Samstag, 31. Dezember 2011

In weiter Ferne, das Jahr

Am Anfang dieses Jahres wußte kein Mensch, wo ein Wadlhauser Graben sein soll, die CSU fand Atomenergie noch toll, die Gemeinde wollte nicht ins Energiegeschäft einsteigen, die lokale CSU hatte einen Vorsitzenden, für den sie sich schämte und die QUH saß fast mehr vor Gericht, als im Gemeinderat. Wohlan: Das Beste aus den über 400 täglichen Artikeln und Bildern, die 2011 hier im Blog veröffentlicht wurden (bei Nostalgiegefühlen die farbigen Links anklicken):

Im Januar erreichte Berg - kennt ihn noch jemand? - der Dioxinskandal. In ganz Deutschland gab es vergiftete Eier ... nicht aber in unserer kleinen Gemeinde im Süden der Republik. Dies fand jedenfalls Elke Link bei ihrer Interviewserie mit Berger Geflügelbauern heraus.

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Sonderfall im Dioxin-Januar: glückliches Huhn an zufriedenem Landwirt (Wild)

Im Februar beschließt der Gemeinderat, die marode alte Schule in Aufkirchen zu sanieren . Noch in diesem Jahr! GR Ammer träumt von Proberäumen für Heavy Metal Bands ... natürlich umsonst.

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Einstürzende Wahrzeichen: die immer noch nicht sanierte Alte Schule

Ansonsten findet der F-Monat vor den Gerichten statt: Mit dem Seufzer "Gegen Scherze kann man nicht klagen" freut sich Andi Hlavaty, dass die Klage des Berger Windkraftpioniers gegen ihn abgewiesen wurde. 3 Tage später findet schon die 3. Verhandlung in Sachen Genz gegen Ammer statt, in der es um eine geforderte Summe von "mindestens 30.000€ Schadensersatz" für einen kleinen QUH-Artikel ging. Hr. Genz fühlt sich mittlerweile - lt. seinem Anwalt - "terrorisiert". Freude hingegen beim Prozessgegner MTV: das Gericht entscheidet, der Verein darf eine alte Spende von Dipl.Ing. Dr. h.c. Genz behalten.

Währenddessen Unerhörtes im Gemeinderat: die QUH ist die einzige Partei, die gegen den Wegfall der "Geschwisterermäßigung" in den Kindergärten und damit gegen eine im Extremfall 80%ige Gebührenerhöhung stimmt. Der Bürgermeister nennt das "Schaufensterabstimmung". Zum ersten Mal fällt in der gleichen denkwürdigen Februar-Sitzung auch das Unwort des Jahres: "Teilflächennutzungsplan". Erster Auftritt des Kreisbaumeisters Dr. Kühnel mit dem Satz: "Entweder wir planen, oder jemand anders plant für uns", er meinte die Windenergie. Die lokale CSU fordert zu diesem Zeitpunkt noch das Ende von roten Motorrollern. Der schönste öffentliche Auftritt des Monats der QUH ist bei der Oscarverleihung.

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Philips Selbstentblößung am roten Teppich in Hollywood

März Der Erfolgsautor Jan Weiler entwirft einen Wahlkampfslogan für die QUH: "Für eine bessere Welt in Berg" oder "Ab und zu: QUH". Die QUH liefert stattdessen lieber DAS gesellschaftliche Ereignis des Jahres ab: Die erste Berger Kurzfilmnacht mit 2 Bayerischen Filmpreisträgern, einer Welturaufführung, bekannten Schauspielstars (Jürgen Tonkel) und den Lieblingen des Abends, der Video AG aus Kempfenhausen fand im mehr als ausverkauften Marstall statt.

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Mehr Besucher als Stühle: der Marstall bei der QUH-Kurzfilm-Nacht

Der 14. März ist in zweifacher Hinsicht ein historisches Datum für die CSU. Genau an diesem Tag, kurz nach Fukushima, sieht die CSU ein, dass es ein Fehler war auf die Kernkraft zu setzen. Sie schwenkt auf die Linie ein, die die QUH von Anbeginn an vertrat.

