Donnerstag, 29. Juli 2010

Jenny Holzer wird 60!

Jenny wer? ... Nun: Jenny Holzer ist eine der berühmtesten amerikanischen Künstlerinnen. ... Na und? ... Zu Berg hat Jenny Holzer eine besondere Beziehung, wie uns in einem Gastartikel die Kunsthistorikerin, QUH-Blog-Leserin und Journalistin Katja Sebald schreibt, die mit der Künstlerin über Berg und Graf und Kunst gesprochen hat:

"Am 29. Juli feiert die amerikanische Konzeptkünstlerin Jenny Holzer ihren sechzigsten Geburtstag. Sie fühle sich Oskar Maria Graf verbunden, für ihre eigene künstlerische Entwicklung habe er eine entscheidende Rolle gespielt, bekannte sie kürzlich in einem Interview. Was aber hat die New Yorkerin mit dem berühmtesten Sohn der Gemeinde Berg zu tun?

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Jenny Holzer vor dem Münchner Literaturhaus (Photo: Peter Schinzler)

Jenny Holzer wurde 1950 in Gallipolis in Ohio geboren und ist heute eine der erfolgreichsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihre „Sprachkunst“ steht in der Tradition von Pop Art, Konzeptkunst und Minimal Art, aber auch in der Tradition von amerikanischen Künstlern, die ab den sechziger Jahren mit ihrer Kunst auf das sich immer mehr verändernde politische und soziale Klima in den Vereinigten Staaten reagierten. Bekannt wurde sie Mitte der siebziger Jahre durch ihre „Truisms“, kurzen knappen „Lebenswahrheiten“, die sie zunächst auf Plakate druckte und mit denen sie New Yorker Hauswände beklebte. „Protect me from what I want“ und andere eindringliche, aber oft einander widersprechende Sätze konnte man schon bald auf Lastwagen, T-Shirts und Kappen lesen, ...

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Ein "Truism": Holzer Spruch auf T-Shirt (Privatsammlung, Berg)

... schließlich liefen sie auch über die elektronischen Werbetafeln am New Yorker Times Square. 1990 vertrat Jenny Holzer als erste weibliche Künstlerin die USA mit einer Einzelausstellung auf der Biennale von Venedig und wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In Deutschland wurde Jenny Holzer auch einer breiten Öffentlichkeit schlagartig bekannt, als sie im November 1993 ein Heft des Magazins der Süddeutschen Zeitung gestaltete und für die Schrift auf der Titelseite von Frauen gespendetes Blut in die rote Druckfarbe mischen ließ. Mit dem Projekt „Lustmord“ wollte Jenny Holzer auf die Gewalt an Frauen während des Balkankriegs aufmerksam machen.

Wesentlich weniger Aufsehen erregte Jenny Holzer mit ihrem zweiten Münchner Projekt: 1997 wurde das von ihr konzipierte Denkmal für Oskar Maria Graf im Münchner Literaturhaus eingeweiht. Zur Erinnerung an „Münchens lautesten Dichter“ entwarf Holzer ein „Sprachdenkmal“, für das sie Zitate aus Grafs Werk auf Tassen, Teller und andere Einrichtungsgegenstände des Cafés im Literaturhaus drucken und einige Graf-Erzählungen über ein LED-Schriftband laufen lässt.

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Jenny Holzer Werk: Spruch von Oskar Maria Graf auf Teller (Privatsammlung, Berg)

Für Jenny Holzer keine einfache Aufgabe, denn sie spricht praktisch kein Wort Deutsch. Aber: „Ich mag schwierige Aufträge, denn dann muss ich angestrengter denken und arbeiten“, sagt sie rückblickend. „Es war nicht einfach, das lange Leben eines Mannes abzubilden, der wegen der Nationalsozialisten seine Heimat verlassen hat.“ Freilich, ob ihr das mit ihrer Textauswahl, für die sie sich auf andere verlassen musste, gelungen ist – das ist bis heute umstritten. Annemarie Koch, Grafs Tochter, jedenfalls boykottierte seinerzeit die Eröffnung des Literaturhauses und war der Meinung, dass Sätze wie „Mehr Erotik, bitte!“ und „Mehr Sexualität, die Herrschaften!“ eher auf Unterhosen als auf Tassen gehören würden. Jenny Holzer findet die Sätze nach wie vor „wirklich typisch“ für Graf und reagiert damals wie heute recht gelassen auf Kritik: „Ob die Kritiker wohl alle mit seinem Leben und Werk vertraut waren?“, fragt sie – und es klingt ein bisschen so, als verstehe sie sich als echte Graf-Kennerin.

