Der heutige graue Montag ist für viele wieder der erste richtige Arbeits- bzw. Schultag nach den Weihnachtsferien. Aber es gibt mehrere Lichtstreifen am Horizont. Hier ein Ausblick auf die größeren Feste, die bis zum Sommer anstehen:
Den Anfang machen die Berger Burschen am 28. Januar mit der Wintergaudi.
Der Kreuzmöslberg wird wieder bunt beleuchtet, und während ab 16 Uhr gerodelt wird, sorgt die Burschenschaft für Stimmung, Getränke und "a Jaus'n". Falls es an Schnee mangelt, wird die Wintergaudi bis zu drei Wochen - jeweils im Wochentakt - verschoben.
Dann geht es gleich weiter mit den Vorbereitungen zur Maifeier: Am 17. März wird der Baum in den Ort gespielt und die Wachhütte besetzt. Im April findet die Versteigerung des alten Maibaums statt.
Am 29. April geht es schon ins Festzelt: Um 20 Uhr (Einlass 17 Uhr) gibt es Musik-Kabarett mit der Monaco Bagage und Josef Brustmann (VVK: 17 €, Abendkasse: 20 €).
Am 1. Mai - der in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt - geht es um 13 Uhr mit dem Maitanz am Oskar-Maria-Graf-Platz los. Der anschließende Festzug führt ins Zelt, wo ab 14 Uhr die Bachhauser Blaskapelle und ab 18 Uhr die Cagey Strings spielen.
Am 4. Mai feiert die Fußballabteilung des MTV Berg ihr 50-jähriges Jubiläum. Wir sind gespannt, was uns im Marstall erwartet.
Eine ganze Festwoche haben die Höhenrainer "Jubiläumsvereine" angekündigt: Zum 112-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr, zum 30-jährigen Bestehen des Trachtenvereins D'Lüßbachtaler Höhenrain e.V. und zum 16-jährigen Bestehen des Burschenvereins wird ordentlich gefeiert. Am Freitag, den 13. Juli, geht es los mit dem Bieranstich, am 14. Juli gibt es "Rock im Fuiz" mit Generation X, am Festsonntag erwarten Sie eine Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge, ein Trachtenmarkt u.v.a.m., am 18. Juli spielen Seer (VVK: 26 €, Abendkasse: 31 €), am Donnerstag, den 19. Juli, gibt es einen Politischen Abend mit Blasmusik, am Freitag, den 20.7. einen "Bierzelt-Abend" mit den "Schwindligen 15", gefolgt von einem "Boarischen-Omd" und dem abschließenden Burschenfest am Sonntag.
Sauber, sagen wir und gehen diesen grauen Montag etwas freudiger an.
Die Freiwilige Feuerwehr Berg bietet auch dieses Jahr wieder ihren Christbaumservice an. Wenn Sie sich anmelden, wird Ihr Baum gegen eine kleine Spende bei Ihnen zu Hause abgeholt.
Normalerweise nur immer alle 2 Wochen am Dienstag fand am heutigen Mittwoch ausnahmsweise eine Gemeinderatssitzung statt, die nur einen Tagesordnungspunkt hatte: Dritte Abwägung der mit unverminderter Intensität aus den Nachbargemeinden eingegangenen Anregungen und Bedenken gegen den Flächennutzungsplan zwecks Standortfestlegung für Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben.
Gleichzeitig erhielten viele Berger Gemeinderäte eine Mail von Maria Reitinger, Grundstücksbesitzerin in Neufahrn Süd und 2. Bürgermeisterin von Schäftlarn, mit einem Konvolut von Schreiben, Presseartikeln und Stellungnahmen von Denkmalpflegern und Naturschützern, warum Windkraft als erneuerbare Energiequelle in Oberbayern und damit insbesondere auch in den Wadlhauser Gräben nun gar nicht geht. Alle vorgebrachten Bedenken von Frau Reitinger decken sich inhaltlich mit den 70 auch heute noch einmal behandelten Einwänden von Privatpersonen und mit den 17 Hinweisen und Einwänden von Behörden und Verbänden. Interessant ist aber das Fazit ihres Briefes:
"Sollten die WKA an den genannten Standorten nicht abgewendet werden können, so hoffen und wünschen wir als letzte Konsequenz, dass Herr Genz als Auslöser dieser unsäglichen Berger Windkraftplanung auf Kosten der Nachbarn, seine Chance nützt und sein Windrad in nächster Nähe von Dörfern der Gemeinde Berg baut."