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Japanische Tageszeitung vom 13.3.2011

Am Abend die zweite wundersame Wendung: Die Berger CSU sieht ein, dass es ein Fehler war, Rechtsanwalt Veauthier an ihre Spitze zu wählen. Ohne als Besserwisser dazustehen: Auch dies hatte die QUH von Anbeginn an behauptet. Der Gemeinde und dem Land wäre viel erspart geblieben ohne diese beiden historischen Irrtümer. Einen Tag nach Seehofer bekennt sich dann auch der Berger Bürgermeister zum Atomausstieg. Auch der rote Roller in Percha ist verschwunden. - Die QUH feiert auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung das 100. Mitglied:

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Frohgemut und kampfbereit "auf der Lüften" über 100 glückliche QÜHE

Der Gemeinderat beschließt - gegen die Stimmen der QUH - auf dem Kreisverkehr eine Königskrone zu errichten.

Im April wird Berg zu dem, was es bis heute ist: eine Großbaustelle mit aus den Nichts auftauchenden Baugruben.

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Baubeginn 5.4. 8 Uhr / Benachrichtigung der Anwohner 5.4. 10 Uhr / Baufertigstellung bis heute ungewiss

Auf der Gemeindeversammlung würdigt der Bürgermeister stolz die Schuldenfreiheit der Gemeinde. In einer etwas überlangen Rede wird am Rande auch das Thema Windenergie erwähnt. Kurzer Applaus. Den Bürger interessieren eher die Mückenplage am See und die Pferdeäpfel auf der Staße. Kann man heute noch nachlesen, weil die QUH live berichtet. Herr Genz, der ewige Visionär, träumt währenddessen von einer Eliteuni in Berg. Der ehemalige Elite-Student Ammer steht - entgegen anderslautenden Aussagen des Visionärs - noch immer noch vor Gericht. Die Lichtblicke: Die ersten Mieter ziehen ins "Wohnzentrum Etztal" ein. Die Bachhausener - Proud Boys of Creektown - errichten einen wunderschönen Maibaum.

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Wirklich 34 Meter? Der (später etwas geschrumpfte) Stolz von Bachhausen

Also war es Mai. Die QUH hat mit anderen Fraktionen den Antrag gestellt, die Möglichkeit einer eigenen gemeindlichen Energieversorgung zu prüfen. Der Antrag wird angenommen. ... Etwas konkretes ist allerdings bis heute nicht passiert. Anders am Löfflerhof: dort wird das Projekt einer eigenen gemeindlichen Eierversorgung in Angriff genommen.

!7. Mai - Auftritt der "Wadlhauser Gräben". Die QUH berichtet es zuerst: In dieser bis dahin völlig unbekannten Waldgegend werden voraussichtlich die ersten großen Windräder des Landkreises entstehen. - Schon 2 Tage später veranstaltet die QUH den ersten Informationsabend zum Thema. Hier bei der QUH ...

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Draußen der Sonnenuntergang, drinnen die Energiewende

... verrät der Bürgermeister zum ersten Mal, dass Vorverträge schon in Arbeit seien und dass "Zwei bis drei, höchstens vier Windräder" auf dem Areal möglich wären. Da konnte man noch dazulernen. Hat auch der MTV getan, der im letzten Saisonspiel den Abstieg aus der Bezirksliga noch verhinderte. Der QUH-Blog verzeichnet inzwischen zum ersten Mal über 10.000 Leser pro Monat. Das setzte dem Kreisel die Krone auf.

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Ab 30.5. ein König: der Berger Kreisel

Juni-Monat, Kini-Monat! Zuerst aber der größte städteplanerische Unsinn des Jahres: Die seit Jahren gut geplante Ortsdurchfahrt von Berg wird nicht kommen Unser Dorf wird nicht schöner werden, lautete unsere Schlagzeile, angesichts der sterbenden Utopien für die Ortsdurchfahrt von Berg ... GR Grundmann spricht von einer "Autobahn" durchs Dorf da wußten wir noch gar nicht, dass es später im Jahr noch viel schlimmer werden sollte.

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Die zukünftige QUH-Kandidatin im Praxistest

Trotzdem feiert Berg den 125. Todestag eines Königs samt Blechschaden und Humptata. Die republikanische QUH erinnert auch an sein Opfer, den Reformpsychater Dr. Gudden.

