Sonntag, 3. Juli 2011

Priester geworden ... Mensch geblieben

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Da staunten die Bösen Buben, die als Klatschreporter ja eher Agnostiker sind, nicht schlecht, als sie den Aufmarsch der Würdenträger, Trachten, Fahnen und Vereine bei der Primiz (Prima Missa, erste Messe) von David Mehlich in Aufkirchen sahen. Da war fast mehr lokale Prominenz anwesend als bei König Ludwig ... ein schönerer Anlass war es allemal.
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Primizgottesdienst in Aufkirchen

So viel feierliche Roben, Trachten, Fahnen, Geistlichkeit hat man in Aufkirchen lange nicht auf einem Fleck gesehen.

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Bayern!

David Mehlich selbst, ...

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Zwischen Trachtenhut und Gebetbuch: der neue Priester (mitte)

... spendete am Ende - bei leichtem Regen vom Himmel herab - den in hohen Ehren stehenden Primizsegen, von dem es im Volksmund heißt „Für einen Primizsegen läuft man sich ein paar Schuhsohlen durch“.

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Der Segen!

Besonders charmant war das kleine Malheur, das beim Premieren-Gottesdienst passierte: Man hatte auf der Klosterwiese kein Weihwasser dabei! ... und kommentierte das mit den Worten: "Das Wetter erinnert uns daran, dass wir das Weihwasser vergessen haben"

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Kurzer Blick zurück ins alte Leben: Priester David Mehlich nach der Primiz

Ein persönliches Interview mit David Mehlich finden Sie hier unten im Blog: http://quh.twoday.net/stories/vor-der-primiz-fragen-an-david-mehlich/

How the rowing is going ...

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Ein bisschen klapperten die Zähne, ein wenig schlotterten die Knie - und schon ging's los bei der Benefizregatta "Rudern gegen Krebs und Infarkt". Drei Berger Boote waren am Start. Hier der Zwischenstand nach den Vorrunden:

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Die Schlossbuam

Als wahre Helden erwiesen sich die Schlossbuam - sie fingen sich zunächst einen Krebs (so heißt es beim Rudern, wenn sich die Ruder verhaken), kamen aber nach einer kurzen Unterbrechung wieder in ihren Rhythmus und wurden noch zweite! Damit sind sie in der Profi-Runde.

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Die Schlossdamen

Die Mütter der Schlossbuam drückten erst der Jugend Daumen und mussten nebenher der Moderatorin noch ein Interview geben - sie selbst kamen als dritte ins Ziel und sind damit in der Amateurrunde weiter.

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Oh, nass is!

Das Boot der drei Berger Gemeinderäte mit Unterstützung des Berger Kämmerers hatte sich als Ziel gesetzt, in der neuen Formation überhaupt ins Ziel zu kommen. Sie gingen es ruhig an - was sich als beste Taktik erwies -und wurden mit Steuerfrau Laura Brunnhuber Zweiter (ebenfalls "Profis"). Stolz rief Karl am Ende: "Super, Mädels!" Worauf Benni lakonisch antwortete: "Danke, Karl."

Samstag, 2. Juli 2011

Es bewegt sich was

Noch wird in der großen Fertigungshalle von "SAIL & ART" in Mörlbach gebohrt, gehämmert und Euro-Paletten werden hin und her geschoben. ... Die Künstler sind im Dorf und bereiten die 25. Berger Ateliertage vor, die in diesem Jahr zweigeteilt sind.

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Heute, Samstag, 17 Uhr ist in Mörlbach große Vernissage der Gemeinschaftsausstellung mit dem Thema "Dazwischen". Jeder Künstler der Ateliertage hatte eine Euro-Palette Platz um ein Werk zum Thema auszustellen. Schon beim Aufbau wurde deutlich: Es bewegt sich was in der Halle. Manche Kunstwerke plätschern, tanzen, singen oder fiepen ... manche sind auch ganz still oder laden zur Ruhe ein.

