Sonntag, 30. Oktober 2011

Viel Wind um wenig Wind

Das hier im QUH-Blog veröffentlichte "Privatwindgutachten" von Michael "Aviator" Stock (vgl. http://quh.twoday.net/stories/ein-erstes-windgutachten ) sorgt weiter für Diskussionsstoff. Die Frage: "Wie kann es sein, dass Gutachten und Empirie so weit auseinander liegen?" trieb - als leidenschaftlichen Naturwissenschaftler - am meisten den "Aviator" um. Er schrieb uns erst: "Ich werde schauen, ob sich die Windgeschwindigkeiten aufgrund von äußeren Einflüssen im Bereich der Wetterstation noch irgendwie schönrechnen lassen." Dann hat er sich gestern Nachmittag noch einmal an die Arbeit gemacht und die Meßwerte vor seinem Fenster in Oberpfaffenhofen (OBI) mit denen aus München verglichen ...

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Da braut sich was zusammen: Die rätselhafte Kraft des Windes über den Wadlhauser Gräben

Nach einigen Rechenarbeiten hat der "Aviator" schließlich eine mögliche Erklärung für die unterschiedlichen Werte gefunden (und ausführlich hier im Kommentar veröffentlicht: http://quh.twoday.net/stories/das-leidige-thema/#49598212 ). Wir zitieren die wichtigsten Passagen:

"Interessanterweise entsprechen die Meßwerte der Münchener Stationen nicht den Durchschnittswerten, sondern den Spitzenwerten von OBI. Daraufhin habe ich die OBI-Anlage gestern in Augenschein genommen: Erkennbar null Wind, das Anemometer stand, Spitzenwerte mit 0,5 - 2,0 m/s nur von 15-16, 20-21 und 22-23 Uhr, 5-Minuten-Durchschnittswerte entsprechend der geringen Dauer der Windspitzen 0,2 - 0,9 m/s. Zur gleichen Zeit zeigten die Münchener Stationen (Giesing, LMU) aber dauerhaft Windgeschwindigkeiten von 1-2 m/s an, die es in OBI definitiv nicht gab.

Das kann durchaus an den anderen Windverhältnissen im Stadtgebiet liegen. Möglich ist aber auch, daß die dort angezeigten Windgeschwindigkeiten Spitzenwerte sind, also auch sehr kurze Böen ausweisen, und diesen Wert bis zur nächsten Messung halten.
(...)

Ich habe (...) versucht, die von den Windgutachten prognostizierten Werte zu erreichen, (...) indem ich statt der Durchschnittswerte die Spitzenwerte verwendet und zusätzlich den Windzunahmefaktor auf 2,12 erhöht habe. Damit habe ich so getan, als ob jede auch noch so kurze Windböe mindestens 5 Minuten lang anhält, wir uns auf dem offenen Meer ohne jede Oberflächenunruhe befinden und die Nabenhöhe des Windrads 200m beträgt. Zusätzlich mußte ich dann noch einen Söder-Zuschlag von 6% draufgeben (2,0 auf 2,12).

Das ist (...) eine Milchmädchenrechnung, liefert aber immerhin Erkenntnisse. In dieser Rechnung zeigt sich theoretisch ein Vorteil der kleineren Anlage (SWT 2.3), die zwar eine ungleich geringere Spitzenleistung erbringt, aber wenigestens etwas früher in den Constant-Speed-Bereich kommt und damit bei Schwachwind nicht ganz so sinnlos vor sich hinmühlt. Die (...) hätte damit in der Theorie die Chance, aufgrund der EE-Subventionierung wenigstens die Verzinsung des für sie eingesetzten Kapitals zu erwirtschaften.

Nur: Die oben gemachten Annahmen sind aufgrund der tatsächlichen Meßwerte von OBI, meiner Beobachtungen von gestern und der angenommenen Windzunahme (...), unrealistisch.

Vielleicht ist das der Grund dafür,
" - schreibt QUH-Leser "Aviator" - "daß man keine WKA-Windmeßwerte bekommt und der Windatlas und die meisten Windgutachten das Doppelte des in OBI Gemessenen versprechen."

Wir sind tief beeindruckt. Danke für die Mühe und die Erkenntnisse, lieber "Aviator".

Samstag, 29. Oktober 2011

Bergwanderung

Die "Bürgergemeinschaft", die Ex-CSU-Splitterpartei, um die es in letzter Zeit etwas ruhig geworden ist, hat sich entschlossen, jenes Thema, das derzeit in aller Munde ist, mit den Füßen zu erobern. Die beiden BG-Gemeinderäte Reiser und Steigenberger laden morgen zur gemeinschaftlichen "Bergwanderung" in die allgegenwärtigen "Wadlhauser Gräben".

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Kühe vor Gräben.

Los geht es am Sonntag um 9.30 (Zeitumstellung beachten) in Mörlbach am alten "Möki"-Parkplatz (Kugelfeld 3). Abschluss der Wanderung ist eine gemeinsame Brotzeit bei "Müllers auf den Lüften". Das Wetter verspricht wunderbar zu werden. Die Windstärke wird mit 1-2 Beaufort aus Nordwest auf Nord drehend erwartet. Das entspricht einer "leichten Brise" und damit auch dem durchschnittlichen Wind laut Windatlas in dieser Region.

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Egal wo sie wandern: die Augen der Kühe werden sie verfolgen.

Steve Coleman unplugged im Marstall


Die Intensität und Komplexität der Musik von Steve Coleman, ihre Eigenständigkeit, die laufende Weiterentwicklung und Erweiterung bedingen ein breites Spektrum unterschiedlicher, auch widersprüchlicher Bewertungen durch Hörer, Musiker und Kritiker. Coleman's improvisatorisches Spiel wirkt virtuos und cool, was gefördert wird durch eine klare und schlanke Tonbildung auf dem Saxophon und eine elegante, äußerst bewegliche Linienführung. Der Klarinettist Don Byron bezeichnete Steve Coleman als „Ausnahmepersönlichkeit der amerikanischen Musikgeschichte“. Der Pianist Vijay Iyer sagte im Jahr 2010: „In meinen Augen ist Steve [Coleman] so bedeutend wie [John] Coltrane. Er hat einen gleich großen Beitrag zur Musik-Geschichte geleistet. Er verdient, in den Pantheon der wegweisenden Künstler aufgenommen zu werden.“ (Auszug aus Wikipedia)

Coleman bespielte gestern Abend im Marstall die von der freien Künstlergilde Rhythm Section noch bis Sonntag Abend ausgestellten Arbeiten und bezauberte etwa 120 Gäste durch seinen etwa 50 minütigen improvisierten Saxophon Solo.

Freitag, 28. Oktober 2011

Ein erstes Windgutachten

Solange die Windertragsanalyse noch nicht offiziell vorliegt (für Berg wird der Eingang Mitte nächster Woche erwartet), bleibt nur die Chance, selbst zu rechnen. Voilà: hier kommen zwei für die QUH gemachte "Laien-Gutachten" zur Windkraft.

Angefangen hat unser Hobbyastronom Jokl Kaske, der seine Berechnung, wann der Schlagschatten der WEAs Neufahrn erreichen könnte, inzwischen präzisert und auf das Gelände abgestimmt hat:

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Wenn die Sonne scheint, fliegen die Schatten. Links das rote Kästchen ist Neufahrn.

Sein Ergebnis: Der Schatten des Windrades erreicht Neufahrn bei einem Sonnenstand zwischen 25 und 30 Grad. Dies ist der Fall zwischen 23.10. und 7.11. und zwischen 4. und 18.2. ... wie gesagt: Berechnungen eines engagierten Laien.

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Visualisierung von Bitmanagement

Die Berger Firma Bitmanagement könnte eine 3D-Visualisierung vornehmen, mit Hilfe derer jeder Berger und Neufahrner nachsehen könnte, wie die Windanlagen von seinem Haus aus gesehen werden können. Kostenpunkt: wahrscheinlich fünfstellig.

Ganz und gar kein Laie ist unser Leser Michael ("Aviator"), der sich die Mühe gemacht hat, alle ihm zugänglichen Winddaten der Wetterstation in Oberpfaffenhofen, (seit 3 Jahren wird dort alle 5 Minuten gemessen) auf 200m "hochzurechnen".

