Samstag, 1. Mai 2010

1. Mai 1966 & 44 Jahre später

Nachdem die Aufkirchner Burschen es in diesem Jahr leider nicht geschafft haben ein Maifest zu veranstalten (und obendrein auch noch die gerechte Schande des geklauten Maibaums über sich ergehen lassen mussten), liefert die QUH für zukünftige Generationen die Anleitung nach, wie es gegangen wäre. So jedenfalls wurde vor genau 44 Jahren in Bachhausen (wo es 2010 - dank TÜV - auch keinen Baum gibt) der Maibaum gefeiert und betanzt:



Wir danken für die Überlassung dieses grandiosen Dokumentes wieder einmal Peter Flögel, der den Film (allerdings mit anderer Musik) vom Filmemacher Wolfgang Vetter geschenkt bekam. Peter Flögel hat uns auch sein Photoalbum aus dem Jahr 1966 zur Verfügung gestellt:

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1.5.66 - Bürgermeister Christ hält die Festansprache.

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Dann führen die Burschen die Madeln ...

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... zum Tanz.

Dass die 1.Mai-Tradition in Berg trotzdem hochgehalten wird, bewiesen gestern noch einige Herren (darunter ein pensionierter CSU-Gemeinderat) mit eigener Muskelkraft bei ihrem Last-Minute-Klau in Sibichhausen.

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Und auch die Berger Burschen und Maderl rückten - nachem sie am Maibaum in aller Früh unter Zusichnahme von Weißwürsten samt Getränk die Fahne gehisst hatten - in Mannschaftsstärke aus, um bei den Kollegen in Percha groß aufzutanzen.

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Hoch auf dem Wagen: die Berger Burschenschaft samt Oberbursch Markus Söllner (stehend in der Mitte mit weißem Hemd)

Donnerstag, 29. April 2010

Tiere in Berg, Folge 2: Papagei gefunden - Halter gesucht!

Nach dem Biber nun eine etwas exotischere Variante von "Tiere in Berg". Die Quh bekam heute dringende Post: Jugendliche fanden einen Papagei im See, retteten ihn vor dem Ertrinken und suchen nun den Besitzer. Hier die Nachricht im Original:

"Heute beim ersten Seebesuch in Allmannshausen ist ein komischer Vogel gestrandet. Wir dachten erst, es wäre eine Ente, doch beim genaueren Hinsehen stellten wir fest, dass es sich um einen Papagei handelte.

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Florian sprang ins Wasser, mit einem Handtuch ausgerüstet, um den flatternden, hilflosen, schwimmenden und tropischen Vogel zu retten. Den verstörten Vogel beruhigten wir, indem wir das Picknick mit ihm teilten. In den Armen von Carola und Sabine beruhigte er sich, solange er an einem Apfelstückchen knabberte. Nach verschiedenen Versuchen, ihn weiterzuvermitteln, brachten wir ihn in die Tierklinik Starnberg. Dort wurde er liebevoll aufgenommen, untersucht und wird dort auch die Nacht verbringen. Morgen zieht er ins Tierheim Starnberg."

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Carola und Sabine Müller, die den Vogel gemeinsam mit Florian Seifert retteten

Er hat einen Ring am rechten Bein
Aufdruck:
AZG 23104
97 0063

Kennt jemand den Besitzer? Bitte im Tierheim (Starnberg - 8782) oder bei der QUH melden!

Richtfest Wohnzentrum Etztal

Haben Sie sich schon an den Namen gewöhnt? Noch nicht? Auch die Besucher des Richtfests sprachen selten vom "Wohnzentrum Etztal".