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"Auszeit" von Birgit Berends-Wörl aus Höhenrain

Morgen, Sonntag, ist die Ausstellung von 11 - 19 Uhr geöffnet. Am nächsten Wochenende findet dann der zweite Teil der Ateliertage in den jeweiligen Ateliers sowie in einem baufälligen Haus in Aufhausen statt, das für ein Wochenende künstlerisch besetzt wird. Die QUH kommt auf das Thema zurück. Vgl. im Internet: http://www.atelier-tage.de/

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Auf EUR-Norm gebracht: die Künstler der Ateliertage Berg/Icking

Freitag, 1. Juli 2011

Vor der Primiz - Fragen an David Mehlich

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Aufkirchen steht am Sonntag ein Großereignis bevor: Die Primiz von David Mehlich. Wir baten den frisch geweihten Priester, uns ein paar Fragen zu beantworten.

QUH: Lieber David, am vergangenen Wochenende wurdest du im Freisinger Dom von Erzbischof Kardinal Reinhard Marx zum Priester geweiht. Am Sonntag nun findet in deiner Heimatgemeinde die Primiz statt - also deine erste Heilige Messe. Was unterscheidet die Primiz von einem "normalen" Gottesdienst und was ist für diesen Tag genau geplant?
David Mehlich: Die Primiz ist eigentlich ein ganz normaler Gottesdienst, eine Heilige Messe, wie sie jeden Sonntag in unseren Kirchen gefeiert wird. Aber es ist die erste Messe, die ein neugeweihter Priester selbst hält. Dazu wollen sehr viele Leute kommen, auch wegen dem besonderen Primizsegen.
Am Sonntag formiert sich ab 9.15 Uhr der Kirchenzug. Der Primizgottesdienst beginnt um 10.00 Uhr in Aufkirchen auf der Wiese am Kreuzweg. Das Fest endet mit einer Vesper in der Kirche um 16.30 Uhr. In der Vesper gibt es auch den Einzelprimizsegen.

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Die Priesterweihe (ganz links: David Mehlich, Mitte: Erzbischof Kardinal Reinhard Marx)

QUH: Du bist hier in Berg aufgewachsen, hast dich bei der Feuerwehr engagiert - und nun stehst du den Freunden aus deiner Kindheit und Jugend als Priester gegenüber - und kannst ihnen sogar die Beichte abnehmen. Hat sich in dem Verhältnis zu deinen alten Freunden etwas geändert? Gibt es Unsicherheiten auf deren oder auf deiner Seite?
David Mehlich: Manche Leute fragen mich jetzt, wie sie mich nun nennen sollen. Da antworte ich oft: „Wie war es denn bisher? So machen wir es weiterhin.“ Mit meinen Freunden ist das Gott sei Dank recht unkompliziert. Ich bin ja nach wie vor der David, den sie seit langem kennen.

QUH: Wir oft wirst du eigentlich nach dem Zölibat gefragt?
David Mehlich: Das Thema Zölibat taucht sehr häufig auf. Meistens kann ich gar nicht wirklich auf Fragen eingehen, weil es ein sehr weites Feld ist. Insgesamt erfahre ich aber auch viel Respekt und Anerkennung, dass ich so leben möchte.

QUH: Die Entscheidung, Priester zu werden, ist das Ergebnis eines langwierigen Prozesses. Sicherlich freust du dich auf die Aufgaben, die nun vor dir liegen. Aber gibt es auch Ängste, die diese Entscheidung begleiten?
David Mehlich: Bei der Entscheidung selbst bin ich mir sehr sicher und habe auch ein gutes Gefühl. So manche Aufgabe, die auf mich zukommt, erscheint mir aber sehr groß. Da wird mir schon manchmal mulmig. Da kann ich dann nur hoffen, dass Gott mich weiterhin begleitet - so wie ich es bisher auch von ihm erfahren habe.

QUH: Lieber David, wir danken dir sehr für dieses sehr persönliche Interview und wünschen dir eine schöne Messfeier am Sonntag sowie eine gute Hand in der Zukunft.

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Vorbereitungen bis ins kleinste Detail - auch an die Blumen will gedacht sein
(Foto: Höck)

Siegreiche Heimkehr

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Siege auf der ganzen Linie - MTV Berg Gymnastik & Tanz

Siegreich kehrten die Berger vom Bayerischen Landesturnfest, das am letzten Wochenende in Landshut stattfand, nach Hause zurück. Der MTV Berg war mit 71 aktiven Teilnehmern der drittstärkste vertretene Verein.

