Montag, 2. August 2010

QUH-Blog präsentiert: Die Bösen Buben!

Wir haben hier im QUH-Blog einen Politikteil (u.a. die Berichte aus dem Gemeinderat). Wir haben einen Sportteil und natürlich ein Feuilleton. Wir bringen täglich neueste Meldungen aus der Gemeinde. Eines aber fehlte diesem Nachrichtenorgan bisher, um wie große Zeitung zu sein: Ein Horoskop? - Nein! - Eine Klatschkolumne!

Nach langem Suchen sind wir fündig geworden. In unregelmäßigen Abständen werden "Die Bösen Buben" für den QUH-Blog schreiben. "Die Bösen Buben" waren einstmals bekannt und lange vergessen: Bereits Ende der 80er Jahre des letzten Jahrtausends waren sie in München als Kneipentester unterwegs. Bevor sie unerkannt hier aufs Land zogen, schrieben sie Kolumnen für einen legendären Kneipenführer namens "München zwischen Sekt und Selters". Ihre Artikel trugen damals bescheuerte Namen wie "Extranackt" (über das Café Extrablatt), "Wenn Hirschen hinter Hirschen hirschen" (über den Hirschgarten) oder "Der Alte Mann trinkt das Meer" (über Harry's NY-Bar). Jetzt werden sie für das QUH-Blog über die Berger Society, über Klatsch und Tratsch auf dem Land berichten. Oder auch mal über eine Hochzeit ...

Backe, backe Brautkleid...

Die Bösen Buben vernahmen am Samstag morgendlich (vor dem Fußball) Blasmusik und abendlich (nach dem Fußball) Schiffsmotoren mit Partysound. 1 + 1 zusammengezählt: Hochzeit!

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Gratulieren durfte - und darf - man dem berufsbedingten Frühaufsteher Toni Lidl und dessen frisch gebackener Gattin Petra samt bezaubernd gekleidetem Nachwuchs. Das Spalier für das Brautpaar bildete die FFW Berg - wenn Toni Lidl die Abende nicht bei seiner Frau verbringt, ist er Vereinsvorstand der Feuerwehr Berg.

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Ortswechsel kurz vor Mitternacht: die Brautentführung. Im Tunnel auf dem Weg zum Taxi hier die Entführerin Kathrin Misselwitz - statt Feuerwehrkluft hinreißend im schwarzen Abendkleid - und die Entführte Petra - ebenso hinreißend im weißen Brautkleid, extra hochgeschnürt, damit sie schneller laufen konnte ...

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Zielort war das Strandhouse-Sommerfest - wo man auf die ausgelassen ihren Sieg feiernden MTV-Senioren traf. Erfolgstrainer Klausi "van" Böck erwies der Braut die Ehre ...
(Fotos: Stephan Fenzl)

Samstag, 31. Juli 2010

Sensation perfekt - MTV im Siegesrausch

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So etwas sei ihm überhaupt noch nie passiert, meinte Senioren- Spielgruppenleiter Hans Kaluza bei der Siegerehrung - dass ein Verein mit zwei Seniorenmannschaften im selben Jahr Oberbayerischer Meister wird!
Doch nun ist die Sensation perfekt, und wir können leider nicht umhin, einen weiteren Sportbericht zu bringen...

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Nach dem Sieg der Senioren B über den FC Bayern (am 25. 9. geht es in Nürnberg um die Bayerische Meisterschaft) mussten die Senioren A heute gegen den ASV Dachau antreten.
In der ersten Halbzeit war die Partie einigermaßen ausgeglichen. Torwart Bernie Hirmer musste einige wenige gefährliche Situationen klären, bis Christian "Fred" Brunner durch einen überragenden Freistoß aus halbrechter Position in 18 m Entfernung über die Mauer in den Winkel schoss.
Bald nach Anpfiff der zweiten Halbzeit angepfiffen begann das Schützenfest. Nachdem André "Bobby" Wopper nach Vorlage von Stefan Fäth einen strammen Flachschuss in die rechte Ecke abgesetzt hatte, gewannen die Berger eindeutig an Überlegenheit. Christian Thumerer gelang das 3:0, vorgelegt von Wolfgang Krebs, beim 4:0 stand Stefan Fäth nach einer Ecke von Wolfgang Krebs goldrichtig, spielte den Torwart aus und bombte den Ball hinein. Nach 80 Minuten war der Gegner platt.