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"Lust etwas im Wasser zu plantschen?": Der Paranoiker fragt sein Opfer, den berühmte Arzt Dr. Gudden (sogar die Schatten sind an der Idylle falsch)

Die QUH erobert inzwischen die etablierten Medien. In der FAZ wird sie zum Kronzeugen für Berger Lebensverhältnisse. Herr Genz petitiert inzwischen im Landtag, tritt im Fernsehen auf und bezeichnet sich dort als "König der Phantasie".

... und da war die erste Hälfte des Jahre gerade erst mal vorbei. Lesen sie gleich im 2. Teil des Jahresrückblicks: Was aus den Berger Königen wurde, wie die Prozesse gegen den QUH-Vorsitzenden ausgingen, wie heilig Berger Männer werden können, wieso die schönste Veranstaltung des Jahres auf dem Skater-Platz stattfand und woher in den Wadlhauser Gräben der Wind weht!

Freitag, 30. Dezember 2011

Das Jahr, weiter gedacht

Und plötzlich war es Mitte des Jahres! Als hätte in Berg nie etwas anderes als die Schönheit gewohnt, begann im Juli das 2. Halbjahr 2011 wunderschön: Oben auf der Wiese bei der Aufkirchner Wallfahrtskirche wurde die Primiz des Bergers David Mehlich gefeiert ... und siehe, alles ward gut, (obwohl David das Weihwasser vergessen hatte).

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Heiliges Bayern!

Auch der Prozess Genz ./. Ammer wurde beendet. Eine Fußnote zum abschließenden Freispruch für den QUH-Vorsitzenden gab es noch: Der Anwalt der QUH musste bei Dipl.Ing Dr. h.c. Genz androhen, die Erstattung der Prozesskosten zwangsvollstrecken zu lassen. Damit war das sinnlose Verfahren, das sich über 1 1/2 Jahre hingezogen hatte, erfolgreich überstanden. Genützt hat es nur den Anwälten (vor allem einem).

Auf dem Skaterplatz (den es ohne die QUH nicht gäbe) fand währenddessen der vielleicht schönste Event des Jahres statt: Der 1. Berger Skate-Contest war ein übergroßer Erfolg.

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Wo sie nur herkommen? Jugendliche mit Brettern und ganz eigenen Trachten?

Auch am anderen Ende der Bevölkerungspyramide tat sich nur Gutes: Mit einer gewagten Nashornkrawatte eröffnete Pfarrer Habdank das Wohnzentrum Etztal mit 26 "betreuten" Wohneinheiten.

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Berg selbst ist trotz dieser sommerlichen Highlights nicht schöner geworden. Das jedenfalls ergaben mehrere Selbstversuche der QUH, die mit einem 100 Jahre alten Reiseführer die Gemeinde besichtigte.

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Vorher: Pavillon mit Seeblick / nachher: Streukasten und Wildwuchs

Auch mit der Energiewende ging es erst einmal munter voran: Im August beschloss der Gemeinderat, dass Windräder in Berg über 200 m hoch sein dürften. Noch immer regte sich kaum ein Widerstand. Höchstens gegen die Krone auf dem Kreisel. ... Die QUH zog noch allein durch die Wadlhauser Gräben.

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Wo gehts zur WKA? Rechts in den Wald und dann 200 m in die Höhe

Im Rathaus übernahmen vertretungsweise die stellvertretenden Bürgermeister Brunnhuber (SPD) und Steigenberger (BG) die Geschäfte. Die zukünftige Bürgermeister-Kandidatin Elke Link (QUH) interviewt beide und fragt beide, ob Sie nicht auch kandidieren würden. Beide verneinen lachend.
Am Kreisel scheitert die Erstüberquerung mit Kleinbus. Auf der Maxhöhe verschwindet plötzlich und in aller Stille ein Turm. Die QUH weiß es zuerst:.

