Samstag, 24. April 2010

Protest in Berg - die Menschenkette

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Die Menschenkette - ein echter Erfolg

Sage und schreibe 150 Kettenglieder fanden sich heute Mittag in Aufkirchen ein, um sich an der Berger Variante der bundesweiten Aktion für den Atomausstieg zu beteiligen.

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Oskar, bekennender Sozialist, wunderte sich zunächst, was sich da gegenüber unter dem strahlend blauen Himmel zusammenbraute.

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Klaus Barthel, Erika Laurent, Sissi Fuchsenberger

SPD-Ortsvorsitzende Sissi Fuchsenberger sprach einleitende Worte, Ex-Gemeinderätin Erika Laurent verlas ein Gedicht der Höhenrainerin Veronika Winkler über Tschernobyl aus dem Jahr 1986, die Männer, darunter SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Barthel, lauschten.

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Zu viel Spannung!

Die Menschenkette schaffte es dann tatsächlich, sich entlang einem rot-weißen Absperrband - das irgendwann riss - bis zum Ortsschild Berg zu formieren. Kompliment: Ziel erreicht - mit Unterstützung diverser SPD-Ortsverbände, Gemeinderäten von Grünen und QUH sowie einer Menge Berger Bürgern.

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Nach einer knappen Stunde war der Spuk vorbei, und die SPD freute sich im Biergarten weiter.

Oskar hingegen hatte gleich wieder Programm:

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Der Aufkirchener Maibaum wurde aufgestellt.

Menschenkette in Berg

Es gibt sie noch, die guten Dinge: zum Beispiel die gute, alte Menschenkette. 220.000 Teilnehmer reichten sich im Oktober 1983 die Hände, um gegen die Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen zu protestieren. Das war ein Rekord. Nun hat sich das Anliegen dieser haptischen Protestaktion gewandelt - es geht um Atomkraft. Der Berger Ortsverband der SPD holt die Menschenkette ins Dorf und bat die QUH um Ankündigung:

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Die eigentliche Aktion findet weiter nördlich statt: Die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel sollen am 24. Jahrestag des Tschernobyl-Unglücks durch eine 120 km lange Menschenkette verbunden werden. Der bundesweite Aktionstag wird durchgeführt von Parteien, Umweltverbänden und auch den Kirchen. Vor dem AKW Brunsbüttel wird Jan Delay auftreten, in Lüneburg rufen Bürgermeister und Landrat zur Teilnahme auf.

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Die Berger SPD-Chefin Sissi Fuchsenberger dachte sich kurzerhand: "Wir machen hier in Berg eine Kette!" - und ließ das Plakat umschreiben. Statt Brunsbüttel und Krümmel heißt es nun: Aufkirchen und Berg.

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"Gerade in dieser saturierten Gegend ist es wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen", meint sie. So viel Prominenz kann sie zwar nicht auffahren, hofft aber trotzdem auf eine rege Teilnahme.
Vor dem alten Feuerwehrhaus in Aufkirchen wird ab 10 Uhr ein Infostand stehen, ab 12 Uhr (alles ordnungsgemäß angemeldet!) wird die Kette über den Fußweg hinunter nach Berg gebildet. In Aufkirchen stehen schon die Parkverbotsschilder. Allerdings nur, weil die Burschen den Maibaum aufstellen...

Freitag, 23. April 2010

Gigantischer Schwarzbau in Berg entdeckt

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Heimlich, still und leise
(Foto: Erika Laurent)

Verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit, dennoch mitten in Berg, konnte über viele Monate hinweg bei heimlichen Bauarbeiten ein gigantischer Schwarzbau entstehen. Örtliche Handwerker waren nicht beteiligt.

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Die Trutzburg - Eingang nur vom Wasser her

Die Burg, die hier entstanden ist, wird streng vor Krethi, Plethi, Hinz und Kunz geschützt. Fotografieren ist zwar erlaubt, bei einer Störung des Haufriedens liegt jedoch sogar ein Straftatbestand vor. Der Bauherr, ein aus dem Leutstettener Moos eingewanderter Neuberger, lässt sich selbst nur selten in der Öffentlichkeit blicken. Manchmal grunzt und faucht er aus dem Inneren der Burg heraus. Schwimmen geht er heimlich. Zur Not kann er auch kraftvoll zubeißen, wenn er sich bedroht fühlt:

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Gerd Jäger zeigt Biberzähne

Unser Biber Fifi ist also gesund und munter.

