Betreutes Wohnen

Dienstag, 31. März 2009

Betreutes Wohnen - ein "internationaler" Vergleich

Heute ist der Antrag im Gemeinderat; letzte Gelegenheit, sich zu informieren. So sieht "Betreutes Wohnen" anderswo aus:

IMG_7067
Inning - Farbbänder wie in Berg

IMG_7043
Gilching - Laubengänge, ein bisschen wie in Berg

Elke und Elke (QUH/QUH) begaben sich on the road - nach Gilching (51 Wohneinheiten) und nach Inning (31 Wohneinheiten), um sich da und dort das realisierte "Betreute Wohnen" anzusehen. - Hier der direkte Vergleich:

IMG_7054
Gilching - ein sehr schönes Detail

Während in Inning (Fertigstellung 2008) - so wie in Berg geplant - die Fassaden durch bloße Farbbänder strukturiert werden, wird in Gilching (Fertigstellung 2009) stets ein kleiner Rücksprung gebaut, wenn es farbig wird. Es gibt nette Details: Gelbe Nischen im Sichtbeton für die Beleuchtung, innen Eichenstufen mit passenden Fußleisten kombiniert mit schwarzen Schieferfliesen - das gefiel uns gut. Von außen sieht das im Vergleich so aus:

IMG_7049
Gilching

IMG_7056
Inning

IMG_7042
Gilching

IMG_7060
Inning

IMG_7041
Gilching

IMG_7059
Inning

In Gilching, dem neueren Projekt, wurde etwas mehr Liebe ins Detail gesteckt. Ansonsten ist schon an den horizontal angeordneten Holzleisten zu erkennen: Soo unterschiedlich sind die Gebäude nicht. Wen wunderts? Bauträger in Zusammenarbeit mit der Gemeinde in Inning: Zweckverband für den sozialen Wohnungsbau im Landkreis Starnberg. Preisträger: Architekturbüro Schinharl Höss und Amberg. Bauträger in Gilching: Zweckverband für den sozialen Wohnungsbau im Landkreis Starnberg. Preisträger: Architekturbüro Schinharl Höss und Amberg. - und in Berg (Fertigstellung hoffentlich 2010)? - Klar: Zweckverband für den sozialen Wohnungsbau im Landkreis Starnberg. Preisträger: Architekturbüro Schinharl Höss und Amberg. Nach den bisher vorliegenden Entwürfen wird Berg eher Inning ähneln. - Gilching wird im Rahmen der "Architektouren 2009" öffentlich zu besichtigen sein. Seeblick hat man allerdings nirgendwo.

Dienstag, 24. März 2009

Betreutes Wohnen

DSC_0154a

Die ehemalige Gemeinderätin Erika Laurent, die im Ökumenischen Kranken- und Altenpflegeverein Aufkirchen/Berg e.V. engagiert ist, berichtet heute auf Einladung der QUH freundlicherweise als Gastreporterin für unser Blog über die öffentliche Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag. Here goes:

DSC_0167
Wolfgang Dietz und Bürgermeister Monn

"Das Thema lockte am Freitag, den 20. März 2009 um 19.30 Uhr ca. 70 Interessierte in das Evangelische Gemeindezentrum nach Berg. Nachdem die Vorstandswahlen abgeschlossen waren - geleitet von Pfarrer Piotr Wandachowicz -, stellte Bürgermeister Rupert Monn die Pläne des Architekturbüros Schinhart/Höss/Amberg vor und erläuterte eingehend das neue Projekt. In den 3 neuen Häusern am nördlichen Ortsausgang von Berg werden 26 barrierefreie Mietwohnungen für ältere Mitbürger entstehen in einer Größe von 44 bis 70 qm. Bauherr ist der Zweckverband für den Sozialen Wohnungsbau in Starnberg – Baubeginn Juli 2009. Bezugsfertig könnten die Wohnungen 1 1/2 Jahre später sein. Es gibt bereits eine Reihe von Interessenten für dieses Projekt. Die Gemeinde kann 80% mit Bürgern aus Berg belegen, die restlichen Wohnungen sind für Bürger aus anderen Landkreis-Gemeinden vorgesehen.

Wichtig zu wissen ist: «Betreutes Wohnen» ist kein Heim. Alle Bewohner leben dort selbstbestimmt, eigenverantwortlich und in völliger persönlicher Freiheit. Gleichzeitg besteht aber die Möglichkeit, Betreuung in Anspruch zu nehmen. Für diese Betreuungsangebote wird monatlich eine noch festzulegende Betreuungspauschale erhoben. Wenn jemand pflegebedürftig ist oder wird, hat er die freie Wahl, für welchen Pflegedienst er sich entscheidet.

