Samstag, 14. Januar 2012

Streng limitiert

Manchmal erscheint, aus der Ferne betrachtet, das Eigene ja etwas merkwürdig. Was - so könnte man sich fragen - könnte von außen, sagen wir von Aachen aus gesehen, das Wichtigste sein, das Berg „zu bieten“ hat? König Ludwig? Oskar Maria Graf? Die Wallfahrtskirche von Aufkirchen? Der Blick auf See und Alpen? - Aufschluss über diese Fragen konnten wir diese Woche von einer kleinen Werbebroschüre erhalten, die „An Haushalte mit Tagespost“ verteilt wurde.

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Schloss Berg, eines der Wahrzeichen von Berg, "streng limitiert" in Bleiglas

Für schlappe 119 € plus Versandgebühr wurde dort für eine „Sonderausgabe des traditionellen Bleiglas-Fensterbildes für die Einwohner von Berg a. Starnberger See“ geworben. Uns, die wir bisher von der Tradition des Berger Bleiglas-Fensterbildes noch nichts wussten, blickte uns da - von Weinreben (Weinreben in Berg?) umkränzt - das Schloss Berg an.

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Wir zitieren weiter aus der Broschüre einer Aachener Firma: „Auf jeden Fall wurde dieses neue traditionelle“ ... (ja was nun: neu oder traditionell?) ... „Bleiglas-Fensterbild speziell für Sie entworfen. “ - ... (oh!) ... „Mit 'Schloss Berg' im Vordergund natürlich“ ... (natürlich!) ... „ergänzt um die Johanneskirche“ ... (ja, St. Johannes Baptist, stimmt) ... „Das Rathaus“ ... (hihi, das Berger Rathaus, ein 70iger Zweckbau, als Sehenswürdigkeit?) ... „und“ ... (jetzt kommts!) ... „Die Kirche“ (hääää?????? Wo soll die denn sein?).

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Wahrzeichen v.l.n.r: Johanneskirche, Rathaus (??), die Kirche (???)

Über „die Kirche“ von Berg, rechts im Bild, müssen selbst Ureinwohner länger rätseln. Jedenfalls ist es sicher nicht die Wallfahrtskirche von Aufkirchen. Auch nicht die denkmalgeschützte Kapelle von Assenhausen ...

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... erst recht nicht die Anna-Kapelle oder die Kirche von Allmannshausen ....

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... und schon gar nicht die berühmte Barockkapelle von Mörlbach:

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Von der Höhenrainer Pfarrkirche ganz zu schweigen. Vielleicht Farchach? ...
Nein, es handelt sich um St. Peter und Paul in Harkirchen - immerhin eine der ältesten bayerischen Kirchen. Doch so genau wollte man in Aachen nicht ins Detail gehen ...

Freitag, 13. Januar 2012

Bürgerbrunch

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Sechs Höhenrainer Vereine - die Kolpingsfamilie, die Feuerwehr, die Enzianschützen, der Trachtenverein d´Lüßbachtaler, der FSV und die Eisstockschützen EC Höhenrain - laden Neu- und Alt-Höhenrainer sowie "alle, die sich für unser reiches Dorf- und Vereinsleben interessieren" am Sonntag, den 15. Januar, zum Bürgerbrunch ab 10:00 Uhr ins Pfarrheim Höhenrain. Die Veranstalter versprechen einen "gemütlichen Frühstücksbrunch und Ratsch".

Mittwoch, 11. Januar 2012

Ordnungsgemäß entsorgt

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Über siebzig Tannenbäume sammelte die Jugendfeuerwehr Berg bei der vierten Christbaumabholaktion am vergangenen Wochenende ein. Die Bäume wurden weder an Elefanten verfüttert noch als Laichhilfe für Hechte im See platziert (s.u.), sondern ordnungsgemäß in der Grüngutsammelstelle in Hadorf entsorgt. Die Spenden kommen der Jugendarbeit der Feuerwehr zugute.