Biberberater Franz Wimmer hat uns einiges dazu erzählt:
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Die Zähne eines Bibers sind vorne orange, weil die Vorderseite Eisenoxid enthält. Die hintere Schicht ist weicher und schleift sich schneller ab. Dadurch sind Biberzähne immer scharf.
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Der Biber hat keine natürlichen Feinde. Die Population reguliert sich allein "innerartlich", also über Revierkämpfe.
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Ob unser Berger Biber Fifi ein Männchen oder ein Weibchen ist, lässt sich von außen nicht feststellen. Er oder sie harrt nun eines Partners, der des Weges kommt - meistens sind das 2-jährige Jungtiere, die sich ein neues Revier suchen.
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Die Bäume, die der Biber anknabbert, wachsen nach. Der Biber mag gerne Weichlaubhölzer, die sowieso schnell wachsen. Da sie meist an Gewässern stehen, sind sie von der Evolution her an Verletzungen (v.a. durch Hochwasser) angepasst und treiben immer wieder nach. Die jüngsten Zweige der Weide enthalten sogar Geschmacksstoffe, die der Biber nicht mag.
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Vielen Dank, Herr Wimmer!
Die Biberberater Franz Wimmer (08143-271168 oder starnberger-see@lbv.de) und Sebastian Werner (08143-8808 oder
starnberg@lbv.de) haben schon jahrelange Erfahrung mit dem Biber. Zu weiteren Ansprechpartnern erhalten Sie auch Auskunft in der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Starnberg (08151-148-503).

Donnerstag, 22. April 2010

Die fehlende Wortmeldung

Bei einer Wortmeldung der Bürgerversammlung vom Dienstag versagte uns ja die Tastatur und die Sprache. Zum Glück gibt es da die professionelle Presse, die heute diese Lücke gefüllt hat. In ihrem Artikel "Genz-Anwalt zeigt Juristen des Landratsamtes an" berichtete die SZ:

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Bitte lächeln -Ausriß aus der "Starnberger SZ" v. 22.4.10

" ... in der Berger Bürgerversammlung. Genz, der gemeinsam mit (... seinem Anwalt; Anm. der QUH) erschienen war, wollte von Rathauschef Rupert Monn wissen, warum dieser ihm in einer zurückliegenden Gerichtsverhandlung unaufgefordert die landwirtschaftliche Privilegierung abgesprochen habe. Monn sagte, er werde sich zu einem laufenden Verfahren nicht äußern. "Sie überbewerten meinen Stellenwert. Es steht mir nicht zu, Privilegierungen zu erteilen. Auch in Berg gelten die Gesetze des Rechtsstaats, daran werden wir uns - so wie in der Vergangenheit - halten." Applaus im Saal. Zur Erläuterung: Seit Jahren versucht Genz die Privilegierung seines Betriebs zu erhalten, der nach eigenen Angaben inzwischen 120 Hektar umfasst. Damit verbunden dürften dann wohl etliche Gebäude stehen bleiben, für die der Kaufmann bislang keine behördliche Genehmigung hat. Abgesehen vom Mörserturm handelt es sich laut Landratsamt um zehn weitere aktenkundige Bauten - die neuesten Erkenntnisse der Ortsbesichtigung vom März noch nicht eingerechnet."

Anlaß des SZ-Artikels war eine neue Anzeige. Wir zitieren noch einmal: "Genz-Anwalt (... / Name ist der QUH bekannt) hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den Juristen des Landratsamts, Andreas Gaß, erstattet. Er wirft dem Beamten vor, das Grundstück der Vesta GmbH am 26. März widerrechtlich betreten zu haben. An diesem Tag hatte sich das Landratsamt mit Polizei-Unterstützung Zutritt zum Gelände von Siegfried Genz wegen möglicher Schwarzbauten verschafft.
Die Liste der Anschuldigungen ist lang: (...) verdächtigt den Beamten des Hausfriedensbruchs, der Anstiftung zum Hausfriedensbruch, der Verleitung Untergebener zu einer Straftat, der Rechtsbeugung und der Nötigung."

Auch die QUH hat heute wieder anwaltliche Post bekommen. ... Wie auch andere Medien auf die immer ähnliche Weise derzeit von Anwälten eingeschüchtert werden, darüber findet sich unter diesem Link http://carta.info/26015/abmahnrepublik-deutschland-i/ ein Artikel über die "Abmahnrepublik Deutschland".