Das macht er übrigens bereits seit langem in einem Abstand von weniger als 100 Metern. Noch einmal für Frau Reitinger persönlich: Ihr sehnlicher Wunsch wird sich mit Rechtskraft des neuen Flächennutzungsplans leider nicht erfüllen lassen.
Aber nun zum eigentlichen Sitzungsverlauf:
Wegen Einwänden, die wohl erst in letzter Minute aufgenommen und beantwortet wurden, verspätete sich Bürgermeister Monn um ungewöhliche 6 Minuten, sodass die Sitzung erst um 19.37 Uhr beginnen konnte. Anwesend waren 16 Gemeinderäte und der BM, sodass die Beschlussfähigkeit gesichert war. Erstaunlich wenig Gäste aus den Nachbargemeinden waren diesmal anwesend, es gab keine Zwischenrufe, sodass die Sitzung sehr gesittet von statten ging. Langer Rede kurzer Sinn: Es waren insgesamt 87 mehr oder minder altbekannte Einwände auf 83 engbeschriebenen DIN A4 Seiten zu behandeln, die zu 116 Einzelabstimmungen geführt haben. Der jeweilige Vorschlag der Verwaltung wurde 116mal einstimmig vom Rat mit jeweils 17 Stimmen angenommen. Der Weg ist nun frei für die 4. verkürzte Auslegung und die am 31.1.2012 vorgesehene Absegnung des Flächennutzungsplans durch den Gemeinderat. Puh... wird scho wern. Ende der Sitzung 22.21 Uhr.
Mit den neuen Jahren ist das ja so eine Sache: Allzu gerne würde man bei Null anfangen, aber das funktioniert genauso wenig, wie man seine guten Vorsätze länger als eine Woche realisiert.
Nicht mal eine Woche dauert es, bis sich der Gemeinderat wieder mit dem "Teilflächennutzungsplan Windkraft" (unser Unwort des Jahres, vgl. den Jahresrückblick) befassen muss. Fast 150 Eingaben gab es bei der dritten Auslegung (zumeist gegen) das Berger Projekt. Heute Abend werden sie in einer Sondersitzung des Gemeinderates behandelt. Es ist zu erwarten, dass der Rat wie beim letzten Mal bei der Abwägung der Einwände ohne große Diskussion einstimmig den Vorschlägen der auf Hochtouren arbeitenden Verwaltung folgen wird.
Eigentlich hätte der Plan dann auch langsam verabschiedet werden sollen; leider ist aber - weil das Landratsamt erst jetzt einige Karten veröffentlicht hat, in denen die kleinere Konzentrationsfläche vor Neufahrn verzeichnet ist - noch eine vierte Auslegung nötig, bei der wieder Einwendungen gemacht werden können.
Dazu sagen wir jetzt mal nichts: Die Starnberger Jugendorganisation einer großen deutschen Volkspartei (die JUSOs) hatte im letzten Jahr 185 Jugendliche im Landkreis bei einer Umfrage gefragt: "Welchen Politiker schätzt du persönlich am meisten?". Der "Starnberger Merkur" berichtete in seiner Ausgabe zum Jahreswechsel nun über das Ergebnis: "Genannt wurden Angela Merkel, Peer Steinbrück, Barack Obama, Karl-Theodor zu Guttenberg, Helmut Schmidt Frank-Walter Steinmeier - und Elke Link."
Irgendwo zwischen Barack Obama und Angela Merkel: Elke Link
Und es kommt noch besser: "Die Berger Gemeinderätin", berichtet die Zeitung, "war die einzige Kommunalpolitikerin, die in diesem Zusammenhang genannt wurde (lesen Sie dazu das Interview)." Da waren wir sprachlos. Elke aber wurde zum Interview gebeten, das der stellvertrenden Redaktionsleiter Michael Stürzer dann im Stil des von der Jugend gerne genutzten sozialen Netzwerks Twitter führte, was die Antworten erschwerte, weil nur 140 Zeichen pro "Tweet" erlaubt sind:
Ausriss aus dem "Starnberger Merkur" vom 31.12.2011 / 1.1.2012
Das neue Jahr gab uns Gelegenheit, zu tun, was wir noch nie getan haben: Es gibt nämlich zumindest einen Verein, über den wir hier in den 2069 Tagen, die es den QUH-Blog gibt, nie berichtet haben: den Soldaten- und Reservistenverein Aufkirchen-Farchach. Das wird sich in dieser Minute ändern! Der Traditionsverein ist mit dem Gründungsjahr 1869 noch dazu der älteste Verein der Gemeinde.