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Und nach dem Spiel: freundschaftliches Schulterklopfen, strahlende Sieger, eine Dusche für den Trainer Klausi Böck (ausgeführt von Stefan Fäth) und das ein oder andere kühle Kaltgetränk für alle.

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So schön kann Fußball sein.

MTV Berg: Freude über die ersten drei Punkte

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Die ersten drei Punkte der Saison konnte die Mannschaft von Stefan Fäth gleich heute am ersten Spieltag einfahren. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gegen Oberweikertshofen erzielte Marc Bertagnolli in der 47. Minute mit dem Kopf (nach Flanke von Tobias Luppart) das 1:0, was Oberweikertshofen mit einer Druckphase beantwortete. Vor Ken Weids Tor wurde wild herumgestochert, doch der erste Gegentreffer wurde wegen Foulspiels nicht gegeben. Der Ausgleich folgte jedoch sogleich in der 66., bis der MTV knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff - wieder mit Marc als Torschützen per Kopfball und wieder nach Flanke von Tobias Luppart - das 2:1 landete. Forza!

Übergeschwappt...

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Wegen Hochwassers in der Fliegerhalle des Bayerischen Yacht-Clubs wird das ursprünglich dort am 13. und 14. August vom Kulturverein Berg und Jazz am See geplante 3. Alpenjazzfestival in die Remise des Hotels Kaiserin Elisabeth in Feldafing verlegt.
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Die schweren Holzbohlen der Halle hebt es Zentimeter für Zentimeter, sodass sie komplett geräumt werden musste. Es ist auch keine Entwarnung absehbar, denn auch bei schönem und trockenem Wetter sinkt der Seespiegel nur sehr langsam. Bis die Halle wieder trocken bespielbar wäre, dauert es ca. den ganzen August.

Zur Erinnnerung:

Am Freitag, den 13. und Samstag, den 14. August um 19.00 Uhr findet als Kooperation des Kulturvereins Berg und Jazz am See Feldafing das 3. AlpenJazz-Festival statt. Wieder ist es gelungen, renommierte Musiker und Formationen aus dem Alpenraum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien) zu gewinnen. Präsentiert werden sowohl eine Symbiose aus traditionellen Jazz-Elementen und ethnischen Musikstilen der Alpenregion
als auch „normaler“ Funk, R&B und Groove, dargeboten von Musikern überwiegend aus dem Alpenraum. Als „Artist in Residence“ wird Pee Wee Ellis, der weltbekannte ehemalige Saxophonist der legendären JB-Horns von James Brown, für eine funkige und groovige Stimmung bei allen vier Konzerten sorgen.

Ausführliche Infos entnehmen Sie dem Internet www.jazzamsee.de
Verbindliche Vorreservierung unter mail@Kulturverein-Berg.de

Keine Seenschifffahrt vom Berger Steg

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Vor Starnberg

Für alle Fälle wiederholen wir noch einmal die Meldung:

Wegen des Hochwassers wird der Dampfersteg in Berg seit heute von der Bayerischen Seenschifffahrt bis auf weiteres nicht angefahren, ebensowenig wie die Stege in Ammerland, Ambach, Bernried und Possenhofen.

Die Rundfahrten finden weiterhin nach Fahrplan statt. Zu- und aussteigen kann man in Starnberg, Leoni, Tutzing und Seeshaupt.

(Foto: Höck)

Honig vom OGBV

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Endlich darf der OGBV Aufkirchen allen Bestandteilen seines Namens sichtbar Rechnung tragen: Der Obst-, Gartenbau- und Bienenzuchtverein konnte sein neues Bienenhaus einweihen.