Bei den Erwachsenen wurde die Gruppe Attitude Bayerischer Meister Gymnastik und Tanz, dicht gefolgt von der Gruppe Arabesque. Beide Gruppen haben sich damit - sehr zur Freude von Trainerin Annette Reisländer - für die Deutsche Meisterschaft im September qualifiziert.

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So sehen Sieger aus (Gruppe Attitude) ...

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... und so Vizemeister (Gruppe Arabesque)

Bei der Bayerischen Jugendmeisterschaft gewann die Gruppe Pirouette die Bronzemedaille (Trainerin Monika Dühring). Die von Sabrina Schweiger und Heidi Sigel geleitete Gruppe Jeté war vom Verletzungspech verfolgt, erzielte im Finale aber trotzdem einen respektablen sechsten Platz.
Im Rahmen des Bayerischen Landesturnfests fand auch der Pokalwettkampf Gymnastik & Tanz statt. Hier belegte die Kindergruppe Tendu, trainiert von Aylin Diktas und Stephanie Streitberger, den zweiten Platz, die Trainerinnen Christine Maier und Simone Schwarz erreichten mit ihrer Kindergruppe Plié den 4. Platz.
Besondere Erwähnung verdient Leichtathlet Ferdl Ullrich: Im DTB Wahlwettkampf  belegte er den 1. Platz und wurde damit ebenfalls Turnfestsieger in der Kombination der vier Disziplinen Barren, 50m Lauf, Weitsprung und Schleuderball.
Sauber!, sagt die QUH.

Und Plötzlich ist die Welt gut geworden ...

Gestern war irgendwie ein magischer Tag, an dem plötzlich alle Probleme dieser Welt auf einmal zu verschwinden schienen. Zuerst einigten sich fast alle Parteien auf einen Atomausstieg Deutschlands ...

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Die nächstgelegenen A-Kraft-Werke: nach ISAR 1 wird auch ISAR 2 vom Netz gehen

... und dann wurde in einer Art Gegendarstellung der sog. "Schwarzbaukönig" von Berg endgültig rehabilitiert: Begeisterte Besucher des Mörserturms berichteten von ihren erhebenden Erlebnissen bei der Besichtigung desselben. Der "Landwirt" G. zeigte seine umfangreiche Sammlung alter Traktoren, sowie die leeren Vitrinen im Mörserturm mit dem "handgeschnitzten" Treppengeländer und durfte sich als der neue "König der Phantasie" bezeichnen, der natürlich Fehler gemacht habe ...

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Der neue "König der Phantasie" im Kreise seiner liebsten (Traktoren): Dipl.Ing. Dr. h.c. Siegfried Genz, Berg (screenshot: BR-Mediathek)

... ein König, der nur darum bittet, dass die Fehler, die er "natürlich" gemacht habe, endlich genehmigt werden. Allerdings formulierte die für die Petition verantwortliche Frau Jung (FW) etwas von "Gleichheitsgrundsatz" ... wir werden sehen.

Den erstaunlichen "quer"-Beitrag von gestern sehen Sie hier: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-video-schwarzbau-genz-ID1309468198383.xml

Donnerstag, 30. Juni 2011

Neues vom "Schwarzbaukönig"

Heute wird die Fortsetzung des "quer"-Beitrages im Fernsehen gezeigt: Anfang Juli hat der Petitionsausschuß des Bayerischen Landtages den "Mörserturm" auf der Tagesordnung. Der QUH wollte dessen Erbauer einst per Anwalt verbieten lassen, seine Häuser auch nur zu photographieren (was bekanntlich fehl schlug). Dem BR gewährte der aus dem Fernsehen als ""Schwarzbaukönig" bekannte Berger "Kaufmann" jetzt sogar Einblick in das Innere seiner Maxhöhen-Anwesen. Heute um 20.15 Uhr wird in der Satiresendung "quer" des BR erneut über Siegfried Genz berichtet.