Bei weiß-blauem Himmel und 26°C trafen sich alle, die mit dem "Wohnzentrum Etztal" zu tun haben, um das Richtfest zu feiern. Die beiden Pfarrer waren ebenso anwesend, wie der Architekt, Mitarbeiter des Zweckverbands Sozialer Wohnungsbau, der Bürgermeister, Mitarbeiter der Gemeinde, zweimal Presse mit Fotografen, Mitglieder der ökumenischen Kranken- und Altenpflege , Baufirmen und viele Handwerker sowie genau zwei GRs: GR Fink und GR Grundmann. Ein Richtfest ist anscheinend für die GRs weniger wichtig wie eine Mitgliederversammlung der Feuerwehr oder die Grundsteinlegung für den Fußballplatz.
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In seiner kurzen Ansprache fasste Herr Vossen, der Geschäftsführer des Zweckverbands Sozialer Wohnungsbau die Entwicklung des „Betreuten Wohnens“ zusammen. Fünf Einrichtung werden bereits vom Zweckverband betrieben, drei weitere werden derzeit gebaut. In Berg konnte der Verzug entstanden durch den langen Winter aufgeholt werden und es wird mit einer pünktlichen Fertigstellung im März 2011 gerechnet.
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BM Monn verzichtete ebenfalls auf eine lange Rede und berichtete, dass von 120 Bewerbern 12 Paare und 28 Einzelpersonen übrig geblieben sind mit denen jetzt erste Vorgespräche durchgeführt werden. Insbesondere bei den frei finanzierten Wohnungen hätten wesentlich mehr Wohnungen vermietet werden können.

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Im Innenhof sprach der Zimmermann traditionell den Richtspruch:
"... so haben wir dem Bau die Krone aufgesetzt, dieses Ehrenzeichen, das beweist, dass dieses Werk den Meister preist. Nun wünsche ich als Zimmermann den Bewohnern Glück und Heil ...". und warf laut scheppernd ein Glas.

Bei der anschließenden Brotzeit im zukünftigen Gemeinschaftsraum schenkte GR Fink Bier und Radler aus, während GR Grundmann die neuesten Klagen von und gegen den Rechtsanwalt und CSU Vorsitzenden diskutierte. Außerdem war zu hören, dass bereits am 17. Mai der Kreisel für den Verkehr geöffnet wird und nach Pfingsten die Bauarbeiten in Allmannshausen beginnen.

Mittwoch, 28. April 2010

Einladung zur Gemeindeversammlung

Die Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde Berg um Pfarrer Johannes Habdank lädt herzlich zur diesjährigen Gemeindeversammlung ein!

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Man trifft sich morgen, am Donnerstag den 29.4.2010 um 19.30 Uhr im Katharina von Bora-Haus zu den klassischen Themen einer Gemeinde-versammlung (Tätigkeitsbericht, Rechenschaftsbericht Kirchenvorstand, Haushaltszahlen und Vorstellung des neuen Jugendausschusses) und auch um einem Film über das Osterlager der Berger Pfadfinder zu zeigen.
Anschliessend gibt es noch einen kleinen Umtrunk.

Bayern zieht ins Finale ein, CSU begibt sich ins Abseits

Wie unter dieser Überschrift nicht anders zu erwarten: Der Bericht aus dem Gemeinderat.

Wenn alles gut gehe, versprach der Bürgermeister, werde man zur Pause des Champions-League-Halbfinales zu Hause sein. Dass daraus nichts wurde, lag allein an der CSU, die in Abwesenheit ihres Fraktionsvorsitzenden und in Gestalt von GR Dr. Haslbeck erst einmal auf Zeit spielte und zur Märchenstunde ansetzte: Er (Dr. Haslbeck) sei in Starnberg gewesen (aha) und da ginge es im Rat ganz anders zu, berichtete der CSU-Oldie. Da säßen Professoren im Rat, da würde der Bürgermeister ganz anders hergenommen und man hätte die Beschlussvorschläge schon mal schriftlich vorab. Zumindest letzteres wolle man jetzt auch in Berg. - Das sei in Berg von der Verwaltung derzeit nicht zu schaffen, wandte der Bürgermeister ein, es sei denn, man würde alles um eine Sitzung verschieben, was den Bürgern nicht zuzumuten sei. Das sei ihr egal, erwiderte die CSU, und verlangte eine Abstimmung. - GR Brunnhuber (SPD) legte listig - kurz bevor der Streit zu eskalieren drohte - einen Vermittlungsvorschlag vor: Man solle doch erst mal bis zur nächsten Sitzung darüber nachdenken. Karl verhinderte dadurch, dass es gleich zu Beginn zu solch peinlichen CSU-Abstimmungen kam ... die kamen später trotzdem.