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Immer im Laufschritt: Vorsitzender Ralf Maier (vorne rechts)

Zwölf Bienenstöcke sollen in dem Haus Platz finden, das auf dem OGBV-Grundstück vor dem Wertstoffhof in Farchach steht. Mit Zelt, Büffet, Holundersekt, einem Bürgermeister, zwei Pfarrern (das Wort "Honig" kommt immerhin 55 mal in der Bibel vor), drei Gemeinderäten und annähernd so vielen Vereinsmitgliedern wie Bienen wurde das Haus gefeiert.

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Schutzpatron der Imker ist übrigens der Hl. Ambrosius. Als der spätere Bischof von Mailand noch ein Kind war, soll sich ein Bienenschwarm auf ihm niedergelassen haben. Die Bienen stachen ihn jedoch nicht, sondern krochen ihm in den Mund und fütterten ihn mit Honig. Das soll sich wiederum positiv auf seine rhetorischen Fähigkeiten ausgewirkt haben. Der Bienenkorb ist Symbol für Fleiß, Bildung und Beredsamkeit. Wir haben uns jedenfalls schon mal ein Glas Honig gekauft.

Freitag, 30. Juli 2010

Ferien! Aber Berger Steg vorerst ohne Dampfer!

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Feierlich wurden heute die Viertklässler in der Aula der Oskar-Maria-Graf-Volksschule in Aufkirchen verabschiedet. Jeder Schulabgänger erhielt eine Sonnenblume - nun wird es Zeit, dass sich auch die echte Sonne wieder zeigt.

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Dann könnte man zum Beispiel einmal Dampfer fahren - und wer eine 1 im Zeugnis hat, nicht älter als 17 ist und von einem zahlenden Familienmitglied begleitet wird, darf vom 31.7. bis zum 13.9.10 kostenlos fahren. Einfach eine Kopie des Zeugnisses an der Kasse vorzeigen.
Bei Erst- und Zweitklässlern, die ja noch keine Noten bekommen, genügt es, wenn sie das Klassenziel erreicht haben. Und wer eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besucht, muss lediglich den Schulbesuch nachweisen.

Achtung - Steg in Berg wird derzeit nicht angefahren - Zusteigen in Leoni möglich

Allerdings wird - so heute gemeldet - wegen des Hochwasser u.a. der Berger Steg nicht mehr angefahren: http://www.seenschifffahrt.de/de/aktuelles/aktuelles.asp?InhaltArt=News&no=1&page=aktuelles
Dort heißt es: "Die Rundfahrten finden weiterhin laut Fahrplan statt. Es werden dabei aber nur noch die Stege in Starnberg, Leoni, Tutzing und Seeshaupt bedient."

(Fotos: Kalinke und Höck)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Jenny Holzer wird 60!

Jenny wer? ... Nun: Jenny Holzer ist eine der berühmtesten amerikanischen Künstlerinnen. ... Na und? ... Zu Berg hat Jenny Holzer eine besondere Beziehung, wie uns in einem Gastartikel die Kunsthistorikerin, QUH-Blog-Leserin und Journalistin Katja Sebald schreibt, die mit der Künstlerin über Berg und Graf und Kunst gesprochen hat:

"Am 29. Juli feiert die amerikanische Konzeptkünstlerin Jenny Holzer ihren sechzigsten Geburtstag. Sie fühle sich Oskar Maria Graf verbunden, für ihre eigene künstlerische Entwicklung habe er eine entscheidende Rolle gespielt, bekannte sie kürzlich in einem Interview. Was aber hat die New Yorkerin mit dem berühmtesten Sohn der Gemeinde Berg zu tun?

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Jenny Holzer vor dem Münchner Literaturhaus (Photo: Peter Schinzler)

Jenny Holzer wurde 1950 in Gallipolis in Ohio geboren und ist heute eine der erfolgreichsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihre „Sprachkunst“ steht in der Tradition von Pop Art, Konzeptkunst und Minimal Art, aber auch in der Tradition von amerikanischen Künstlern, die ab den sechziger Jahren mit ihrer Kunst auf das sich immer mehr verändernde politische und soziale Klima in den Vereinigten Staaten reagierten. Bekannt wurde sie Mitte der siebziger Jahre durch ihre „Truisms“, kurzen knappen „Lebenswahrheiten“, die sie zunächst auf Plakate druckte und mit denen sie New Yorker Hauswände beklebte. „Protect me from what I want“ und andere eindringliche, aber oft einander widersprechende Sätze konnte man schon bald auf Lastwagen, T-Shirts und Kappen lesen, ...