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Heute Abend 20.15 in "quer" (BR): Audienz beim Genz (Photo: BR-Mediathek)

Einen Hinweis auf die Sendung samt einem Link zu dem Beitrag von vor 14 Tagen findet sich hier: http://blog.br-online.de/quer/seltene-audienz-das-reich-des-schwarzbaukoenigs-von-berg-29062011.html . Einen Link zu der satirischen Abmoderation von Christoph Süß, in der dieser Genz mit König Ludwig verglich, finden sie hier im QUH-Blog: http://quh.twoday.net/stories/quer-online/

Mittwoch, 29. Juni 2011

Frohgemut dank Mückentod

Wir beenden unsere kleine Mückentrilogie mit einem Bericht über den einzigen Berger Bürger, der sich über die "so genannte Mückenplage" freut (siehe unseren unten stehenden Bericht über die gestrige Gemeinderatssizung). Hans-Peter Höck von der Drogerie in Aufkirchen ist nämlich für alle Ernstfälle bestens ausgestattet.

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Wohlgemut in vorderster Front im Kampf gegen Mücken: Hans-Peter Höck

Er stellte uns gleich noch eines seiner Photos zur Verfügung, auf dem recht gut das Feuchtgebiet zwischen Höhenrain und Allmannshausen zu erkennen ist, das allgemein als einer der Herde für die "so genannte Mückenplage" angesehen wird.

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Berger "Feuchtgebiete" (Photo: Höck)

Die "so genannte Mückenplage"

Es war eine an Skurrilitäten reiche und an Entscheidungen arme Gemeinderatssitzung, in der man dennoch einiges über den Zustand der politischen Kultur in Berg hätte lernen können ... wenn man denn da gewesen wäre. Zum Termin um 19.30 war der Berger Gemeinderat gestern nicht einmal beschlussfähig. Es waren weniger als die Hälfte der Räte anwesend. 14 von 21 waren es am Ende ... also konnte zumindest das wenige, was auf dem Plan stand, auch verabschiedet werden.

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Eine ganz besondere Tischvorlage: Eine Fliegenklatsche (gesponsert von der CSU und trotzdem rot)

Zunächst gab es die Diskussion um die Mücken, die, wenn es nach dem Willen des Rathauses gegangen wäre, gar nicht stattgefunden hätte: GR Streitberger (SPD) begründete, warum seiner Meinung nach in der letzten Sitzung das Bemühen gegen die - vom Bürgermeister "so genannte Mückenplage" genannte - Mückenplage zu schnell abserviert worden sei.

Demonstrativ hatte BM Monn nach dem QUH-Artikel vom Tag die Türen des Sitzungssaales für den Tagesordnungspunkt "Mücken" öffnen lassen. Während der wohl durchdachten Rede von GR Streitberger schlug er mit einer von der CSU als "Tischvorlage" gespendeten Fliegenklatsche nach einer imaginären Mücke (als sei damit das von ihm ungeliebte Thema erledigt). In einer sachlichen Diskussion wurden trotzdem einige Möglichkeiten der Prävention entwickelt: Der Wasserstand in den Rückhaltebecken wird noch genauer kontrolliert (GR Streitberger), man wird sich um Ansiedlung von Fledermäusen kümmern (in Zusammenarbeit mit Ex-GR Jäger), es sollen Entwässerungsgräben ins Wasserrückhaltebecken eingezogen werden (GR Steigenberger) und es werden präventiv und in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz die genaue Art und das Hauptverbreitungsgebiet der Mücken festgestellt (GR Ammer). Falls die Plage - anders als in diesem Jahr - wieder auftritt, könnte man dann evtl. schneller handeln. All dies sind kleine aber sinnvolle Vorhaben, die man allerdings auch letzte Woche schon hätte diskutieren können.

Mit einer gschmackigen Bemerkung über die erneute Behandlung des Themas ("wenn das das größte Problem ist, das wir in der Gemeinde haben") leitete BM Monn dann zu den eigentlichen Problemen über: Bauanträge für Garagen, Bebauungsplanänderungen und die Wünsche von Landwirten, ihren Acker in Bauland umzuwandeln. Ein diesbezüglicher Antrag wurde - auf Betreiben von GR Brunnhuber - zu Recht ausgebremst. Ein Antrag aus Bachhausen, eine unerschließbare landwirtschaftliche Fläche als Bauland auszuweisen - wurde mit großer Mehrheit und gegen die Stimme des Bürgermeisters abgewiesen. BM Monn wollte den Antrag unter dem Vorbehalt der sichergestellten Erschließung weiter laufen lassen.