Mittwoch, 21. April 2010

Resümee aus der Ferne

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In der ganzen Welt verfolgten Berger Bürger gestern die QUH-Live-Übertragung der Bürgerversammlung aus dem großen Saal der Post (auf der Karte wegen frühem Einloggen nicht verzeichnet: Robi/Rom und André/Zürich)

Ich versuche mal - nur auf Grund der Berichterstattung hier im Blog - aus der Ferne den Tag zusammenzufassen: In Berg interessieren sich Alt- und Neubürger in großem Maße für die Gemeindepolitik. Allein hier im Blog wurden in 24 Stunden von 437 Computern aus 1320 mal Informationen via QUH-Blog über die Gemeindepolitik abgerufen.

Auch bei den Uralt-QUH-Themen (Breitbandversorgung, Ortsmitten) geht es voran. Die Zeugung von Neubürgern hinkt dem Straßenbau derzeit etwas hinterher. Vor dem Landschulheim muß nach einer Lösung gesucht werden. Die Verkehrssituation bleibt - auch bei der "Autobahnanbindung" in Höhenrain - prekär. Auch Genzbürger suchen das Gespräch.

Da kann man dem Bürgermeister nur zustimmen: Hier scheint der Rechtsstaat - entgegen dem Eindruck, der manchmal entsteht - zu funktionieren. Mehr noch: Diese Gemeinde scheint zu funktionieren. Sie lebt.

Dienstag, 20. April 2010

Live von der Bürgerversammlung: Franz Demmler - the end

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Ein würdiger Abschluss der Bürgerversammlung - Franz Demmler stellt die letzte Frage, und wir müssen wieder die Übersetzungsdienste von Andi Gastl-Pischetsrieder in Anspruch nehmen - sehr zum Amüsement der feixenden Ratskollegen.
F: Überall gehen wilde Hollerstauden auf. Sie sollten weggeschnitten werden, so dass die Streuwiesen nicht verwildern.
A: Ich habe Verständnis, aber wir können das Problem nicht so einfach lösen, sagt der Bürgermeister.

Und schließt unter Applaus die Sitzung.

Live von der Bürgerversammlung: nochmal Herr Köster

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will nicht als Querulant erscheinen, verweist aber nochmal auf die Sorgfaltspflicht der Gemeinde, zur Parksituation in Kempfenhausen vor der Argirov Klinik und fragt, warum nicht durch bauliche Maßnahmen das wilde Parken unterbunden werden könne.

BGM Monn äußert Verständnis für die beengte Situation, gibt die Frage an Herrn Bauer von der Polizei Starnberg weiter, der klar stellt, dass dort legal geparkt werden darf.

Live von der Bürgerversammlung: Ott, Michi, zum Zweiten

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Nachfrage: Wird jetzt in Höhenrain die Autobahn aufgemacht oder nicht? Es dauert nämlich noch Monate, bis die Serpentinen (Am Wolfratshauser Berg) wieder befahrbar sind.
A: Die Versuche einer regulären Öffnung sind gescheitert - die Autobahndirektion wird einer Öffnung nicht zustimmen. Es bleibt mit einem "Restrisiko" verbunden, diese Ausfahrt zu benutzen. (Gelächter)

Herr Reller wird ans Mikro gebeten: "Ich habe nicht die Zeit, ständig an der Ausfahrt zu stehen - ich kann aber nicht ausschließen, dass dies andere Dienststellen tun." Die Autobahndirektion stelle sich nun mal quer - sie hätten keine Kompetenzen. Man solle mit der Kontrolle von Kollegen rechnen - "aber ich stelle mich mit Sicherheit nicht ständig in Höhenrain auf".
Großer Beifall.

Live von der Bürgerversammlung: nochmal Andreas Ramstetter

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wundert sich, dass manche Bauanträge auf dem kleinen Dienstweg, sprich direkt von der Verwaltung abgehackt werden, andere im Gemeinderat lang und breit diskutiert werden. Nach welchen Kriterien wird hier entschieden. Und zweitens was geschieht nun mit dem Gewerbegebiet am Ortsausgang Höherain Richtung Dorfen.