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Natürlich möchten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, an dieser Stelle auf den lustigen Vorfall mit den Weihnachtsbäumen aus dem Jahr 2008 zu verweisen: "Der schöne Laich" http://quh.twoday.net/stories/4938408/

Die Locke auf der Glatze

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass an Werktag in jeder Zeitung und an JEDEM Tag, sogar Sonntags, in diesem Blog etwas Neues steht? ... Obwohl doch manchmal - so wie in unserem Ort, der keinen eigenen Bundespräsidenten hat - schier gar nichts los ist?

Wenn trotzdem die Zeitung voll und eine Geschichte da ist, nennen das Journalisten "eine Locke auf der Glatze drehen" ... und genau das tun die "Bösen Buben" exakt in diesem Moment hier.

Denn nie würden wir hier im Blog über eine solche Revolvergeschichte schreiben, die sich gestern an der Raststätte Höhenrain zugetragen hat, wo eine Polizeikontrolle gegen Mitternacht einen zur Fahndung ausgeschriebenen 31-jährigen Mann festgenommen hat (er hatte eine Geldstrafe nicht bezahlt). Bei der Kontrolle stellten die Beamten darüber hinaus fest, dass nicht nur der Mann, sondern auch sein Fahrzeug zur Fahndung ausgeschreiben war (weil kein Versicherungssschutz bestand).

Trotzdem freuen sich die "Bösen Buben", dass in der "Verbrechenshochburg" Höhenrain (die ja in der Bankraubstatistik bundesweit ganz vorne steht) nächtens noch kontrolliert wird.

Um diese lausige Geschichte zu bebildern, sind wir dann noch auf die wirklich rührige Internetseite http://www.autobahnatlas-online.de/Bildergalerie/A95MuenchenGarmisch1.htm gestoßen, auf der mit 41 Bildern von P. Hochrein, alle Schilder an der A95 (und allen anderen deutschen Autobahnen!) dokumentiert sind.

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Voila, eine Locke!

Dienstag, 10. Januar 2012

Das Kunstwerk des Monats Januar

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Steinskulpturen von Karlheinz Hoffmann

Auch in diesem Jahr wird die Reihe "Kunstwerk des Monats" fortgesetzt. Es handelt sich dabei um ein gemeinschaftliches Projekt der evangelischen Kirchengemeinde Berg und dem Kulturverein Berg, gefördert von der Gemeinde Berg und kuratiert von Katja Sebald.
Jeden zweiten Mittwoch eines Monats wird im Katharina-von-Bora-Haus um 19:30 unter dem Motto "Manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen" ein ausgewähltes Werk präsentiert, oft begleitet von einem Text und jeweils mit einer kurzen Einführung von Katja Sebald - sowie Brot und Wein.

Das erste "Kunstwerk des Monats" in diesem Jahr stammt von einem Künstler, der letztes Jahr gestorben ist: Karlheinz Hoffmann aus Wieling. Für sein Lebenswerk sollte der 86-jährige persönlich den Kulturpreis des Landkreises erhalten, doch dazu kam es nicht mehr. Seine Frau Anne Hoffmann wird einen Auszug aus den Arbeitstagebüchern ihres Mannes lesen.

Montag, 9. Januar 2012

Ausblick

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Der heutige graue Montag ist für viele wieder der erste richtige Arbeits- bzw. Schultag nach den Weihnachtsferien. Aber es gibt mehrere Lichtstreifen am Horizont. Hier ein Ausblick auf die größeren Feste, die bis zum Sommer anstehen:

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Den Anfang machen die Berger Burschen am 28. Januar mit der Wintergaudi.
Der Kreuzmöslberg wird wieder bunt beleuchtet, und während ab 16 Uhr gerodelt wird, sorgt die Burschenschaft für Stimmung, Getränke und "a Jaus'n". Falls es an Schnee mangelt, wird die Wintergaudi bis zu drei Wochen - jeweils im Wochentakt - verschoben.

