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(1) Energiekonzept

Montag, 27. Juli 2009

Wie funktioniert eine Bürgersolaranlage?

In der letzten Gemeinderatsitzung ging es nicht nur um die Trägerschaft des Kindergartens, sondern auch um das zukunftsträchtige Thema Solarenergie. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die Gemeinde ihre gemeindeeigenen Dächer für die Nutzung von Sonnenenergie testen lassen. GR Adldinger von den Grünen warf in diesem Zusammenhang das Stichwort Bürgersolaranlage in die Diskussion, das mit dem Argument "zu umständlich" leider allzuschnell wieder unterging. QUH hat mal beim Experten nachgefragt, wie so eine Bürgersolaranlage funktioniert. Harald Zipfel, Gründungsmitglied des Starnberger Vereins Energiewende, betreut derzeit 27 Bürgersolaranlagen in und um München. Fünf weitere Anlagen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

Harald-Zipfel

QUH: Sie sind Profi für Bürgersolaranlagen, sagen jedoch selber Bürgersolaranlagen sind den meisten zu aufwendig. (Sta-SZ vom 10. Juli) Warum ist das so?

Bei unseren Anlagen sind mehr als 20 Personen beteiligt, für die wir auch die gesamte steuerliche Abwicklung machen, dies ist anderen Anbietern zu aufwendig.

QUH: Wie genau funktioniert eine Bürgersolaranlage?

Mit einer Beteiligung von 1500 bis max. 30000 Euro sollen sich vor allem viele Bürger/innen beteiligen, die vielleicht kein eigenes Dach oder ein ungeeignetes Dach haben.

QUH: Wie groß muss eine Anlage sein, damit sie sich als Bürgersolaranlage rentiert?

Die Mindestgröße sollte bei 15 KiloWattpeak (Maximalleistung) liegen, pro kWp rechnet man heute mit 8 m², also 120 Quadratmeter Fläche und eine Neigung nach Süden sollte das Dach aufweisen.

QUH: Bürgersolaranlagen sind nun der exakte Gegenentwurf zum Projekt Desertec, das dieser Tage in aller Munde ist. Welcher Anlageform räumen Sie die besseren Zukunftschancen ein?

Solche Großprojekte sehe ich als Feigenblatt, dass man in ferner Zukunft etwas machen möchte. Vor Ort kann ich diese Dinge ebenso umsetzen, und habe keine Leitungs(Transport)verluste.

QUH: Halten Sie die Energieversorgung rein über regenerative Energiequellen für möglich? Und wenn ja, wann?

Es wird möglich sein müssen, da die fossilen Energien endlich sind. Die 100 %ige Versorgung ist allerdings nur bei gleichzeitiger Energieeinsparung und Effizienzsteigerung möglich.

QUH: Vielen Dank für Ihre Antworten.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Solaranlagen für Berg

Sie sind fast schon ein fester Bestandteil des QUH-Blogs: Die inspirierenden Ideen des Berger Architekten Volker Cornelius. Diesmal hat er sich - immer ohne Auftrag - über die mögliche Solaranlage am reichlich brachliegenden Parkplatz des FSV Höhenrain Gedanken gemacht. So könnte sie aussehen:

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Sonnenenergie für den FSV. Ideenskizze von Volker Cornelius

Das Gute an der Idee: Zum einen könnte die noch nicht ganz gelungene Parkplatzgestaltung beim FSV verbessert werden, zum anderen hätte die Gemeinde entlich ein Signal in Richtung Solarenergie gesetzt. Eine florierende Firma für Solarenergie gibt es ja in Berg: Die Firma Yoku, deren Geschäftssitz in Berg ebenfalls von Volker Cornelius entworfen wurde.Die Firma hat in einem Gutachten dem Gemeinderat das FSV-Grundstück als besonders geeignet empfohlen.

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Der Geschäftssitz von YOKU ( http://www.yoku.de ) in der alten Kiesgrube von Berg samt hauseigener Solaranlage.

Montag, 1. Juni 2009

Die Welt retten

Manchmal unterschätzt selbst Christian Kalinke sein Berger Publikum. Er war sichtlich überrascht, dass zum Auftritt von Ernst-Ulrich von Weizsäcker noch mehr Leute zum Unternehmerstammtisch kamen, als letztes Mal beim Auftritt des Kicker-Chefredakteurs.