BGM Monn stellt klar, dass es sich nicht um ein reines Gewerbegebiet, sondern ein Mischgebiet handelt. Aktuell ist man in Gesprächen mit zwei Interessenten und wird wohl im Laufe des Jahres zu einem Abschluss kommen.

Zu den Bauanträgen: Wenn sich der Bauantrag im Rahmen des Bebauungsplans befindet, kann von der Verwaltung genehmigt werden. Eine Gaube, die allerdings nicht im Bebauungsplan vorgesehen ist, muß nochmals im Gemeinderat diskutiert werden.

Live von der Bürgerversammlung: Ein Neubürger Namens Köster

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F: Warum kann man vor der Argirov-Klinik nicht auf 50 kmh beschränken? Und die Parksituation? Nehmen Sie billigend in Kauf, dass Unfälle passieren?
A: Es handelt sich um eine Staatsstraße - die Gemeinde ist nicht zuständig. Aber ich will mich nicht rausmogeln. Ursprünglich waren die Parkplätze als Provisorium gedacht - aber wir hoffen, die Situation entschärft sich, wenn die Klinik eine Tiefgarage baut.

Live von der Bürgerversammlung: ?

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Diese Dame war uns zu schnell - sorry!

Live von der Bürgerversammlung: Ralf Maier

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aus Höhenrain fragt Herrn Wiedemann von der AWISTA, warum beim Recyclinghof nur ein Kubikmeter Grünabfälle angenommen werden könne. Das sei bei den durchschnittlichen Gartengrößen von 1000 bis 3000 qm in der Gemeinde viel zu wenig. Und warum man nicht wie in Hadorf schon üblich in Farchach mehr Grüngut gegen Gebühr abgeben dürfe.

A: Herr Wiedemann erklärt, bei dem einen Kubikmeter handle es sich um einen durchschnittlichen Wert, der gewährleisten solle, dass alle Bürger ihr Grüngut loswerden und nicht schon nach kürzester Zeit der Container voll ist. Über Gebühren werde man mittelfristig sowieso nachdenken müssen.

Live von der Bürgerversammlung: Ria Windaus

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F: Warum ist es nicht möglich, eine Abbiegespur vor dem Gymnasium Kempfenhausen zu bauen?
A: Sie rennen offene Türen ein - die Abbiegespur liegt mir sehr am Herzen. Die GR wissen, dass ich entsprechende Verhandungen geführt habe. Der Zweckverband Bayerische Landschulheime muss auch dazu gehört werden. Mein Vorschlag war sogar, dass die Gemeinde die Hauptlast übernimmt, der Zweckverband lehnte es aber bisher sogar ab, einen finanziellen Zuschuss zu leisten.

Live von der Bürgerversammlung: Herr Schulze

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aus Sibichhausen, fragt warum beim Umbau der Brücke in Percha nicht die Straße unten am See entlang (Seestuben) für den Verkehr geöffnet werden könne.

BGM Monn erklärt dies obliegt der Stadt Starnberg und sei im Vorfeld auch schon diskutiert worden, wird jedoch von Starnberg und insbesondere vom Stadtrat nicht genehmigt.

Live von der Bürgerversammlung: Dr. Steffen Wander

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F: Entspricht es dem Stand der Technik, dass man Schlaglöcher, in denen Kuhfladen liegen, einfach mit Asphalt auffüllt?
A: "Konkret ist es sicherlich nicht Stand der Technik - die Arbeit ist vielleicht in einem Einzelfall nicht sorgfältig ausgeführt worden." In den nächsten Jahren stehe eine Generalsanierung an.
BGM Monn bittet um Verständnis, dass der Bürgermeister nicht immer beim Auffüllen von Schlaglöcher zugegen sein kann.
F: Halten Sie es wirklich nicht für möglich, endlich ordentliche Ausbesserungsarbeiten von Firmen durchführen zu lassen, von Firmen, die man in Regress nehmen kann? Den Bauhof kann man ja wohl nicht in Regress nehmen.
A: Es wird sich keine Firma finden, die eine Reparatur ohne Ausbesserung des Untergrunds mit Gewährleistung übernehmen wird. Dafür ist der Untergrund viel zu schlecht. Die Seeburgstraße wird in den nächsten Jahren generalsaniert werden, da werden wir nicht umhin kommen.

Live von der Bürgerversammlung: Andreas Ramstetter

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... fragt im Zusammenhang mit dem Ausbau der Etztalstraße, welche weiteren Straßen in der Gemeinde denn nun noch nicht ersterschlossen sind.