12 Böllerschüsse á 60 Gramm zum Jahresanfang
Denn Neujahr waren wir dabei bei der abendlichen rituellen Begrüßung des neuen Zwölfer-Jahres durch zwölf genehmigte Böllerschüsse (à 60 Gramm). Alle fünf Jahre wird die Kanone durch das Münchner Beschussamt (was es nicht alles gibt) genehmigt, für das Schießen selbst (und auch die Gesamtmenge: insgesamt 15 kg Pulver in fünf Jahren) erteilt das Landratsamt bzw. die Gemeinde die Genehmigung. Jedes Schießen muss eigens gemeldet werden. Nach dem Neujahrsgottesdienst hatte der ehrenamtliche Böllerschütze seine Kanone auf dem Friedhof aufgebaut und knallte die bösen Geister aus dem Dorf.
......
Der QUH gelangen sensationelle Filmaufnahmen, mit Hilfe derer jeder jederzeit mitböllern kann (anklicken und Ton am Computer laut aufdrehen):
Am Anfang dieses Jahres wußte kein Mensch, wo ein Wadlhauser Graben sein soll, die CSU fand Atomenergie noch toll, die Gemeinde wollte nicht ins Energiegeschäft einsteigen, die lokale CSU hatte einen Vorsitzenden, für den sie sich schämte und die QUH saß fast mehr vor Gericht, als im Gemeinderat. Wohlan: Das Beste aus den über 400 täglichen Artikeln und Bildern, die 2011 hier im Blog veröffentlicht wurden (bei Nostalgiegefühlen die farbigen Links anklicken):
Im Januar erreichte Berg - kennt ihn noch jemand? - der Dioxinskandal. In ganz Deutschland gab es vergiftete Eier ... nicht aber in unserer kleinen Gemeinde im Süden der Republik. Dies fand jedenfalls Elke Link bei ihrer Interviewserie mit Berger Geflügelbauern heraus.
Sonderfall im Dioxin-Januar: glückliches Huhn an zufriedenem Landwirt (Wild)
Im Februar beschließt der Gemeinderat, die marode alte Schule in Aufkirchen zu sanieren . Noch in diesem Jahr! GR Ammer träumt von Proberäumen für Heavy Metal Bands ... natürlich umsonst.
Einstürzende Wahrzeichen: die immer noch nicht sanierte Alte Schule
Ansonsten findet der F-Monat vor den Gerichten statt: Mit dem Seufzer "Gegen Scherze kann man nicht klagen" freut sich Andi Hlavaty, dass die Klage des Berger Windkraftpioniers gegen ihn abgewiesen wurde. 3 Tage später findet schon die 3. Verhandlung in Sachen Genz gegen Ammer statt, in der es um eine geforderte Summe von "mindestens 30.000€ Schadensersatz" für einen kleinen QUH-Artikel ging. Hr. Genz fühlt sich mittlerweile - lt. seinem Anwalt - "terrorisiert". Freude hingegen beim Prozessgegner MTV: das Gericht entscheidet, der Verein darf eine alte Spende von Dipl.Ing. Dr. h.c. Genz behalten.
Währenddessen Unerhörtes im Gemeinderat: die QUH ist die einzige Partei, die gegen den Wegfall der "Geschwisterermäßigung" in den Kindergärten und damit gegen eine im Extremfall 80%ige Gebührenerhöhung stimmt. Der Bürgermeister nennt das "Schaufensterabstimmung". Zum ersten Mal fällt in der gleichen denkwürdigen Februar-Sitzung auch das Unwort des Jahres: "Teilflächennutzungsplan". Erster Auftritt des Kreisbaumeisters Dr. Kühnel mit dem Satz: "Entweder wir planen, oder jemand anders plant für uns", er meinte die Windenergie. Die lokale CSU fordert zu diesem Zeitpunkt noch das Ende von roten Motorrollern. Der schönste öffentliche Auftritt des Monats der QUH ist bei der Oscarverleihung.