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Ein "Truism": Holzer Spruch auf T-Shirt (Privatsammlung, Berg)

... schließlich liefen sie auch über die elektronischen Werbetafeln am New Yorker Times Square. 1990 vertrat Jenny Holzer als erste weibliche Künstlerin die USA mit einer Einzelausstellung auf der Biennale von Venedig und wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In Deutschland wurde Jenny Holzer auch einer breiten Öffentlichkeit schlagartig bekannt, als sie im November 1993 ein Heft des Magazins der Süddeutschen Zeitung gestaltete und für die Schrift auf der Titelseite von Frauen gespendetes Blut in die rote Druckfarbe mischen ließ. Mit dem Projekt „Lustmord“ wollte Jenny Holzer auf die Gewalt an Frauen während des Balkankriegs aufmerksam machen.

Wesentlich weniger Aufsehen erregte Jenny Holzer mit ihrem zweiten Münchner Projekt: 1997 wurde das von ihr konzipierte Denkmal für Oskar Maria Graf im Münchner Literaturhaus eingeweiht. Zur Erinnerung an „Münchens lautesten Dichter“ entwarf Holzer ein „Sprachdenkmal“, für das sie Zitate aus Grafs Werk auf Tassen, Teller und andere Einrichtungsgegenstände des Cafés im Literaturhaus drucken und einige Graf-Erzählungen über ein LED-Schriftband laufen lässt.

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Jenny Holzer Werk: Spruch von Oskar Maria Graf auf Teller (Privatsammlung, Berg)

Für Jenny Holzer keine einfache Aufgabe, denn sie spricht praktisch kein Wort Deutsch. Aber: „Ich mag schwierige Aufträge, denn dann muss ich angestrengter denken und arbeiten“, sagt sie rückblickend. „Es war nicht einfach, das lange Leben eines Mannes abzubilden, der wegen der Nationalsozialisten seine Heimat verlassen hat.“ Freilich, ob ihr das mit ihrer Textauswahl, für die sie sich auf andere verlassen musste, gelungen ist – das ist bis heute umstritten. Annemarie Koch, Grafs Tochter, jedenfalls boykottierte seinerzeit die Eröffnung des Literaturhauses und war der Meinung, dass Sätze wie „Mehr Erotik, bitte!“ und „Mehr Sexualität, die Herrschaften!“ eher auf Unterhosen als auf Tassen gehören würden. Jenny Holzer findet die Sätze nach wie vor „wirklich typisch“ für Graf und reagiert damals wie heute recht gelassen auf Kritik: „Ob die Kritiker wohl alle mit seinem Leben und Werk vertraut waren?“, fragt sie – und es klingt ein bisschen so, als verstehe sie sich als echte Graf-Kennerin.

In Jenny Holzers Werk findet das „Oskar Maria Graf Memorial“, das von den meisten Besuchern des Kaffeehauses eher als Werbegag denn als Literaturdenkmal wahrgenommen wird, bis heute kaum Erwähnung. „Das Graf-Projekt ist mir besonders wichtig“, sagt jedoch die Künstlerin: Sie habe dort erstmals nicht mit ihren eigenen Texten, sondern mit fremden gearbeitet – eine Vorgehensweise, die sie mittlerweile zum Prinzip erhoben hat, und mit der sie eine der wichtigsten politischen Künstlerinnen der Gegenwart geworden ist." Katja Sebald

Die Teller und Tassen, die Jenny Holzer für das Literaturhaus entworfen hat, kann man dort für wenige Euro kaufen. Vgl. http://www.literaturhaus-muenchen.de/haus/cafe.htm

Mittwoch, 28. Juli 2010

"Was habt ihr denn da wieder genehmigt?" ...