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"Abgetragen, nicht abgerissen" und im Garten abgestellt: Mörserturmdach

Der September gehört dann endgültig dem Thema der zweiten Jahreshälfte, der Windkraft. GR Elke Grundmann besichtigt als erste eine 200m große WKA. Ihr Resümee: "Wir hören nichts ... weniger unangenehm als angenommen ... Sie sind nicht schön. ... Sind Kohle- und Atomkraftwerke schöner?" In der Folge wird der QUH-Blog zum maßgeblichen Diskussionsplattform über dieses wichtige Thema. Die Klickzahlen schießen durch die Decke.

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Hinter uns die Windkraft: 2 QÜHe vor WKA

Ansonsten wird viel gereist: Phalsbourger nach Berg, Oskar Maria Graf zum Monte Verità, QÜHe nach Nepal, wo das Menschheitsproblem "Kreiselgestaltung" lebendig gelöst wird.

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Kuh im Kreisverkehr in Kathmandu

Oktober, Monat der Winde. Um eine klare Linie in der mittlerweile aus dem Ruder laufenden Windkraftdiskussion zu vertreten (das Rathaus ist nicht gerade offensiv mit seiner Informationspolitik), veröffentlicht die QUH nach eingehender parteiinterner Diskussion FÜR WINDKRAFT. EINE ART MANIFEST.

Der Bürgermeister spricht in Sachen Windenergie inzwischen im Pluralis majestatis. In einer denkwürdigen Gemeinderatssitzung verkündete er, nachdem er zuvor die QUH von einer Pressekonferenz ausgeschlossen hatte: "Wir haben uns auf vier Windräder geeinigt" . Bis heute ist unklar, wer sich da geeinigt hat. Der Gemeinderat hört es mit Verwunderung ... stimmt aber trotzdem zu.

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Ein "Angriff" auf Neufahrn? Die vier WKA-Standorte

Geradlinigkeit fehlt auch in der Gestaltung der Ortsdurchfahrt von Berg. Nach 2 1/2 Jahren gerät die Planung zum Schildbürgerstreich.

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Das Ende eines Radwegs und der Beginn der Gefahrenzone: Ab hier müssen Radfahrer in Richtung Starnberg fortan die Straße queren und bis zum Kreisverkehr die rechte Straßenseite benutzen (und dann wieder zurück auf den Radweg).

In die überregionalen Nachrichten schaffen es im Oktober zwei Gemeindebürger: der Unterberger Dr. Peter Gauweiler verpasst einen Sitz im CSU-Vorstand. Die Ober-QUH Dr. Andreas Ammer erhält den "Deutschen Fernsehpreis":

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"Besondere Leistung Information" - Höchste Fernseh-Auszeichnung für Andreas Ammer und Denis Scheck

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der QUH geschieht Wegweisendes:

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QUH-Vize Harald Kalinke eröffnet im überfüllten "Frühtau" die Sitzung

Die Partei legt gemeinsam und demokratisch ihre Haltung zur Windkraft fest und nominiert "überraschenderweise" einstimmig Elke Link als QUH-Kandidatin für die kommende Bürgermeisterwahl:

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Viel zu spät kommt es endlich auch für Nicht-QÜHe zu einer Informationsveranstaltung über die Windkraft in Berg. Es fallen die üblichen "Nicht ob, sondern wo"-Sätze der üblichen Personen ... die QUH berichtet natürlich live.

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Leider keine Komödie: Die Windkraft auf der Dorfbühne

Im November führt die weiterhin zurückhaltende Informationspolitik (es werden keine Zahlen veröffentlicht) dazu, dass sich die Bürger selbst ans Rechnen machen. Der QUH-Blog liefert das wichtige Forum für die offene Bürger-Diskussion; ganze Datensätze werden hier veröffentlicht, während die offiziellen Stellen weiter schweigen.

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Das berüchtigte "Privatgutachten" des QUH-Blog-Lesers "aviator"

Den überregionalen Berger Auftritt schafft diesmal Elke Link als QUH-Bürgermeisterkandidatin. Die Frauenzeitschrift "freundin DONNA" greift ihre Geschichte auf:

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Dreispaltig und auf Hochglanz: Elke Link und die Erfolgsgeschichte der QUH

Und noch ein Erfolg: Vom Löfflerhof, wo mittels Genussscheinen ein Demeter-Hühnerstall gebaut wurde (vgl. den Jahresbeginn), schallt frohes Gegacker und der Ruf herüber: "D' Henna san kemma!".

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Michael Friedinger mit artgerechter Hühnerhaltung

Im Gemeinderat werden schließlich in einer Mammutsitzung die Einwendungen gegen die Windkraftanlagen behandelt. In 73 Abstimmungen wird ohne Gegenstimme, ohne Diskussion und ohne SPD der Teilflächennutzungsplan Windkraft beschlossen ...

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... und so sieht er aus.

Noch'n Plan gefällig? - Wenn die plötzlich sich öffnenden Baugruben durch Berg gewandert sind, wird die neue - einstmals so schön mit Glückshormonen bedachte - Ortsdurchfahrt von Berg so aussehen:

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Vom einstigen Traum blieben am Ende des Jahres: 9 Bäume, 6 Parkplätze, 7 m Straßenbreite, 2 absurde Fahrradstreifen.

Aber wir wollen versöhnlich enden. Mit einem herzlichen Dankeschön-Video der Skater, das uns fast zu einer kleinen Träne rührte, begann am 1. Dezember der legendäre QUH-Adventskalender 2011:



Und damit bedankt sich die QUH bei den 125.000 Lesern dieses Jahres, bei allen Unterstützern, Freunden und politischen Mitbewerbern (die es uns so einfach machen, gut auszusehen). Allen einen guten Rutsch!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Die Post geht ab

Plötzlich ging alles ganz schnell. Seit gestern ist das Zentrum unserer Gemeinde, das "Gasthaus zur Post", wegen Renovierung geschlossen. Nur eine wenig auskunftsfreudige Tafel an der Tür informiert über die großen Änderungen, die ins Haus stehen:

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Hinter dieser bescheidenen Tafel steht eine groß angelegte Renovierungsaktion, die Post-Chef Andi Gröber seit längerem geplant hat. Vor über einem Jahr ließ er sich vom Gemeinderat diesen Umbau genehmigen:

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Noch im Oktober hatte Post-Wirt Gröber dem QUH-Blog verraten: "die Megaumbaupläne liegen auf Eis" (hier). Inzwischen hat Andi offensichtlich seine Pläne geändert. Auch im Umbauprojekt, das vor allem die Betriebsabläufe vereinfachen soll, hat es einige Modifizierungen gegeben: So müssen zwar für den Bau des Wintergartens zwei Bäume weichen. Allerdings soll der alte Gastraum wohl nicht ganz verschwinden.

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Hat viel gesehen und muß jetzt verschwinden: Das Stube in der Post

Ein erneuter Verkauf der Post steht im Moment wohl glücklicherweise eher nicht an. Die Umbauarbeiten, im Zuge derer auch neue Pensionszimmer entstehen sollen, werden sich mindestens bis Ende März hinziehen. Geblieben ist in all dem Durcheinander allerdings die "Seele der Post":

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Hans allein im Haus

Unser Lieblings-Schankkellner Hans wird den Umbau überwachen und - wie wir erfreut feststellen konnten - gibt es zur Not auch noch am alten Stammtisch hin und wieder ein freundschaftliches Bier.

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"Austrinken" ... die letzten Trinker gestern am Stammtisch

Der Bericht über die Gemeinderatssitzung, in der der Post-Umbau genehmigt wurde, findet sich hier.

Noch nix vor? Bypass an Silvester

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Die Achtzigerjahre in Berg: Was A&P für den Punk waren, stellten Bypass für den Funk dar. Die Band gründete sich am Landschulheim Kempfenhausen auf einer Chorfahrt - den ersten Auftritt hatten sie 1984 in der Schulturnhalle. Es folgten Demotapes, Studioaufnahmen, Gigs im Münchner Rigan und im Wirtshaus zum Schlachthof, gar eine Bravo-Fotolovestory und eine Auststrahlung auf Tele 5. Von 1989 bis 2006 herrschte dann Funkstille.

Nun gibt es ein Revival der Schülerband mit den beiden Bergern Michael Radermacher und Andreas Kißlinger sowie Felix Konrad, Henrik Kersten, Sebastian Schimmelpfennig, Patricia Dhlamini und Birgit Nawrata ("Current Location: Wien, Köln, Attenhausen, Berg") heißt es auf der Facebookseite).
Am Silvesterabend spielen sie - gemeinsam mit der Ickinger Band Mr. Hip - im Vereinsheim in Dorfen zum "Funky New Year 2012".

