(4) Ortsmitten Berg

Montag, 5. Oktober 2009

Chaostage in Berg

Zum Verkehrschaos kommt es heute in Berg. Gerade noch rechtzeitig vor Winterbeginn bessert das Straßenbauamt endlich die Winterschäden auf der Ortsdurchfahrt aus (die nächstes Jahr hoffentlich - samt einer Halballee und neuem Radfahrweg - ganz saniert werden wird).

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Nichts fährt mehr. Die Ortsdurchfahrt Berg heute mittag.

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Unterm Asphalt liegt das Loch. Notdürftige Ausbesserungen.

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Von kubistischer Schönheit. Der neue Asphalt.

(Abendlicher Nachtrag: Natürlich hatte ich wieder einmal übertrieben. Die Arbeit ist erledigt. Die Straße liegt still und stumm. Es war nur ein einziger Chaostag. Wie schell es gehen kann. Und alles ist gut.)

Mittwoch, 9. September 2009

Baustellen des Bösen

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"Vieux faubourgs?"

Eines der schönsten Gedichte aus Charles Baudelaires epochemachendem Zyklus "Les Fleurs du Mal" (Die Blumen des Bösen) heißt Le Cygne (Der Schwan) und es handelt davon wie sich im 19. Jahrhundert ganz Paris in eine einzige Baustelle verwandelte, die eine ganze alte Welt unter sich begrub. Den Bürgern blieb nur Melancholie:

"Paris change! mais rien dans ma melancholie
N'a bougé! palais neufs, èchafaudages, blocs,
Vieux faubourgs, tout pour moi devient allégorie,
Et mes chers souvenirs sont plus lourds que le rocs"

Übersetzt heißt das in etwa:

"Berg verändert sich! Aber mir bleibt nur die
Melancholie! Neue Paläste, Gerüste, Steinblöcke
Alte Vorstädte ... alles wird zu einer Allegorie
Und meine geliebten Erinnerungen sind schwerer als Felsen."

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"Échafaudages, blocs"?

Auch ohne den 39m-Kreisverkehr und den souzialen Wohnungsbau am Ortseingang ist abzusehen, dass Berg sich für alle Zeit verändert hat, dass eine Unmenge Geld ausgegeben wird und dass die Veränderungen nicht alle zum Guten sind. Nur der Abwasserkanal wird immer schöner und größer. Dafür können die Anwohner der Etztalbreite und -straße seit Wochen ihre Häuser nur noch schwer betreten und ihnen droht, von der Gemeinde an den Erschließungskosten maßgeblich beteiligt zu werden. Hier hat sich eine Interessensgemeinschaft gebildet, die sich von der Gemeinde nicht gut behandelt fühlt ("So geht man mit seinen Bürgern nicht um!", heißt es in einer mail an uns).

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"Palais neufs"?

Andere Baustelle: Wenngleich der "Ostwall" am neuen MTV-Trainingsplatz nach der Nachfrage der QUH noch um einige Meter gesenkt wurde ... so schön wie der Blick über ein Feld kann kein Wall sein. Immerhin ist die Kirche von Aufkirchen jetzt weiterhin weithin sichtbar (zumindest bis das Ballfangnetz aufgespannt wird).

Bleibt außer dern Angst vor Kreisverkehr, Wohnungsbau und Supermarkt (oder doch einem Gebrauchtwagenhändler?) am Ortseingang die Hoffnung auf die Ortsdurchfahrt, die im Zuge der Kanalarbeiten im nächsten Jahr renoviert wird. Daran hängt jetzt einiges.

"Je pense ... /
A quiconque a perdu ce qui ne se retrouve
Jamais, jamais!"

(Ich denke ...
An jeden, der verlor, was nimmer, nimmermehr
sich wieder findet!)

Dienstag, 2. Juni 2009

Nur nicht locker lassen

Manchmal muß man sich umdrehen, um nach vorne blicken zu können. Heute blicken wir einmal 7 Jahre zurück, als Artikel in den Zeitungen standen, die mit dem Satz begannen: "Die Berger Ortsmitte gehört beileibe nicht zu den schönsten Flecken in der Gemeinde."

Ortsmitte
Eine Starnberger SZ von 2002

Brandaktuell! Denn es ist weniger bemerkenswert, dass sich seit damals nicht das geringste geändert hat (im Gegenteil), sondern dass die Vertröstungen, mit denen auch der letzte Antrag der QUH im Gemeinderat zur Bestellung eines Planers aufgeschoben wurde, sich seit damals nicht geändert haben: Man sei in Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer (der seit damals 3 mal gewechselt hat). Eine Lösung für die Misere zeichne sich ab. Jaja. Einen Bebauungsplan gibt es übrigens auch noch nicht.