... lautet eine der am öftesten gestellten Fragen an die Gemeinderäte. Und es gehört zu den großen Enttäuschunges im Leben eines Gemeinderates, dass er sich zwar mit Gartenhäuschen in Bebauungsplanbereichen beschäftigen muss, aber keine Handhabe hat, wenn das Ortsbild nachhaltig beeinträchtigt werden könnte wie in diesem Fall:

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Unser Dorf soll schöner werden! 8 Wohneinheiten am Kreuzweg

Gegen solche geplanten und entstehenden Gebäude (wie in diesem Fall von der Wolfratshauser Südwest GmbH) gibt es kaum eine Handhabe, weil sie auf dem Verwaltungsweg nach §34 genehmigt werden, ohne dass der Rat gehört werden müsste (er hätte auch nichts dazu zu sagen).

Dies gilt also offensichtlich auch für dieses durchaus voluminöse Gebäude, das auf einem nicht sonderlich großen Grundstück am Kreuzweg (Maxhöhe) entsteht, das bislang von einem kleinen, verwunschenen Hexenhäuschen geschmückt wurde. Ob sich das genehmigte Haus "in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt", ist eigentlich Ansichtssache. Meist werden von der Verwaltung zur Beurteilung dieser kniffligen Frage objektive Kriterien wie Wandhöhen, Dachneigungen und ähnliche Zahlen der Nachbarhäuser zum Vergleich herangezogen. Denen scheint dieses Haus erstaunlicherweise zu entsprechen.

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Idylle zu Investment: Die Darstellung ist insofern "künstlerisch", da so viel Wiese auf dem Grundstück nicht vorhanden ist

Auf Bitten des Gemeinderats werden mittlerweile alle rein auf dem Verwaltungsweg genehmigten Bauten dem Rat monatlich angezeigt. Auf dem Verwaltungsweg werden Bauten zumeist genehmigt (oder abgelehnt), wenn 1. kein Bebauungsplan vorliegt und 2. das Gebäude im Innenbereich liegt und deshalb §34 BauGB Anwendung findet, der folgendermaßen lautet:

"Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden."

Wer sich für eine Wohnung dort interessiert: QUH-Blog Leser Rüdiger hat sogar schon das Immobilienangebot gefunden: http://www.schneider-prell.de/index.php?model=ff_webserverdat&action=detail&id=AC48FBAA-B8CE-494D-9DD0-A8299E5B8780 . Immerhin ist das Haus so hoch, dass der Makler vom Obergeschoss sogar "teilweise Seeblick" verspricht.

Dienstag, 27. Juli 2010

Höher, schneller, weiter

Im derzeitigen sportlichen Siegesrausch wollen wir weder unerwähnt lassen, dass die Berger Reserve mit Trainer André Bobby Wopper im Testspiel gegen den MTV München neun Treffer landete - sechs davon gehen allein auf das Konto von Timo Weid -, noch wollen wir das Berger Ehepaar Matula vergessen.

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Claudia und Markus Matula sind nämlich just beim Züricher Ironman angetreten und ins Ziel gekommen. Was heißt das genau? Ironman Switzerland bedeutet: 3,86 km Schwimmen im Zürichsee, 180,2 km Radfahren über zwei Runden zwischen Zürichsee und Greifensee mit 630 Höhenmetern pro Runde plus eine Marathon-Laufstrecke (42,2 km) über vier Runden entlang des westlichen und nördlichen Ufers des Sees bis Bubikon. Eine Hammerleistung! Sollten sich die beiden für den Ironman Hawaii qualifiziert haben, werden wir natürlich live von dort berichten!

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Ironman-Zuerich-Markus

Sonntag, 25. Juli 2010

Grandioser Sieg des MTV Berg gegen den FC Bayern

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"Zwei Herzen wohnen, ach, in mancher Berger Fußballerbrust"

Nein, die Überschrift ist kein Witz. Für die so genannte "Grufti"-AH des MTV (Ü 40) wurde am Samstag ein Traum wahr. Die "Alten Herren" des MTV gewannen zum dritten Mal die Oberbayerische Senioren-B-Meisterschaft. Diesmal war es ein besonderer Sieg. Denn er wurde gegen die hoch favorisierte, konditionell wie spielerisch überlegene Mannschaft des FC Bayern München auf deren Platz in der Säbener Straße erkämpft.