Bypass featuring Mr.Hip - Silvesterbuffet - DJ - Exildrummer, 31.12.2011 ab 20:00, Vereinsheim Icking/Dorfen, Attenhauser Str.1
Anmeldung an bypassbackstage (at) gmail.com oder auf der Facebook-Seite. Dort gibt es auch Ausschnitte von Proben und Auftritten zu sehen.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Eine Partei rechnet ab

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Seit Jahren ist es Brauch, dass unser "Hirte", André Weibrecht, seines Zeichens Schriftführer der QUH, der Parteiführung vor Sylvester eine abschließende Datei mit den wichtigsten Daten zur Entwicklung der Mitglieder zusammenstellt.

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Elke & André beim QÜHe-Zählen

Im letzten Jahr gab André angesichts der Mitgliederzahlen die Parole aus: "Wir schaffen die 100!" ... es kam dann noch viel besser. 2011 konnten 33 neue Mitglieder gewonnen werden! - Soviel waren es in einem Jahr noch nie. Selbst 2006, im Gründungsjahr der QUH, konnten nur 26 Mitstreiter gewonnen werden. 114 sind wir inzwischen.

114 Mitglieder! - Allein das ist für eine Dorfpartei schon eine erstaunliche Zahl. Noch beängstigender für andere Parteien (die allesamt über Überalterung klagen) dürfte das Durchschnittsalter der QÜHe sein, das bei nur 48 Jahren liegt. Zarte 17 ist das jüngste Kälbchen; 80 Jahre unser Alt-Bulle - fast 10% der Mitglieder sind unter 30. Die Mehrheit der Mitglieder ist im "besten Alter" zwischen 40 und 49.

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Alles vertreten: die Altersstruktür der QÜHe

Immer noch erstaunlich hoch ist der Anteil an "Promovierten", der in der QUH konstant bei 10% liegt. Die schöne Mitgliedsnummer 111 bekam natürlich ein Künstler. Politisch erfreulich: Über die Hälfte der Mitglieder kommt inzwischen nicht mehr aus "downtown" Berg, wo die QUH gegründet wurde, sondern aus den umliegenden Ortsteilen: "Hochburgen" (außer Berg) sind Aufkirchen, Allmannshausen und Kempfenhausen; gefolgt von Farchach, Höhenrain und der Maxhöhe. Am wenigsten Mitglieder hat die QUH in Leoni und Aufhausen. Selbst in Asien hat die QUH mehr Aktivisten als in diesen beiden Gemeindeteilen (Hallo Fifi und Xiaohang!).

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Ein Planet, eine Partei

Apropos - lokal die Renken, global das Denken! ... Unser in Buenos Aires wohnendes, korrespondierendes Mitglied, weilt zur Zeit in Berg. Seinen Rang als das am weitesten entfernt wohnende Mitglied hat ihm allerdings eh eines unserer Kälbchen strittig gemacht, das sich gerade in Australien befindet.

Danke Hirte für diese schönen Zahlen: Wie lautet die Parole für nächstes Jahr?

(Der Rechenschaftsbericht des letzen Jahres samt eines immer noch aktuellen "Who is Who bei der QUH?" findet sich hier (klicken).)

Montag, 26. Dezember 2011

The Making of ... QUH-Kalender

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Den letzten Monat waren die QÜHe unablässig auf den Äckern und Weiden der Gemeinde unterwegs, um den alljährlichen QUH-Adventskalender mit Fotos heimischer Kühe zu bestücken. Nicht immer war es leicht, die Protagonisten von der Wichtigkeit des lokalen Engagements zu überzeugen ...

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... nach einiger Zeit - die Sache hatte sich herumgesprochen - konnten wir uns allerdings beim täglichen QUH-Casting des Andrangs kaum erwehren.

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Die QUH-Kandidatin begeistert die Massen

Als besonders wichtig stellte es sich heraus, jedem in der Gemeinde immer auf Augenhöhe zu begegnen.