BGM Monn bittet Herrn Ramstetter in dieser Angelegenheit um Geduld, man bemühe sich aktuell um die Klärung der Sachlage.

Live von der Bürgerversammlung: N.N.

Wie teuer uns der Bericht über die nächste Wortmeldung eines Berger Bürgers kommen würde, wissen wir nicht. Wir berichten darüber auch nicht. Es wird allerdings ziemlich still im Saal.

Soviel können wir sagen: Es gab eine lange Einleitung.

Bürgermeister Monn versucht - aus Zeitgründen - zu unterbrechen: Eine Frage sei bisher nicht gestellt worden. Nun wird sie gestellt: Herr Monn möchte sich allerdings zu laufenden Verfahren (es geht um eine landwirtschaftliche Privilegierung) an dieser Stelle nicht äußern. Eine Bürgerversammlung sei zudem nicht die richtige Veranstaltung, um solche Fragen zu diskutieren. Die Rede dauert, der Beifall ist vereinzelt.

Als BGM Monn abschließend sagt: "Auch in Berg gelten die Gesetze für einen Rechtsstaat, und daran werden wir uns halten", ist der Beifall groß.

Live von der Bürgerversammlung: Michi Ott...

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... fährt seit Jahren durch riesige Löcher in den Straßen in Allmannshausen. Und jetzt will er genau wissen, warum nun auf einmal in Allmannshausen Grund zur Verfügung steht, um Straße und Radweg auszubauen. Zum Kreisel, gegen den er wettert und der derzeit entsteht, meint er, das wäre rausgeschmissenes Geld, ebenso wie 59.000 DM (!) für ein Kunstwerk, das dort in der Mitte ausgestellt werden soll. Und zudem nur Kosten verursache, falls "das Graffl" von einem Auto angefahren werden solle.

Die kommunale Verkehrsüberwachung des Zweckverbands kvs-oberland vergleicht er mit moderner Wegelagerei, kürzlich hätte er sogar gesehen, dass Überwachungsgeräte mit Daxen (Tannenzweige) getarnt worden wären. Das müsse aufhören.

Schließlich fragt Ott noch, wie es denn sein könne, dass lauter studierte Menschen eine solche Baustellenflut in unserer Gemeinde planen konnten.
Bürgermeister Monn erklärt, die Baustellenflut in der Gemeinde hänge mit dem Zwang zusammen, Gelder innerhalb bestimmter Fristen auszugeben.

Zu den "59.000 DM" für das Kunstwerk im Berger Kreisel merkt Monn an, dass man für DM ja bekanntlich nichts mehr bekomme, aber wie hoch der Betrag auch sei, in diesem Fall hier sei noch nichts entschieden.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt mit Radweg in Allmannshausen sei ein längst überfälliges Projekt, da wirklich gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer.

Live von der Bürgerversammlung: Franz Demmler

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F: Es geht um den Lüssbach - er sei zu sehr zugewachsen und die Anlieger sollten den Bach freihalten.
A: Der Bach wurde zum Teil neu befestigt, wir werden bei Bedarf die Anlieger neu anschreiben.

Die QUH dankt GR Andy Gastl-Pischetsrieder für die Übersetzung.

Live von der Bürgerversammlung...

spricht Peter Wiedemann, Geschäftsführer der AWISTA von den wesentlichen Neuerungen in der Abfallwirtschaft. Als das wäre die Erweiterung der Öffnungszeiten des Recyclinghofes von 10 Wochenstunden auf 12 Wochenstunden. Sowie Verstärkung des gelben Sackes von 7 µ. Die Einführung der gelben Tonne wird, wenn überhaupt, vorerst in einem Modellversuch in den Gemeinden Herrsching und Andechs getestet.

Live von der Bürgerversammlung...

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... es geht weiter. Landrat Karl Roth darf noch kurz von Franz Demmler - der schon bereit stand - das Wort ergreifen. Er gratuliert dem Bürgermeister zum vorbildlichen Haushalt, den die Gemeinde vorzuweisen hat, und zum stolzen Steueraufkommen. Er wirbt für die Klimaschutzwerkstatt, die die Bürger des Landkreises aktivieren und am 1. Juli in Berg stattfinden soll. Zum Thema Breitband strebt der Landkreis eine Komplettverkabelung mit Glasfaser an, hier hat der Landrat sich für Starnberg als Pilotlandkreis beworben. Derzeit laufen Gespräche mit dem Freistaat zwecks Förderung und Finanzierung.
Abschließend lobt der Landrat die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und übergibt das Mikrofon.