Und was soll an diesen Nichtigkeiten lehrreich sein? - Nun: endlich einmal zeigte der Gemeinderat etwas Selbstbewußtsein. Schon die Diskussion und die kleinen Verbesserungen in Bezug auf die Mückenplage geschahen gegen den Willen der Verwaltung und des Bürgermeisters. Auch in einer Bausache wurde zum ersten Mal seit langer Zeit gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt. Ist's ein demokratisches Sommermärchen? ... fragte man sich von Mücken geplagt bei der Nachbereitung der Sitzung im Garten.

Dienstag, 28. Juni 2011

Heute abend: Mücken im Gemeinderat

Wahrscheinlich wird es heute Abend im Gemeinderat heiß sein. Aber die Fenster wird man nicht öffnen können: wegen der Mücken draußen! ... Drinnen im Saal werden sie - auf Druck des Rats - heute trotzdem erneut anwesend sein: als Tagesordnungspunkt. Denn einige Gemeinderäte (allen voran GR Streitberger/SPD) waren nicht einverstanden, das Thema in der letzten Sitzung einfach unerledigt abzuschließen. (vgl. unseren Bericht: http://quh.twoday.net/stories/muecken-enten-quehe/ )

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Mückenlarven beim Luftholen

Mittlerweile stechen die fortpflanzungswilligen Insektenweibchen auch wieder. Die gemeinhin beneidete Existenz eines sommerlichen Terrassenbesitzers bei Sonnenuntergang wird in diesen Tagen - insbesondere im Süden und Osten unserer Gemeinde - wieder zur Tortur. Wie Hohn liest sich da ein Schreiben des "Bund Naturschutz", das dem Gemeinderat als Stellungnahme zur "Förderung der natürlichen Feinde von Stechmücken" vorliegt. Darin heißt es u.a.:

"Es ist zu klären, wo und wann Stechmücken in welcher Anzahl auftreten und lästig werden ... erst dann wird auch klar, ob man tatsächlich von einer "Stechmückenplage" sprechen kann"

444px-Anopheles_Culex_larvae_feeding_position-USDASo stechen sie noch nicht: Mücken als Larven im "Stillgewässer"

Weiters wird in dem Schreiben auf Zeitungsberichte verwiesen und geraten, "Stillgewässer" in Garten zu beseitigen sowie "aromatische Pflanzen" (Salbei, Pfefferminz, Lavendel) anzupflanzen. Was das hilft, mag jeder selbst abschätzen. Als "schlechte Idee" bezeichnet wird die von der QUH angefragte Methode "Fressfeinde in die Lebensräume von Stechmücken" auszubringen, "da die ökologischen Bedingungen zu komplex sind, und Fehler fatale Folgen haben".

Das Landratsamt hatte in einem anderen Schreiben bestätigt, dass in "zeitweise überschwemmten Geländemulden" wie in den Berger/Münsinger Hochwasserrückhaltebecken bei gesundheitlicher Gefährdung der Einsatz des Anti-Mücken-Bti-Bakteriums unter Umständen zulässig sei.

Mit einem Ergebnis im Kampf gegen die Mücken ist heute Abend leider (noch?) nicht zu rechnen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt (außer den Bauanträgen) ist die "Ehrung von Ehrenantlichen und Sportlern durch die Gemeinde".

Montag, 27. Juni 2011

Planung kommender Ereignisse

Das Berger Dorffest fällt dieses Jahr aus (es wurde bereits am Ludwigs-Tag begangen). Trotzdem stauen sich im Juli die Veranstaltungen so, dass rechtzeitig ein Plan erstellt werden will, der besagt, wo man wann was genießen will. Das katholischste Ereignis ist sicherlich am Sonntag um 10 Uhr die Primiz unseres frischgeweihten Priesters David Mehlich auf der Wiese vor der Pfarrkirche von Aufkirchen.

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David Mehlich, als er noch nicht Priester war (vor 2 Wochen bei der König-Ludwig-Feier)

Gleichzeitig findet die Benefizveranstaltung "Rudern gegen Krebs und Infarkt" (3.7./Starnberger See, s.u.) statt ... und das ganze Wochenende über stellen auf der Sonderausgabe der 25. Ateliertage die Berg/Ickinger Künstler zusammen bei "Sail+Art" aus (2. & 3.7. / Mörlbach).


