Montag, 27. Mai 2013

Themenabend Frida Kahlo

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Der Kulturverein lädt für heute, 20 Uhr, zum Themenabend mit Film und Diskussion über Frida Kahlo ins Fides-Gebäude, Oberlandstr. 26.
Das Foto der der schönen Malerin machte ihr Vater im Jahr 1929.

Sonntag, 26. Mai 2013

Nachwuchs

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Außer dem Wetter stimmte alles: Beim Pfingstcamp des MTV Berg verbrachten vier Betreuer mit 30 Kindern drei Tage im Zeichen des Fußballs. Das Wetter war jedoch nur am ersten Tag schön - am dritten Tag mussten sie wegen der Kälte sogar in die Halle nach Biberkor ausweichen.

Während der drei Tage übten die jungen Fußballer Tricks, Zweikämpfe und Spielzüge - begleitet von DVD Vorführungen. An einem Nachmittag stand Koordination auf dem Programm, das Training wurde durchgeführt von engagierten und ausgebildeten Eltern teilnehmender Kicker.
Aufgelockert wurde das Training durch ein Kickerturnier, Messungen des eigenen Tempos beim Laufen und der Schussgeschwindigkeit. Am Abschlusstag wurde ein kleines Turnier gespielt.

Gesponsort wurde das Camp vom Edeka Aufkirchen (täglich frisches Obst) und
der Fa Xenofit aus Wolfratshausen. Für das leibliche Wohl sorgte zur Zufriedenheit aller der Vereinswirt Stefan Albrecht.

2.Etappe

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Henkelpott!

1. Etappe

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Klassenerhalt!

Freitag, 24. Mai 2013

Finale - aber wo?

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FCB oder BVB heißt es morgen - doch wo schauen?

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Gelassen sieht Stefan Albrecht dem Championsleague-Finale in Wembley entgegen. Das Spiel läuft natürlich auf beiden Monitoren im a'dabei am Lohacker. Das Lokal hat ganz normal geöffnet und es gibt die ganz normale Speisekarte. Reservieren kann man nicht - also rechtzeitig kommen!

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Auch der Gasthof Die Post in Aufkirchen zeigt das Spiel. Die Lounge ist allerdings schon bis auf den letzten Platz ausgebucht. Early birds können noch einen Platz im Saal ergattern, dort wird auf einer Leinwand übertragen - es werden allerdings auch keine Reservierungen angenommen.

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Genauso im Gasthaus Alter Wirt in Höhenrain - dort wird ebenfalls öffentlich im Saal übertragen, aber auch hier kann man nicht reservieren.

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Das Müller's auf der Lüften überträgt ebenfalls auf dem Flachbildschirm im Nebenraum. Und auch hier rechtzeitig kommen - keine Reservierungen.

Auch im Seehotel Leoni gibt es das Finale zu sehen - je nach Andrang entweder im Club 44 oder im Tagungsraum.

Für alle, die vorab noch gerne ein Kontrastprogramm hätten und NICHT beim Auswärtsspiel des MTV zusehen wollen:

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Quelle: Mattes/Wikipedia

Der Kulturverein Berg bietet für morgen, 13:30 Uhr, eine Führung durch die Jan Brueghel d.Ä.-Ausstellung in der Alten Pinkaothek an. Anmeldungen unter 08151-5266, Treffpunkt ist im Foyer am Haupteingang.

Donnerstag, 23. Mai 2013

150 Jahre Sozialdemokratie / 200 Jahre und 1 Tag Richard Wagner

Einen Tag nach dem 200. Geburtstag des zeitweiligen Wahl-Kempfenhausers Richard Wagner wurde die SPD als Ganzes 150 Jahre alt. Immerhin 121 Jahre lang gibt es schon einen Starnberger Ortsverein. Ein stummes, genau 100 Jahre altes Zeugnis dieser Geschichte hängt heute etwas verloren - so wie die Partei derzeit in den Umfragen - in einem Schaukasten der Alten Schule in Aufkirchen.

