Donnerstag, 28. August 2008

Apfelsaftzeit!

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Die Äpfel sind reif - die Apfelsaftzeit hat begonnen.

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Ralf Maier und seine Jungs

Im OGBV Aufkirchen freut man sich über die neue Obstpresse. Bis 17 Uhr wird heute, am Tag der offenen Tür, noch demonstriert, wie sie funktioniert. Allen, die das nicht mehr schaffen, erklären wir morgen, wie man in zehn Schritten zum eigenen Saft kommt. Oder in einem Schritt zum fremden...

Dienstag, 26. August 2008

Die Neophyten und der kleine Depp

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Und ewig lockt das Springkraut

Es gibt sie auch in Berg: Neophyten. Das sind Pflanzen, die nach der Entdeckung Amerikas absichtlich oder unabsichtlich nach Europa eingeführt wurden. Manche dieser Pflanzen, wie Mais oder Kartoffeln, sind Nutzpflanzen, andere sind Schädlinge, weil sie negative ökologische, gesundheitliche oder wirtschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen.

Während dem Riesenbärenklau, der Verbrennungen zweiten und dritten Grades verursachen kann, nach Auskunft von GR Gerd Jäger mit Gift zu Leibe gerückt wird, kann sich das Indische Springkraut "hektarweise" ausbreiten.

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Die Blüten des Springkrauts enthalten bis zu vierzig Mal so viel besonders süßen Nektar wie andere Pflanzen, die für Hummeln und Honigbienen daher weniger attraktiv sind und um ihre Bestäubung fürchten müssen. Allerdings beherbergt das Indische Springkraut auch mehr Blattlausfresser als die einheimischen Arten.

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Springkraut hinter Farchach

Auf einem Quadratmeter Springkrautfeld können 32.000 Samen gebildet werden, die, wenn sie reif sind, bis zu sieben Meter aus ihrer Kapsel herausgeschleudert werden. Das Bundesamt für Naturschutz jedoch hält "das Verdrängungspotential des Springkrauts" für "vielfach überschätzt". Auch Gerd Jäger ist der Meinung, das Indische Springkraut, das zumindest schön rosa blüht und nicht gesundheitsschädlich ist, sei weit weniger gefährlich als die Beifußblättrige Ambrosie, durch deren Pollen Asthma hervorgerufen werden kann.

Gerd Jäger erzählt bei dieser Gelegenheit noch die Geschichte vom Deppen im Roggenfeld. Auf einer seiner Radtouren bemerkte Jäger, dass jemand im Roggenfeld des Bauern Deuflhard ziemlich gewütet hatte. Über den "Deppen" schimpfend, erwischte ihn Jäger eines Tages in flagranti - im Feld bewegte sich etwas. Jäger pirschte sich an, um den Übeltäter zu stellen - und stellte fest, dass der Depp ein Biber war. Den Damm hat er dann doch nicht am Lüßbach gebaut.

Montag, 25. August 2008

Sommerloch und Kommunalwahl

Die SZ meldete am Wochenende auf der Titelseite, dass Willi Michl einen Kindergarten besucht hat. Das heißt: es ist wirklich nichts los. Im Landkreis nicht und nicht in der Gemeinde. Der MTV hat auch noch verloren (0:3) und wir füllen das Sommerloch mit den Energieausweisen der gemeindlichen Gebäude.
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Die sind - wie die Verwaltung festgestellt hat - eigentlich alle ganz in Ordnung. Einzige Ausnahme: Der Kindergarten in Berg verpulvert - obwohl er zu den neueren Gebäuden in der Gemeinde gehört - über Gebühr Heizkosten. Da dies allerdings nur den Kindergarten im Erdgeschoß und nicht die Wohnungen im ersten Stock betrifft, könnte dies allerdings an der Nutzung liegen. Also an den Kindern, die fröhlich in den Garten hinaus rennen. Sollen sie.
Und weil dies eine Fast Null-Meldung ist, doch noch die dazugehörige Anekdote aus dem Rathaus: Allein beim Berger Rathaus ist keine Energiebilanz auszurechnen, da man - wie schon im letzten Jahr - keine verlässlichen Zahlen über die Quadratmeterzahl des Gebäudes hat. Man weiß einfach bei der Verwaltung nicht, wie groß das Rathaus ist. (Kein Scherz, aber Gelächter im Rat).

Ansonsten ist morgen, Dienstag, ist schon wieder keine Gemeinderatssitzung, wir werden schon nach den Berichten aus dem Rat gefragt. Dafür beginnt langsam der Kommunalwahlkampf. Die großen Parteien können einigermaßen angstfrei ihre phantasiefreien Aktionen planen, denn die QUH zieht nicht in den Wahlkampf ein. Sie wird ihn aber mit strengen, objektiven Wertmaßstäben verfolgen: Das größte und inhaltsleerste Plakat ist jedenfalls bislang von der CSU, die soviel Angst vor dem Verlust der absoluten Mehrheit hat, dass sie schon im August die Straßen mit ihren Sympathieträgern vollstellt.

Donnerstag, 21. August 2008

Herr Lehmann hebt ab

So schnell kann es gehen. Die Diskussion um die Öffnung des Flugplatzes Oberpfaffenhofen für Geschäftsflieger hat sich erübrigt. Seit heute hat Berg einen eigenen Geschäftsflughafen. Er befindet sich auf dem dem MTV verpachteten Trainingsgelände von Berg. Der Eigentümer hat dem Flugbetrieb innerhalb der Ortschaft angeblich zugestimmt. Heute früh flog der Torhüter Herr Lehmann gegen 11 zum Training nach Stuttgart und kehrte gegen 20 Uhr unter entsprechendem Getöse wieder heim an den See, wo er seine Ruhe sucht.
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Jens Lehmann (in Jeans) betritt seinen Hubschrauber. (Foto: Hirte)

Ehrlich gesagt haben wir über das Ganze zwar schon des öfteren berichtet, hielten es allerdings bis heute für einen schlechten Scherz.



Einfach Bild anklicken und Ton lautstellen!
Aviator, hilf!

Wie gesagt: Auf Nachfrage bestätigte die Gemeinde, dass eine Genehmigung des Grundstückeigentümers vorliege. Der kann dies allerdings unseres Erachtens nicht genehmigen. Dem entgegen stehen die "Richtlinien für die Erteilung von Allgemeinerlaubnissen für den Einsatz von Hubschraubern"
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_10071998_BMVLR11600187046Va97.htm

Demnach dürfen Hubschrauber grundsätzlich weder in Ortschaften, noch in Naturschutzgebieten, und nicht in der Nähe von Menschenansammlungen (vgl. die zufällig anwesenden Kinder auf obigem Video) landen. Falls eine "fortgesetzte Benutzung" (ab 4 Landungen im Monat, die hat Herr Lehmann schon längst) vorliegt, ist (Paragraph 12.8) u.a. der Platz durch Absperrungen zu sichern und eine sachkundige Person für die Überwachung des Flugbetriebs zu beauftragen. Wir wünschen der Gemeindeverwaltung damit viel Erfolg.

Kreis verkehrt / Fortsetzung

Etwas in Vergessenheit geraten ist die Diskussion über den Berger Kreisverkehr, der - wir bleiben dabei - in der Bevölkerung umstritten ist, politisch aber - da bleiben die anderen dabei - kaum mehr zu verhindern ist. An seine Existenz wurde das MTV-Trainingsgelände und das "Betreute Wohnen" geknüpft. Immer wieder wird für dieses unnötige Großbauwerk ins Feld geführt, dass die Querung der Staatsstraße nun gefahrloser sei. Gerade dies aber ist - nach derzeitigem Planungsstand - zumindest fraglich.

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Um zum Trainingsgelände zu kommen, müssen Fahrradfahrer und Fußgänger (auch die Spieler der Jugendmannschaften) zukünftig 3-4 Straßen überqueren. Um Kosten zu sparen, wird die bisherige, ungenügende Querungshilfe in Gänze beibehalten. An dieser gefährlichen Stelle ändert sich gar nichts! Die Lage bleibt gefährlich und wird sogar unübersichtlicher, da Autos, die aus dem Berger Holz kommen - dank der vom Straßenverkehrsamt geforderten Sichtsperre in Mitten des Rondells - erst zu sehen sein werden, wenn sie den Kreisverkehr durchfahren haben.

Pro Kreisverkehr wird ins Feld geführt, dass die Autos nunmehr an der Gefahrstelle langsamer seien. Man könnte allerdings auch entgegnen, dass jedes Auto, dass einen Kreisverkehr verläßt, naturgemäß erst einmal genau da Gas gibt, wo zukünftig die jungen Fußballer zu Fuß oder mit dem Radl warten. Jeder Trainingsteilnehmer, der nicht mit dem Auto kommt, muß - egal aus welcher Richtung er kommt - zukünftig zum Trainingsgelände den seeseitigen Rad- und Fußweg benützen und die Straße hier überqueren. Gerade die jungen Fußballer werden diejenigen Verkehrsteilnehmer sein, deren Zahl sich durch den Bau der Sozialeinrichtungen an dieser Stelle deutlich vergrößern wird. Für sie ergibt sich an dieser Stelle kein Vorteil!

In summa: Es wurde für Autos und den Durchgangsverkehr geplant und investiert; nicht für die Menschen, die hier leben. Wenn also der Kreisverkehr wirklich nicht mehr diskussionsfähig ist und über Alternativen nicht mehr nachgedacht werden darf, dann muß zumindest seine Gestalt so abgeändert werden, dass das Hauptziel lautet: eine gefahrlose Querung der Staatsstraße, das bisher vom Planer nicht durchdacht wurde, zu ermöglichen.

Mittwoch, 20. August 2008

Ein Punkt ist ein Punkt ist ein Punkt...

Heute Derby in der englischen Woche am Lohacker - Berg gegen Starnberg II. Die routinierteren Berger gingen gegen die jungdynamischen und aufopfernd kämpfenden Starnberger schon in der 5. Minute durch ein Tor von Hansi Kleiner (nach einem geschickten Ableger von Gabriel Endres) in Führung.

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Guten Mutes in die zweite Halbzeit

Zunächst hatten die Berger das Spiel gut im Griff und in der zweiten Halbzeit sogar mehr Torchancen. Mehr Spielanteile hatten allerdings die Starnberger. In der 69. Minute kam es zum gerechten Unentschieden. Die haben halt "den Sack nicht zugemacht", kommentiert Ex-Trainer Stephan Baumgärtner, "insofern geht das Unentschieden voll in Ordnung."

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Geld her! Thomas und Adi beim Abkassieren unter den gut dreistelligen Zuschauermassen

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Nachwuchs Moritz war allerdings trotz spannendem Spiel langweilig und Hansi "Sport vor Ort" Kleiner, der Torschütze zum Führungstreffer, zeigte als menschliche Anzeigetafel gut gelaunt am Ende das Ergebnis an:
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Sonntag, 17. August 2008

Hägar, der Glückliche

Was für ein Tag - unter prächtigem weiß-blauen Himmel herrschte ein derartiger Ansturm beim Ochsenrennen in Münsing, dass die Festabzeichen ausgingen und die zu Parkplätzen umfunktionierten Hügel um die Arena nicht mehr grün, sondern von einer Blechlawine bedeckt waren.

Um 16 Uhr war bereits alles vorbei, und der Sieger stand fest: Der kleine Hägar sah gar nicht so schrecklich aus, aber er rannte wie der Blitz.

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Hägar (Nr.14, ganz oben) im alles entscheidenden Finale

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Hauptinitiator Metzger Grossmann auf Effendi. Mit Abstand der größte
Ochse im Rennen, aber leider früh ausgeschieden.
Das Bild täuscht leicht. Grossmann freut sich lediglich darüber,
überhaupt ins Ziel gekommen zu sein.

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Unbekannter Held, kurz nach dem Sturz. Glück gehabt!

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Weder Pauli noch der kernige, schwarze Boarndlkamer (insbesondere von
Frauen favorisiert) konnten punkten, trotz Transparent.
(Fotos: Hörl)

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Im Festzelt bei der Burschenvereinsfeier mussten wir zweimal hinschauen: Wir dachten schon, es hätte sich ein QUH-Ortsverband Münsing gegründet!
(Foto: Höck)

Leider müssen wir nun wieder vier Jahre warten bis zum nächsten Münsinger Ochsenrennen.

Eben erreicht uns die Nachricht, dass es Hägar mitlerweile zu Weltruhm gebracht ha - die englische Tageszeitung The Guardian berichtet: http://www.guardian.co.uk/world/gallery/2008/aug/18/2?picture=336707041

Freitag, 15. August 2008

Tosender Applaus

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Symbolische Eröffnung

Nun kann es tosen, was das Zeug hält, in der Toskammer. Die umfangreichen Baumaßnahmen im Etztal sind beendet. Bauer März wird nun hoffentlich nicht mehr überschwemmt werden (wie neulich bei einem sogenannten "Starkregenereignis" geschehen). Familie M., die Besitzer des oberen Teils, ist voll des Lobs ob der zügigen Bauarbeiten, fürchtet jedoch, dass sich Radfahrer verführen lassen könnten, sich über die frisch betonierte Rampe in den Abgrund zu stürzen.

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Vorher - nachher

Die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands sei zugesagt worden, meint Herr M. ein wenig wehmütig. Doch es wächst sicher bald ein.
Die feierliche Eröffnung mit Durchschneiden des Bandes holen wir an dieser Stelle symbolisch nach, samt Brotzeit, Bier und Blasmusik...

Mittwoch, 13. August 2008

Münsinger Ochserer

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Wilder Ritt

Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Alle Vorbereitungen laufen. Dirndl und Lederhose passen noch. Zum Training am Freitag erschienen bereits rund hundert Schaulustige. Am Sonntag, den 17. August, ist es dann soweit: Das Münsinger Ochsenrennen findet wieder statt.

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Black Bull, das Angusrind, mit Jockey Andrea und Besitzer Georg

Am Donnerstag wird der erste Ochse schon am Spieß gegart, da findet der Bieranstich statt. Bis zum Rennsonntag wird durchgefeiert. Wer sich noch nicht entscheiden kann, ob er auf Barni, Black Bull, Blitz, Boandlkramer, Bodo, Bruno, Donner, Drago, Eberhard, Effendi, Fonse, Franzi, Gonzo, Hägar, Jacki, Lorenzo, Luigi, Luki, Martl, Ötzi, Poldi, Rantanplan, Schweini oder Walter setzen soll, kann sich Ochsen, Jockeys und Besitzer schon vorab im Internet anschauen: http://www.ochsenrennen.de/

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Eine DVD zum Ochsenrennen gibt es übrigens beim Münsinger Metzger Großmann zu kaufen!
(Fotos: Höck)

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