Tanz in den Sommer - Skulptur von Hans Panschar bei den diesjährigen Ateliertagen

Am Wochenende drauf wird es noch enger! Am 9.7. findet der mit Spannung erwartete erste Berger "Skate Contest" statt (s.u.), für den am neuen Trainingsplatz erstmals eine Zuschauertribüne errichtet wird. Am Abend dann in Allmannshausen die Zeckengaudi (wir finden noch heraus, was das wird). Am Sonntag (10.7.) gibt es dann das erste MTV-Golfturnier und für die jungen Fußballer richtet der MTV das Bezirksfinale des Merkur-Cup aus.

Zeitgleich laden die Berg/Ickinger Künstler dann traditionell (am 9. & 10.7. tagsüber) in ihre Ateliers. Gelegenheit, zum Beispiel mit Roman Wörndl in Aufkirchen über seine Krone am Kreisverkehr zu diskutieren, die immer noch die Gemüter erhitzt.

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Will gar kein König sein: Roman Wörndl

Nur die Künstlergruppe Panschar/Leppert/Ammer wird an diesem Wochenende fern ihrer Ateliers am Hälsbachweg ein renovierungsbedürftiges Haus künstlerisch besetzt halten. Außer zu ihren Skulpturen, Photographien und Installationen werden sie am Sonntag, 10.7., gegen 13 Uhr (!) zum sicher sensatioellen Gratis-Blues-Konzert (samt Freigetränk von "Kurator" Boller Kalinke) mit dem Urviech Schorsch Hampel laden.

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Bläst und zupft am 10.7. bei den Ateliertagen umsonst dem Blues drunt am Hälsbachweg in Aufhausen: Schorsch Hampel

Farchner Austreibung des Winters ist geglückt

Als rundum geglückt muß - auch angesichts des Wetters am Sonntag - die samstägliche Austreibung des Winters durch das Farchacher Sonnwendfeuer angesehen werden.

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Moshpit, Farchner Art

Ursprünglich war das Sonnwendfeuer ein heidnisches Fest, an dem mit einigen Fruchtbarkeitsriten der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres (21.Juni) gefeiert wurde. Die Kirche versuchte, sich diesen Brauch anzueignen, indem sie ihn zum Johannifeuer (24. Juni) umdeutete.

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Brannte dieses Jahr sofort an: das Farchner Sonnwendfeuer

Heutzutage wird das Sonnwend-/Johannifeuer zumeist ganz profan an eines der beiden Wochenenden um die beiden Daten gelegt. Es springen keine Jungfrauen mehr über das Feuer. Trotzdem wird so wie in Farchach in der Nacht zum Sonntag - oben auf dem gigantischen Scheiterhaufen die Winterhexe "Gretl" (oder nach anderen Überlieferungen der Winterdämon "Hansl") verbrannt.

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Burn Gretl Burn!

Traditionell gilt der Johannistag als "Lostag". Das heißt, so wie der Tag war, bleibt es den ganzen Sommer. Wenn dem doch nur so wäre! Nach einem kurzen anfänglichen Regenschauer stiegen bei dem Farchncher Fest die Temperaturen nächtens zunehmend. Freundlich-fleißige Bedienungen schleppten Biere zu sensationell moderaten Preisen heran (6€ die Maß). Dazu gab es saftigen Halsgrat samt selbstgemachtem Kartoffelsalat und den legendären Erdbeerlimes. Das Publikum saß und staunte und war glücklich.

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So soll es bleiben!

Sonntag, 26. Juni 2011

Ein Herz für Frauen

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Heute geht es los: Um 18 Uhr spielt unsere Fußballnationalmannschaft gegen Kanada. Die Fußball-WM in Deutschland beginnt. Doch wo sind hier die Wimpel, die Fahnen, die Chöre, die Open-Air-Veranstaltungen, die Großleinwände? Eindeutig woanders. Einer jedoch ist in Berg immer bemüht, wenn es um Frauen geht - denn natürlich sprechen wir hier von Frauenfußball - uns Dada hat zwei Großfernseher aufgestellt und überträgt alle Spiele in seiner guten Stube live. Ein Frauenversteher? Nein, der Mann versteht halt was von Raumdeckung!

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