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Vor den Nazis gerettete Fahne des SPD-Vorläufers "Arb. Radf. Bund Solidarität Höhenrain"

Die Fahne wird auch Teil einer Ausstellung in Starnberg sein, zu der die SPD uns folgendes mitteilt: "Es ist uns gelungen, die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung "150 Jahre Deutsche Sozialdemokratie" nach Starnberg zu holen. Von 4.7. bis 10.7. wird sie in der Schlossberghalle in Starnberg zu sehen sein. Im Rahmen dieser Festwoche haben wir ein umfangreiches Programm zum 150igsten organisiert:
4.7. Donnerstag 19:00 Festakt zum Jubiläum mit Ausstellungseröffnung
Festredner: Franz Maget; Musik: Peißenberger Knappschaftskapelle
7.7. 11:00 Matinee im Kino Breitwand: "...wenn du was verändern willst........." eine Dokumentation über 150 Jahre SPD.
9.7. Dienstag 9:00 Lebendiger Geschichtsunterricht für die Schulen im Landkreis, Schlossberghalle
10.7. Mittwoch 20:00 "Die letzten Tage der Menschkeit" von Karl Kraus
eine szenische Lesung samt Musik mit Roland Astor und Claus Obalski
"

Die QUH, die zwar nur auf 7 Jahre Parteigeschichte zurück- dafür auf bessere Wahlergebnisse blicken kann, berichtete über die schöne Fahne zuerst vor gut 2 Jahren: http://quh.twoday.net/stories/angriff-des-arb-hoehenrain/

Informationen über die Pellet-Villa, den Wohnort Richard Wagners in Kempfenhausen, wo es der Komponist "schön und einsam" fand, gibt es auf dem Kulturspaziergang der Gemeinde Berg (Infotafel: http://www.gemeinde-berg.de/export/download.php?id=2090‎ ) oder auch etwas auf einer der von der QUH ausgegrabenen, historischen Aufnahmen der Gemeinde: http://quh.twoday.net/stories/armut-und-dramen-in-kempfenhausen/

Begeistert minus STA de

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Jede Woche - schon ab 7:00 Uhr - frühstücken sie gemeinsam im Gasthof Die Post in Aufkirchen und tauschen sich aus. Beim Businessfrühstück, an dem u.a. die Berger Rechtsanwältin Barbara Bosshard-Melzer (die uns um den Hinweis im Blog bat) oder der Berger Malermeister Marcus Negraszus regelmäßig teilnehmen, kann sich jeder Unternehmer genau 120 Sekunden lang präsentieren. Auf diese Weise werden neue Kontakte geknüpft oder Empfehlungen weitergegeben.
Der Unternehmerkreis Bayern e.V. ist ein Netzwerk von Unternehmern hauptsächlich aus dem Großraum Starnberg, die sich nicht nur gegenseitig Hilfestellung leisten wollen, sondern die sich auch finanziell für gute Zwecke engagieren. So unterstützen sie seit längerem z.B. die Fünfseenschule in Starnberg durch ein Lerntraining.

Unter dem Motto "Begeistert!" lädt der Unternehmerkreis Bayern e.V. für heute, 18:30 Uhr, ins Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg zum "Motivations- und Wohltätigkeitsabend".

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Auf dem Programm stehen der Vortrag "Strategie Ironman" von Slatco Sterzenbach (16-facher Ironman-Finalist) und ein Motivationsvortrag des Autors und Motivationstrainers Marc A. Pletzer.

Tickets an der Abendkasse erhalten Sie für 29 €, der Reinerlös geht an das Sonderpädagogische Förderzentrum Fünfseenschule Starnberg.

Nähere Information zum Unternehmerkreis Bayern e.V. finden Sie unter www.unternehmerkreis-bayern.de

Mittwoch, 22. Mai 2013

Umgezogen

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Kaum fällt es auf: Zwischen den gelb leuchtenden Rapsfeldern - und noch ohne Windräder im Hintergrund - liegt das neue Betriebsgelände der Fa. Reiser Systemtechnik in Mörlbach.

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Seit dieser Woche haben alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz wieder auf Gemeindegebiet - die Ausweichräume in Wolfratshausen werden nun nicht mehr gebraucht. Die Internetversorgung funktioniert via Richtfunk, im Juni wird das neue Gelände öffentlich eingeweiht. Mit den Nachbarn gibt es übrigens keinen Zwist mehr, man einigte sich im Vorfeld vorbildlich.

Dienstag, 21. Mai 2013

Leistung? Prüfung!

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Geprüft

Die gemischte Gruppe der Freiwilligen Feuerwehren Berg und Kempfenhausen bestand am 17. Mai die Leistungsprüfung der Technischen Hilfeleistung.
Gestellt wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person – ein Szenario, dass sich keiner wünscht, aber immer wieder passiert. Um auf solche Einsätze gut vorbereitet zu sein, übt die Feuerwehr regelmäßig. Am vergangenen Freitag legte eine Gruppe der Feuerwehren Berg und Kempfenhausen die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung ab. Die Feuerwehrmänner und -frauen mussten verschiedene Aufgaben lösen, Geräte einsetzen und in einer Einsatzübung die Menschenrettung aus einem Unfallfahrzeug zeigen - alles unter Prüfungsbedingungen und Zeitdruck.
Die Leistungsprüfung besteht aus sechs Schwierigkeitsstufen, bei denen noch zusätzlich Wissen abgefragt wird - ein Feuerwehrmann bestand die höchste Stufe.

Teilnehmer: Sebastian März, Thomas Schade, Timothy Lindner, Markus Zerndl, Laura Wastian-Haslbeck, Herbert Söllner, Cornelius Knappe, Tobias Völkl, Christian Ebert, Tobias Schuster, Frederik Höbart, Markus Söllner, Klaus Braack, Anton Lidl. Schiedsrichter: Markus März, Richard Fink, Jürgen Schmid

Weitere Informationen zur Feuerwehr Berg unter www.ff-berg.de

Montag, 20. Mai 2013

Schee gschpuit ...

... haben die Jungs von Stefan Fäth im vorletzten Spiel der Saison vergangenen Samstag am Lohacker. Die Stimmung war prächtig:

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Die Ultras von vorn:

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8:1 ging's aus gegen Oberhausen, die einem am Ende fast leid taten. Halbzeitstand 2:1.

Auch alte Fußballer-Weisheiten bestätigten sich an diesem Nachmittag:
A) Der Gefoulte sollte den Strafstoß nie selbst schießen oder
B) Der Gefoulte trifft immer
In diesem Fall Max Ruml:

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Nun kommt es am Samstag zum finalen Showdown um den Abstieg in der Bezirkslige Süd gegen den FC Phoenix München.
Ein Unentschieden reicht unserer Mannschaft, um den Klassenerhalt zu sichern.
Anstoß an der Sportanlage Langkofelstr. 3 in 81671 München ist um 15:00 Uhr.

Kommet zuhauf! FORZA MTV!!!

Run Run Run

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Run Run Run

In dieser Woche findet wieder die alljährliche Lauf- und Walkingfreizeit bei WdL in Allmannshausen statt. Über 100 Läufer oder Walker aus ganz Deutschland kommen nach Berg, um zu trainieren.

WDL lädt im Rahmen dessen zu zwei besonderen Veranstaltungen ein:

Zum einen am heutigen Dienstag, 21.05. 2013, um 20.00 Uhr im Schloss Unterallmannshausen (Eintritt frei)
zum laufspezifischen Fachvortrag von Kurt Stenzel (Physiotherapeut, Lauftrainer, 12facher Deutscher Meister 10.000 m 28:13; Halbmarathon 1:01:02; Marathon 2:13:25; 12. Platz im Marathon bei der Leichtathletik-WM 1993 in Stuttgart)

und zusätzlich zu Charlie Binders Laufladen morgen, am Mittwoch, 22.05.2013 zwischen 10.00 Uhr – 17.00 Uhr, ebenfalls im Schloss Unterallmannshausen. Es gibt es Laufutensilien zum Sonderpreis. Auch hier ist der Eintritt frei, nur die Schuhe kosten etwas!

Sonntag, 19. Mai 2013

Fünfzig Tage, ein Prozent

Vienna_Karlskirche_frescos4b Es gibt Fragen, die das Leben stellt. Fragen, die die QUH stellt. Und Fragen, die man sich selbst stellt. Genau dies tat Johannes Habdank, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Berg. Er nahm die Schlagzeilen der vergangenen Wochen zum Anlass, sich in Form eines fiktiven Interviews Gedanken über Finanzielles und die Zahlungsmoral seiner Schäflein zu machen. Er hat das Selbstgespräch der QUH zur Verfügung gestellt, das wir ungekürzt veröffentlichen.

Das liebe Kirchgeld, oder: Steuerhinterziehung in der Kirche
Viele Kirchenmitglieder bei uns zahlen Kirchensteuer, aber nicht ihr Kirchgeld. In Bayern beträgt der Kirchensteuersatz nur 8 %, überall sonst in Deutschland 9 % von der Lohn- und Einkommensteuer. In Bayern steht das 9. Prozent den Kirchengemeinden direkt zu. Sie wollen es als „Kirchgeld“ einmal im Jahr haben, bekommen es aber oft nicht.


X: Herr Habdank, derzeit steht verstärkt das Thema Steuermoral und –ehrlichkeit in den Schlagzeilen – Steuerhinterziehung! Was sagen Sie dazu?
Habdank: Steuerhinterziehung gibt es wahrscheinlich, seitdem es Steuern gibt. Das Thema wird gerade jetzt wieder sehr hoch gehandelt, auch wegen der Wahlkämpfe. Natürlich ist Steuerhinterziehung ein Straftatbestand. Öffentlich an den Pranger gestellt werden mit Vorliebe irgendwelche gesellschaftlich relevanten Spitzenverdiener oder sogenannte Besserverdienende aus medienträchtigen Zusammenhängen – Journalisten und prominente Medienvertreter selbst allerdings sind nie im Visier … .
X: Die Geringverdienenden spielen für Sie keine Rolle?
Habdank: Aus kirchlicher Sicht spielen die Geringverdienenden als Finanzquelle natürlich keine Rolle, weil sie praktisch nichts zahlen müssen. Im Gegenteil: Wir in Berg unterstützen aus Kirchensteuer- und Spendenmitteln jedes Jahr eine ganze Reihe bedürftiger Menschen in Berg, etwa Familien zu Weihnachten, damit auch deren Kinder Geschenke bekommen können, und das unabhängig von Konfession und Religionszugehörigkeit.
X: Und wo ist Ihr Problem mit den Normal- und Besserverdienern?
pfarrer-habdankHabdank: Also ich habe kein persönliches Problem mit ihnen. Zu den relativ Gutsituierten gehöre ich ja selber auch und zahle meine Kirchensteuern. Und das Kirchgeld, Höchstsatz 110,- € . Aber ein dienstliches Thema als Pfarrer dieser Kirchengemeinde habe ich mit allen, die ihr Kirchgeld einfach nicht zahlen. Das ist glatte Steuerhinterziehung!
X: Ein hartes Wort! Was tun Sie dagegen?
Habdank: Ich kann im Grunde nur appellieren, dass alle kirchensteuerpflichtigen Gemeindemitglieder ihr 9. Prozent, das sie überall anders in Deutschland automatisch abgezogen bekämen, gesetzes- und pflichtgemäß an unsere Gemeinde überweisen, nach Selbsteinschätzung auf Vertrauensbasis. Und das sind gestaffelt 5 bis 110,- € einmal im Jahr. Gerade gut und besser Verdienende wären in anderen Bundesländern mit weit mehr dabei!
X: Beispiel?
Habdank: Nehmen wir an, jemand hat 50 Tausend € Einkommensteuerlast, dann zahlt er 4.000,- € Kirchensteuern (8%), in anderen Bundesländern 500,- € mehr. Bei unserer Kirchgeldregelung zahlt er aber für das 9. Prozent nur maximal 110,- € Kirchgeld. Ich vermute, das machen sich die Leute gar nicht so recht bewusst! Etwa die Hälfte der kirchensteuerpflichtigen Kirchenmitglieder zahlen diesen vergleichsweise geringen Betrag nicht, der aber für uns sehr wichtig wäre! Nochmal: Das ist Steuerhinterziehung!
X: Wie ahnden Sie das? Sie könnten mahnen oder gegebenenfalls das Kirchgeld vor Gericht einklagen!
Habdank: Es ist, wie es ist: Die Austrittsschwelle ist sehr niedrig bei vielen. Gerade die, die sehr gut verdienen, zahlen ja auch schon mit 8 % Kirchensteuern sehr viel. Wovon unsere Gemeinde aber praktisch nichts sieht. Und: wir wissen vor Ort gar nicht, wer tatsächlich in welcher Höhe kirchensteuerpflichtig ist. Das läuft alles über die Landeskirche respektive das Kirchensteueramt.