Besonders ermutigend war das Beispiel aus Inning. Dort betreut die Nachbarschaftshilfe e.V. ihr Betreutes-Wohnen-Projekt seit August 2008 mit großem Erfolg und viel Freude.
Pfarrer i.R. Wolfgang Dietz (Sohn der Vereins-Mitbegründerin Dr. Christa Wagner) zeigte u.a. Fotos aus Inning und erzählte auch aus seiner langjährigen seelsorgerischen Arbeit, dass die Bewohner immer wieder betonten: «Ach, hätten wir uns doch schon viel früher zu einem Umzug entschlossen». Die Mühen in einem nicht-altersgerechten Haus oder einer Wohnung sind mit zunehmendem Alter immer schwieriger zu bewältigen – in dem neuen Wohnprojekt gehören diese Sorgen der Vergangenheit an.

Der Ökumenische Kranken- und Altenpflegeverein wird sich im neugewählten Gremium nun intensiv mit dem Konzept des neuen Projekts BETREUTES WOHNEN beschäftigen. Es gibt schon eine ganze Reihe von Ideen. Diese reichen von regelmäßigen Bürozeiten im Hause über gemeinsame Frühstücks- und Kaffeerunden bis hin zu Singabenden, Kamingesprächen, Lesezirkeln, Filmvorführungen und vieles mehr. Das Haus soll den Bewohnern ein freudvolles, angenehmes und würdevolles Leben im Alter ermöglichen. Hier soll ein Zuhause entstehen, in dem Wärme, Respekt und ein liebevolles Miteinander Vorrang haben."

Wir danken Erika Laurent für diesen Beitrag.
Die QUH bat auch das BRK um Stellungnahme.

Der Verein sucht übrigens - das hat NICHTS mit dem Betreuten Wohnen zu tun - für den Ambulanten Dienst eine/n exam. Krankenschwester/Krankenpfleger auf 400 €-Basis - später Festanstellung möglich. Auskunft: Frau Stifter, 50011.
Es sind täglich, derzeit von 11 Pflegekräften, im Durchschnitt 35 Patienten zu pflegen - je nach Pflegestufe mehr oder weniger intensiv und aufwendig. Außerdem gibt es einen regelmäßigen Besuchsdienst für Kranke und ältere Alleinstehende.

Fotos: Iradj Teymurian

Freitag, 20. März 2009

Frühlings wird's, die Bagger sind da!

In aller Ruhe rollte der erste Bagger für all jene Bauarbeiten und Projekte an, die das Erscheinungsbild von Berg verändern werden, wie zuletzt nur der Bau des Huberfeldes.

P1020975
"Betreutes Baggern"

In aller Stille rollte gestern ein Bagger auf das Grundstück für das "Betreute Wohnen"; jenes verdienstvolle Großprojekt, das der Gemeinde viel Lob (für das Zustandekommen) und einiges an Kritik (für das ungenügend durchdachte architektonische Erscheinungsbild) eingebracht hat.

P1020973
Nächstes Jahr soll Eröffnung sein: Das noch leere Grundstück für das "Betreute Wohnen" (ohne Seeblick) in Berg

Hoffentlich rollen auch bald gegenüber beim MTV ein paar Bagger an! Wie die Berger Ortsmitte/Ortsdurchfahrt hinter all diesen Großprojekten aussehen wird, darüber wird am Samstag vor Ort u.a. der PUVE-Ausschuss (Planung, Umwelt, Verkehr & Energie) vor Ort beraten.

In Bachhausen ist man da schon weiter: Schon länger gesperrt ist dort die Ortsdurchfahrt. Mit dem Abschluss der Arbeiten (und einem Ende der Umleitung des Verkehrs durch Farchach) ist nicht vor dem Herbst zu rechnen.
sperrung-bachhausen
Der offizielle Plan: Bachhausen wird noch schöner werden!