Monaco-Bagage

Dann geht es gleich weiter mit den Vorbereitungen zur Maifeier: Am 17. März wird der Baum in den Ort gespielt und die Wachhütte besetzt. Im April findet die Versteigerung des alten Maibaums statt.
Am 29. April geht es schon ins Festzelt: Um 20 Uhr (Einlass 17 Uhr) gibt es Musik-Kabarett mit der Monaco Bagage und Josef Brustmann (VVK: 17 €, Abendkasse: 20 €).
Am 1. Mai - der in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt - geht es um 13 Uhr mit dem Maitanz am Oskar-Maria-Graf-Platz los. Der anschließende Festzug führt ins Zelt, wo ab 14 Uhr die Bachhauser Blaskapelle und ab 18 Uhr die Cagey Strings spielen.

Am 4. Mai feiert die Fußballabteilung des MTV Berg ihr 50-jähriges Jubiläum. Wir sind gespannt, was uns im Marstall erwartet.


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Eine ganze Festwoche haben die Höhenrainer "Jubiläumsvereine" angekündigt: Zum 112-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr, zum 30-jährigen Bestehen des Trachtenvereins D'Lüßbachtaler Höhenrain e.V. und zum 16-jährigen Bestehen des Burschenvereins wird ordentlich gefeiert. Am Freitag, den 13. Juli, geht es los mit dem Bieranstich, am 14. Juli gibt es "Rock im Fuiz" mit Generation X, am Festsonntag erwarten Sie eine Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge, ein Trachtenmarkt u.v.a.m., am 18. Juli spielen Seer (VVK: 26 €, Abendkasse: 31 €), am Donnerstag, den 19. Juli, gibt es einen Politischen Abend mit Blasmusik, am Freitag, den 20.7. einen "Bierzelt-Abend" mit den "Schwindligen 15", gefolgt von einem "Boarischen-Omd" und dem abschließenden Burschenfest am Sonntag.

Sauber, sagen wir und gehen diesen grauen Montag etwas freudiger an.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Raus mit dem Baum

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Die Freiwilige Feuerwehr Berg bietet auch dieses Jahr wieder ihren Christbaumservice an. Wenn Sie sich anmelden, wird Ihr Baum gegen eine kleine Spende bei Ihnen zu Hause abgeholt.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Die 1. (freiwillige) Gemeinderatssitzung im neuen Jahr

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Normalerweise nur immer alle 2 Wochen am Dienstag fand am heutigen Mittwoch ausnahmsweise eine Gemeinderatssitzung statt, die nur einen Tagesordnungspunkt hatte: Dritte Abwägung der mit unverminderter Intensität aus den Nachbargemeinden eingegangenen Anregungen und Bedenken gegen den Flächennutzungsplan zwecks Standortfestlegung für Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben.

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Gleichzeitig erhielten viele Berger Gemeinderäte eine Mail von Maria Reitinger, Grundstücksbesitzerin in Neufahrn Süd und 2. Bürgermeisterin von Schäftlarn, mit einem Konvolut von Schreiben, Presseartikeln und Stellungnahmen von Denkmalpflegern und Naturschützern, warum Windkraft als erneuerbare Energiequelle in Oberbayern und damit insbesondere auch in den Wadlhauser Gräben nun gar nicht geht. Alle vorgebrachten Bedenken von Frau Reitinger decken sich inhaltlich mit den 70 auch heute noch einmal behandelten Einwänden von Privatpersonen und mit den 17 Hinweisen und Einwänden von Behörden und Verbänden. Interessant ist aber das Fazit ihres Briefes:

"Sollten die WKA an den genannten Standorten nicht abgewendet werden können, so hoffen und wünschen wir als letzte Konsequenz, dass Herr Genz als Auslöser dieser unsäglichen Berger Windkraftplanung auf Kosten der Nachbarn, seine Chance nützt und sein Windrad in nächster Nähe von Dörfern der Gemeinde Berg baut."

Das macht er übrigens bereits seit langem in einem Abstand von weniger als 100 Metern. Noch einmal für Frau Reitinger persönlich: Ihr sehnlicher Wunsch wird sich mit Rechtskraft des neuen Flächennutzungsplans leider nicht erfüllen lassen.