X: Sie wissen das nicht?
pfarrer3Habdank: Nein. Ist ja vielleicht auch manchmal besser so in Berg. Dann kann ich jeden gleichbehandeln, ohne Ansehen seines Kontos. Fakt ist: Die Kirchensteuer wird zentral vereinnahmt und über einen bestimmten Schlüssel von der Landeskirche an die Gemeinden verteilt. Das ist ein gigantisches Umverteilungssystem. Es werden finanziell und sozial schwächere Gemeinden in Bayern von unseren Gemeindemitgliedern mitfinanziert. Das mag ja gut sein, aber: Wir sind eben eine kleine, feine Gemeinde hier in Berg, und haben praktisch nichts davon.
X: Wie meinen Sie das?
Habdank: Fein, was die Kirchensteuersumme betrifft, die von unseren Gemeindemitgliedern insgesamt in uns ungekannter Höhe an die Landeskirche abgeführt wird. Klein, was die Zuweisung der Mittel aus dieser gesamtbayerischen Summe betrifft, weil wir nur ca. 1330 Gemeindemitglieder zählen. Es handelt sich um wertvolle ca. 33.000,- €. Unser Haushalt hat ca. 100.000,- Gesamtvolumen. Bisher gehen jährlich nur 15.000,- € an Kirchgeld ein. Den Rest müssen wir durch freiwillige Spenden erwirtschaften, also über 50.000,- €.
X: Etwa 1330 Gemeindemitglieder, haben Sie gesagt. Da sind ja auch Kinder und sozial Schwache dabei. Wie viele Evangelische in Berg müssen denn Kirchgeld zahlen?
Habdank: Wir schicken jedes Jahr ca. 1100 Kirchgeldbriefe raus. Ein Teil der Angeschriebenen fällt nach Selbsteinschätzung unter die Grenze des Grundfreibetrags und muss kein Kirchgeld zahlen.
X: Wie viele zahlen denn dann Kirchgeld?
Habdank: Im Mittel der letzten Jahre haben jährlich 300 Personen Kirchgeld überwiesen. Das ist zwar schon sehr viel, aber wahrscheinlich noch nicht einmal die Hälfte derer, die zahlen müssten. Mehr als die Hälfte hinterzieht den fälligen Betrag einfach durch Nichtzahlen. Und das schmerzt, denn es geht ja nicht um irgendeine anonyme Geschichte, wofür man das Geld geben soll, sondern es geht um das, was hier vor Ort gebraucht und sinnvoll verwendet wird, für ein vielfältiges und ansprechendes Programm und Gemeindeleben! Und dann gibt´s dafür auch noch eine Spendenbescheinigung mit Original-Unterschrift des Pfarrers! Herz, was willst Du mehr …
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X: Nochmal: Was tun Sie dagegen?
Habdank: Streng genommen müsste man rechtlich dagegen vorgehen. Aber das tun wir nicht, weil das Problem ist: aus der Kirche kannst du austreten, anders als beim Staat, außer du wanderst aus oder nutzt eine sogenannte Steueroase. Wir sind, was die Kirchenmitgliedschaft und die mit ihr verbundenen Pflichten betrifft, faktisch im Freiwilligkeitsstatus, mit allen Vor- und Nachteilen. Alles Gerede über zu große Staatsnähe der Kirche beim Thema Kirchensteuer und Kirchgeld ist billige antikirchliche Polemik.
X: Was Sie tun!?
Habdank: Was ich tue? Ich kann Ihnen nur danken für die Veröffentlichung dieses Interviews und hoffen, es lesen viele Kirchgeldhinterzieher, um künftig freudig zu zahlen! Kirchgeld ist ein Bestandteil der Kirchensteuer – in Bayern vergleichsweise günstig – und bleibt direkt hier bei uns und stärkt unsere Gemeinde, jeder Euro! Hab Dank!

(Fotos: Iradj Teymurian)

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