Donnerstag, 19. Februar 2009

Schildbürgerstreich: Architekten verbauen Seeblick

Das teuerste Gut des Bergers ist sein Seeblick. Viele juristische Auseinandersetzungen wurden um dieses kostbare Gut schon geführt. Auch vom Grundstück für das "Betreute Wohnen" am Ortseingang von Berg hat man einen - zumindest im Winter:

MEMO0094
Grandios: Seeblick für die Senioren

Denkste! Der größte Einwand der QUH gegen den Architektenentwurf war immer, dass er sich nicht das geringste um Berger Verhältnisse kümmert. Das schlagendste Argument dafür (abgesehen von geschmäcklerischen Gründen): Dort wo dieser Seeblick vorhanden ist, wurden größtenteils nackte Wände oder Carports geplant! Ein Schildbürgerstreich, wie er im Buche steht.

MEMO0074
Ohne Bezug zur Umgebung: Betreutes Wohnen in Idealansicht

Was passieren wird: Am Ortseingang von Berg wird ein uninspirierter Baukomplex entstehen, der für eine Ortsrandbebauung von ungewöhnlichen Ausmaßen ist. Schon jetzt befürchten einige, dass das Ensemble nicht nur unschön aussehen könnte (als erstes grüßt am Ortseingang das Müllhäuschen), sondern auch Auswirkungen auf weitgehende Bauwünsche der Nachbarn und gegenüber am leeren "Kirchengrundstück" am Huberfeld haben könnte.

Um die Dimensionen des geplanten Gebäudes zu ermessen, lohnt es, zum Rathaus zu gehen und sich vorzustellen, dass die neuen Gebäude, die am Ortseingang neben dem Kreisverkehr nur etwa acht Meter vom Radweg entfernt aufragen werden, ungefähr die Form des Rathauses haben. Sie sind allerdings noch ein Stockwerk höher und entsprechend breiter. (Zur Erinnerung: Selbst der Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet in Höhenrain schreibt eine höchstens zweistöckige Bebauung vor.) Und es sind drei solche Gebäude, die durch Gänge miteinander verbunden sind. Anderes Beispiel? Man fahre Richtung Sibichhausen, wo der Ortseingang durch drei parallel ausgerichtete Häuser bereits dauerhaft zerstört ist.

Die Architekten hingegen sind so "gewissenhaft" auf die Situation in Berg eingegangen, dass sie ihre früheren Entwürfe aus Inning und anderswo nur wenig überarbeitet haben. Sie präsentieren dem Rat zudem gern eine Ansicht, die niemals jemand haben wird: nämlich von Südwesten (vom bebauten Ort her).

MEMO0074_2
Irreale Architektenphantasie: Sie präsentieren eine Ansicht von Südwesten, die nur im Plan möglich ist (eigentlich verbaut)

Das schlagende Argument dafür, dass die Architekten die Situation vor Ort nicht genügend bedacht haben bleibt - neben der gestalterischen Beliebigkeit - der verbaute Seeblick: Zumindest jetzt im Winter könnten die Senioren in Zukunft einen begehrten Seeblick genießen ... theoretisch: denn überall, wo sie auf den See blicken könnten, befinden sich in den Entwürfen Wände mit höchstens kleinen Fenstern.

In der Enttäuschung über den Entwurf sind sich konservative Parteien (CSU) und fortschrittliche (QUH) einig - wenngleich aus unterschiedlichen Gründen. Die Kritik der QUH an den "drei vom Himmel gefallenen Bauklötzen" äußerten wir vehement bereits im letzten Jahr unter: http://quh.twoday.net/stories/5314064/ . GR Andi Hlavaty formulierte vorsichtig, dass offensichtlich "die meisten im Rat mit den Entwürfen noch nicht ganz zufrieden seien". Egal, alles wurde bisher genehmigt (zuletzt der Bebauungsplan).

sha_grundriss1
Grundriss für ein Denkmal: Der genehmigte Entwurf

Befürwortet wurde - entgegen der Empfehlung des Kreisbaumeisters - der Designvorschlag, das Dach 30cm überstehen zu lassen. Er wurde von den willenlosen Architekten widerspruchslos hingenommen. Es ist ein Trauerspiel.

Am Ende, als die lange, ermüdende und manchmal gar wütende Diskussion über die Gestalt des "Betreuten Wohnens" endlich vorbei war, prophezeite der Bürgermeister, dass wir als Gemeinderäte im nächsten Jahr stolz in den neuen Häusern stehen und uns auf die Schultern klopfen lassen würden für das Schöne, das wir erreicht haben ... auch GR Haslbeck meinte, das "Betreute Wohnen" würde ein Denkmal für den Gemeinderat werden: allerdings ein Negatives!

So, jetzt ist genug geschimpft. Morgen gibt es wieder mal was Nettes!