Philips Selbstentblößung am roten Teppich in Hollywood
März Der Erfolgsautor Jan Weiler entwirft einen Wahlkampfslogan für die QUH: "Für eine bessere Welt in Berg" oder "Ab und zu: QUH". Die QUH liefert stattdessen lieber DAS gesellschaftliche Ereignis des Jahres ab: Die erste Berger Kurzfilmnacht mit 2 Bayerischen Filmpreisträgern, einer Welturaufführung, bekannten Schauspielstars (Jürgen Tonkel) und den Lieblingen des Abends, der Video AG aus Kempfenhausen fand im mehr als ausverkauften Marstall statt.
Mehr Besucher als Stühle: der Marstall bei der QUH-Kurzfilm-Nacht
Der 14. März ist in zweifacher Hinsicht ein historisches Datum für die CSU. Genau an diesem Tag, kurz nach Fukushima, sieht die CSU ein, dass es ein Fehler war auf die Kernkraft zu setzen. Sie schwenkt auf die Linie ein, die die QUH von Anbeginn an vertrat.
Japanische Tageszeitung vom 13.3.2011
Am Abend die zweite wundersame Wendung: Die Berger CSU sieht ein, dass es ein Fehler war, Rechtsanwalt Veauthier an ihre Spitze zu wählen. Ohne als Besserwisser dazustehen: Auch dies hatte die QUH von Anbeginn an behauptet. Der Gemeinde und dem Land wäre viel erspart geblieben ohne diese beiden historischen Irrtümer. Einen Tag nach Seehofer bekennt sich dann auch der Berger Bürgermeister zum Atomausstieg. Auch der rote Roller in Percha ist verschwunden. - Die QUH feiert auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung das 100. Mitglied:
Frohgemut und kampfbereit "auf der Lüften" über 100 glückliche QÜHE
Im April wird Berg zu dem, was es bis heute ist: eine Großbaustelle mit aus den Nichts auftauchenden Baugruben.
Baubeginn 5.4. 8 Uhr / Benachrichtigung der Anwohner 5.4. 10 Uhr / Baufertigstellung bis heute ungewiss
Auf der Gemeindeversammlung würdigt der Bürgermeister stolz die Schuldenfreiheit der Gemeinde. In einer etwas überlangen Rede wird am Rande auch das Thema Windenergie erwähnt. Kurzer Applaus. Den Bürger interessieren eher die Mückenplage am See und die Pferdeäpfel auf der Staße. Kann man heute noch nachlesen, weil die QUH live berichtet. Herr Genz, der ewige Visionär, träumt währenddessen von einer Eliteuni in Berg. Der ehemalige Elite-Student Ammer steht - entgegen anderslautenden Aussagen des Visionärs - noch immer noch vor Gericht. Die Lichtblicke: Die ersten Mieter ziehen ins "Wohnzentrum Etztal" ein. Die Bachhausener - Proud Boys of Creektown - errichten einen wunderschönen Maibaum.
Wirklich 34 Meter? Der (später etwas geschrumpfte) Stolz von Bachhausen
Also war es Mai. Die QUH hat mit anderen Fraktionen den Antrag gestellt, die Möglichkeit einer eigenen gemeindlichen Energieversorgung zu prüfen. Der Antrag wird angenommen. ... Etwas konkretes ist allerdings bis heute nicht passiert. Anders am Löfflerhof: dort wird das Projekt einer eigenen gemeindlichen Eierversorgung in Angriff genommen.
!7. Mai - Auftritt der "Wadlhauser Gräben". Die QUH berichtet es zuerst: In dieser bis dahin völlig unbekannten Waldgegend werden voraussichtlich die ersten großen Windräder des Landkreises entstehen. - Schon 2 Tage später veranstaltet die QUH den ersten Informationsabend zum Thema. Hier bei der QUH ...
Draußen der Sonnenuntergang, drinnen die Energiewende
... verrät der Bürgermeister zum ersten Mal, dass Vorverträge schon in Arbeit seien und dass "Zwei bis drei, höchstens vier Windräder" auf dem Areal möglich wären. Da konnte man noch dazulernen. Hat auch der MTV getan, der im letzten Saisonspiel den Abstieg aus der Bezirksliga noch verhinderte. Der QUH-Blog verzeichnet inzwischen zum ersten Mal über 10.000 Leser pro Monat. Das setzte dem Kreisel die Krone auf.