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"So sehen Sieger aus ... schalalalala" - Die Grufti-AH des MTV unter Trainer Klausi "van" Böck

Schon vor der Pause war es ein Spiel auf ein Tor. Nur einmal kam MTV-"Alt-Fußballgott" Christian "Fred" Brunner frei zum Kopfball, verfehlte das gegnerische Tor aber knapp. Ansonsten kombinierten sich die Bayern munter durch die Berger Reihen, wo Abwehrrecke Erich Höhne, Libero (!) Erich Hirt und vor allem Torwart Bernie Hirmer schlimmeres verhinderten. Zusätzliche Brisanz bekam das Spiel von der Seitenlinie aus, wo sich FC-Bayern-Vizepräsident Bernd Rauch eingefunden hatte. Denn der Berger Bernd Rauch ist nicht nur Bayern-Vorstand, sondern auch Mitglied des "MTV-Förderkreises". Trotzdem war er mit Leib und Seele auf der Seite "seines" FC Bayern.

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Vorsitzende von links nach rechts: Dr. "Lenz" Friedrich (Vorsitzender des MTV-Förderkreises), sein Freund Bernd Rauch (Mitglied des Förderkreises, Bayern-Vizepräsident, Chef aller FCB-Amateurmannschaften), "Boller" Kalinke (Ex-MTV-Vize) und Christian Kalinke ("Presidente" der MTV-Fußballer)

0:0 stand es zur Pause, weil die Bayern das Spiel zwar dominierten, aber gegen die konzentriert kämpfende Dorfmannschaft des MTV keine hundertprozentigen Chancen herausspielen konnten.

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Pausenprogramm: Bernd Rauch zeigt den MTV-Fans sein Büro und erläutert begeistert seine Pläne für die Bayern-Basketballmannschaft

Mitte der 2. Hälfte fiel nach einem MTV-Abwehrfehler das lang erwartete Führungstor für die Bayern, und die mitgereisten MTV-Fans befürchteten nun das Schlimmste ...

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Dann geschah das erste einer Reihe von Fußball-Wundern. MTV-Urgestein Heiko Kayser eroberte sich im Mittelfeld den Ball, passte quer zu Alt-BOL-Trainer Wolfgang Krebs, der Christian Brunner im Strafraum mit einem weiten Pass bediente. Der Alt-Torjäger schob nach dem schönsten Spielzug des Spieles den Ball ins Tor und dürfte bei seinem Sohn und Bayern-Fan Leo an der Seitenlinie damit einige Achtung gewonnen haben. Bis zu dieser Minute hatte der Bayern-Torwart den Ball nur zu Abschlägen berühren dürfen.

1:1 stand es überraschend, als Heiko Kayser nach einer Hand-Abwehr im Strafraum mit Rot vom Platz geschickt wurde. Keiner der erfahrenen Bayern-Spieler traute sich zum Elfmeterpunkt. Zu bekannt war die Klasse des MTV-Torwarts Bernie Hirmer, der den fälligen Strafstoß auch prompt parierte.

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Fußballwunder No. 2 im entscheidenden Moment: Bernie Hirmer pariert einen fest geschossenen Bayern-Elfer

Mit nur 10 Mann und sichtlich am Ende der Kondition versuchten sich die Berger nun gegen anrennende Bayern ins Elfmeterschießen zu retten, als Fußballwunder Nummer 3 geschah: Der unermüdlich ackernde Christian Brunner hatte an der Mittellinie (weiter in die gegnerische Hälfte kam kam kein Berger mehr) einen Freistoß herausgeholt. Keiner der MTV-ler hatte die Kraft, wenigstens noch so zu tun, als ob man noch angreifen könnte oder wollte. Brunner passte quer zu Krebs, der sah, dass er niemanden in der gegnerischen Hälfte anspielen konnte. Krebs brüllte "Markus lauf", und Markus Calvin lief ... und lief ... und bekam im Strafraum den Ball, legte ihn sich kurz vor und versenkte ihn unhaltbar im Tor. 1:2 in Unterzahl! Die Bayern, die das Spiel bis dahin drückend dominiert hatten, waren erst verdutzt und rannten dann zunehmend wütend gegen das Berger Tor an. ... Umsonst! In der Schlussminute kam für den "Rekordmeister" noch Pech dazu, als ein mögliches Foul im MTV-Strafraum nur ein Kopfschütteln, aber keinen Pfiff nach sich zog.