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Diese Messanlage in Oberpfaffenhofen: liefert seit 3 Jahren alle 5 Minuten Wind-Daten aus 25m Höhe

Das Ergebnis des "Aviators" (zuerst und ausführlicher hier in den Kommentaren zum unten stehenden Artikel veröffentlicht) ist ernüchternd: "Der Abstand dieser Wetterstation von den im Landkreis geplanten WKA-Gebieten beträgt zwischen 5km und 15km. Ich habe diese Winddaten mal für die Jahre 2008, 2009 und 2010 (etwa 316.000 Datensätze) ausgewertet. (...) Den Windzunahmefaktor mit der Höhe habe ich mit 2,0 angesetzt. Dies ist eigentlich ein Wert, der nur über dem offenen Meer erreicht wird, aber wir wollen die Windkraft ja möglichst wohlwollend behandeln (...). Mithin gelten meine Berechnungen für ein Windrad mit einer Nabenhöhe von mehr als 200m.

Winddaten
300.000 Datensätze Windgeschwindigkeit seit 3 Jahren

Durchschnittswerte (2008/2009/2010 gemittelt):
Windgeschwindigkeit in 25m Hoehe : 1.31 m/s
Angenommener Windzunahmefaktor : 2.0
Windgeschwindigkeit in 200m Hoehe : 2.62 m/s
Windrichtung : 198 Grad

WKA-Leistung (Enercon E-126) : 409.6 kW
Stromerzeugung pro Jahr (E-126) : 3.597 GWh
(...)
Da die durchschnittliche Windgeschwindigkeit über den Ertrag einer WKA wenig aussagt, habe ich
" - schreibt der Aviator - " in meinem Auswertungsprogramm die Leistung über die Zeit für alle 316.000 Datensätze aufintegriert. Das bedeutet, die elektrische Arbeit (kWh) ist für jedes 5-Minuten-Intervall anhand der WKA-Leistungskurve berechnet und dann aufaddiert worden. Die von Gemeinde Berg genannte Siemens SWT 2.3-113 bringt es damit gerade mal auf 2,1 GWh, womit sich auch die Vorstellung erledigt haben dürfte, man könnte hier mit sogenannten "Schwachwindanlagen" etwas erreichen. (...) Wenn man sich den Windatlas für unsere Gegend anschaut, so sind die Daten im Schnitt doppelt so hoch wie in OBI gemessen. Meine Vermutung ist, daß hier viel Mathematik und wenig Substanz im Spiel ist."

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Alle 5 Minuten aktualisierter und errechneter Stromertrag einer Enercon E-126, der größten WKA der Welt, in den letzten 3 Jahren: 3,6 GWh/a

Mit einer für Berg schon einmal angedachten Anlage von Siemens (SWT 2.3-133) läge der Ertrag sogar nur bei 2,1 GWh/a. Zur Erinnerung: die von den Stadtwerken in Auftrag gegebenen und dem Gemeinderat bisher vorliegenden Gutachten kommen auf gut 6 GWh/a und damit theoretisch auf weit höhere Werte, als diese empirischen Werte aus Oberpfaffenhofen. Aber selbst mit den doppelt bis dreifach so hohen Erträgen war die Rentabilität "nicht üppig".

Wir veröffentlichen diese Daten, ohne ihre Richtigkeit überprüfen zu können, kennen den "Aviator" aber als zuverlässigen, flugtechnisch gebildeten Herrn, der weiß, wovon er spricht. Einige Kritik an diesem "empirischen" Vorgehen gab es in den Kommentaren ebenfalls. Leser "Aglio E Aiolos" schrieb: "komplexe Sachverhalte lassen sich nun einmal nur mit der Hilfe von Computermodellen darstellen."

Bleibt noch das Rätsel des Montag im Starberger Stadtrat projizierten Windgutachtens, das sonst noch nirgendwo veröffentlicht wurde und das die Wadlhauser Gräben eindeutig als "Schwachwindgebiet" auswies.