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Neuinterpretation des Jobs als "QUH-Vorsitzender"

Anfangs hatten wir uns gefragt, ob es wirklich genügend unterschiedlich aussehende Kühe in der Gemeinde geben würde. Bauern, die wir fragten, ob sie denn alle ihre Kühe auseinanderhalten und beim Namen kennen würden, schauten uns an, als ob wir von einem fremden Planeten (oder einer fremden Partei?) kommen würden. - Natürlich kennt jeder Bauer seine Kühe!

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"Wie heißt die KUH?" - Bürgermeisterkandidatin Elke Link auf knallharter Recherche beim Huber Schorsch in Aufhausen

Und außerdem - wir müssen es zugeben - gab es auch von unserer Seite manch kulturelle Hürde zu überwinden. Wir mussten lernen, für unsere selbstgestellte Aufgabe wirklich jedes Verhalten zu tolerieren ...

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Dann wieder gab es einen Punkt, wo wir uns an längst überwunden geglaubte Zensurmaßnahmen für den QUH-Blog erinnert fühlten. Diesmal kamen sie allerdings nicht von Anwälten und aus anderen Parteien. Nein, schon unsere Ankündigung, den QUH-Kalender diesmal mit "Pin-Ups" der schönsten Berger Kühe zu bestücken, führte dazu, daß ein professioneller Webzensor den QUH-Blog auf den Index stellte ... Begründung siehe das Bild:

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Den Leserzahlen tat das keinen Abbruch. Dafür hat unser Vorsitzender jetzt eine Lieblingskuh (Greta heißt sie), manche Jacke der Kandidatin riecht etwas streng, und wir wissen, dass selbst Kühe manchmal etwas "rindig" sind. Deshalb: allen Rindviechern, die mitgemacht haben, ein herzliches Dankeschön! Ihr seid uns ans Herz gewachsen.

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Wanderkuh über Nebelmeer

Sonntag, 25. Dezember 2011

Heesters 108

Fast hätte man schon denken können, sein Charme des Bonvivants hätte ihn wirklich unsterblich gemacht. Am 24. Dezember ist Jopie Heesters in Starnberg mit 108 Jahren aber doch verstorben. Viele Starnberger kannten ihn in den letzten Jahren nicht unbedingt als den "ältesten aktiven Schauspieler", als den ihn das Guinness-Buch der Rekorde führte, sondern als fleißigen Besucher eines Starnberger Fittnesszentrums.

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Johannes Heesters in seinem Starnberger Wohnzimmer (2010)

Im Jahre 2010 ist in Berg noch für ihn gefilmt worden: Anläßlich der alljährlichen Bambi-Verleihung wurde an Sigi Andräs Steg in Unterberg mit Heesters' Frau Simone Rethel und Moderatorin Kati Witt eine - später leider nicht gesendete Szene - gedreht.

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Drehten für Jopi in Berg: Sigi Andrä, Simone Rethel, die Moderatoren Kati Witt und Tom Bartels mit Heesters' Bambi

Nicht immer war Heesters unumstritten. Wieso das zeigt einer seiner letzten Auftritte im Fernsehen seines Heimatlandes Holland (hier klicken). Das Video der Bambi-Verleihung an Heesters von 2010, in dem er selbst richtig voraussagte, daß er insgesamt 10 Bambis erhalten würde, findet sich hier.

Samstag, 24. Dezember 2011

Der QUH-Adventskalender 2011 - die 24. Kuh

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Frohe Weihnachten! Und die Kuh anklicken, heute wird's festlich ...

FFW Kempfenhausen/Kulturverein Berg


QUH_Klein       QUH Adventskalender         QUH_Klein-Links





Sie hören das Presto aus dem 2. Satz von Vivaldis Cellosonate Nr. 7 in a-Moll, RV 44, gespielt von Sebastian Hess und Ina Horn in der St. Anna Kapelle im Schloss Kempfenhausen - ein Weihnachtsgruß vom Kulturverein Berg und der FFW Kempfenhausen.

Freitag, 23. Dezember 2011

Der QUH-Adventskalender 2011 - die 23. Kuh

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Diese zwei Kälbchen vom Kurbehof in Farchach müssen noch zwei Mal wachwerden, dann gibt's eine schöne Bescherung! Klicken Sie sie an.

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