Die QUH fragte noch - so wie es ihr besorgte Bürger aufgetragen hatten - nach den weiteren Plänen der Asphaltierung des Bachjägerwegs (zwischen Farchach und Manthal). Darüber habe zu gegebenen Zeit der Rat zu beschließen, ja, die Mittel stünden bereit, aber im Moment werde erst einmal die Straße vermessen. Wahrscheinlich wären die Bewohner von Harkirchen da anderer Meinung als die Farchacher, vermutete der Bürgermeister. - Da kommt was auf uns zu.

Dann das Großthema der Sitzung: Die Firma IK-T (Innovative Kommunikations-Technologien) legte ihren Bericht zur fehlenden Breitbanderschließung der Gemeindeteile im "Tal der digitalen Ahnungslosen" (u.a. Allmannshausen, Bachhausen, Höhenrain) vor.

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Ein schöner, teuerer Traum: So sähe es aus, wenn man die ganze Gemeinde mit Breitbandkabeln versorgen würde ...

Trotz der in Aussicht stehenden Zuschüsse von 100.000 € ist eine flächendeckende Breitbandversorgung der ganzen Gemeinde wohl nicht zu finanzieren. Alles müsste von Berg aus erschlossen werden. Ein Kabel Berg-Aufkirchen käme grob geschätzt auf ca. 39.000€. Von da nach Farchach käme man rechnerisch schon auf 109.000€. Von Aufkirchen bis nach Allmannshausen müßte man noch mal mit 158.000€ rechnen. Richtantennen (die die Signale über den See gezielt von Feldafing nach Allmannshausen funken würden) seien da punktuell billiger. Wer - so wie die QUH - angesichts des Tagesordnungspunktes auf einen schnelle Breitband-Lösung gehofft hatte (und drängte), sah sich enttäuscht: Erst einmal wurde die Firma, die das gründliche Gutachten erstellt hat, mit einer Ausschreibung beauftragt, wenn die erfolgt und ein Auftrag erteilt sei, könne es immer noch ein Jahr dauern, wurde uns erläutert. - Immerhin ist nach ständigen Bemühungen eine Lösung in Arbeit.

Dann wurde es fast peinlich: Es ging es zum wiederholten Mal um die Errichtung von Carports und einer Photovoltaikanlage auf dem Parkplatz des FSV Höhenrain. Die längst beschlossene Sache erschien erneut im Rat, weil eine völlige Asphaltierung des Parkplatzes zu teuer gekommen wäre. - Anlaß für die CSU mal ihr wahres Gesicht zu zeigen. Man wetterte gegen die Photovoltaik im Allgemeinen (ist halt kein Windrad auf der Maxhöhe) und hier im Besonderen, offenbarte ein verqueres Demokratieverständnis, indem man zu wiederholten Male versuchte, den demokratisch und mehrheitlich gefassten Beschluss zum Ausbau des Parkplatzes zu torpedieren. EUW, QUH, SPD & Grüne hielten dagegen und deshalb stand in der Abstimmung die CSU trotz vehementen Wortmeldungen recht einsam da: 14:4 wurde das Projekt "Photovoltaik in Höhenrain" gegen die Stimmen und das Polemisieren der CSU durchgewunken.

Nachdem GR Kaske schon bei TOP 4 das 0:1 der Bayern verkündet hatte, liefen dann die nicht endenden CSU-Wortmeldungen immer mehr ins Leere. GR Brunnhuber verlegte sich mehr und mehr auf "vorzeitges Zustimmen" zu den Beschlußvorlagen. Ihm und der Disziplin der anderen Gemeinderäte ist es zu verdanken, dass die - trotz CL-Halbfinale - fast komplett erschienenen Räte dann doch noch 2 Bayerntore zu Gesicht bekamen.

So traten wir - die Köpfe über den Zustand der CSU schüttelnd - hinaus und sahen froh die Bayern siegen.

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Montag, 26. April 2010

Der Kreisel d(ies)er Woche

The Kreisel's coming home! - Endlich müssen wir in Berg nicht mehr neidisch auf all die wunderschönen Kreisel der Welt sehen, die hier an dieser Stelle in den letzten Monaten präsentiert worden sind. Endlich können wir uns mit unserem eigenen Kreisel beschäftigen, ihn bewundern und hier im Blog eine neue Serie starten: "Der Kreisel diese Woche".

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Neukreisel in Berg samt erstem Gestaltungsvorschlag

Langsam werden am Berger Ortseingangskreisel die Konturen sichtbar, und um sich am ausstehenden Wettbewerb für die künstlerische Ausgestaltung des Kreisels schon einmal in Position zu bringen, haben die Bauarbeiter selbst schon den ersten Vorschlag realisiert. Sie präsentieren als Sinnbild unser Gemeinde durchaus nicht ohne Hintersinn eine knallgelbe Planierraupe. Ein avantgardistisches Readymade. Formschön sowie gut und scharf gedacht, die Herren!

Morgen im Gemeinderat geht es auch um ein anderes, der QUH am Herzen liegendes Thema. Es wird über die Zukunft der Breitbandversorgung in Berg Auskunft gegeben. Die ist auch dringend nötig, damit jeder den Film vom Tanz um den Maibaum sehen kann, den die QUH am 1. Mai hier statt eines Maifestes als digitale Weltpremiere präsentieren wird.

Sonntag, 25. April 2010

Politische Aktionen allerorten

Gestern war es noch die fast total gelungene Menschenkette von Aufkirchen bis Berg die für das Festhalten am eigentlich politisch beschlossenen Atomausstieg demonstrierte (die QUH war dabei).

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Der Bundestagsabgeordnete legt Hand an zur Aktion "Hände weg vom Atomausstieg!" (vgl. unseren Bericht unten)

Heute bewegte sich durch die Gemeinde eine noch größere Demonstration, die von Berg bis nach Percha reichte. Ohne dass die Brücke in Percha schon gesperrt wäre, kam es zu einer kilometerlangen, ideologisch allerdings völlig unmotivierten Autokette.

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Der erste schöne Sonntag am See

Weniger als befürchtet war der Rückstau an der Kreisverkehrsbaustelle in Berg, wo es durch einen intelligenten Ampeltakt trotz hohem Verkehrsaufkommen zu keinem nennenswerten Rückstau kam. Nächste Woche wird dann die Brücke in Percha einspurig.

Eine weitere, weniger öffentliche, aber dafür nachhaltigere politische Demonstration gibt es derzeit in Berg auch noch: Die QUH hat allein in der letzten Woche schon wieder gut 10% neue Mitglieder bekommen. Darunter befinden sich einige weitgereiste Berger (klar), Neubürger (denen die QUH-Seite hilft, sich in der Gemeinde zu orientieren), eine Mörlbacherin (Willkommen!), eine altgediente Starnbergerin (mit solidarischem Gruß), ein Höhenrainer (Oha!) und sogar ein ehemaliger CSU-Kandidat (kommt davon!) ist dabei. Wir heißen alle herzlich willkommen!

Wer es den Genannten gleichtun will, oder auch nur einen kleinen Beitrag dazu beitragen mag, dass wir dieses tägliche Blog auch weiterhin finanzieren können, kann einen kleinen Beitrag leisten.

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Jeder - auch ein/e Nicht-Berger/in - kann für nur 24 € im Jahr QUH-Mitglied werden. Der Antrag läßt sich hier herunterladen:

. Noch Fragen? quh@quh-berg.de

Samstag, 24. April 2010

Protest in Berg - die Menschenkette

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Die Menschenkette - ein echter Erfolg

Sage und schreibe 150 Kettenglieder fanden sich heute Mittag in Aufkirchen ein, um sich an der Berger Variante der bundesweiten Aktion für den Atomausstieg zu beteiligen.

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Oskar, bekennender Sozialist, wunderte sich zunächst, was sich da gegenüber unter dem strahlend blauen Himmel zusammenbraute.