Steve Coleman heute im Marstall

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Donnerstag, 27. Oktober 2011

Das leidige Thema

Windkraft-Karte
Ausschnitt aus der Windkraftkarte des Energieatlas Bayern

Auch Gauting und Krailing haben ihre Windkraftgebiete ausgewiesen. Vgl: http://www.merkur-online.de/lokales/gauting/sieben-wuermtaler-standorte-gespraech-1463905.html

Hier im Kommentar hat unser - immer kundiger, immer kritischer - Leser "aviator" die Mühe gemacht, ihm zur Verfügung stehende Winddaten aus Oberpfaffenhofen "hochzurechnen" ... mit einem erschütterndem Ergebnis, das den anderen Windgutachten widerspricht.

Ja, ist denn heut' scho Weihnachten?

Klare Antwort: nein.

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Trotzdem: Mit dem Päckchenpacken sollte man schon beginnen! Wie schon seit Jahren organisieren Susanne Brunner und Hans-Peter Höck auch 2011 in der Gemeinde Berg die Weihnachtspäckchenaktion „Geschenk mit Herz“.

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In elf Ländern werden die Weihnachtspäckchen verteilt, die die Hilfsorganisation humedica e. V. gemeinsam mit Sternstunden e. V. und dem Bayerischen Rundfunk als Medienpartner sammeln. An Heiligabend erhalten bedürftige Kinder ein solches Päckchen.

Allein in der Gemeinde Berg wurden 2010 über 200 Päckchen an humedica übergeben. Auch in diesem Jahr wollen die Schulen und Kindergärten der Gemeinde mitwirken.

Die Päckchen können bis 14.11.2011 in der Drogerie Höck in Aufkirchen abgegeben werden. In den Schulen und Kindergärten werden sie von Susi und Hans-Peter abgeholt. Genaue Informationen zum Inhalt der Päckchen finden Sie unter http://www.geschenk-mit-herz.de oder in der Drogerie Höck Aufkirchen.

Bitte beachten Sie, dass der Deckel des Schuhkartons extra eingepackt werden soll (Nicht den ganze Karton in Geschenkpapier einwickeln!), damit das Päckchen - z.B. vom Zoll - immer geöffnet werden kann. Nahrungsmittel, CDs, deutschsprachige Bücher und Kriegsspielzeug dürfen nicht dazugepackt werden.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Radio? - Radio! - Heute im Leoni.

Was kann und macht das Radio? - - - "Stars und Hits" ... und genau so heißt die Radiosendung von Thorsten Otto Sonntags vormittags von 9-12 auf BR3. Genscher war schon da, der Gottschalk natürlich, Charlotte (die Roche) ebenso wie Philipp (der Lahm) und zuletzt Elmar Wepper. Zum Podcast der letzen Sendungen geht es hier (klicken).

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Normalerweise ganz Stimme: Thorsten Otto (links) mit seinem 250. Gast: dem Genschman (rechts, auch im Radio mit gelbem Pullunder) / Photo: BR

Was kann das Radio nicht? - - - Gesichter und Pullunder zeigen! Und genau dies macht heute Abend Christian Kalinke bei seinem 60. Unternehmerstammtisch, wo Thorsten Otto zur Abwechslung nicht der Gastgeber, sondern der Star ist (und definitiv keine Hits gespielt werden).

"Local Hero" wird als Vorband Donald Mc Loughlin sein, der schon das eine oder andere Privatradio mit gegründet oder geleitet hat, dann zum Fernsehen gewechselt ist ... und seit dem letzten Jahr - wenn uns unsere Internetrecherche nicht täuscht - auch noch "in Photovoltaik" macht. Uns fehlt da zwischen Stars und Kommerz etwas die Tatsache, dass das Radio ja nicht nur Gaga, sondern immer noch einer der größten Kulturträger und -produzenten ist (Bayern2 Wort, Zündfunk, Klassikradio, Hörspiele), aber trotzdem:

Beginn 19.30 im Seehotel Leoni / Eintritt wie immer frei / Korb geht rum

Dienstag, 25. Oktober 2011

Ohne viele zusätzliche Worte...

Münchner Merkur vom 25.10.2011
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Es war natürlich nicht der Tutzinger, sondern der Berger Marstall.

"Zuviel gezeigt" - Gestern im Stadtrat von Starnberg

"Wir haben schon mehr gezeigt als wir durften", sagte gestern während der Sitzung des Starnberger Stadtrates Bürgermeister Pfaffinger. Was hatte er damit gemeint?

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Photographieren ist im Rat streng verboten, ... und auf den Karten der Windkraftflächen liege ein Copyright ... weshalb wir am Photographieren gehindert wurden und hier keine Karten und Grafiken der Starnberger Windkraftflächen liefern können

Aber der Reihe nach: Gestern hat der Stadtrat von Starnberg einstimmig die Fortführung des Teilflächennutzungsplanes für die Windenergienutzung beschlossen. Interessant ist, wie in anderen Gremien das gleiche Projekt (das gemeinsame Aufstellen des Teilflächennutzungsplans von 14 Gemeinden) anders dargestellt (und aufgenommen) wird. So sprach man in Starnberg vorsichtig von "Untersuchungsflächen", die jetzt gefunden und ausgewiesen wurden. Man meinte damit hauptsächlich drei mögliche Flächen für Windkraftanlagen:

- ein Gebiet westlich von Perchting,
- eines in der Mitte zwischen Hadorf und Hanfeld
- und eines im Wald zwischen Leutstetten und der Autobahn.

Interessant aus Berger Sicht: Eine kleine mögliche Fläche, die sich auf Starnberger Gebiet an das von Berg ausgewiesene Areal an den Wadlhauser Gräben anschließt, wurde ausdrücklich NICHT in die Planung aufgenommen. Begründung auf dem Plan: "Belange Neufahrn".

BM Pfaffinger erzählte, dass die Stadtwerke München als Investor wohl hauptsächlich an dem Gebiet westlich von Perchting interessiert seien. Dort würden allerdings wahrscheinlich leider flugrechtliche Einwände bestehen. Interessant an dieser Aussage: Schon während der Planungen besteht offenbar Kontakt zu einem (dem?) Investor.

Hatte BM Pfaffinger dies gemeint, als er von "zu viel gezeigt" sprach? - Oder betraf es doch das erstmals kurz an die Wand projizierte Wind-Ertragsgutachten des Büros von Dr. Guttenberger (Wind&Regen; vgl.: http://www.wind-sodar.de/ ), das immer noch nicht veröffentlicht ist. Die Erläuterung des Plans geriet dann auch etwas zum Verwirrspiel. Einmal hieß es, dass der Wind im Landkreis "überall wirtschaftlich ausreichend" sei. Dann sprach der auch in Berg planende Architekt Dr. Hesselberger davon, dass laut Gutachten eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 5,7 m/s als Rentabilitätsgrenze anzunehmen sei. Zwischen 5,3 und 5,5 sei ein Projekt und sein Gewinn "nicht üppig, aber machbar". Soviel Wind wehe aber nicht überall in der Gemeinde. Dann merkte der Planer an, dass seiner Meinung nach die Grenze eher zwischen 5,2 und 5,4 läge und dass man wohl noch etwas genauer rechnen müsse. ... Ja was nun? Die Intensität, mit der diese Zehntelwerte interpretiert (und immer noch nicht veröffentlicht) wurden, deutete an, dass es hier durchaus ein Problem geben könnte: Jedem Berger Beobachter wäre nämlich sofort aufgefallen, dass die "Wadlhauser Gräben" laut dem derzeitigen Stand des Gutachtens (so wie es auf die Wand der Schloßberghalle projiziert wurde) eher in einer "Schwachwindzone" liegen.

Apropos unveröffentlichte Gutachten: Weil auch die Schlagschattengutachten bisher nicht öffentlich sind, hat sich unser Volljurist Jokl Kaske mal als Amateurastronom versucht und ausgerechnet, wann in Neufahrn mit Schattenwurf vom 200er Windrad zu rechnen sei. Sein Ergebnis: zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar werfen die Windräder - falls denn dann die Sonne scheint - in der Tat Schatten auf Neufahrn (die Topographie wurde in der Laienanalyse nicht berücksichtigt).

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Vom Einfluss der Astronomie auf die Politik: links Neufahrn, rechts die Sonne, in der Mitte ein Windrad (Copyright QUH, photographieren streng verboten)

Die heutige Gemeinderatssitzung fällt übrigens - aus "Mangel an Tagesordnungspunkten" - aus.

Hier der Artikel im Merkur: http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/windkraft-vier-flaechen-eine-chancen-1461117.html

Montag, 24. Oktober 2011

Berger Windkraftanlagen erobern das Fernsehen

Heute wird Starnberg voraussichtlich bekanntgeben, wo sich die Gemeinde Windräder vorstellen könnte. Andere Gemeinden - wie Gauting - werden in dieser Woche folgen. In der Zwischenzeit wird das Berger Windkraftprojekt überregional diskutiert. Bürgermeister und Windkraftgegner wurden für den ZDF-Länderspiegel interviewt

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Windkrafträder vor Neufahrn. Animation im ZDF (vgl. den Link unten)

Der Beitrag findet sich hier in der ZDF-Mediathek ("Länderspiegel" suchen und dann in der Sendung vom 15.10 den Beitrag "Windparks vor Alpenpanorama" auswählen): BM Monn wird in dem Beitrag mit der - sichtlich aus dem Zusammenhang gerissenen - Aussage zitiert: "Dieses neue Generation von Windrädern, das sind Monster. Das ist so."

Post aus Neufahrn

Der "Verein zum Schutz der Wadlhauser Gräben" hat einen Brief an die Verantwortlichen in Berg geschrieben:

"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Monn, sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte des Gemeinderats der Gemeinde Berg,

wir wissen, wie schwierig auch für Sie die Angelegenheit ist. Wir erlauben uns dennoch an eine gleichmäßige Belastung aller Betroffenen zu appellieren (...).

Die bisherigen Planungen führen zu einer desaströsen Situation für Neufahrn. Neufahrn ist am dichtesten an den geplanten WKAs dran, diese stehen um 20 bis 50 m höher als dieser Ortsteil und zwar in dessen Süden und Südwesten. Alle Häuser und Gärten sind dorthin ausgerichtet, auch weil sich die Autobahn im Osten befindet. Im Winter wird die Sonne nicht höher steigen als die Windkraftanlagen rotieren. Wie Ihnen bekannt ist, weht der Wind fast ausschließlich aus West-Südwest, so dass sich auch der Schall in Neufahrn am schlimmsten äußern wird. Des Weiteren ist die Erschließung des Windparks über diesen Ort geplant.

Selbst wenn sämtliche Planungen sich juristisch halten lassen würden, appellieren wir an Ihre Anständigkeit. Wir bitten Sie, die Menschen dieses Ortes nicht in solche Nöte zu bringen, sondern einen Abstand sicherzustellen, welcher alle Menschen, die an den Wadlhauser Gräben wohnen, gleichermaßen belasten. Dies zumal Herr Sing ja schon am 04.10.2011 sagte, dass es in dem Plangebiet Bereiche gäbe, welche windhöfiger seien.

Wir haben Verständnis für Ihre Lage, insbesondere im Hinblick auf den Bauantrag des Herrn Genz. Wir hoffen aber darauf, dass Sie nicht vorhaben, "den Teufel mit dem Belzebub" auszutreiben. (...)

Abschließend bitten wir Sie, einen Windpark zu besichtigen mit Anlagen, die in der Höhe und dem Rotorumfang denjenigen entsprechen, die hier gebaut werden sollen.

Mit freundlichen Grüßen Melani Suckfüll, Traudl Bergau
"

Der Berger Gemeinderat wird am 12.11. einen Windpark besichtigen.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Das Gute im Schlechten

Das Leben eines Klatschreporters ist nicht immer so rosig, wie es sich manche vorstellen "Mir ist immer noch schlecht!", jammerte jedenfalls unser rasender Photoreporter Baby Immerlos, als er uns am nächsten Morgen folgende Photos von der einigermaßen berauschenden "Club 44" Eröffnung aus Leonis sandte. Baby hatte sich ordentlich ins Getümmel gestürzt.

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Das in Leoni gestrandete Party-UFO

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Der glückliche, reichlich beschäftigte Schankkellner

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Der Ernstl und die Schönen

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Bettina vom Frühtau auf Abweg

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Wolfi und die 4 (!) Mädels von der Berger Party-Crowd

Danke, Baby Immerlos, für deinen aufopferungsvollen Einsatz. - Zeit sich nach diesen Exzessen geistig wieder etwas zu sammeln ist heute im Marstall bei MC Hess und seinen Beethovenern (vgl. Artikel unten)

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