Die QUH bleibt dabei: Hier muß bald aktiv etwas gemacht werden. Zum Thema hat uns Volker Cornelius noch einmal eine Ideenskizze geschickt, wie man das Gelände durch eine durchgehende Pflasterung samt einem "Shared Space" Konzept fassen KÖNNTE (der Neubau auf dem alten Wirtshaus-Grindstück bleibt allerdings reine Cornelius-Phantasie).

Berger-Dorfplatz9-real
(Dank an V. Cornelius, auch für den Hinweis auf den alten Artikel).

Freitag, 8. Mai 2009

Schönes Berg - ein nächster Schritt.

Jetzt ist sie online: Die Internetseite www.schoenes-berg.de, auf der Bilder, Pläne und Aktivitäten um die Ortsgestaltung von Berg gesammelt und dokumentiert werden.

schoenes-berg1

Zu sehen sind momentan Details aus den Planungen von 1994 für die Ortsdurchfahrt, Vorschläge des Berger Architekten Volker Cornelius für die Ortsmitte und einige Photos des Jetzt-Zustandes. Die Seite wird in Zukunft weiter wachsen und ist für Jedermann, jeden Vorschlag und jedes Bild offen. Sie versteht sich als eine offene Bürgerplattform, auf der auch noch einmal die Anträge der QUH dokumentiert sind, die in der nächsten Gemeinderatssitzung am 12.4. auf der Tagesordnung stehen:

____________________________________________kuh-rot

Antrag 1
"Wir beantragen die Beauftragung eines Städteplaners zur Erstellung eines Plans für die Neugestaltung der Ortsmitte Berg (Oskar-Maria-Graf-Platz). Ziel soll die Planung eines Ortszentrums sein, das folgenden Rahmenbedingungen genügt:

• Gestaltung eines als solchen erkennbaren Ortsplatzes
• Verbesserte Innenentwicklung
• Sitzplätze für Café Frühtau und Oskar Maria Graf Stüberl
• Beleuchtungskonzept entsprechend den Laternen Grafstr.
• Platz für den Maibaum
• Einbindung von geplantem Ärztehaus und Reitstall
• Einbindung der BürgerInnen durch Bürger- / Anwohnertreffen"

Antrag 2
"Zusätzlich beantragen wir die Beauftragung eines Städteplaners für die Erstellung eines Plans für die Ortsdurchfahrt Berg (Percha Str. ab dem projektierten Kreisverkehr) Der Plan soll folgende Randbedingungen berücksichtigen:

• Schaffung eines ansprechenden Ortsbildes durch geeignete Mittel (Alleen, Pflasterung, Schaffung von Plätzen, Beleuchtung wie oben)
• Begrenzung der Straßenbreite auf 5,50 Metern
• Gehweg auf der östlichen Straßenseite
• Verbesserung der Parkplatzsituation, evtl. Schaffung einer weiteren Querungsmöglichkeit für Fußgänger
• Verkehrsberuhigung, Verbesserung der Straßeneinsicht bei der Apotheke
• Berücksichtigung bestehender Pläne"

Donnerstag, 23. April 2009

Schönes Berg - Pack mas!

Freitag und Samstag tagt der Gemeinderat anderthalb Tage in nicht-öffentlicher Sitzung, um sich eine politische Strategie oder ein Leitbild zu überlegen. Die QUH darf sich einiges zugute halten, dass dieses Treffen zu Stande kam.

Hoffentlich kommt es auch zu Überlegungen über die Ortsgestaltung von Berg. Hierzu gibt es viel zu sagen.
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Kann nur noch schöner werden: Die Ortsdurchfahrt Berg heute

Der QUH liegt ein Plan eines Landschaftsarchitekten vom 11. Mai 1994 vor, in dem - anläßlich des Baus des Supermarktes - schon einmal einige Vorschläge zur Gestaltung der Ortsdurchfahrt von Berg gemacht wurden, die allerdings nie verwirklicht wurden.

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Plan des Landschaftsarchitekten Fritz Erhard für Berg (1994). Unten die damals schon neu geplante Ortsdurchfahrt

Ironie an der Geschichte: Fritz Erhard plant heute auch nebenan die Gartenanlagen für den MTV Berg in Berg Nord. Viele der heute angedachten Verbesserungen für die Ortsdurchfahrt, die anläßlich der Bauarbeiten eh neu gestaltet werden wird, finden sich schon in diesem alten Plan: eine Verengung der Straße, Baumgräben im Osten und Westen der Straße, eine Allee mit Parkbuchten, ein Geh- und Radweg.