Dienstag, 11. November 2008

Betreutes Wohnen, der Favorit

Heute soll im Gemeinderat die Entscheidung über den zu realisierenden Entwurf für das Projekt "Betreutes Wohnen" fallen. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde - wie berichtet - der Entwurf der Architekten Schinhard Höss Amberg vom kompetenten Referenten des "Zweckverbandes für den sozialen Wohnungsbau" stark favorisiert. Er sei am funktionalsten, was niemand bezweifeln kann. Außerdem würde er sich in die Umgebung eingliedern. Dies wiederum bezweifele ich stark.

Schon auf dem Lageplan erinnern die drei Gebäude eher an drei vom Himmel gefallene Bauklötze, die ganz offensichtlich keinerlei Bezug zur Umgebung haben:
SHA-Luftbild
Bauen ohne Rücksicht auf die Umgebung

Der Vorteil des Entwurfs ist die Auflösung des großen Komplexes in mehrere Einzelbauten. Aus der wichtigsten Blickrichtung kommt dies am allerwenigsten zur Geltung. Im Gegenteil! Aus Richtung München kommend würde sich von der Gemeinde Berg zuerst folgendes desaströses Bild eines langen Riegels bieten, der jeglichen Ausblick aufs Dorf verhindert und selbst auch wenig abwechslungsreich ist:
SHA-Nordost
Ansicht von Nordosten

Nur scheinbar besser ist die Ansicht von Südosten (von der Staatsstraße aus, nach Durchfahrt des ungeliebten Kreisverkehrs). Zwar erscheinen hier drei Baukörper, diese wirken durch die absolut einfallslose Gestaltung aber in der Tat wie "Sozialer Wohnungsbau" der schlimmsten Sorte. Auch der von BM Monn ins Protokoll aufgenommene Vorschlag nach Dachüberständen kann hier nichts mehr helfen: So sieht uninspirierte architektonische Serienware von der Stange aus.
SHA-Suedost
Ansicht von Südosten

Der Beweis für letzte Behauptung? Nun, egal wo Schinhard Höss Amberg in den letzten Jahren Projekte für "Barrierefreies Wohnen" gebaut haben, überall sehen ihre Entwürfe ähnlich aus:
koenigsbrunn
Barrierefreies Bauen in Inning
blaustein
Ein Gleiches in Blaustein
koenigsbrunn2
Ein Gleiches in Königsbrunn

Und dies ist nicht etwa Ausdruck eines starken "Stils", sondern eher das Gegenteil: Bauen am Fließband. Immer ähnlich, egal wie die Umgebung aussieht. Weitere, immer ähnlich aussehende Bilder finden sich auf der Internetseite der Architekten: http://www.schinharl.de/barrierefrei-inning.html .
inning

QUH-Analyse: Nicht nur ein barrierefreies, sondern ein absolut inspirationsfreies Bauen. Architektur aus dem Billigkatalog. Die bisher realisierten Projekte der Architekten lassen die in der letzten Ratssitzung zur Hoffnung gebrachte Aussicht auf ästhetische Verbesserung sinnlos erscheinen. Bitte so nicht in Berg! Und erst recht nicht am Ortseingang!

QUH

Litfaßsäule

clip_image001

Aktuelle Beiträge

Kreisel der Woche
Jetzt wird es ernst: die nächste Gemeinderatssitzung...
Hirte - 2009/11/06 17:31
Schweinegrippe im Selbstversuch...
Nebenwirkungen? - Mit einem Wort: Ja (und zwar nicht...
ammer - 2009/11/05 21:37
Schweinegrippe im Selbstversuch...
Nach den Horrormeldungen über die Ausbreitung...
ammer - 2009/11/04 21:08
Schweinegrippe im Selbstversuch...
Dr. Patrick Raithel impft in Berg QUH: Herr Dr. Raithel,...
Elke Link - 2009/11/04 12:09

QUH-Zähler

Blogger Status

Du bist nicht angemeldet.

QUH Suche

 

Status

Online seit 1283 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2009/11/07 09:55

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB


Gemeinderat-News
QUH wählen!
QUH-Kontakt
Wahlversprechen
(1) Energiekonzept
(2) Jugend & Sport
(3) Kultur-Events
(4) Ortsmitten Berg
(5) Wirtschaft
Parteien
QUH-Kandidaten
Adventskalender
Betreutes Wohnen
Bürgerforum
Filme aus Berg
Heimat & Natur
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren