Sonntag, 19. Dezember 2010

Qühe beim Bären

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Dazu einen heißen Caipirinha als Sundowner. Die Berger Winterterrasse

Petra, die Gastgeberin, freute sich mit einem "Wie geil ist das denn" über den Besuch der Qühe auf der Berger Winterterrasse. Ab 16 Uhr trafen sich ebenda spontan die Leit- und Herdenqühe zum Glühwein und Augustinertrinken oder um die Aussicht auf den See und das kommende Jahr zu genießen. Und siehe da: Ich mußte als Parteivorsitzender eingestehen, nicht mal alle Parteimitglieder zu kennen. (Hallo Markus!)

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Die Terrasse vom Hotel Schloss Berg: am 4. Advent ein einziger Quhstall

Beschlüsse wurden in dem Trubel keine gefasst, aber doch so mancher Plan für das nächste Jahr geschmiedet, in dem die QUH glatt schon 5jähriges Bestehen feiert: Einer der Pläne dreht sich um die Zahl 100. (Marsil, du wirst der erste sein!)

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Leitbulle und JungQUH

Der QUH-Adventskalender 2010 - das 19. Türchen

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Das Rezept vom 19. Dezember

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Rohrnudeln der Liebe

Als wir Maria Haberl aus Höhenrain um ein Rezept für unseren Adventskalender baten, erklärte sie uns, dass sie erst mit 20 Jahren bayrisch kochen lernte. Das ist immerhin vor 64 Jahren gewesen. Unsere Frage, ob sie denn keine gebürtige Höhenrainerin sei, beantwortet sie mit einer wunderbaren Liebesgeschichte:

Maria-HaberlAls Maria das erste Mal nach Berg kam, war sie 19 Jahre alt. Sie kam mit einem Flüchtlingszug aus Oberschlesien. Das war am weißen Sonntag 1945. Ihre erste Station war eine Scheune in Biberkor. Von dort verbreitete sich die Kunde von der Ankunft der Flüchtlinge in Windeseile, und nachdem der Pfarrer in Kirche gebeten hatte den Menschen Obdacht zu gewähren, kamen schon bald die Kommunionkinder herbei und holten je nach den räumlichen Möglichkeiten zwei bis drei Flüchtlinge zum Übernachten in die umliegenden Häuser und Höfe. Maria war allein. Sie ließ erst einmal Müttern mit Kindern den Vortritt. Doch auch sie bekam eine Unterkunft für die Nacht - auf dem Haberlhof in Höhenrain. Die Bäuerin nahm sie freundlich auf und hieß sie in der Kammer ihres Sohnes Titus schlafen. Der musste trotz Gipshax’n unten in der Stube nächtigen. Auch die folgenden Nächte konnte Maria auf dem Haberlhof bleiben. Die Haberls verschafften ihr eine Stelle in einer nahegelegenen Landwirtschaft, und schon bald wechselte Maria in den Haushalt von Dr. Lichtenberg nach Leoni. Sie fühlte sich wohl in Berg und hatte ihr Auskommen. Einer jedoch kreuzte immer wieder ihren Weg: Titus Haberl. An einem schönen Sommerabend lud er sie zu einer Bootsfahrt auf den See ein und machte ihr einen Heiratsantrag. So zog Maria 1946 wieder auf den Haberlhof und lebt dort noch heute. Mit Titus Haberl war sie 54 Jahre lang verheiratet. Und für ihn lernte sie nicht nur die bayerische Küche, sondern revolutionierte sie auch gleich noch. Denn während die klassischen bayerischen Rohrnudeln mit Zwetschgen gefüllt werden, füllt Maria Haberl ihre Rohrnudeln mit Zimt-Zucker-Äpfel. Das passt auch wunderbar in die Weihnachtszeit. Das Rezept ist etwas zeitintensiv, weil der Hefeteig immer wieder gehen muss. Auch der richtige Dreh, mit dem die Rohrnudeln in die Reine geschichtet werden, will geübt sein.

Maria’s Rohrnudeln

Zutaten:
  • 500g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 4 EL Zucker
  • 1 Brise Salz
  • 2 Eier
  • ¼ l Milch
  • 3 Äpfel
  • Zucker
  • Zimt
  • Butter nach Bedarf
Zubereitung:
  1. Die Hefe mit dem Zucker und warmer Milch in einer Tasse verrühren. Das Gemisch bis zum Tassenrand gehen lassen.
  2. Das Mehl mit dem Rest Zucker und einer Brise Salz mischen und aufhäufen und in der Mitte ein Mulde drücken. Eier und Butterflocken in die Mulde geben, dann das Hefegemisch aus der Tasse hinzugeben. Alles zu einem Teig schlagen bis Blasen kommen.
  3. Den Teig mit einem Tuch abdecken und zwei bis drei Stunden gehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder mit dem Finger Löcher in den Teig stechen, damit die Luft herausgeht. Dann wieder gehen lassen.
  4. Die Äpfel schälen, vierteln und mit Zimt und Zucker bestreuen.
  5. Wenn der Teig vom Kochlöffel fällt, ist er genug gegangen. Mit einem Löffel kleine Teigportionen abstechen, mit der Hand zu schönen Nudeln formen und etwas von der Apfelzimtmischung in die Mitte drücken. Nochmals gehen lassen.
  6. Etwas Butter zergehen lassen und in eine Reine geben. Den Boden der Reine mit Zimt und Zucker bestreuen, dann die Apfelnudeln ein wenig in dem Gemisch wenden und eng nebeneinander in die Reine setzen. Die richtige Handbewegung muss man ein wenig üben.
  7. Das Ganze 45 Minuten bei 180° rausbacken.
  8. Die Rohrnudeln auf eine Platte stürzen und noch einmal mit Zimt und Zucker bestreuen.

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