P1030037
Alles schon einmal geplant. Weitere Details bald unter http://www.schoenes-berg.de

Die Präsentation dieses und aller anderen Pläne und Projekte für die Verschönerung von Berg würden den QUH-Blog sprengen. Um die Pläne und Überlegungen dennoch öffentlich zu machen und um all diese und die kommenden Pläne zu diskutieren, um eine Plattform zu schaffen, auf der sich alle Parteien und Bürger austauschen und informieren können, arbeitet die QUH an einer neuen Internetseite, die unter http://www.schoenes-berg.de zu finden sein wird:

schoenes-berg
Hier baut die QUH: Internetplattform http://www.schoenes-berg.de

Unabhängig davon hat die QUH für die nächste Gemeinderatssitzung zwei Anträge gestellt, die sicherstellen wollen, dass all die Bemühungen um Berg nicht wieder im Sande verlaufen. Dazu der nächste Artikel:

Anträge der QUH zur Orstmitte Berg

"Sehr geehrter Herr Monn,

die QUH-Fraktion stellt in der nächsten Gemeinderatssitzung folgende Anträge:

____________________________________________kuh-rot

Antrag 1
Wir beantragen die Beauftragung eines Städteplaners zur Erstellung eines Plans für die Neugestaltung der Ortsmitte Berg (Oskar-Maria-Graf-Platz). Ziel soll die Planung eines Ortszentrums sein, das folgenden Rahmenbedingungen genügt:

• Gestaltung eines als solchen erkennbaren Ortsplatzes
• Verbesserte Innenentwicklung
• Sitzplätze für Café Frühtau und Oskar Maria Graf Stüberl
• Beleuchtungskonzept entsprechend den Laternen Grafstr.
• Platz für den Maibaum
• Einbindung von geplantem Ärztehaus und Reitstall
• Einbindung der BürgerInnen durch Bürger- / Anwohnertreffen

Antrag 2
Zusätzlich beantragen wir die Beauftragung eines Städteplaners für die Erstellung eines Plans für die Ortsdurchfahrt Berg (Percha Str. ab dem projektierten Kreisverkehr) Der Plan soll folgende Randbedingungen berücksichtigen:

• Schaffung eines ansprechenden Ortsbildes durch geeignete Mittel (Alleen, Pflasterung, Schaffung von Plätzen, Beleuchtung wie oben)
• Begrenzung der Straßenbreite auf 5,50 Metern
• Gehweg auf der östlichen Straßenseite
• Verbesserung der Parkplatzsituation, evtl. Schaffung einer weiteren Querungsmöglichkeit für Fußgänger
• Verkehrsberuhigung, Verbesserung der Straßeneinsicht bei der Apotheke
• Berücksichtigung bestehender Pläne

Mit freundlichen Grüßen ..."

Dienstag, 27. Januar 2009

Der neue Berger Dorfplatz?

Der Berger Architekt Volker Cornelius gehört zu den engagierten Streitern für eine intelligente Dorfplanung. Auf mehreren Vorträgen und auch mit Entwürfen hat er sich schon wiederholt über das Erscheinungsbild von Berg und Aufkirchen öffentlich Gedanken gemacht. Als Mitglied des "Wessobrunner Kreises" zählt er es zu seinen Aufgaben, "eine zeitgemäße wie zukunftsorientierte Stadt- und Umweltplanung und eine qualitätvolle Architektur zu fördern." (vgl.: http://www.wessobrunner-kreis.de )

Jetzt hat Volker Cornelius - angeregt von der QUH-Berichterstattung über die Planungen in der Ortsmitte Berg - eine Studie zur Ortsmitte von Berg vorgelegt:

Berger-Dorfplatz-3
Wie sich Volker Cornelius (Berg) unsere Ortsmitte vorstellt

Auf dem Bild erkennt man links das Oskar-Maria-Graf-Stüberl, unten den Garten vom Cafe Frühtau. Rechts unten hat Volker Cornelius den derzeit bekannten Entwurf für die Bebauung auf dem leeren Grundstück abgebildet.

Interessant finden wir an Cornelius' Entwurf nicht unbedingt die Form des Neubaues (die muß man - im Rahmen des Bebauungsplanes - der Grundstücksbesitzerin überlassen). Diskussionswürdig ist aber die Idee, die Platzfläche insgesamt durch einen anderen Fahrbahnbelag (grau) abzugrenzen, dafür die Gehsteige aufzulösen und die nutzlose Grünfläche um den Maibaum derart zur Platzfläche dazuzuschlagen. Solche "Shared Space" Projekte, wie sie auch für Aufkirchen schon gelegentlich vorgeschlagen wurden ( http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space ), werden international mit großem Erfolg getestet. Sie schaffen öffentliche Plätze, beruhigen gleichzeitig den Verkehr und erschließen vor allem Plätze und Freiraum für Menschen.

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"Shared Space", zu deutsch in etwa: "Gemeinschaftsstraße"

Bisher ist der "Oskar-Maria-Graf-Platz" noch gar kein Platz, sondern nur eine Straßenkreuzung. Was halten Sie von dem Entwurf? Kommentare bitte hier unten oder als e-mail an ammer@quh-berg.de.

Freitag, 25. Juli 2008

Ich habe die Zukunft des Ostufers gesehen ...

... ich heute bin am Westufer gewesen, ...

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... dort wo hinter Pöcking jetzt schon die Düsenflieger in geringer
Höhe über einen hinwegdonnern (die doch hier angeblich schon
unhörbar in übergrößer Höhe fliegen) ...
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... und wo Weilheim jetzt schon seine Gäste so häßlich und
beliebig begrüßt wie bald schon Berg!

Freitag, 11. Juli 2008

Kurzmeldung: Berg wächst!

Die erste Hürde ist genommen: Der Starnberger Umwelt- und Verkehrsausschuß stimmte gestern einstimmig für die Herausnahme der Grundstücke von MTV Berg Nord, Betreutem Wohnen & Kreisverkehr aus dem Landschaftsschutzgebiet. Jetzt müssen noch Kreisausschuß und Kreistag zustimmen, dann kann gebaut werden (falls - hüstel - niemand ein Bürgerbegehren gegen eines der Vorhaben startet).
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Samstag, 31. Mai 2008

Flachdachverbotswelle in Allmannshausen!

Zu den größten Irrtümern von Politikern aller Couleur (seien sie von der SED oder den Taliban) gehört es, zu glauben man sei als Politiker für künstlerische Entscheidungen zuständig.

Ein für alle Mal: Ästhetische Urteile (keine abstrakte Kunst in der DDR, keine Musik in Afghanistan) oder Geschmacksfragen (keine Hamburger im Iran) haben in der Politik nichts zu suchen. Nicht nur deshalb ist die vom neuen Gemeinderat - gegen die Stimmen von Bürgermeister und QUH - in seiner ersten Sitzung beschlossene Satteldachverordnung für Gesamt-Allmannshausen ein Irrtum, über den man noch einmal nachdenken sollte.

Für den historischen Kern um die Kirche herum sollte es selbstverständlich sein: Hier darf man nur behutsam modernisieren, um den gewachsenen Charakter des Ortes zu erhalten. Einverstanden! Aber an den Rändern von Allmannshausen, wo große Baugrundstücke existieren, sieht der Fall anders aus. Hier gibt es bereits eine gemischte Bebauung, über deren Schönheit man geteilter Meinung sein kann. Typische Allmannshauser Häuser (Seeburgstraße) sehen so aus:
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Oder so:
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Besonders unterhalb der schönen Biemer-Villa am Zieglerweg (die ebenfalls kein Satteldach hat, also nicht mehr in das vom GR beschlossene Ortsbild paßt) existieren 2 umstrittene Baugrundstücke.
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Baugrundstücke unterhalb der Biemer-Villa.

Auf einem der beiden Grundstücke hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung 2 Familien die Bebauung mit 2 Flachdachvillen untersagt. Die Wandhöhe hätte jeweils 8.1m betragen. Für das Grundstück besteht allerdings bereits eine Baugenehmigung für ein Haus mit der Firsthöhe 10,5m, das beträchtlich größer wirken würde (und ebenfalls kein Satteldach besitzt). Besonders absurd: Selbst die Nachbarn würden hier Flachdächer bevorzugen. Die Mehrheit im Gemeinderat aber stellt sich stur.
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Blick von der Biemer Villa (und vom Zieglerweg) ins Tal.

Juristisch bedenklich ist, dass im Gemeinderat in diesem Fall auf die Anti-Flachdachsatzung verwiesen wird, die erst angesichts dieser Bauvorhaben im Schnellverfahren beschlossen wurde. Das ist in etwa so, als ob die kommunale Verkehrsüberwachung die Höchstgeschwindigkeit im Ort auf 30km/h herabsetzen würde, nachdem man mit 50 hindurchgefahren ist ... und dann einen Strafzettel ausstellen würde.

Was der Rat beim Beschluss der Satzung obendrein nicht wusste: auf dem Nachbargrundstück hat die Gemeinde bereits im letzten Jahr bei der Bauvoranfrage einem Flachdach zugestimmt. In dieser Angelegenheit dürfte das letzte Wort also noch längst nicht gesprochen sein.

Um den Nachbarn und den Spaziergängern am Zieglerweg den Blick auf die Landschaft zu erhalten, böte sich jedanfalls eine Flachdachbebauung an. Andernfalls würde der Blick nämlich bald so aussehen:
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Bereits Satteldach-verbauter Blick vom Zieglerweg ins Tal (auf ein ebenfalls neuerdings hier verbotenes Walmdach).

QUH

Litfaßsäule

CIMG2357

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