Ab 30.5. ein König: der Berger Kreisel
Juni-Monat, Kini-Monat! Zuerst aber der größte städteplanerische Unsinn des Jahres: Die seit Jahren gut geplante Ortsdurchfahrt von Berg wird nicht kommen Unser Dorf wird nicht schöner werden, lautete unsere Schlagzeile, angesichts der sterbenden Utopien für die Ortsdurchfahrt von Berg ... GR Grundmann spricht von einer "Autobahn" durchs Dorf da wußten wir noch gar nicht, dass es später im Jahr noch viel schlimmer werden sollte.
Die zukünftige QUH-Kandidatin im Praxistest
Trotzdem feiert Berg den 125. Todestag eines Königs samt Blechschaden und Humptata. Die republikanische QUH erinnert auch an sein Opfer, den Reformpsychater Dr. Gudden.
"Lust etwas im Wasser zu plantschen?": Der Paranoiker fragt sein Opfer, den berühmte Arzt Dr. Gudden (sogar die Schatten sind an der Idylle falsch)
... und da war die erste Hälfte des Jahre gerade erst mal vorbei. Lesen sie gleich im 2. Teil des Jahresrückblicks: Was aus den Berger Königen wurde, wie die Prozesse gegen den QUH-Vorsitzenden ausgingen, wie heilig Berger Männer werden können, wieso die schönste Veranstaltung des Jahres auf dem Skater-Platz stattfand und woher in den Wadlhauser Gräben der Wind weht!
Und plötzlich war es Mitte des Jahres! Als hätte in Berg nie etwas anderes als die Schönheit gewohnt, begann im Juli das 2. Halbjahr 2011 wunderschön: Oben auf der Wiese bei der Aufkirchner Wallfahrtskirche wurde die Primiz des Bergers David Mehlich gefeiert ... und siehe, alles ward gut, (obwohl David das Weihwasser vergessen hatte).
Heiliges Bayern!
Auch der Prozess Genz ./. Ammer wurde beendet. Eine Fußnote zum abschließenden Freispruch für den QUH-Vorsitzenden gab es noch: Der Anwalt der QUH musste bei Dipl.Ing Dr. h.c. Genz androhen, die Erstattung der Prozesskosten zwangsvollstrecken zu lassen. Damit war das sinnlose Verfahren, das sich über 1 1/2 Jahre hingezogen hatte, erfolgreich überstanden. Genützt hat es nur den Anwälten (vor allem einem).
Auf dem Skaterplatz (den es ohne die QUH nicht gäbe) fand währenddessen der vielleicht schönste Event des Jahres statt: Der 1. Berger Skate-Contest war ein übergroßer Erfolg.
Wo sie nur herkommen? Jugendliche mit Brettern und ganz eigenen Trachten?
Auch am anderen Ende der Bevölkerungspyramide tat sich nur Gutes: Mit einer gewagten Nashornkrawatte eröffnete Pfarrer Habdank das Wohnzentrum Etztal mit 26 "betreuten" Wohneinheiten.
Vorher: Pavillon mit Seeblick / nachher: Streukasten und Wildwuchs
Auch mit der Energiewende ging es erst einmal munter voran: Im August beschloss der Gemeinderat, dass Windräder in Berg über 200 m hoch sein dürften. Noch immer regte sich kaum ein Widerstand. Höchstens gegen die Krone auf dem Kreisel. ... Die QUH zog noch allein durch die Wadlhauser Gräben.
Wo gehts zur WKA? Rechts in den Wald und dann 200 m in die Höhe
Im Rathaus übernahmen vertretungsweise die stellvertretenden Bürgermeister Brunnhuber (SPD) und Steigenberger (BG) die Geschäfte. Die zukünftige Bürgermeister-Kandidatin Elke Link (QUH) interviewt beide und fragt beide, ob Sie nicht auch kandidieren würden. Beide verneinen lachend.
Am Kreisel scheitert die Erstüberquerung mit Kleinbus. Auf der Maxhöhe verschwindet plötzlich und in aller Stille ein Turm. Die QUH weiß es zuerst:.
"Abgetragen, nicht abgerissen" und im Garten abgestellt: Mörserturmdach
Der September gehört dann endgültig dem Thema der zweiten Jahreshälfte, der Windkraft. GR Elke Grundmann besichtigt als erste eine 200m große WKA. Ihr Resümee: "Wir hören nichts ... weniger unangenehm als angenommen ... Sie sind nicht schön. ... Sind Kohle- und Atomkraftwerke schöner?" In der Folge wird der QUH-Blog zum maßgeblichen Diskussionsplattform über dieses wichtige Thema. Die Klickzahlen schießen durch die Decke.
Hinter uns die Windkraft: 2 QÜHe vor WKA
Ansonsten wird viel gereist: Phalsbourger nach Berg, Oskar Maria Graf zum Monte Verità, QÜHe nach Nepal, wo das Menschheitsproblem "Kreiselgestaltung" lebendig gelöst wird.
Kuh im Kreisverkehr in Kathmandu
Oktober, Monat der Winde. Um eine klare Linie in der mittlerweile aus dem Ruder laufenden Windkraftdiskussion zu vertreten (das Rathaus ist nicht gerade offensiv mit seiner Informationspolitik), veröffentlicht die QUH nach eingehender parteiinterner Diskussion FÜR WINDKRAFT. EINE ART MANIFEST.
Der Bürgermeister spricht in Sachen Windenergie inzwischen im Pluralis majestatis. In einer denkwürdigen Gemeinderatssitzung verkündete er, nachdem er zuvor die QUH von einer Pressekonferenz ausgeschlossen hatte: "Wir haben uns auf vier Windräder geeinigt" . Bis heute ist unklar, wer sich da geeinigt hat. Der Gemeinderat hört es mit Verwunderung ... stimmt aber trotzdem zu.
Ein "Angriff" auf Neufahrn? Die vier WKA-Standorte
Geradlinigkeit fehlt auch in der Gestaltung der Ortsdurchfahrt von Berg. Nach 2 1/2 Jahren gerät die Planung zum Schildbürgerstreich.
Das Ende eines Radwegs und der Beginn der Gefahrenzone: Ab hier müssen Radfahrer in Richtung Starnberg fortan die Straße queren und bis zum Kreisverkehr die rechte Straßenseite benutzen (und dann wieder zurück auf den Radweg).
In die überregionalen Nachrichten schaffen es im Oktober zwei Gemeindebürger: der Unterberger Dr. Peter Gauweiler verpasst einen Sitz im CSU-Vorstand. Die Ober-QUH Dr. Andreas Ammer erhält den "Deutschen Fernsehpreis":
"Besondere Leistung Information" - Höchste Fernseh-Auszeichnung für Andreas Ammer und Denis Scheck
QUH-Vize Harald Kalinke eröffnet im überfüllten "Frühtau" die Sitzung
Die Partei legt gemeinsam und demokratisch ihre Haltung zur Windkraft fest und nominiert "überraschenderweise" einstimmig Elke Link als QUH-Kandidatin für die kommende Bürgermeisterwahl:
Viel zu spät kommt es endlich auch für Nicht-QÜHe zu einer Informationsveranstaltung über die Windkraft in Berg. Es fallen die üblichen "Nicht ob, sondern wo"-Sätze der üblichen Personen ... die QUH berichtet natürlich live.
Leider keine Komödie: Die Windkraft auf der Dorfbühne
Im November führt die weiterhin zurückhaltende Informationspolitik (es werden keine Zahlen veröffentlicht) dazu, dass sich die Bürger selbst ans Rechnen machen. Der QUH-Blog liefert das wichtige Forum für die offene Bürger-Diskussion; ganze Datensätze werden hier veröffentlicht, während die offiziellen Stellen weiter schweigen.
Das berüchtigte "Privatgutachten" des QUH-Blog-Lesers "aviator"
Den überregionalen Berger Auftritt schafft diesmal Elke Link als QUH-Bürgermeisterkandidatin. Die Frauenzeitschrift "freundin DONNA" greift ihre Geschichte auf:
Dreispaltig und auf Hochglanz: Elke Link und die Erfolgsgeschichte der QUH
Und noch ein Erfolg: Vom Löfflerhof, wo mittels Genussscheinen ein Demeter-Hühnerstall gebaut wurde (vgl. den Jahresbeginn), schallt frohes Gegacker und der Ruf herüber: "D' Henna san kemma!".
Michael Friedinger mit artgerechter Hühnerhaltung
Im Gemeinderat werden schließlich in einer Mammutsitzung die Einwendungen gegen die Windkraftanlagen behandelt. In 73 Abstimmungen wird ohne Gegenstimme, ohne Diskussion und ohne SPD der Teilflächennutzungsplan Windkraft beschlossen ...