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Klaus Barthel, Erika Laurent, Sissi Fuchsenberger

SPD-Ortsvorsitzende Sissi Fuchsenberger sprach einleitende Worte, Ex-Gemeinderätin Erika Laurent verlas ein Gedicht der Höhenrainerin Veronika Winkler über Tschernobyl aus dem Jahr 1986, die Männer, darunter SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Barthel, lauschten.

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Zu viel Spannung!

Die Menschenkette schaffte es dann tatsächlich, sich entlang einem rot-weißen Absperrband - das irgendwann riss - bis zum Ortsschild Berg zu formieren. Kompliment: Ziel erreicht - mit Unterstützung diverser SPD-Ortsverbände, Gemeinderäten von Grünen und QUH sowie einer Menge Berger Bürgern.

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Nach einer knappen Stunde war der Spuk vorbei, und die SPD freute sich im Biergarten weiter.

Oskar hingegen hatte gleich wieder Programm:

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Der Aufkirchener Maibaum wurde aufgestellt.

Menschenkette in Berg

Es gibt sie noch, die guten Dinge: zum Beispiel die gute, alte Menschenkette. 220.000 Teilnehmer reichten sich im Oktober 1983 die Hände, um gegen die Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen zu protestieren. Das war ein Rekord. Nun hat sich das Anliegen dieser haptischen Protestaktion gewandelt - es geht um Atomkraft. Der Berger Ortsverband der SPD holt die Menschenkette ins Dorf und bat die QUH um Ankündigung:

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Die eigentliche Aktion findet weiter nördlich statt: Die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel sollen am 24. Jahrestag des Tschernobyl-Unglücks durch eine 120 km lange Menschenkette verbunden werden. Der bundesweite Aktionstag wird durchgeführt von Parteien, Umweltverbänden und auch den Kirchen. Vor dem AKW Brunsbüttel wird Jan Delay auftreten, in Lüneburg rufen Bürgermeister und Landrat zur Teilnahme auf.

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Die Berger SPD-Chefin Sissi Fuchsenberger dachte sich kurzerhand: "Wir machen hier in Berg eine Kette!" - und ließ das Plakat umschreiben. Statt Brunsbüttel und Krümmel heißt es nun: Aufkirchen und Berg.

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"Gerade in dieser saturierten Gegend ist es wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen", meint sie. So viel Prominenz kann sie zwar nicht auffahren, hofft aber trotzdem auf eine rege Teilnahme.
Vor dem alten Feuerwehrhaus in Aufkirchen wird ab 10 Uhr ein Infostand stehen, ab 12 Uhr (alles ordnungsgemäß angemeldet!) wird die Kette über den Fußweg hinunter nach Berg gebildet. In Aufkirchen stehen schon die Parkverbotsschilder. Allerdings nur, weil die Burschen den Maibaum aufstellen...

Freitag, 23. April 2010

Gigantischer Schwarzbau in Berg entdeckt

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Heimlich, still und leise
(Foto: Erika Laurent)

Verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit, dennoch mitten in Berg, konnte über viele Monate hinweg bei heimlichen Bauarbeiten ein gigantischer Schwarzbau entstehen. Örtliche Handwerker waren nicht beteiligt.

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Die Trutzburg - Eingang nur vom Wasser her

Die Burg, die hier entstanden ist, wird streng vor Krethi, Plethi, Hinz und Kunz geschützt. Fotografieren ist zwar erlaubt, bei einer Störung des Haufriedens liegt jedoch sogar ein Straftatbestand vor. Der Bauherr, ein aus dem Leutstettener Moos eingewanderter Neuberger, lässt sich selbst nur selten in der Öffentlichkeit blicken. Manchmal grunzt und faucht er aus dem Inneren der Burg heraus. Schwimmen geht er heimlich. Zur Not kann er auch kraftvoll zubeißen, wenn er sich bedroht fühlt:

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Gerd Jäger zeigt Biberzähne

Unser Biber Fifi ist also gesund und munter.