Aber nun zum eigentlichen Sitzungsverlauf:
Wegen Einwänden, die wohl erst in letzter Minute aufgenommen und beantwortet wurden, verspätete sich Bürgermeister Monn um ungewöhliche 6 Minuten, sodass die Sitzung erst um 19.37 Uhr beginnen konnte. Anwesend waren 16 Gemeinderäte und der BM, sodass die Beschlussfähigkeit gesichert war. Erstaunlich wenig Gäste aus den Nachbargemeinden waren diesmal anwesend, es gab keine Zwischenrufe, sodass die Sitzung sehr gesittet von statten ging. Langer Rede kurzer Sinn: Es waren insgesamt 87 mehr oder minder altbekannte Einwände auf 83 engbeschriebenen DIN A4 Seiten zu behandeln, die zu 116 Einzelabstimmungen geführt haben. Der jeweilige Vorschlag der Verwaltung wurde 116mal einstimmig vom Rat mit jeweils 17 Stimmen angenommen. Der Weg ist nun frei für die 4. verkürzte Auslegung und die am 31.1.2012 vorgesehene Absegnung des Flächennutzungsplans durch den Gemeinderat. Puh... wird scho wern. Ende der Sitzung 22.21 Uhr.

Die erste Sitzung des Gemeinderates

Mit den neuen Jahren ist das ja so eine Sache: Allzu gerne würde man bei Null anfangen, aber das funktioniert genauso wenig, wie man seine guten Vorsätze länger als eine Woche realisiert.

Nicht mal eine Woche dauert es, bis sich der Gemeinderat wieder mit dem "Teilflächennutzungsplan Windkraft" (unser Unwort des Jahres, vgl. den Jahresrückblick) befassen muss. Fast 150 Eingaben gab es bei der dritten Auslegung (zumeist gegen) das Berger Projekt. Heute Abend werden sie in einer Sondersitzung des Gemeinderates behandelt. Es ist zu erwarten, dass der Rat wie beim letzten Mal bei der Abwägung der Einwände ohne große Diskussion einstimmig den Vorschlägen der auf Hochtouren arbeitenden Verwaltung folgen wird.

Eigentlich hätte der Plan dann auch langsam verabschiedet werden sollen; leider ist aber - weil das Landratsamt erst jetzt einige Karten veröffentlicht hat, in denen die kleinere Konzentrationsfläche vor Neufahrn verzeichnet ist - noch eine vierte Auslegung nötig, bei der wieder Einwendungen gemacht werden können.

Montag, 2. Januar 2012

Die unfreiwillige Neujahrsansprache

Dazu sagen wir jetzt mal nichts: Die Starnberger Jugendorganisation einer großen deutschen Volkspartei (die JUSOs) hatte im letzten Jahr 185 Jugendliche im Landkreis bei einer Umfrage gefragt: "Welchen Politiker schätzt du persönlich am meisten?". Der "Starnberger Merkur" berichtete in seiner Ausgabe zum Jahreswechsel nun über das Ergebnis: "Genannt wurden Angela Merkel, Peer Steinbrück, Barack Obama, Karl-Theodor zu Guttenberg, Helmut Schmidt Frank-Walter Steinmeier - und Elke Link."

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Irgendwo zwischen Barack Obama und Angela Merkel: Elke Link

Und es kommt noch besser: "Die Berger Gemeinderätin", berichtet die Zeitung, "war die einzige Kommunalpolitikerin, die in diesem Zusammenhang genannt wurde (lesen Sie dazu das Interview)." Da waren wir sprachlos. Elke aber wurde zum Interview gebeten, das der stellvertrenden Redaktionsleiter Michael Stürzer dann im Stil des von der Jugend gerne genutzten sozialen Netzwerks Twitter führte, was die Antworten erschwerte, weil nur 140 Zeichen pro "Tweet" erlaubt sind:

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Ausriss aus dem "Starnberger Merkur" vom 31.12.2011 / 1.1.2012

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