... und so sieht er aus.
Noch'n Plan gefällig? - Wenn die plötzlich sich öffnenden Baugruben durch Berg gewandert sind, wird die neue - einstmals so schön mit Glückshormonen bedachte - Ortsdurchfahrt von Berg so aussehen:
Vom einstigen Traum blieben am Ende des Jahres: 9 Bäume, 6 Parkplätze, 7 m Straßenbreite, 2 absurde Fahrradstreifen.
Aber wir wollen versöhnlich enden. Mit einem herzlichen Dankeschön-Video der Skater, das uns fast zu einer kleinen Träne rührte, begann am 1. Dezember der legendäre QUH-Adventskalender 2011:
Und damit bedankt sich die QUH bei den 125.000 Lesern dieses Jahres, bei allen Unterstützern, Freunden und politischen Mitbewerbern (die es uns so einfach machen, gut auszusehen). Allen einen guten Rutsch!
Plötzlich ging alles ganz schnell. Seit gestern ist das Zentrum unserer Gemeinde, das "Gasthaus zur Post", wegen Renovierung geschlossen. Nur eine wenig auskunftsfreudige Tafel an der Tür informiert über die großen Änderungen, die ins Haus stehen:
Hinter dieser bescheidenen Tafel steht eine groß angelegte Renovierungsaktion, die Post-Chef Andi Gröber seit längerem geplant hat. Vor über einem Jahr ließ er sich vom Gemeinderat diesen Umbau genehmigen:
Noch im Oktober hatte Post-Wirt Gröber dem QUH-Blog verraten: "die Megaumbaupläne liegen auf Eis" (hier). Inzwischen hat Andi offensichtlich seine Pläne geändert. Auch im Umbauprojekt, das vor allem die Betriebsabläufe vereinfachen soll, hat es einige Modifizierungen gegeben: So müssen zwar für den Bau des Wintergartens zwei Bäume weichen. Allerdings soll der alte Gastraum wohl nicht ganz verschwinden.
Hat viel gesehen und muß jetzt verschwinden: Das Stube in der Post
Ein erneuter Verkauf der Post steht im Moment wohl glücklicherweise eher nicht an. Die Umbauarbeiten, im Zuge derer auch neue Pensionszimmer entstehen sollen, werden sich mindestens bis Ende März hinziehen. Geblieben ist in all dem Durcheinander allerdings die "Seele der Post":
Hans allein im Haus
Unser Lieblings-Schankkellner Hans wird den Umbau überwachen und - wie wir erfreut feststellen konnten - gibt es zur Not auch noch am alten Stammtisch hin und wieder ein freundschaftliches Bier.
"Austrinken" ... die letzten Trinker gestern am Stammtisch
Der Bericht über die Gemeinderatssitzung, in der der Post-Umbau genehmigt wurde, findet sich hier.
Die Achtzigerjahre in Berg: Was A&P für den Punk waren, stellten Bypass für den Funk dar. Die Band gründete sich am Landschulheim Kempfenhausen auf einer Chorfahrt - den ersten Auftritt hatten sie 1984 in der Schulturnhalle. Es folgten Demotapes, Studioaufnahmen, Gigs im Münchner Rigan und im Wirtshaus zum Schlachthof, gar eine Bravo-Fotolovestory und eine Auststrahlung auf Tele 5. Von 1989 bis 2006 herrschte dann Funkstille.
Nun gibt es ein Revival der Schülerband mit den beiden Bergern Michael Radermacher und Andreas Kißlinger sowie Felix Konrad, Henrik Kersten, Sebastian Schimmelpfennig, Patricia Dhlamini und Birgit Nawrata ("Current Location: Wien, Köln, Attenhausen, Berg") heißt es auf der Facebookseite).
Am Silvesterabend spielen sie - gemeinsam mit der Ickinger Band Mr. Hip - im Vereinsheim in Dorfen zum "Funky New Year 2012".
Bypass featuring Mr.Hip - Silvesterbuffet - DJ - Exildrummer, 31.12.2011 ab 20:00, Vereinsheim Icking/Dorfen, Attenhauser Str.1
Anmeldung an bypassbackstage (at) gmail.com oder auf der Facebook-Seite. Dort gibt es auch Ausschnitte von Proben und Auftritten zu sehen.
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