In Jenny Holzers Werk findet das „Oskar Maria Graf Memorial“, das von den meisten Besuchern des Kaffeehauses eher als Werbegag denn als Literaturdenkmal wahrgenommen wird, bis heute kaum Erwähnung. „Das Graf-Projekt ist mir besonders wichtig“, sagt jedoch die Künstlerin: Sie habe dort erstmals nicht mit ihren eigenen Texten, sondern mit fremden gearbeitet – eine Vorgehensweise, die sie mittlerweile zum Prinzip erhoben hat, und mit der sie eine der wichtigsten politischen Künstlerinnen der Gegenwart geworden ist." Katja Sebald

Die Teller und Tassen, die Jenny Holzer für das Literaturhaus entworfen hat, kann man dort für wenige Euro kaufen. Vgl. http://www.literaturhaus-muenchen.de/haus/cafe.htm

Mittwoch, 28. Juli 2010

"Was habt ihr denn da wieder genehmigt?" ...

... lautet eine der am öftesten gestellten Fragen an die Gemeinderäte. Und es gehört zu den großen Enttäuschunges im Leben eines Gemeinderates, dass er sich zwar mit Gartenhäuschen in Bebauungsplanbereichen beschäftigen muss, aber keine Handhabe hat, wenn das Ortsbild nachhaltig beeinträchtigt werden könnte wie in diesem Fall:

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Unser Dorf soll schöner werden! 8 Wohneinheiten am Kreuzweg

Gegen solche geplanten und entstehenden Gebäude (wie in diesem Fall von der Wolfratshauser Südwest GmbH) gibt es kaum eine Handhabe, weil sie auf dem Verwaltungsweg nach §34 genehmigt werden, ohne dass der Rat gehört werden müsste (er hätte auch nichts dazu zu sagen).

Dies gilt also offensichtlich auch für dieses durchaus voluminöse Gebäude, das auf einem nicht sonderlich großen Grundstück am Kreuzweg (Maxhöhe) entsteht, das bislang von einem kleinen, verwunschenen Hexenhäuschen geschmückt wurde. Ob sich das genehmigte Haus "in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt", ist eigentlich Ansichtssache. Meist werden von der Verwaltung zur Beurteilung dieser kniffligen Frage objektive Kriterien wie Wandhöhen, Dachneigungen und ähnliche Zahlen der Nachbarhäuser zum Vergleich herangezogen. Denen scheint dieses Haus erstaunlicherweise zu entsprechen.

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Idylle zu Investment: Die Darstellung ist insofern "künstlerisch", da so viel Wiese auf dem Grundstück nicht vorhanden ist

Auf Bitten des Gemeinderats werden mittlerweile alle rein auf dem Verwaltungsweg genehmigten Bauten dem Rat monatlich angezeigt. Auf dem Verwaltungsweg werden Bauten zumeist genehmigt (oder abgelehnt), wenn 1. kein Bebauungsplan vorliegt und 2. das Gebäude im Innenbereich liegt und deshalb §34 BauGB Anwendung findet, der folgendermaßen lautet:

"Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden."

Wer sich für eine Wohnung dort interessiert: QUH-Blog Leser Rüdiger hat sogar schon das Immobilienangebot gefunden: http://www.schneider-prell.de/index.php?model=ff_webserverdat&action=detail&id=AC48FBAA-B8CE-494D-9DD0-A8299E5B8780 . Immerhin ist das Haus so hoch, dass der Makler vom Obergeschoss sogar "teilweise Seeblick" verspricht.

Dienstag, 27. Juli 2010

Höher, schneller, weiter

Im derzeitigen sportlichen Siegesrausch wollen wir weder unerwähnt lassen, dass die Berger Reserve mit Trainer André Bobby Wopper im Testspiel gegen den MTV München neun Treffer landete - sechs davon gehen allein auf das Konto von Timo Weid -, noch wollen wir das Berger Ehepaar Matula vergessen.

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Claudia und Markus Matula sind nämlich just beim Züricher Ironman angetreten und ins Ziel gekommen. Was heißt das genau? Ironman Switzerland bedeutet: 3,86 km Schwimmen im Zürichsee, 180,2 km Radfahren über zwei Runden zwischen Zürichsee und Greifensee mit 630 Höhenmetern pro Runde plus eine Marathon-Laufstrecke (42,2 km) über vier Runden entlang des westlichen und nördlichen Ufers des Sees bis Bubikon. Eine Hammerleistung! Sollten sich die beiden für den Ironman Hawaii qualifiziert haben, werden wir natürlich live von dort berichten!

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Sonntag, 25. Juli 2010

Grandioser Sieg des MTV Berg gegen den FC Bayern

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"Zwei Herzen wohnen, ach, in mancher Berger Fußballerbrust"

Nein, die Überschrift ist kein Witz. Für die so genannte "Grufti"-AH des MTV (Ü 40) wurde am Samstag ein Traum wahr. Die "Alten Herren" des MTV gewannen zum dritten Mal die Oberbayerische Senioren-B-Meisterschaft. Diesmal war es ein besonderer Sieg. Denn er wurde gegen die hoch favorisierte, konditionell wie spielerisch überlegene Mannschaft des FC Bayern München auf deren Platz in der Säbener Straße erkämpft.

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"So sehen Sieger aus ... schalalalala" - Die Grufti-AH des MTV unter Trainer Klausi "van" Böck

Schon vor der Pause war es ein Spiel auf ein Tor. Nur einmal kam MTV-"Alt-Fußballgott" Christian "Fred" Brunner frei zum Kopfball, verfehlte das gegnerische Tor aber knapp. Ansonsten kombinierten sich die Bayern munter durch die Berger Reihen, wo Abwehrrecke Erich Höhne, Libero (!) Erich Hirt und vor allem Torwart Bernie Hirmer schlimmeres verhinderten. Zusätzliche Brisanz bekam das Spiel von der Seitenlinie aus, wo sich FC-Bayern-Vizepräsident Bernd Rauch eingefunden hatte. Denn der Berger Bernd Rauch ist nicht nur Bayern-Vorstand, sondern auch Mitglied des "MTV-Förderkreises". Trotzdem war er mit Leib und Seele auf der Seite "seines" FC Bayern.

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Vorsitzende von links nach rechts: Dr. "Lenz" Friedrich (Vorsitzender des MTV-Förderkreises), sein Freund Bernd Rauch (Mitglied des Förderkreises, Bayern-Vizepräsident, Chef aller FCB-Amateurmannschaften), "Boller" Kalinke (Ex-MTV-Vize) und Christian Kalinke ("Presidente" der MTV-Fußballer)

0:0 stand es zur Pause, weil die Bayern das Spiel zwar dominierten, aber gegen die konzentriert kämpfende Dorfmannschaft des MTV keine hundertprozentigen Chancen herausspielen konnten.

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Pausenprogramm: Bernd Rauch zeigt den MTV-Fans sein Büro und erläutert begeistert seine Pläne für die Bayern-Basketballmannschaft

Mitte der 2. Hälfte fiel nach einem MTV-Abwehrfehler das lang erwartete Führungstor für die Bayern, und die mitgereisten MTV-Fans befürchteten nun das Schlimmste ...

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Dann geschah das erste einer Reihe von Fußball-Wundern. MTV-Urgestein Heiko Kayser eroberte sich im Mittelfeld den Ball, passte quer zu Alt-BOL-Trainer Wolfgang Krebs, der Christian Brunner im Strafraum mit einem weiten Pass bediente. Der Alt-Torjäger schob nach dem schönsten Spielzug des Spieles den Ball ins Tor und dürfte bei seinem Sohn und Bayern-Fan Leo an der Seitenlinie damit einige Achtung gewonnen haben. Bis zu dieser Minute hatte der Bayern-Torwart den Ball nur zu Abschlägen berühren dürfen.

1:1 stand es überraschend, als Heiko Kayser nach einer Hand-Abwehr im Strafraum mit Rot vom Platz geschickt wurde. Keiner der erfahrenen Bayern-Spieler traute sich zum Elfmeterpunkt. Zu bekannt war die Klasse des MTV-Torwarts Bernie Hirmer, der den fälligen Strafstoß auch prompt parierte.

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Fußballwunder No. 2 im entscheidenden Moment: Bernie Hirmer pariert einen fest geschossenen Bayern-Elfer

Mit nur 10 Mann und sichtlich am Ende der Kondition versuchten sich die Berger nun gegen anrennende Bayern ins Elfmeterschießen zu retten, als Fußballwunder Nummer 3 geschah: Der unermüdlich ackernde Christian Brunner hatte an der Mittellinie (weiter in die gegnerische Hälfte kam kam kein Berger mehr) einen Freistoß herausgeholt. Keiner der MTV-ler hatte die Kraft, wenigstens noch so zu tun, als ob man noch angreifen könnte oder wollte. Brunner passte quer zu Krebs, der sah, dass er niemanden in der gegnerischen Hälfte anspielen konnte. Krebs brüllte "Markus lauf", und Markus Calvin lief ... und lief ... und bekam im Strafraum den Ball, legte ihn sich kurz vor und versenkte ihn unhaltbar im Tor. 1:2 in Unterzahl! Die Bayern, die das Spiel bis dahin drückend dominiert hatten, waren erst verdutzt und rannten dann zunehmend wütend gegen das Berger Tor an. ... Umsonst! In der Schlussminute kam für den "Rekordmeister" noch Pech dazu, als ein mögliches Foul im MTV-Strafraum nur ein Kopfschütteln, aber keinen Pfiff nach sich zog.

Die Dorfmannschaft des MTV Berg hatte gegen die übermächtigen Bayern auf fremden Platz das Finale der Oberbayerischen Meisterschaft gewonnen, zu der 170 Mannschaften angeteten waren!

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Gold! MTV-Kapitän Roland Blum hängt Torwart und Matchwinner Bernhard Hirmer die Sieger-Medaille um. Dahinter: Markus Calvin, der Schütze des überraschenden Siegtores

Die Erfolgsstory könnte noch weitergehen. Für die Senioren-B-Mannschaft geht es jetzt am 25.9. in Nürnberg sogar um die Bayerische Meisterschaft. Und bald hat die "Kampf"-AH des MTV Gelegenheit, das Kunststück zu wiederholen. Auf dem heimischen Platz steht die Senioren-A-Mannschaft des MTV gegen Dachau schon am nächsten Wochenende ebenfalls im Finale um die Oberbayerische Meisterschaft in ihrer Klasse.

Samstag, 24. Juli 2010

40 Jahre Schönheit

Es gibt einen Platz in unserer Gemeinde, wo sich der Eingang ins Paradies ganz in der Nähe befinden muss.

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40 Jahre Kampf für Schönheit und Natur: der Assenhauser Hof in Farchach

Es gibt viel, was der Simmerl und die Hanna am Assenhauser Hof am Kirchplatz in Farchach herstellen: köstlichen Käse, den es Samstag- und Mittwochvormittag zu kaufen gibt, und alles, was ein seit 40 Jahren - anfangs gegen große Widerstände - biologisch-dynamisch geführter Hof sonst noch hergibt (Milch, Ziegen, Feldgemüse. Blumen, Honig).

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Samstag und Mittwoch 9-12 Uhr Köstlichkeiten am Kirchplatz: "Mit Bergkäse und Camembert wird noch experimentiert ..."

Ihr kostbarstes Gut ist allerdings - neben den köstlichen Lebensmitteln, die sie herstellen - die Schönheit, die Idylle, die Ruhe und auch das Lachen der Kinder, die andauernd auf ihrem Hof herumtollen. Die Bauern machen sich Gedanken, wie sie möglichst schonend und ohne Chemie die Äcker pflegen. In den ersten Jahren wächst hauptsächlich Unkraut und Spott. Heute geht mir jedes mal das Herz auf, wenn ich den Hof nur betrete und ich bin damit nicht allein: "Viele Schulklassen waren bei uns zu Besuch", schreibt Hanna im gerade erschienenen 'Assenhauser Hofbrief', "um Brot zu backen und die Tiere anzuschauen. Am schönsten ist es für uns zu sehen, mit wie wenig sich die Kinder begeistern lassen und wie hungrig sie sind, etwas Wirkliches zu erleben. Das tollste für sie ist, ein warmes, frisch gelegtes Ei in den Händen zu halten, mit den Kühen in die Mistrinne zu pieseln, den Duft der Backstube einzuatmen und zu sehen, wie eine Ziege frech über den Zaun springt."

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Idylle pur: die 8 Ziegen und 13 Zicklein des Assenhauser Hofs im Frühjahr

Im selben Hofbrief schildert Bauer Steffe recht ergreifend, wie er jahrelang darum rang, den richtigen Pflug für die Äcker zu finden. Heute wird am Assenhauser Hof 40 Jahre Ökolandbau mit einem Hoffest gefeiert. Ab 16 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, Hollersirup und Musik. Man kann Kühe melken und Tiere füttern. Um 18 Uhr gibt es ein Kasperltheater und um 18.30 eine Felderbegehung. Auch der Acker, auf dem Simon und Hanna im letzen Jahr mit 60 Bergern die Aktion "Zukunft säen" ins Leben gerufen haben, ist dabei (am 26.9. in diesem Jahr ist es wieder soweit: der ganze Acker wird von Hand eingesät).

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Vorbereiten für das Fest heute Abend: "Büffet, Musik und Tanz"

Freitag, 23. Juli 2010

Das Gewitter von Gestern

QUH-Mitglieder gibt es ja bekanntlich überall. Eines davon heißt Dirk ist gerade in Peking und befand sich gestern Abend, als das Gewitter kam, in einem Flugzeug hoch über uns und dem Starnberger See. Dirk schickte uns gerade um den halben Globus diese einmaligen Bilder von dem "Übeltäter" von gestern:

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Oben Gewitter, unten Berg

Dirk schreibt dazu: "Es soll ja recht gewittert haben in Berg, also rein wetterbedingt! Auf dem Weg in die Ferne anbei der Übeltäter, 10 KM hoch und sehr aktiv! Ein klassischer Cumulunimbus, oder auch "die gemeine Gewitterwolke". Liebe Grüsse aus Peking, Euer Dirk."

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"Gemeiner Cumulunimbus" gestern über Berg

Sommer bei jedem Wetter - unser Berger Wochenende

Ende Juli drängen sich immer wieder die Feier-Highlights. Dieses Wochenende sind es drei Veranstaltungen für wirkliches jedes Alter. Die diversen Feierlichkeiten beginnen heute in Farchach und enden erst am Sonntag in Höhenrain:

Freunde des Wetters werden die Farchner in diesem Jahr allerdings nicht mehr. Erst verregnet es das Sonnwendfest, dann brennt beim verlegten Abfackeln der durchnäßte Scheiterhaufen stundenlang nicht an ... und jetzt das:

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In weiser Vorausschau haben die Farchner deshalb ihrem Sommerfest, das heute abend stattfindet, prophylaktisch den Zusatz "bei jedem Wetter" verpaßt:

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Wetterunabhängig sind dagegen unsere geliebten Fuizler, die am Samstag in Hearoa auf der Wiese ihr legendäres "Rock im Fuiz" veranstalten.

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Ort dunkler Exzesse: Das noch still daliegende "Rock im Fuiz"-Zelt in Höhenrain

Wie im letzten Jahr spielen "Bitter Lemon" alles was wie AC/DC klingt. Dazu gibt es leckeres Reutberger Bier oder Goaß'n-Maß und die Burschen und Madln tragen furchterregend schwarze Hemden auf denen der Spruch prangt: "Mia san Fuizla und ia need" oder "Hier regiert Hearoa!". (Den Link zu den Photos des Burschenvereins, der hier zu finden war, haben wir auf deren Wunsch wieder entfernt).

Danach ab zum Auslüften:

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Für die Blader: Höhenrain macht zu

Erst zum vierten Mal, aber noch origineller: der "ultimative Höhenrainer Familien-Skater-Abend" (O-Ton Markus Pfeiffer von der Kolpingsfamilie Höhenrain). Alles, was rollt und kein Fahrrad ist (Skater, Rollerfahrer, Boarder) trifft sich am Sonntag um 18 Uhr am Kloiberkreuz (Ecke Attenhauser- Bachhauserstraße) und rollt dann auf abgesperrten Straßen durchs Fuiz. Danach wird mit den Zuschauern am Pfarrheim gegrillt und die ganze Veranstaltung trägt deshalb den wunderschönen Namen "Blade´n´Barbecue". Schon vor Jahren war die QUH-Korrespondentin von diesem Event äußerst angetan: Vgl. unseren Artikel von 2007 http://quh.twoday.net/stories/5846116/

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Den Grill im Blick durchs Fuiz rollen

Donnerstag, 22. Juli 2010

Die rote Bank

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Von über zwanzig Firmlingen wurde letzten Freitag eine rote Bank von Aufkirchen nach Höhenrain getragen.

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Die rote Bank wandert derzeit im Dekanat Bad Tölz-Wolfratshausen von Pfarrei zu Pfarrei und lädt mit dem Spruch "Mach mal Pause" zum Ausruhen ein. An der Seite befindet sich ein Briefkasten mit einem Buch darin, in das man seine Gedanken schreiben kann. Bis zum Samstag steht die rote Bank noch unter der Birke an der Kirche in Höhenrain.

Wir sagen jetzt mal nichts / Folge 11

Auch wenn wir von der QUH bekanntlich bis vor den Senat des Oberlandesgerichtes für das Recht auf freie Rede kämpfen ... irgendwo ist dann doch ein Ende.

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Botschaft auf der Maxhöhe

Mittwoch, 21. Juli 2010

Gestern der Gemeinderat: parzellenscharf!

Wow! Auch aus einer langweilig einstimmigen Gemeinderatssitzung kann die Welt verbessert hervorgehen! - So geschehen gestern in Berg, wo sich nach Ablauf der Sitzung einige Räte noch zur Gründung des VVV.e.V. im Hotel Schloss Berg trafen. Der Verein ist noch in der Gründungsphase, dürfte aber schon wegen seines Vereinsziels (Mitglied darf nur werden, wer von einer bestimmten Person juristisch belangt wird), mit starken Zuwachsraten hoffen.

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Nach der Sitzung im Hotel Schloss Berg:
Jetzt kommen die besten Ideen!

Zunächst aber zur Verbesserung der Welt durch politische Parteien, Gemeinderäte und Gemeindeverwaltung:

Die kleine Sensation gleich vorweg: Durch den Umzug des Kulturvereins in das Aufhausener Fides-Gebäude und durch die Anstellung einer neuen - von der Gemeinde finanzierten - Fachkraft durch "KinderArt" kann schon zum neuen Schuljahr eine neue, dringend benötigte Hortgruppe in Aufkirchen geschaffen werden! - Wahnsinn, wie schnell so etwas gehen kann. Großes Lob, Herr Bürgermeister! Da hat jemand scharf nachgedacht und schnell gehandelt!

Eine etwas kleinere Sensation hinterher: Elke Link (QUH) verkündete sichtlich stolz, dass das Projekt "BERGER BETRIEBE LADEN EIN", das am 10.10.10 möglichst viele Berger Betriebe zu einer gemeinsamen Leistungsschau versammeln soll ( http://www.bergerbetriebe.de/ ), so gute Fortschritte macht, dass die Internetseite, auf der ein Großteil der Betriebe schon jetzt zu finden ist, ab heute online ist: http://www.bergerbetriebe.de/berger_betriebe.php
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Das Großprojekt für die heimische Wirtschaft: 10.10.10

Die Seite verzeichnet auch, wo in der Gemeinde es Ferienjobs, Praktika und Ausbildungsplätze gibt. Jeder Berger Betrieb ist herzlich eingeladen, teilzunehmen oder sich kostenlos verzeichnen zu lassen. Einfach eine Mail an: info@bergerbetriebe. Der Rat spendete für die Aktion - wir werden berichten - spontan lauten Beifall, und Alexander Reil, der geschäftsführende Beamte, verkündete strahlend, dass das Interesse an dieser Veranstaltung "überraschend groß" sei.

Und noch ein Grund zur Freude: Die Initiative für einen Kempfenhauser Dorfplatz, die von EUW und Jokl Kaske (QUH) vorangebracht wurde, hat - wenn eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer gefunden werden kann - große Chancen auf Erfolg. Sogar einige Parkplätze für die Klinik könnten so noch entstehen (und von der Staatsstraße verschwinden).

Und noch eine Freude: Am 20.9. sollen die Bauarbeiten bei der FFW Allmannshausen beginnen (und kurz darauf die Staatsstraße auch fast termingerecht fertig gestellt werden).

Der Rest der Sitzung handelte vom juristischen Unterschied zwischen diesem Zustand ...
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... und diesem:
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Fazit: Das Türmchen für den Anemonenweg ist durch. Das Verfahren, das die Gemeinde gegen ein Einfamilienhaus auf der Wiese am Klosterweg angestrengt hat, noch nicht. Am Kreuzweg entsteht - allerdings ohne Einspruchsmöglichkeit - ein Haus mit 8 (!) Wohneinheiten. Wie so etwas möglich ist, lernten die Gemeinderäte ebenso wie die Tatsache, dass ein Flächennutzungsplan nicht "parzellenscharf" sei und dass es eine Niederschlagswasserfreistellungsverordnung (kurz NWFreiV) gibt.

Das reichte! Ab in die Modestrecke: Die Auszeichnung der QUH für die originellste Kleidung des Abends geht diesmal an Andi Gastl-Pischetsrieder, das alte Rothemd von der CSU:

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Werbung im Gemeinderat: Ist das erlaubt? Egal, es schmeckt lecker.

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