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Ernst-Ulrich von Weizsäcker mit Christian Kalinke (Foto: Höck)

Zunächst ein Blick ins Publikum: SPD (Brunnhuber) und Grüne (Adldinger) waren vertreten, von der CSU war zumindest Hotelnachbar Gastl-Pischetsrieder senior vertreten (und lobte anschließend den QUH-Blog), die QUH glänzte naturgemäß in Mannschaftstärke, ansonsten zeigten die politischen Parteien der Gemeinde Desinteresse an politisch-ökologischem Denken. Das auswärtige QUH-Mitglied Klaus Weibrecht war sogar von Coburg angereist und ärgerte sich, dass er Weizsäckers Erfolgsbuch "Faktor Vier" nicht zum Signieren mitgebracht hatte, freute sich dann aber über den persönlichen Händedruck des QUH-Vorsitzenden.

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Andy Ammer begrüßt das Coburger QUH-Mitglied Klaus Weibrecht und freut sich, dass er sich die Fahrt nach Oberfranken sparen kann

"Doppelter Wohlstand, halber Naturverbrauch" war in "Faktor Vier" die Grundthese von Ernst-Ulrich von Weizsäcker gewesen, die er auch in Leoni noch einmal am Beispiel des 8000 km weit reisenden Joghurtbechers erläuterte. Wenn es gelänge, den Becher nur 2000 km zu transportieren, hätten alle gewonnen. Einige andere Beispiele zur Verbesserung der Energieeffizienz finden sich hier. Zur Zeit schreibt von Weizsäcker an einem Nachfolgeband zu seinem Bestseller mit dem Arbeitstitel "Faktor Fünf". Die neue Überlegung zur Vermittlung von Ökonomie und Ökologie lautet: Die Geschichte habe gezeigt, dass die Ökonomie am besten in der Lage ist, Energieressourcen immer effektiver auszunutzen. Diesbezüglich sollte man der wirtschaftlichen Selbstregulierung trauen. Diese Effektivitätssteigerung habe aber in der Vergangenheit paradoxerweise immer nur zu noch höherem Energieverbrauch geführt. Hier müsse die Politik lenkend einschreiten. "Die Natur schreit nicht, wenn wir sie verletzen!", mahnte von Weizsäcker und erinnerte - zum Nachdenken für alle - noch an eine Greenpeace-Aktion vom März dieses Jahres, als die Umweltaktivisten die Hochhäuser der Deutschen Bank mit einem riesigen Plakat verkleidet hatten:
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"Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet!" / Foto Greenpeace

Montag, 20. April 2009

Nachhilfe für die SPD

Es ehrt die QUH, dass sie jetzt schon von (ehemals) großen Volksparteien um Unterstützung gebeten wird. So erreichte uns heute ein mail der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Sissi Fuchsenberger, in dem sie uns um die Veröffentlichung des folgenden, grandiosen Fotos bat:

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Zu sehen sind die GR Galloth (von vorn) und Brunnhuber (rechts) und ein Unbekannter (beide von hinten), die sich in Furth, der energiepolitisch fortschrittlichsten Gemeinde Bayerns (QUH-Bericht siehe unten), beim dortigen Grünen-Bürgermeister Gewies u.a. den örtlichen Hackschnitzelberg zeigen ließen. Folgender Text lag als "Pressetext" bei:

"Einen interessanten Tag verbrachten SPD-Kommunalpolitiker aus Berg in der Gemeinde Furth. Dort hat es der Bürgermeister Dieter Gewies geschafft, die Energieversorgung des 3000 Einwohner- Ortes auf nachhaltige Energiequellen umzustellen. Alle Vorhaben dieser Gemeinde müssen drei Kriterien genügen:
Ökologisch, ökonomisch und sozial - Vorhaben müssen nachhaltig umweltverträglich sein, dürfen die Finanzkraft der Gemeinde nicht übersteigen und müssen dem Gemeinwohl dienen. Unter dieser Prämisse ist ein Gesamtkonzept entstanden, das alle Bereiche des Gemeindelebens (Bildung, Kinder- und Jugend, Altenbetreuung, Kultur und Sport, Verkehr, Arbeitsplätze und Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung, Ortsplanung, Haushalt und Finanzen) umfasst.
Ideen, die sich z.T. sicher auch in Berg umsetzen lassen können!"

Wo sie Recht hat, hat selbst die SPD Recht - hier hat sie Recht. Aber wieso läßt sich ihr kommunaler Spitzenkandidat beim Wahlkampftermin nur von hinten photographieren?

Donnerstag, 16. April 2009

Es geht! Gemeinde zu 100% mit erneuerbarer Energie versorgen

Noch 52 Tage sind es bis zur Europawahl. Das zumindest weiß die SPD. Deshalb ist plötzlich wieder etwas los in der Partei. Am Samstag sogar etwas Sinnvolles: Die SPD lädt zum Ausflug in die 3000-Seelen-Gemeinde Furth bei Landshut. Furth ist Vorreiter bei der Nutzung "Erneuerbarer Energien". Hier wurde die Idee eines "Bürgersolarkraftwerkes" entwickelt und umgesetzt. Man besitzt etwa 150 Solarstromanlagen, eine Biogasanlage und das erste deutsche Hackschnitzelheizwerk mit Brennwerktechnik und Solarunterstützung, das den Ortskern und eine Wohnsiedlung mit Wärme versorgt. Furth bezieht zu 100% seine Energie aus alternativen Quellen! (Und man hat eine informative Internetseite. Zur Energie vgl.: http://www.furth-bei-landshut.de/index.php?article_id=8 )

Geschafft hat dies in nur zwei Amtszeiten (zuerst wurde er 1996 gewählt) Bürgermeister Dieter Gewies, der freilich nicht der SPD, sondern den "Grünen" angehört. - Nachfrage: Wie lange sitzt die SPD bereits im Berger Gemeinderat?

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Dieter Gewies. Grüner Bürgermeister von Furth. Symbolfigur ökologischer Gemeindearbeit. Unlängst mit 93% der Stimmen zum 3. mal wieder gewählt. Die Berger SPD erhofft sich von ihm Nachhilfe in Sachen Ökologie und Erfolg. (Foto: Die Grünen)

Die SPD lädt am Samstag zum Treffen mit Gewies. Anmeldung unter 08151-95 35 41 für eine Mitfahrgelegenheit; sonst ist der Treffpunkt um 10 Uhr direkt in Furth bei Landshut vor dem Rathaus (Fahrtzeit ca. 1 1/2 Stunden).

Und die CSU? - Die ist unter ihrem namenlosen Neuvorsitzenden ins Wach-Koma gefallen. Die einzig nennenswerten Aktivitäten kommen - wie vor der Amtszeit von Andi Hlavaty - aus der rüstigen Seniorenunion. Letzte verbliebene Wahlkampf-Chance für die CSU: Betreutes Wählen.

Dienstag, 17. Juni 2008

Über den Nutzen von (und der täglichen Freunde mit) einer eigenen Photovoltaik-Solaranlage

Seit letztem Jahr besitzen wir auf unserem Dach in Berg eine kleine Solaranlage, mit der wir Strom ins Netz einspeisen. Da der Solarstrom subventioniert ist und der Preis für 20 Jahre garantiert, war dies keine große Investition: Wir haben über mehr als 80% des Preises einen günstigen Kredit bei der KfW aufgenommen, die ganzen Zinsen zahlt die Sonne. Über den Computer können wir täglich ablesen, wieviel Strom "wir" am Tag produziert und wieviel Geld wir damit verdient haben. Gestern kam erst abend die Sonne raus. Es ist schlechtes Wetter, da war es nicht so viel Strom, die Sonnenkurve des Tages sieht dann so aus:

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Die ideale Kurve sieht hingegen so aus;

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Das war letztmals am 27. Mai, ja solange ist der letzte wirkliche Sonnentag schon her. Am späten Nachmittag - auch das sieht man in der Kurve - fällt ein wenig Schatten vom Kamin auf die Anlage. An der Menge des erzeugten Stromes läßt sich eindeutig das Wetter der Vergangenheit ablesen. Am 2. Juni hat es nachmittags gegen 3 Uhr offensichtlich plötzlich ein Gewitter gegeben:

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Und damit zum wichtigsten Punkt: Eine große Angst gegenüber Solaranlagen ist, dass sie bei schlechtem Wetter keinen Strom liefern. Das ist verkehrt. Selbst in dem fast dauerhaft verregneten Monat Juni liegen wir noch weit über der - in der Grafik mit einem kleinen grünen Strich markierten - Mindestmenge Strom, die die Anlage produzieren muß, um ihren eigenen Kredit abzuzahlen:

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Jeder gelbe Balken entspricht einem Monat 2008. Alles unter dem grünen Balken zahlt den Kredit ab, alles über dem grünen Strich ist unser "Gewinn", der ausbezahlt wird. Noch viele Jahre lang. Selbst der verregnete Juni wird genug Ertrag bringen. Es ist uns eine tägliche Freude. Unweltschutz und Eigennutz.

Freitag, 7. März 2008

Ein Briefwechsel übers Energiekonzept

Heute mal - weil es um ein wichtiges Thema geht - eine Textwüste. Denn unter den Gratulationen finden sich auch konstruktive Vorschläge. Hier ein wichtiger Brief von Markus S., der sich mit dem Energiekonzept der QUH auseinandersetzt:

"Hallo Ihr von der Quh (Kühe wollte ich nicht sagen)

Ich möchte euch zu eurem grandiosen Erfolg gratulieren. Vor 6 Jahren stand ich noch mit Elke Link gemeinsam auf einer anderen Liste und wir haben uns über das selektive Höhenrainer Wahlverhalten furchtbar geärgert. Wie sich gezeigt hat, hatte Elke mit Ihrer Sicht, dass sich da nichts ändert, absolut recht. Ich ziehe den Hut vor eurem Einsatz und eurer Ausdauer. (...)
Zu eurem Energie“konzept“ wollte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Geothermie ist ja derzeit der „Renner“, aber Sie ist im großen Stil (Stromerzeugung) nicht unproblematisch. In unserer Gegend ist mit Horizonten von ca. 90° heißem Wasser erst in Teufen von 3000 Metern zu rechnen. Zudem benötigt man mittlerweile 2 Bohrungen in diesen Träger (eine zum fördern, eine zum versenken). Früher durfte die Versenkbohrung auch flacher sein. Für eine Bohrung in dieser Lage sind 10 Mio. € schnell weg. Bohranlagen sind derzeit auch schwer zu kriegen und die Preise sind demzufolge auch deutlich gestiegen. Dann benötigt man für das warme Wasser große Abnehmer in relativer Nähe. Mit dem Strom finanziert man die Investition und mit dem Warmwasser den Betrieb.
Im übrigen findet in Sauerlach am Ortsausgang hinter dem Hackschnitzelheizkraftwerk derzeit ein Bohrung auf Geothermie statt. Dort scheint mir die Gemeinde ein sehr vernünftiges Energiekonzept entwickelt zu haben (erst Hackschnitzel, jetzt Geothermie). Pullach hat mit Ihrer Anlage anfangs sehr große Schwierigkeiten gehabt und Unterhaching hat meines Wissens finanziell etwas gerudert, da Ihre erste Versenkbohrung zu wenig schluckte und die Förderbohrung nun einmal nur das fördern darf, was die Flutbohrung wegbringt. Aber erkundigt euch doch mal in Sauerlach, wie die das alles angefangen haben.
Geothermie light, also für die privaten Haushalt finde ich auf alle Fälle gut. Eventuell wäre so was auch als Gemeinschaftsprojekt bei einem neuen Baugebiet als Einheimischenmodell möglich. Falls es so was in der Größenordnung Huberfeld noch mal gibt. Ich selbst habe seit zwei Jahren unseren Hof auf Erdwärme umgestellt. Super Sache und es funktioniert einwandfrei , obwohl 3⁄4 der Wohnfläche Altbau ist und die Wohnungen überwiegend mit normalen Heizkörpern ausgestattet sind (Teilweise sogar noch mit Rippenrohr) Hier könnte von der Gemeinde (oder Euch) eventuell Information für die Bürger geliefert werden. Wir haben die Variante der Flächenverlegung gewählt, aber eine Bohrung kann man in jedem Vorgarten unterbringen.
Aber jetzt genug geschwafelt. Viel Spaß wünsch ich Euch im Gemeinderat und gutes Gelingen
Viele Grüße auch an die beiden Elke´s
Euer Markus S."

Darauf antwortete unser "Energieexperte" Robi Meisner folgendes:

"Lieber Markus,

vielen Dank für die Glückwünsche und Deine Anerkennung.
Ein paar Worte zu Deinen Kommentaren zum Energiekonzept.
Uns ist die Problematik der Geothermie durchaus klar - es ist aber ein gutes "Vehikel" um auf die Möglichkeiten, die es hier gibt, hinzuweisen.
Es muss hier ein Gutachten erstellt werden, um sicherzustellen dass die Nutzung der Geothermie in der Gemeinde sinnvoll ist und vor allem auch für die Stromerzeugung nutzbar wäre (Temp. > 100 °C) - Heizwärme braucht man hier ja nur im Winter.
Insbesondere müssen natürlich - wie Du ja auch sagst - entsprechend viele Abnehmer da sein. Potential sehen wir hier vor allem bei den grösseren Verbrauchern (Keller Verlag, Arigrov Klinik, MS-Klinik, Gymnasium Kempfenhausen und Schule Aufkirchen). Ob das räumlich passt muss man sehen. Das werden wir anregen.
Es muss aber vor allem ein integrierter Ansatz erarbeitet werden, der auch andere Formen der regenerativen Energieversorgung berücksichtigt. Hier denken wir vor allem an eine Biogasanlage (auch umstritten, aber ein gangbarer Weg), eine Bürgersolaranlage oder gebündelte Anlagen zur Energieerzeugung (Erdwärme oder Hackschnitzel/Pellets) für neue oder bestehende Wohngebiete (Im Huberfeld ist diese Chance leider nicht realisiert worden).
Darüber hinaus ist aber das Energiesparen die Energiequelle Nummer eins - soll z.B. heissen: Dämmung öffentlicher Gebäude, Solarthermie für Sportanlagen (vor allem für die geplante neue Anlage), etc.
Vor allem soll in diesem Bereich auch aktive Aufklärung betrieben werden und bei Neubauvorhaben mit den künftigen Bauherren (privat oder öffentlich) gesprochen werden. Auch die Auflage eines gemeindlichen Förderprogramms sollte hier diskutiert werden.
Mehr werden wir in den nächsten Monaten im Detail erarbeiten und dann auch in den Gemeinderat sowie die Öffentlichkeit tragen.
Wir hoffen, dies beantwortet zunächst Deine Frage.
Mit besten Grüssen
Robert"

Dienstag, 12. Februar 2008

Energiewende Berg? - Nein: Energieschlußlicht Berg!

Fast alle im Gemeinderat vertretenen Parteien wollen angeblich eine "Energiewende Berg - Unsere Gemeinde als Vorbild" (so verspricht es beispielsweise die SPD). Allerdings zeigen solche Versprechen nur, für welche Versäumnisse genau diese Parteien in der letzten Wahlperiode verantwortlich sind. In Berg ist in den letzten Jahren politisch NICHTS passiert. Vorbild sind längst andere.

Wie es anders hätte gehen können, beweist neben Bernried, wo es in der Gemeinde eine "Projektgruppe Energie" gibt und ein Erdwärme-Kraftwerk entstehen soll, z.B. Gauting: Dort sind auf öffentlichen Gebäuden sogenannte "Bürger-Solaranlagen" entstanden (vgl. http://www.we-park.de/html/projekte.html ) ...

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Die erste Gautinger "Bürgersolaranlage" entstand auf dem Feodor-Lynen-Gymnasium bereits 2003, sie wurde finanziert von 22 privaten Investoren. Sechs solcher Anlagen gibt es bereits im Würmtal. Keine in Berg.

... und heute wird der Gemeinderat in Gauting beschließen, freiwillig 100.000 Euro in ein "Energiesparförderprogramm" zu stecken, mit dem private Umwelt-Investitionen wie Wärmedämmung, Holzpellet-Heizungen, Fotovoltaik-Anlagen, Thermotauscher oder Energiegutachten öffentlich gefördert werden.

Und in Berg? Da wird der Gemeinderat heute zum gefühlten 784ten mal und womöglich wieder ergebnislos über den Zieglerweg beraten. ... Das genau macht den Unterschied aus!

Das traurige Programm der heutigen Gemeinderats-Sitzung findet sich hier. Gelegenheit für Bürger, die vollmundigen Versprechen der Parteien bei deren alltäglicher Arbeit zu überprüfen. Die QUH wird berichten.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Energiekonzept der QUH

Oft werden wir gefragt, wie denn das vielzitierte "Energiekonzept der QUH" aussehe. Eh wir uns selber loben, zitieren wir den Artikel eines Profis: Sabine Bader von der "Süddeutschen Zeitung". Sie schrieb am 24.01.2008 über unsere Veranstaltung.

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Unser Mann im All: Geowissenschaftler und DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)-Mitarbeiter Dr. Robert Meisner (Liste #7), der Energieexperte der QUH, der in der Post über ein "Energiekonzept für Berg" nachdachte.

"Wandel passiert im Kopf
Überlegungen zu einem Energiekonzept für Berg

Von Sabine Bader
Aufkirchen - Große Umdenkprozesse haben ihren Ursprung fast immer im Kleinen - im Kopf eines jeden Einzelnen. So war es vor Jahren in der Abfallwirtschaft; heute ist das Trennen von Wertstoffen ganz normal und wer es nicht tut, der gilt als Umweltsünder. Mit regenerativen Energien ist das noch anders. Da gelten Bürger mit Solaranlagen auf dem Dach oder Hackschnitzelheizung im Keller als Exoten. Das soll sich ändern, wenn es nach dem Geowissenschaftler und Berger Bürger Robert Meisner geht. Er sprach am gestrigen Dienstag bei einer Veranstaltung der Gruppierung Quh unter dem Motto "Wohin die Reise geht" über ein Energiekonzept für die Gemeinde Berg.
Die Kommune am Ostufer ist dafür ein dankbares Objekt. Schließlich gibt es hier - abgesehen von privatem Engagement - keine nennenswerten Initiativen. Das ist nicht allzu verwunderlich, glauben laut Meisner doch noch 50 Prozent der Deutschen, dass es gar keinen Klimawandel gibt, auch wenn der längst wissenschaftlich belegt ist. "Die Leute sind bei dem Thema generell schlecht informiert", hat Meisner festgestellt. Der Geowissenschaftler maßt sich nicht an, Patentlösungen parat zu haben, er will vielmehr den Dialog über das gesamte Spektrum regenerativer Energien ankurbeln. Für viele von ihnen sind die Voraussetzungen in Süddeutschland äußerst günstig - etwa für die Solarenergie oder die Geothermie. Weniger gut sieht die Bilanz bei der Windenergie aus. "Aber da weiß ich sowieso nicht, ob wir das Thema in der Gemeinde breittreten sollen", meinte Meisner scherzhaft im Hinblick auf das umstrittenen Windrad des Unternehmers Siegfried Genz.
Die Quh will vor allem Gemeinderäte und Rathausspitze sensibilisieren, da der Kommune zum einen eine gewisse Vorbildfunktion zukomme und sie andererseits auch finanziell über Ertragsrückflüsse profitieren könne. Meisner schlägt kurz-, mittel- und langfristige Zielsetzungen vor. So könne man sich bis 2010 beispielsweise vornehmen, die Energieeinsparpotentiale zu analysieren, Kontakte mit Mustergemeinden und der Organisation "Energiewende Landkreis Starnberg" zu knüpfen. Mittelfristig sollte sich Berg dann laut Meisner dem Aufbau mindestens einer regenerativen Energiequelle zuwenden. Und langfristiges Ziel wäre es, dass die Gemeinde - was Strom und Heizenergie betrifft - autark wird.
Dass die Wählergruppe mit der Wahl des Themas den Nagel auf den Kopf getroffen hat, wurde auch dadurch deutlich, dass nicht nur die eigenen Mitglieder, sondern auch die von Grünen und FDP gekommen waren sowie mit Gemeinderat Andreas Hlavaty der Chef der örtlichen CSU."

Dienstag, 22. Januar 2008

Das Energiekonzept der QUH

Wie versprochen! Heute abend in der Post: Nachdenken über ein Energiekonzept für Berg: Ob und wie sich Berg energiepolitisch unabhängig machen kann, weiß unser Listenkandidat Dr. Robert Meisner und verrät es um 20 Uhr beim Neujahrsempfang der QUH. Jeder ist eingeladen!
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Ist Geothermie in Berg möglich? - Diese Karte sagt: Ja!
Was kostet sie? Was können wir dafür tun?