Biberberater Franz Wimmer hat uns einiges dazu erzählt:
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Die Zähne eines Bibers sind vorne orange, weil die Vorderseite Eisenoxid enthält. Die hintere Schicht ist weicher und schleift sich schneller ab. Dadurch sind Biberzähne immer scharf.
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Der Biber hat keine natürlichen Feinde. Die Population reguliert sich allein "innerartlich", also über Revierkämpfe.
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Ob unser Berger Biber Fifi ein Männchen oder ein Weibchen ist, lässt sich von außen nicht feststellen. Er oder sie harrt nun eines Partners, der des Weges kommt - meistens sind das 2-jährige Jungtiere, die sich ein neues Revier suchen.
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Die Bäume, die der Biber anknabbert, wachsen nach. Der Biber mag gerne Weichlaubhölzer, die sowieso schnell wachsen. Da sie meist an Gewässern stehen, sind sie von der Evolution her an Verletzungen (v.a. durch Hochwasser) angepasst und treiben immer wieder nach. Die jüngsten Zweige der Weide enthalten sogar Geschmacksstoffe, die der Biber nicht mag.
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Vielen Dank, Herr Wimmer!
Die Biberberater Franz Wimmer (08143-271168 oder starnberger-see@lbv.de) und Sebastian Werner (08143-8808 oder
starnberg@lbv.de) haben schon jahrelange Erfahrung mit dem Biber. Zu weiteren Ansprechpartnern erhalten Sie auch Auskunft in der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Starnberg (08151-148-503).

Donnerstag, 22. April 2010

Die fehlende Wortmeldung

Bei einer Wortmeldung der Bürgerversammlung vom Dienstag versagte uns ja die Tastatur und die Sprache. Zum Glück gibt es da die professionelle Presse, die heute diese Lücke gefüllt hat. In ihrem Artikel "Genz-Anwalt zeigt Juristen des Landratsamtes an" berichtete die SZ:

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Bitte lächeln -Ausriß aus der "Starnberger SZ" v. 22.4.10

" ... in der Berger Bürgerversammlung. Genz, der gemeinsam mit (... seinem Anwalt; Anm. der QUH) erschienen war, wollte von Rathauschef Rupert Monn wissen, warum dieser ihm in einer zurückliegenden Gerichtsverhandlung unaufgefordert die landwirtschaftliche Privilegierung abgesprochen habe. Monn sagte, er werde sich zu einem laufenden Verfahren nicht äußern. "Sie überbewerten meinen Stellenwert. Es steht mir nicht zu, Privilegierungen zu erteilen. Auch in Berg gelten die Gesetze des Rechtsstaats, daran werden wir uns - so wie in der Vergangenheit - halten." Applaus im Saal. Zur Erläuterung: Seit Jahren versucht Genz die Privilegierung seines Betriebs zu erhalten, der nach eigenen Angaben inzwischen 120 Hektar umfasst. Damit verbunden dürften dann wohl etliche Gebäude stehen bleiben, für die der Kaufmann bislang keine behördliche Genehmigung hat. Abgesehen vom Mörserturm handelt es sich laut Landratsamt um zehn weitere aktenkundige Bauten - die neuesten Erkenntnisse der Ortsbesichtigung vom März noch nicht eingerechnet."

Anlaß des SZ-Artikels war eine neue Anzeige. Wir zitieren noch einmal: "Genz-Anwalt (... / Name ist der QUH bekannt) hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den Juristen des Landratsamts, Andreas Gaß, erstattet. Er wirft dem Beamten vor, das Grundstück der Vesta GmbH am 26. März widerrechtlich betreten zu haben. An diesem Tag hatte sich das Landratsamt mit Polizei-Unterstützung Zutritt zum Gelände von Siegfried Genz wegen möglicher Schwarzbauten verschafft.
Die Liste der Anschuldigungen ist lang: (...) verdächtigt den Beamten des Hausfriedensbruchs, der Anstiftung zum Hausfriedensbruch, der Verleitung Untergebener zu einer Straftat, der Rechtsbeugung und der Nötigung."

Auch die QUH hat heute wieder anwaltliche Post bekommen. ... Wie auch andere Medien auf die immer ähnliche Weise derzeit von Anwälten eingeschüchtert werden, darüber findet sich unter diesem Link http://carta.info/26015/abmahnrepublik-deutschland-i/ ein Artikel über die "Abmahnrepublik Deutschland".

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