Live von der Bürgerversammlung...

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... jetzt geht es um zukünftige Baumaßnahmen. Dem Umbau des Feuerwehrhauses in Allmannshausen steht nichts mehr im Wege.

Wesentlich diffiziler gestalten sich die Tiefbaumaßnahmen, ab Juni 2010 erfolgt die Erneuerung des Tagwasserkanals von der Etztalstraße her.

Wenn das gestemmt sein sollte, wird der Gemeinderat die lang anstehende Runderneuerung der Berger Ortsmitte in Angriff nehmen. Der Umfang dieser Umbaumaßnahmen hängt auch von der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat Bayern ab.

In Zeiten, da viele Gemeinden gar nicht wissen, wie sie ihre Winterschäden beheben sollen, startet in Berg die Runderneuerung sämtlicher Ein- und Ausfallstraßen. Zu den schon bekannten Baustellen (Kreisverkehr, Brücke Percha, Mörlbach, Allmannshausen) kommt noch eine weitere hinzu: In Ammerland wird auch noch die Seestraße saniert und fällt so auch als Fluchtweg aus.

Auch wenn sämtliche Umbaumaßnahmen den Bürgern einiges an Umwegen oder Staus abfordern wird, so bittet BM Monn doch den positiven Aspekt der neuen Straßen zu bedenken... wenn sie denn fertiggestellt sein werden.

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Um 21:15 beendet BGM Monn seine Rede mit dem Dank an die Feuerwehren und Vereine mit all ihren ehrenamtlichen Helfern, an die stellvertretenden Bürgermeister und den Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit sowie der Presse für die faire Berichterstattung. Nun folgen 20 Minuten Pause.

Live von der Bürgerversammlung...

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... Bürgermeister Monn kündigt den ersten Berger Gewerbetag "Berger Betriebe laden ein" an, bei dem Betriebe und Firmen Gelegenheit haben sollen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Veranstaltung unter der Federführung von GR Elke Link wird am 10.10.2010, einem Sonntag, stattfinden. Eingeladen sind alle Berger Gewerbetreibende, die in den kommenden Wochen auch noch einmal von der Gemeinde angeschrieben werden.

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Spontanen Applaus gibt es, als der Bürgermeister über den von ihm nachhaltig vorangetriebenen Schuldenabbau spricht.

Live von der Bürgerversammlung...

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... ja, ja, die Doppik. Seit einigen Jahren schon schlägt sich die Berger Verwaltung mit der Umstellung der gemeindlichen Buchhaltung herum. Doch, so kündigt es Bürgermeister Monn an, bald scheint es geschafft, und auch wenn man anfangs blauäugig in dieses Finanzabenteuer startete, so verteidigt BM Monn nachdrücklich die Umstellung von der reinen Kameralistik und verweist auf die Zukunftsfähigkeit dieser Buchhaltungsart. Beunruhigt sieht sich BM Monn von den sozialen Ausgaben, die in Zukunft auf die Kommunen zukommen werden.

Live von der Bürgerversammlung...

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QUH - mit drei Laptops zugange

... mit 63 Geburten erreicht die Geburtenrate den tiefsten Stand seit vielen Jahren. Nichtdestotrotz steigt der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen, in Biberkor entsteht derzeit ein Kinderhaus, das auch eine Krippe mit 12 Plätzen beherbergen wird. Eine weitere Herausforderung bildet die momentan heiß diskutierte Ganztagsschule. Ob diese in der Gemeinde Berg realisiert werden wird, steht derzeit noch in den Sternen. Die Gemeinde setzt aktuell stärker auf den Ausbau der Hortplätze. Auch in der Oskar-Maria-Graf-Schule sind seit Jahren rückläufige Schülerzahlen zu verzeichnen. Dies liegt unter anderem daran, dass immer mehr Kinder in Privatschulen wechseln...