Die Dorfmannschaft des MTV Berg hatte gegen die übermächtigen Bayern auf fremden Platz das Finale der Oberbayerischen Meisterschaft gewonnen, zu der 170 Mannschaften angeteten waren!

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Gold! MTV-Kapitän Roland Blum hängt Torwart und Matchwinner Bernhard Hirmer die Sieger-Medaille um. Dahinter: Markus Calvin, der Schütze des überraschenden Siegtores

Die Erfolgsstory könnte noch weitergehen. Für die Senioren-B-Mannschaft geht es jetzt am 25.9. in Nürnberg sogar um die Bayerische Meisterschaft. Und bald hat die "Kampf"-AH des MTV Gelegenheit, das Kunststück zu wiederholen. Auf dem heimischen Platz steht die Senioren-A-Mannschaft des MTV gegen Dachau schon am nächsten Wochenende ebenfalls im Finale um die Oberbayerische Meisterschaft in ihrer Klasse.

Samstag, 24. Juli 2010

40 Jahre Schönheit

Es gibt einen Platz in unserer Gemeinde, wo sich der Eingang ins Paradies ganz in der Nähe befinden muss.

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40 Jahre Kampf für Schönheit und Natur: der Assenhauser Hof in Farchach

Es gibt viel, was der Simmerl und die Hanna am Assenhauser Hof am Kirchplatz in Farchach herstellen: köstlichen Käse, den es Samstag- und Mittwochvormittag zu kaufen gibt, und alles, was ein seit 40 Jahren - anfangs gegen große Widerstände - biologisch-dynamisch geführter Hof sonst noch hergibt (Milch, Ziegen, Feldgemüse. Blumen, Honig).

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Samstag und Mittwoch 9-12 Uhr Köstlichkeiten am Kirchplatz: "Mit Bergkäse und Camembert wird noch experimentiert ..."

Ihr kostbarstes Gut ist allerdings - neben den köstlichen Lebensmitteln, die sie herstellen - die Schönheit, die Idylle, die Ruhe und auch das Lachen der Kinder, die andauernd auf ihrem Hof herumtollen. Die Bauern machen sich Gedanken, wie sie möglichst schonend und ohne Chemie die Äcker pflegen. In den ersten Jahren wächst hauptsächlich Unkraut und Spott. Heute geht mir jedes mal das Herz auf, wenn ich den Hof nur betrete und ich bin damit nicht allein: "Viele Schulklassen waren bei uns zu Besuch", schreibt Hanna im gerade erschienenen 'Assenhauser Hofbrief', "um Brot zu backen und die Tiere anzuschauen. Am schönsten ist es für uns zu sehen, mit wie wenig sich die Kinder begeistern lassen und wie hungrig sie sind, etwas Wirkliches zu erleben. Das tollste für sie ist, ein warmes, frisch gelegtes Ei in den Händen zu halten, mit den Kühen in die Mistrinne zu pieseln, den Duft der Backstube einzuatmen und zu sehen, wie eine Ziege frech über den Zaun springt."

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Idylle pur: die 8 Ziegen und 13 Zicklein des Assenhauser Hofs im Frühjahr

Im selben Hofbrief schildert Bauer Steffe recht ergreifend, wie er jahrelang darum rang, den richtigen Pflug für die Äcker zu finden. Heute wird am Assenhauser Hof 40 Jahre Ökolandbau mit einem Hoffest gefeiert. Ab 16 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, Hollersirup und Musik. Man kann Kühe melken und Tiere füttern. Um 18 Uhr gibt es ein Kasperltheater und um 18.30 eine Felderbegehung. Auch der Acker, auf dem Simon und Hanna im letzen Jahr mit 60 Bergern die Aktion "Zukunft säen" ins Leben gerufen haben, ist dabei (am 26.9. in diesem Jahr ist es wieder soweit: der ganze Acker wird von Hand eingesät).

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Vorbereiten für das Fest heute Abend: "Büffet, Musik und Tanz"

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