufgestellt werden können, es sei denn eine Gemeinde weist eine entsprechende Fläche aus, auf der und nur auf der entsprechende Bauwerke erstellt werden dürfen. Das unternimmt die Gemeinde Berg gerade. In diesem Flächennutzungsplan wiederum wird der Abstand zu bestehende Wohnbebauung festgeschrieben. Und auch hier geht die Gemeinde sehr viel weiter, als der Gesetzgeber vorschreibt. Gesetzlich festgesetzt ist ein Mindestabstand von dreifacher Höhe des Windrades zur nächsten Wohnbebauung. Das bedeutet bei einem 200 Meter hohen Windrad einen Abstand von 600 Meter. In den Wadlhauser Gräben sollen es mindestens 1250 Meter sein.

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Die Schlange der Redner war lange: Wer einmal das Mikro erobert hatte, gab es oft erst unter BUH-Rufen wieder frei

Immer noch viel zu wenig, mahnt Martin Sontheim aus Machtlfing vom Verein Vernünftiger Umgang mit Windrädern an. Die hier zugrundeliegenden Abstände zur Wohnbebauung sind für die Bevölkerung schlicht inakzeptabel, die Größe der Windräder vollkommen überdimensioniert und eine Erntefläche pro Windrad von mehr als 11.000 Quadratmeter totaler Realitätsverlust, meint Sontheim.

In der hitzigen Diskussion wurde BM Monn nicht müde stets den Schutz der Bürger und zwar sowohl den der Berger als auch den der Bürger der Nachbargemeinden in den Vordergrund zu stellen. Ganz klar sagte er aber auch, dass man sich bei der Erstellung der Windkraftwerke nicht das Zepter von Privatinvestoren aus der Hand nehmen lassen wolle. Die Wertschöpfung der Kraftwerke solle optimalerweise in der Gemeinde Berg oder wenigstens in der Region bleiben. Über eine direkte Beteiligung der Bürger denke man intensiv nach, wie diese gestaltet würde, darüber lässt sich momentan noch keine Aussage treffen. Denn noch stehe man ganz am Anfang eines schwierigen Prozesses, der mit dem aktuellen Flächennutzungsplanverfahren erst beginne.

In Robert Sing von den Stadtwerken München hat die Gemeinde Berg in jedem Fall einen kompetenten Fachmann an ihrer Seite. Und Wilhelm Seerieder von den Bayerischen Staatsforsten betonte in seinem Abschlusswort nochmals: „Wenn wir den Umgang mit der Windenergie jetzt nicht gestalten, dann wird uns die Entwicklung überrollen.“

Als BM Monn, Kreisbaumeister Dr. Christian Kühnel und die anderen Experten die Kulisse des neuen Theaterstücks der Aufkirchner Bühne verließen, war die Stimmung im Saal immer noch aufgeladen. Bis weit nach Mitternacht wurde noch in kleineren Runden weiterdiskutiert.

Einen freute es zumindest: Neuwirt Dada.

Post-Hausherr Andi Gröber sei an dieser Stelle noch mal für die Unterstützung mit gut aufgeladener Hardware für die ersten Liveberichte aus dem Saal gedankt.

Tanz der Claqueure - Stimmen aus Berg

Infoabend-Windkraft-Podium-nah

Wie eigens für sie gebaut rahmte die Theaterkulisse der Aufkirchner Dorfbühne die Herren auf dem Podium ein. In der guten Stube samt Hirschgeweih präsentierten sie prägnant ihre Standpunkte und beantworteten Fragen. Im Saal wogte der Applaus hin und her - Pro-Windrad-Wortmeldungen wurde vom Großteil des Berger Publikums und den Gemeinderäten applaudiert, während bei den Einsprüchen der Windkraftgegner die andere Seite ebenso leidenschaftlich Beifall zollte.
Aus Berg kamen wenig Widerworte - Herr Morsbach befürwortete den Bau der Windräder generell sehr, wollte jedoch die Stadtwerke München als Partner überprüft wissen. Die Form und die Beteiligten einer Betreibergesellschaft sind aber zunächst sekundär - wichtig ist, dass erst der Plan rechtskräftig wird. Susanne Mair bemängelte die zu späte Information der Bürger und wollte die Verantwortlichen nach Belgien schicken, wo WKA-Anwohner über gesundheitliche Beeinträchtigungen klagen. "Jeder Bauer geht auf a Mess und schaugt sie die Sach z'erst o", sagte sie. Oliver Knötig mahnte - zu Recht - die Erstellung eines Energienutzungsplans für die Gemeinde an. Antje Heuer meldete als Physikerin Einwände wegen des Infraschalls an und legte ein Schreiben des Umweltbundesamts vor. Sehr engagiert pro WKA trat Herr Eidenschink auf, der mit seinem Zwischenruf die entscheidende Frage stellte: "Hast du dahoam bloß Kerzen brenna oder wos?"

(Foto: Monika Sarre-Mock)

Werbepause addendum

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Ja, die Klickzahlen sind sprunghaft angestiegen. Das Interesse ist groß. Morgen gibt's noch Bilder von der Veranstaltung nachgeliefert.

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