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Sieglinde Müller vom Gemeindearchiv und Erika Laurent

Lobend erwähnt wird nicht nur die erfolgreiche Gemeindebücherei unter der Leitung von Sabine Rampp, sondern auch die Arbeit des Archivs. Am 16. September wird Landrat Karl Roth im Landratsamt eine Wanderausstellung der Archive des Landkreises Starnberg eröffnen, voraussichtlich unter dem Titel "200 Jahre Schulpflicht in Bayern". Ebenfalls lobend erwähnt werden die Informationstafeln zum Kulturspaziergang, die unter der Federführung von Erika Laurent nach und nach in Berg installiert werden.

Live von der Bürgerversammlung...

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... im Mai letzten Jahres tagte der Gemeinderat an zwei Tagen und gab sich ein Leitbild, das am 26. Mai einstimmig verabschiedet wurde. Seither hängt der Text gerahmt im Sitzungssaal. Und dient den Gemeinderäten immer wieder zur Orientierung. Festgeschrieben sind hier die Schuldenfreiheit der Gemeinde, autarke Energieversorgung, die Familienfreundlichkeit der Gemeinde, selbstbestimmte Jugendarbeit und die Pflege der regionalen wie überregionalen Kultur. Das Leitbild finden Sie hier: http://www.gemeinde-berg.de/index.php?id=908,4
Das Geheft mit sämtlichen Zahlen und Fakten aus dem Jahr 2009 erhalten Sie zum Nachlesen im Rathaus.

Live von der Bürgerversammlung...

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... einmal jährlich ist der Bürgermeister verpflichtet, den Bürgern der Gemeinde Rechenschaft abzulegen. Mit der Bürgerversammlung will die Verwaltung in Kontakt mit den Bürgern treten. Über die Bürgerversammlung können die Mitbürger dem Gemeinderat auch Anregungen geben und Anträge stellen, die, wenn es die Bürgerversammlung beschließt, im Rat dann innerhalb von drei Monaten beraten und diskutiert werden müssen.

Live von der Bürgerversammlung...

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... fünf nach acht. Auch der Landrat Karl Roth ist eingetroffen. Polizei, die Verwaltung, diverse Gemeinderäte sowie die stellvertretenden Bürgermeister Karl Brunnhuber und Rupert Steigenberger nehmen ihre Plätze hinter den aufgestellten Namenskärtchen ein. Der Bürgermeister ergreift das Wort. Der Saal nun doch gut voll geworden. Noch mischt sich Besteckgeklapper unter die Begrüßungsworte von Bürgermeister Monn... und ein bisschen zu düster ist es ihm im Saal - sein Tipp: Machen Sie eine gute Zeche, dann kann der Wirt die ausgefallenen Glühbirnen ersetzen.

Live von der Bürgerversammlung...

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Kämmerer Benjamin Bursic und 1. Bürgermeister Rupert Monn

aus dem Gasthof zur Post in Berg. Viertel vor acht. Bürgermeister Monn ist schon eingetroffen, der Saal füllt sich langsam. Der Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Berg, Tobias Völkl wurde ebenfalls schon gesichtet, die QUH-Laptops sind installiert und... funktionieren.

Heute Bürgerversammlung

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BV, nicht in Söcking, sondern in Berg: Ausriss aus der SZ

Heute Abend um 20 Uhr findet sie statt - die Bürgerversammlung im Gasthof zur Post in Aufkirchen. Wir freuen uns auf viele Zuhörer und viele Fragen - für Daheimgebliebene, Auswärtige und Sitzengebliebene werden wir wieder live aus dem Saal bloggen.

Für Bürger, die die Anreise dank fehlender Flugzeugverbindungen nicht schaffen, bietet die QUH an, sogar für Sie in der Versammlung Ihre Frage zu stellen: einfach vor der Veranstaltung eine mail an: quh@quh-berg.de schicken. Wir fragen dann für Sie.

Samstag, 17. April 2010

Saubermachen unterm Ascheregen

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Ramadama

Während sich die vom Eyjafjallajökull ausgespuckte Aschewolke über Europa ausbreitete, wurde mehrere Tausend Meter darunter zum Frühjahrsputz aufgerufen. Ausgerüstet mit Handschuhen, Mülltüten und einem Feuerwehrauto begleiteten wir die Ramadama-Arbeiten im Ortsteil Berg, die von der FFW Berg und dem MTV Berg organisiert worden waren.

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Freuen sich über einen Autoreifen und ein Ziegenfell: Jungfeuerwehrler Markus, Jasper und Michi

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Unterwegs am Ufer: die F2-Fußballer mit Trainer Christian Brunner und Eltern Susi, Markus und Ursel. Der Schiedsrichternachwuchs bestehend aus Max, Maxi und Flo ist schon ein Stück weiter.

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Andi Hlavaty zwischen den Fronten: CSU-Mann im Tarnanzug (roter Pulli) fühlt sich von der Kuh (rechts im Bild) verfolgt


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Während Philipp, Markus, Kathrin und Danny in der Zentrale Semmeln verteilen, präsentieren Anne, Mahmoud, GR Dr. Haslbeck und Ute die Badezimmerausstattung, die sie auf dem Weg vom Feuerwehrhaus zum See eingesammelt haben: 1 Waschlappen, 1 Einwegrasierer, 1 Zahnbürste, 1 Tampon, 1 Gummischuh, 1 Nasenspray und 2 Teebeutel

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Im Bauhof: Was vom Tage übrig blieb

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Ja ja, schon gut, auch wir kündigen endlich an: Heute um 9 Uhr vor den Feuerwehren Treffpunkt zum Müll Sammeln. Handschuhe bitte mitbringen, Tüten und Wurstsemmeln werden gestellt. Bitte zuhauf kommen.

Freitag, 16. April 2010

Das Rennen um kleine Öffnungszeiten

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Es gibt ab diesem Wochenende einen weiteren Mitbewerber beim Rennen um kleine Öffnungszeiten: WdL goes Gastro. Mit dem Burgcafé (SA/SO 14:00 - 17:00 Uhr), das dieses Wochenende in der Seeburg eröffnet wird. Das Burgcafé - das allerdings schon knapp außerhalb der Gemeindegrenze liegt - belegt damit einen klaren zweiten Platz - hinter dem ungeschlagenen Sieger,

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dem Waldcafé (SO 10 - 12:00 Uhr),

aber noch vor dem

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Café Frühtau (DO - SA 10:00 - 18:00 Uhr und SO 8:00 - 18:00 Uhr).

Donnerstag, 15. April 2010

Schon wieder Höhenrain - diesmal im ZDF

Bekanntlich ist Höhenrain "in der Nähe vom Ostufer des Starnberger Sees" (ZDF) - auch bekannt als East-Side-Bronx - eines der Zentren des Bankraubes. Die Filiale in Höhenrain, die im letzten Jahrzehnt bereits zweimal überfallen wurde, dürfte zu den am meisten ausgeraubten Geldinstituten Deutschlands oder der Welt gehören. Um dieser besorgniserregenden Entwicklung Einhalt zu gebieten, wurde gestern via ZDF nach den Tätern des letzten Bankraubes gefahndet, bei dem 55.000 € erbeutet wurden.

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ZDF-Moderator Rudi Cerne ermittelt zur Prime Time in Höhenrain

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Eine Kopie der Plastiktüte, in der die Täter am 8.Mai letzten Jahres 20 kg Kleingeld fortschleppten (die QUH berichtete, einfach rechts in der QUH-SUCHE "Bankraub Höhenrain" suchen).

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Immer noch auf freiem Fuß mit dem immer noch gleichen Fahndungsfoto: die Bankräuber aus Höhenrain vom letzten Jahr. Die 2500 €, die für den entscheidenden Hinweis, der zur Überführung der Täter führt, vor einem Jahr ausgelobt worden sind, sind wie das ZDF berichtete immer noch zu haben.

Wie es auch dem sorgfältigsten Journalisten mal passiert, so geschah es auch im ZDF: Es passierte ein Fehler. Bei der aufwendig eingeblendeten Grafik des Tatortes wurde nicht die Sparkasse als Tatort markiert, sondern die auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegende ehemalige Tankstelle. Wenn es die Maxhöhe wäre, wär's ein Fall für den Anwalt.

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Neu in Höhenrain, allerdings ein Fehler des ZDF: Tankstellen zu Sparkassen

Der Film, der in Höhenrain gedreht wurde, findet sich in der ZDF-Mediathek: ( http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1019480/Nur-Kleingeld-am-Starnberger-See ). Ebenfalls in der Sendung Julia Winkler und Michael Puccini vom Gymnasium Starnberg, die geehrt wurden, weil sie einer offenbar verwirrten alten Dame das Messer entrissen und die Polizei anriefen, nachdem selbige Dame selbiges Messer einem älteren Herrn in den Leib gerammt hatte. (alle Bilder: Bildschirmfots ZDF)

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